Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  2. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  3. Schluss mit dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten!
  4. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?
  5. „In Chur steht das Schicksal der Kirche in einem der reichsten Länder auf dem Spiel“
  6. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  7. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  8. 'Gender-Dreck' - Deutsches Gericht verurteilt Pastor Olaf Latzel
  9. "Und dann kam der November 2020"
  10. Twitter erlaubt Hashtag #FuegoAlClero, der die lebendige Verbrennung von Priestern fordert!
  11. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  12. O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf!
  13. Papst: Messritus aus Zaire mögliches Modell für Amazonas-Liturgie
  14. Wien: 'Tot den Christen'-Aufruf im Gemeindebau
  15. US-Bischof fordert: Keine Impfung, die mit Hilfe abgetriebener Babys entwickelt wurde

Chile: „Nichts rechtfertigt die Gewalt gegen Kirchen und Glauben“

20. Oktober 2020 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Kirche in Not“ verurteilt erneute Attacken auf Gotteshäuser


München-Wien (kath.net/KIN)

Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ verurteilt die gewaltsamen Angriffe auf Kirchen in Santiago de Chile. Dort wurden am gestrigen Sonntag zwei Gotteshäuser von Demonstranten angegriffen, verwüstet und in Brand gesteckt. Dabei handelt es sich um die Kirche „San Francisco de Borja“ und die Mariä-Himmelfahrts-Kirche, eine der ältesten Sakralbauten der chilenischen Hauptstadt aus dem Jahr 1876. Der dortige Pfarrer Pedro Narbona ist zugleich der geistliche Assistent des chilenischen Nationalbüros von „Kirche in Not“.

Der geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ International, Dr. Thomas Heine Geldern, erklärte aus Anlass der erneuten Gewalteskalation:


„Wir sind bestürzt über die Plünderungen und Angriffe auf Kirchen in Santiago de Chile. Die gestrigen Ereignisse zeigen, wie weit die von einigen Gruppen geförderte Gewalt und der Hass reichen können. Nichts rechtfertigt die Angriffe auf Kirchen oder gegen den Glauben und die Überzeugungen anderer, um soziale, ethnische oder wirtschaftliche Gerechtigkeit zu verteidigen. Es ist legitim, soziale Veränderungen zu fordern und dafür auf die Straße zu gehen. Aber wir glauben, dass ungezügelter Hass gegen religiöse Gruppen Gewalt und Zerstörung erzeugen und weltweit offen verurteilt werden sollten.

Darüber hinaus fordern wir die chilenische Regierung auf, den Schutz religiöser Gebäude vor solchen Hassverbrechen zu gewährleisten. Wir drücken dem Pfarrer der Kirche Mariä Himmelfahrt, Pedro Narbona, der seit vielen Jahren die Arbeit des chilenischen Zweigs von ,Kirche in Not´ unterstützt, unsere Nähe aus. Wir sind entsetzt darüber, dass er unmittelbar von der Gewalt gegen die Kirche betroffen ist, die wir bisher nur aus anderen Teilen der Welt kannten. ,Kirche in Not’ bekräftigt seine Unterstützung für alle Christen in Chile, deren Kirchen und Einrichtungen systematisch von gewalttätigen Gruppen bedroht werden.“

Nach „Kirche in Not“ vorliegenden Informationen wurden in Chile seit Oktober 2019 mehr als 57 kirchliche Einrichtungen angegriffen und niedergebrannt.

Anlass der gewalttätigten Attacken am vergangenen Sonntag war der erste Jahrestag des Ausbruchs regierungskritischer Massenproteste in Chile. Diese hatten sich ursprünglich an einer Fahrpreiserhöhung für die Metro entzündet. Die Demonstranten fordern eine andere Sozialpolitik sowie die Überarbeitung der noch aus der Zeit der Militärdiktatur stammenden Verfassung. Die Proteste verliefen weitgehend friedlich, doch wie schon im Vorjahr kam es auch zu Plünderungen und Zerstörungen von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen, darunter auch die beiden Kirchen.

Foto: Brennende Kanzel in der Kirche San Francisco de Borja. © Internetvideo/unbekannt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Hunderte Kirchen, Monumente und Gebäude werden rot angestrahlt
  2. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  3. Beiruter Erzbischof: „Wir wollen die Wahrheit über die Explosion wissen”
  4. Eine nie dagewesene Glaubenskrise – hin zu einem Schisma?
  5. „Kirche in Not“ schnürt zweites Hilfspaket für Beirut
  6. Mosambik: Ordensfrauen und Gemeindemitglieder nach Angriff vermisst
  7. "Warum die Deutsche Bischofskonferenz auch einmal gelobt werden darf!"

Chile

  1. Chile: Vermummte Demonstranten wüten in katholischer Kirche
  2. Weihbischof in Chile zieht vor Amtsantritt zurück
  3. Chile: Gesetz bedroht Beichtgeheimnis bei Missbrauch
  4. Missbrauchskrise: Papst nimmt Rücktritt von Bischöfen in Chile an
  5. Chile: Staatsanwaltschaft lädt Kardinal vor
  6. Chilenischer Priester Muñoz wegen Missbrauchsverdachts in U-Haft
  7. Germàn Arana: Papstberater im Zwielicht








Top-15

meist-gelesen

  1. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  2. Schluss mit dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten!
  3. „In Chur steht das Schicksal der Kirche in einem der reichsten Länder auf dem Spiel“
  4. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  5. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  6. "Und dann kam der November 2020"
  7. Twitter erlaubt Hashtag #FuegoAlClero, der die lebendige Verbrennung von Priestern fordert!
  8. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  9. Eine seltsame Botschaft auf Twitter von Erzbischof Schick
  10. 'Gender-Dreck' - Deutsches Gericht verurteilt Pastor Olaf Latzel
  11. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  12. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  13. Als der Terror begann, verschanzten sich die Jugendlichen in der Kirche
  14. Die 13 neuen Kardinäle im Kurzporträt. Der Weg des Lebens und der Geschichte
  15. Hohe Vertreter der Kirche haben das Kerngeschäft der Seelsorge verlassen

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz