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Kurienkardinal Koch: "Versöhnte Verschiedenheit" ein Ziel bei Ökumene

23. Juni 2022 in Aktuelles, 28 Lesermeinungen
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Leiter des vatikanischen Ökumene-Dikasteriums: Eucharistiegemeinschaft setzt Bekenntnisgemeinschaft voraus. "Nur wenn wir den gemeinsamen Glauben teilen, können wir auch die Intensivform des Glaubens, nämlich die Eucharistie, glaubwürdig feiern"


Graz (kath.net/KAP) Für die Katholische Kirche ist die oft zitierte "versöhnte Verschiedenheit" unter den Konfessionen "eine Zielbestimmung des ökumenischen Weges in dem Sinne, dass wir auf eine Einheit zugehen, in der die Differenzen versöhnt sein werden". Das hat Kurienkardinal Kurt Koch, Leiter des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, im Interview mit der steirischen Kirchenzeitung "Sonntagsblatt" (aktuelle Ausgabe) bekräftigt. Viele verstünden unter dieser Formel bereits eine Beschreibung der Gegenwart. "Dieser Interpretation kann ich aber nicht zustimmen", so der vatikanische "Ökumene-Minister".

Koch war anlässlich des 25-Jahr-Jubiläumsfeier der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung, die im Juni 1997 in Graz stattfand, zu Gast in der Steiermark. Diese war die erste Ökumenische Versammlung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gewesen, an der auch die Ostkirchen teilnahmen. Auch wenn er die Diskussionen als "nicht ganz leicht" in Erinnerung habe, sei das Ereignis in Graz doch ein "fruchtbares" gewesen, betonte der Kurienkardinal. Ein wichtiger Impuls, der später realisiert werden konnte, sei die "Charta Oecumenica" gewesen, die von der Konferenz Europäischer Kirchen und dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen in Straßburg 2001 gemeinsam unterzeichnet wurde.

Für eine gegenseitige Einladung zum Abendmahl, wie sie etwa am Ökumenischen Kirchentag in Deutschland im Vorjahr praktiziert wurde, sieht Koch die Zeit noch nicht reif. "Das Votum, das dazu erarbeitet worden ist, blendet zu viele Dimensionen aus, die für das katholische Glaubensbewusstsein konstitutiv sind." Er finde es zudem aus ökumenischer Sicht "nicht adäquat", wenn diese Frage allein bilateral zwischen Katholiken und Protestanten besprochen werde. Auch Deutschland sei heute kein bikonfessionelles Land mehr, so der Kurienkardinal mit Verweis auf die steigende Zahl orthodoxer und orientalisch-orthodoxer Christen in der Bundesrepublik. Gerade bei der glaubenssensiblen Frage der Eucharistiegemeinschaft dürfe man die Ostkirchen nicht außen vor lassen.

Eine zeitliche Perspektive, bis wann eine Abendmahlsgemeinschaft erzielt werden könne, hänge immer von der inhaltlichen ab, bekräftigte der Kurienkardinal. "Für die katholische und erst recht für die orthodoxe Kirche kann es ohne Kirchengemeinschaft keine Eucharistiegemeinschaft geben." Die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, die 1999 in Augsburg vereinbart worden ist, sei ein "wichtiger Schritt" gewesen, "doch darin ist auch festgehalten, dass die Konsequenzen für das Kirchenverständnis noch nicht gelöst sind". Deshalb habe er den Vorschlag unterbreitet, "dass wir uns auf den Weg machen sollten zu einer neuen gemeinsamen Erklärung über Kirche, Eucharistie und Amt, und zwar in ihrer unlösbaren Zusammengehörigkeit". Ein solches Unternehmen brauche allerdings viel theologische Arbeit und Zeit, wandte der Kurienkardinal ein.

Jede Kirche hat eigene Vorstellung von Einheit

Dass es noch keine gemeinsame Vorstellung des ökumenischen Ziels gibt, sei damit begründet, dass jede Kirche ihre eigene Vorstellung von der Einheit ihrer Kirche habe und diese Vorstellung dann auf das Ziel der Ökumene übertrage. Für die katholische Kirche bestehe "das ökumenische Ziel in der Einheit im Glauben, in den Sakramenten und in den Ämtern", so der Kurienkardinal. Dies bedeute, dass Eucharistiegemeinschaft Bekenntnisgemeinschaft voraussetze. "Nur wenn wir den gemeinsamen Glauben teilen, können wir auch die Intensivform des Glaubens, nämlich die Eucharistie, glaubwürdig feiern", zeigte sich Koch überzeugt.

Die Gemeinschaft in den Sakramenten setze Gemeinschaft im Glauben und die Anerkennung der Ämter voraus. Letztere sei dabei die schwierigste Frage, denn aus katholischer Sicht könne es "keine Einheit am Amt des Papstes vorbei" geben, stellte Koch klar. Deshalb müsse die Frage besprochen werden, welche Aufgabe dem Papst in einer wiedergewonnenen Einheit zukommen würde. Diese Frage bespreche man vor allem im internationalen theologischen Dialog mit der Orthodoxie, bei dem das Hauptthema im Verhältnis zwischen Synodalität und Primat bestehe.

Dabei müsse auch daran erinnert werden, dass in den frühen Jahrhunderten der Kaiser eine bedeutende Rolle gespielt habe. So sei etwa das Erste Ökumenische Konzil in Nizäa im Jahre 325 von Kaiser Konstantin einberufen worden. "Heute haben wir keinen Kaiser mehr", dann stelle sich jedoch die Frage, wer in der wiedergewonnenen Einheit der Christen diese unverzichtbare Rolle übernehmen solle. "Gemäß katholischer Überzeugung kann dies nur der Nachfolger des Petrus, der Bischof von Rom sein", so Kardinal Koch.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Kardinal Koch (c) Martin Lohmann/LohmannMedia


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 27. Juni 2022 
 

@Zeitzeuge

Auch " substitut " ist falsch! Wenn, dann müsste es heißen "SUBSTITUTUS,a,um" je nachdem Substantiv, auf dass sich das Adjektiv bezieht, also wahrscheinlich "substituta" est!


0
 
 Zeitzeuge 26. Juni 2022 
 

Hochwürden Msgr. Schlegl, danke für die Korrektur, natürlich lautet

es lat. korrekt "subsistit"!

Die Formel "subsistit est" statt des ursprünglich

vorgesehenen "est" soll vom prot. Pastor

Wilhelm Schmit stammen, der Konzilsbeobachter

war.

Die jahrzehntelange Diskussion über die korrekte

Interpretation des neuen Bergriffs zeigt uns doch

wohl, daß er nicht ganz so eindeutig ist wie

das "est"; erst fast 40 Jahre später erfolgte

ein Stellungnahme der Glaubenskongregation

auch zu diesem Begriff, vgl. Link, aber auch

diese Verlautbarung stellte den "progressiven

Teil" der Theologen nicht zufrieden...... .

Bzgl. der ökumenischen Gespräche kann niemals
auf die Anerkennung der kath. Dogmen verzichtet
werden, denn es gibt keine "doppelte Wahrheit",
niemand kann nur "halb" katholisch sein.

Natürlich kann man z.B. beim Jurisdiktionsprimat
des Papstes, ein Dogma "de fide divina et
catholica", unterscheiden zwischen Grundsatz
und Ausübung, wobei ja Delegation von Befugnissen
nicht gegen das Dogma wäre!

Das heutige Tagesgebet sei unser Motto!

www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20070629_commento-responsa_ge.html


0
 
 SCHLEGL 25. Juni 2022 
 

@ Zeitzeuge

Meines Wissens heißt es " SUBSISTIT",die Form "substitut est" gibt es nicht!
Man kann über Ökumene NIEMALS unter Ausklammerung der Altorientalen und der Byzantiner reden! Denn gerade diese sind es, deren Theologie und Traditionen die Positionen der lateinischen Kirche stärkend unterstützen!
Gerade im Hinblick auf die Orientalen können die Gemeinschaften der Reformation erkennen, was das 1. Jahrtausend an Theologie und Entfaltung der Tradition der Kirche unter dem Beistand des Heiligen Geistes gebracht hat.
Das "subsistit" drückt aus, dass die wahre Kirche Christi in der katholischen Kirche voll verwirklicht ist,gleichzeitig auch die Orientalen als SCHWESTERKIRCHEN anzusehen sind!


2
 
 Zeitzeuge 25. Juni 2022 
 

@Einfach:

Ich verzichte darauf, über die hier behandelten
Themen, z.B. die Änderung der Selbstbeschreibung
der kath. Kirche auf dem Konzil als einzige Kirche
Christi von "est" in "substitut est", was leider
mehrdeutig interpretiert werden kann, näher zu
referieren.

Grundsätzlich möchte ich bzgl. "Ökumene" hier
nicht über die "Orthodoxen" diskutieren.

Gerne verlinke ich aber die Internetpräsenz
von H.H. Prälat Prof. Dr. Georg May, der jetzt
im 96. Lebensjahr immer noch tätig ist bei der
Verteidigung der kath. Wahrheit gegen die Ab-
irrungen der vergangenen Jahrzehnte.

A l l e n hier wünsche ich aufrichtig einen
gesegneten und besinnlichen Sonntag!

www.glaubenswahrheit.org/


0
 
 SCHLEGL 25. Juni 2022 
 

@Einfach 2. Versuch

Es ist mir unbekannt, dass Professor GEORG MAY bereits Kirchenlehrer ist??
Ich halte mich da lieber an die Erfahrungen von Papst Johannes XXIII, der lange in ostkirchlichen Ländern gelebt hat, Papst Paul VI, der durch sein Zusammentreffen mit Patriarch Athenagoras das Eis zwischen Rom und Konstantinopel gebrochen hat, an Johannes Paul II, der mehrmals mit orientalischem Patriarchen zusammengetroffen ist.
Die Wiener christologischen Gespräche haben den Lateinern, aber auch den Byzantinern gezeigt, dass die Altorientalen weder Nestorianer, noch Monophysiten sind, sondern ihre Rechtgläubigkeit mit einem etwas anderen Vokabular ausdrücken.
Seither gibt es begrenzte Kommuniongemeinschaft zwischen Lateinern und Altorientalen!
Die von ihnen aufgestellte Behauptung,trifft nur auf die Gemeinschaften der Reformation zu!
Eine Rückkehrökumene für die Orientalen wäre eine Beleidigung des 1. Jahrtausends, wie schon Johannes Paul II und Benedikt XVI klar ausdrückten.


0
 
 SCHLEGL 25. Juni 2022 
 

@ Einfach

Es ist mir unbekannt, dass Professor GEORG MAY bereits Kirchenlehrer ist??
Ich halte mich da lieber an die Erfahrungen von Papst Johannes XXIII, der lange in ostkirchlichen Ländern gelebt hat, Papst Paul VI, der durch sein Zusammentreffen mit Patriarch Athenagoras das Eis zwischen Rom und Konstantinopel gebrochen hat, an Johannes Paul II, der mehrmals mit orientalischem Patriarchen zusammengetroffen ist.
Die Wiener christologischen Gespräche haben den Lateinern, aber auch den Byzantinern gezeigt, dass die Altorientalen weder Nestorianer, noch Monophysiten sind, sondern ihre Rechtgläubigkeit mit einem etwas anderen Vokabular ausdrücken.
Seither gibt es begrenzte Kommuniongemeinschaft zwischen Lateinern und Altorientalen!
Die von ihnen aufgestellte Behauptung,trifft nur auf die Gemeinschaften der Reformation zu!
Eine Rückkehrökumene für die Orientalen wäre eine Beleidigung des 1. Jahrtausends, wie schon Johannes Paul II und Benedikt XVI klar ausdrückten.


1
 
 Einfach 25. Juni 2022 
 

@SCHLEGL

Seit Christi Geburt sind 2000 Jahre vergangen, seit der Enzyklika fast 100 Jahre. Das ändert aber nichts an dem gottgegebenen Lehr- und Hirtenamt. Die Rückkehr der getrennten Christen zur katholischen Kirche ist der einzige Weg, um die Einheit der Christen zu verwirklichen. Dass katholische Amtsträger ihre Kraft, Begabung und Zeit in dieses aussichtslose Unternehmen Ökumene investieren ist schmerzlich und bedauerlich zugleich. Und um es mit den Worten unseres Prälaten Georg May zu sagen: „Nach menschlichem Ermessen wird die Christenheit noch geteilt sein, wenn der HERR kommt, zu richten die Lebenden und die Toten“.


2
 
 SCHLEGL 24. Juni 2022 
 

@Einfach

Bei aller Wertschätzung für Papst Pius XI und die Enzyklika "Mortalium animos", sind doch von damals bis zum II. Vatikanum viele Jahre vergangen! In den Dekreten dieses Konzils wird nirgends Identität der katholischen Kirche "in der die wahre Kirche Christi verwirklicht ist" in Frage gestellt! Die Einheit der Christen entspricht dem Hohepriesterlichen Gebet des Herrn!
Papst Johannes Paul II hat die MITSCHULD katholischer Amtsträger an der Spaltung der Kirche klar beschrieben! Man denke nur an die Abspaltung der Altorientalen, woran sowohl Konstantinopel, als auch Rom Mitverantwortung tragen. Ebenso am Bruch zwischen Rom und Konstantinopel. Machtstreben und Geltungssucht auf beiden Seiten haben das Klima damals vergiftet. Für die unselige "Reformation" hat leider auch die lateinische Kirche eine "STEILVORLAGE" geliefert, angefangen vom babylonischen Exil der Päpste in Avignon, mit 3 Päpsten als Folge, und natürlich das Renaissancepapsttum und die Zustände der Kirche in Deutschland.


1
 
 Zeitzeuge 24. Juni 2022 
 

Danke, einfach, für den Hinweis, im Link der Text!

Wenn auch die Traditionsverächter grinsen werden,

wer ernsthafte Theologie sucht, ist auch mit

"Mortalium animos" gut beraten!

www.kathpedia.com/index.php/Mortalium_animos_(Wortlaut)


0
 
 Einfach 24. Juni 2022 
 

Enzyklika Mortalium Animos

von Papst Pius XI. Darin ist alles gesagt, was man zur Ökumene wissen muss. Gute Lektüre auch für Kardinal Koch. Damit wäre die ganze Ökumene erledigt, und er könnte sich seiner wahren Aufgabe widmen, nämlich die Menschen zu lehren und zu bekehren, anstatt sie in die Irre zu führen. Die Wahrheit ist immer glasklar, wenn man dich schon Gedanken machen muss, was versöhnte Verschiedenheit sein soll, stimmt was nicht.


2
 
 Tante Ottilie 23. Juni 2022 
 

Versöhnte Verschiedenheit

bedeutet für mich, dass die Anhänger der unterschiedlichen Konfesionen (Verschiedenheit) immerhin einander tolerieren und einander in gegenseitigem Respekt begegnen.

Leider ist dem oftmals NICHT so, wie ich gerade auch bei manchen Protestanten feststellen muss.

Dann allerdings bleibe ich auch nicht still, sondern wehre mich meiner rk Haut.


2
 
 Zeitzeuge 23. Juni 2022 
 

Ergänzung: Natürlich gehören auch z.B. die sog. "veritate catholica,

z.B. die Nichtmöglichkeit der "Frauenordination"

zum verpfl. kath. Glaubensgut sowie auch nicht

ausdrücklich feierlich definierte Lehren, vgl.

im Link den Abschnitt "Theologische

Qualifikationen"!

www.kathpedia.com/index.php?title=Die_Interpretation_der_Dogmen#3._Theologische_Qualifikationen


2
 
 ottokar 23. Juni 2022 
 

Was heißt „gemeinsamen Glauben“ teilen?

Wenn der gemeinsame Glauben derjenige unserer Una Sancta Catholica ist , dann brauchen wir ihn nicht teilen, wir lassen jeden, der unseren Glauben anerkennt, an unserem Tisch teilhaben. Möge doch auch der ehrenwerte Kardinal Koch anerkennen, dass es solange keinen gemeinsamen Glauben, also keine wirkliche Ökumene gibt, solange die Realpräsenz Christi in Brot und Wein,das Beichtsakrament, das Ehesakrament, die Priesterweihe, kurz der Inhalt des Kathechismus der katholischen Kirche kompromisslos anerkannt wird. Ständig darum herumzuschwafeln verunsichert noch mehr die ständig abnehmende Zahl der Gläubigen. Was wir heute so dringend benötigen würden, das ist eine Kirche die uns fordert, die von uns Bekenntnis verlangt. Bezüglich einer solchen Haltung könnte uns der Islam tatsächlich Vorbild sein.


2
 
 Zeitzeuge 23. Juni 2022 
 

Lieber girsberg74, Berichtigung und kl. Ergänzung

.....da allein die kath. Kirche als Hüterin und

Verkünderin der göttlichen Offenbarung bzgl.

der Glaubens- und Sittenlehre in ihren Dogmen

das Wort GOTTES authentisch ohne Irrtum verkündet!

Zur "Ökumene" erklärte das II. Vat. im

Ökumenismusdekret:

"...aber sie weichen von einander ab und gehen
verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt
wäre....!

Im Link ein wichtiger Vortrag von Kard. Scheffczyk
über die hl. Eucharistie u.d. Ökumene!

www.pro-missa-tridentina.org/upload/rb30/06_KardScheffczyk_S23_26.pdf


0
 
 hape 23. Juni 2022 

Lieber @Zeitzeuge, ich kann mich Prof. May nur anschließen, wenn er sagt …

…Ich halte es für ausgeschlossen, die Spaltung zwischen Katholiken und Protestanten durch Lehrgespräche zu überwinden. Die Positionen sind derart gegensätzlich, daß, wenn die Denkgesetze in Kraft bleiben sollen, ein Ausgleich unmöglich ist.

Es geht hier nicht um "versöhnte Verschiedenheit", wie oft gesagt wird, denn Verschiedenheit, die aus Gegensätzen besteht, kann nicht versöhnt werden. Ich halte nicht mehr für möglich, als daß man sich in Achtung und gegenseitiger Liebe begegnet.

Es gibt eine Ökumene im praktischen Leben, aber es gibt keine Ökumene in der Wahrheit. Einheit ohne Wahrheit ist ein unmögliches Ding. Zusammenarbeit, wo sie möglich ist, im bürgerlichen Bereich, im politischen Bereich, im kommunalen Bereich.

Achtung voreinander, auch Liebe, Hilfsbereitschaft, das sind selbstverständliche Pflichten, die man den Christen nicht genug einschärfen kann. Eine irgendwie geartete Einheit in der Lehre ist nach meinem Dafürhalten ausgeschlossen.

Das war im Jahre 2000.


2
 
 winthir 23. Juni 2022 

den Haupt-Punkt sehe ich darin,

daß jede Konfession meint, für sich die absolute Wahrheit gepachtet zu haben, und sich für die einzig wahre hält. Was mich sicher in ziemlichen Gegensatz zu den meisten hier schreibenden Menschen bringt.

So mal ganz praktisch gesprochen.

Nur ein(!) kleines Beispiel, von einem Athos-Besucher erzählt: Diejenigen, die sich "falschrum" bekreuzigten (also die "Römer"), durften der Hl. Messe dort nur im Vorraum der Kirche beiwohnen ...

ach so, doch noch was (ich bin ja ursprünglich lutherisch sozialisiert): Im Rahmen seiner Erziehungstätigkeit sagte mir mein Vater (echt!): "Die Katholiken sind alle falsch. Denen kannst Du nur bis zu einem bestimmten Punkt trauen." (fünfziger Jahre).

Inzwischen habe ich erlebt und erfahren (ich bin ja Konvertit), daß dem nicht so ist :-)

Gott sei Dank,
sagt der winthir.

p.s. die "versöhnte Verschiedenheit" (keine Ahnung, wer das erfunden hat), halte ich für Krampf.


1
 
 Zeitzeuge 23. Juni 2022 
 

Lieber girsberg74, natürlich habe ich mir keine Sorgen um Sie persönlich

wegen Hegel gemacht, da Sie mir hier als zuverlässiger kath. User seit längerem vertraut sind!

Es ging mir darum, daß die besagte Formulierung
einer "versöhnten Verschiedenheit" absolut un-
brauchbar für das ök. Gespräch ist, ein
Ökumenismus ohne Wahrheit ( Lortz) ist
schlicht und einfach falsch, die die kath. Kirche als Hüterin
und Verkünderin der göttlichen Offenbarung
bzgl. der Glaubens- und Sittenlehre in ihren
Dogmen das Wort GOTTES authentisch ohne Irrtum
verkündet!

Die besagte Formel hätte bei der großen Mehrheit
der Konzilsväter des II. Vat. Entrüstung her-
vorgerufen, daher griffen die "Hegel-Freunde"
K. Rahner und H. Vorgrimler zusammen mit anderen
"Progressiven" i.d. "Hegelsche Trickkiste", so
daß nach dem em. Weihbischof Dick "Formulierungen
gebraucht wurden i.d. Absicht, die Zustimmung der
Konzilsväter zu erhalten, den Text nachher aber
anders zu interpretieren" (TP-Interview 2015
unter Bezug a.d. Briefwechsel Rahner/Vorgrimler!

Das erklärt manches.......!


0
 
 girsberg74 23. Juni 2022 
 

@Zeitzeuge wegen Hegel

Lieber Zeitzeuge,
machen Sie sich bitte meinetwegen keine Sorgen betreffend Hegel; ich kenne das System und die Leute, die davon leben und andere trunken machen

Was ich als "Girlande" bezeichnet habe, hatte ich der von mir zitierten Aussage von Kardinal Koch untergeordnet; man ist ja manchmal einfühlsam zu Leuten, die nicht alles so sehen, wie man selbst denkt, die man aber auf seine Seite zu ziehen sucht.

Was nicht geht/ginge ist, dass die beiden Äußerungen als gleich ernsthaft/wahr anzusehen sind.

Kann sein, dass Kardinal Koch mit umherstreunenden Formeln Leute beruhigen und gewinnen wollte, ohne seinen Grundsatz zu verlassen.

Ich hoffe, dass Kardinal Koch nicht beides gleichzeitig gleich ernst nimmt, was Ihre Sorge zu sein scheint. Ich müsste mir sonst Gedanken machen bezüglich Philosophie, Täuschung und Selbsttäuschung.


0
 
 Zeitzeuge 23. Juni 2022 
 

Lieber girsberg74,

im Link ein altes Interview mit Prof.Dr. Georg May.

Hierin erläutert er auch kurz das an Hegel erin

nernde Narrativ einer sog. "versöhnten

Verschiedenheit" und erklärt zu Recht diesen

Begriff als falsch für eine "ökumenische" Betrach-

tungsweise, vgl. auch den neuesten Beitrag

eines Users hier!

Hegel lehrte zeitweise einen "Gleichklang der

Gegensätze" und "These + Antithese = Synthese"!

Das würde auf die Ökumene bezogen bedeuten:

Wahrheit + Irrtum = "versöhnte Verschiedenheit"!

Wenn dieser hegelsche Begriff schon für das

säkulare Leben unbrauchbar in seiner Unlogik ist,

dann ist er total falsch im Hinblick auf die

wahre "Einheit der Christen", die nur aus dem

gemeinsamen Leben in der Wahrheit bestehen kann.

"Ökumenismus ohne Wahrheit" ist Betrug und

Selbstbetrug, diese Formel ist somit unbrauchbar

für gläubige Katholiken!

Unsere Gebete vor dem II. Vaticanum für eine

Wiedervereinigung im Glauben entsprachen

hingegen eindeutig Joh 10,16!!

www.jf-archiv.de/archiv00/240yy09.htm


1
 
 SCHLEGL 23. Juni 2022 
 

Versöhnte Verschiedenheit?

Der Begriff ist ziemlich schwammig! Eine Rückkehr- Ökumene kann zumindest von den Orthodoxen und den Altorientalen NICHT verlangt werden! Es muss lediglich die kirchliche Kommuniongemeinschaft zwischen Rom und den jeweiligen Orientalen wiederhergestellt werden. Die Eigenheit der verschiedenen Riten und des orientalischen Kirchenrechts muss Rom natürlich anerkennen, ebenso die Bischofsernennungen durch den jeweiligen Patriarchen, oder dessen Synode und selbstverständlich die Weihe verheirateter Männer zu Priestern!
Papst Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI haben ausdrücklich erklärt, von den Orientalen dürfen NICHT MEHR verlangt werden, als in 1. Jahrtausenden üblich!
Auch der "Coetus Anglikanorum" durfte Liturgiegut der anglikanischen Kirche beibehalten, ebenso verheiratete Priester.
Bei reformatorischen Gemeinschaften geht es um das Kirchenbild, das Weihesakrament, die Sakramente überhaupt und den Primat.Da sehe ich bei den Protestanten schwarz!


1
 
 Granuaile 23. Juni 2022 
 

Versöhnte Verschiedenheit?

Es gab Zeiten, da Protestanten und Katholiken sich gegenseitig die Köpfe einschlugen. Heute erkennen wir, dass sich über weite Strecken unser Glauben deckt. Was tun? Freuen wir uns über die Gemeinsamkeiten im Glauben und respektieren wir, dass das Gegenüber in einigen auch wichtigen Punkten anders denkt. Das nennt sich „versöhnte Verschiedenheit“. Oder reden wir mit dem Andersdenkenden nicht, da selbstverständlich nur wir die volle Wahrheit besitzen und wer etwas anders vertritt bestenfalls ein im Geiste armer Irrer oder eben ein dem Teufel verfallener bösartiger Häretiker ist.
Mir leuchtet das Modell der „versöhnten Verschiedenheit“ ein.


0
 
 girsberg74 23. Juni 2022 
 

Bedingt unbesorgt !

@Zeitzeuge „Was aber meint Eminenz Koch ...“

Lieber Zeitzeuge,
auch mir ist die Unbestimmtheit dieser Formulierung sofort aufgefallen, habe sie aber im Gegensatz zu der von mir zitierten Koch‘schen Aussage als eine Girlande eingestuft.

Eine Frage kann sein, ob solche Girlanden eher etwas mildern/ fördern oder aber verwässern; im Kern jedenfalls ist Kardinal Koch fest und klar.


0
 
 Chris2 23. Juni 2022 
 

... bei diesem Priorat,

obwohl es ganz in meiner Nähe lag. Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen, denn ich schätze auch das seelsorgliche Wirken der Petrusbruderschaft ansonsten sehr.


0
 
 Zeitzeuge 23. Juni 2022 
 

Was aber meint Eminenz Koch mit "Verschiedenheit" nach der "Versöhnung"?


2
 
 girsberg74 23. Juni 2022 
 

Was will man noch ?

Zitat Kardinal Koch:
„Die Gemeinschaft in den Sakramenten setze Gemeinschaft im Glauben und die Anerkennung der Ämter voraus. Letztere sei dabei die schwierigste Frage, denn aus katholischer Sicht könne es "keine Einheit am Amt des Papstes vorbei" geben, stellte Koch klar.“

Meinen Dank an Kardinal Koch; ich ahne, in welcher Spannung er steht, unmögliche Erwartungen erfüllen zu sollen.

Was Kardinal Koch sagt, ist zunächst vor allem für Katholik festzuhalten, die teils vielfach verwickelt sind und daher „des Friedens, der Freude, des Eierkuchens“ wegen an vielerlei Stellen nachzugeben bereit sind; leider nur einem schwachen Glaube folgend, mit dem Synodalen Weg grundiert.


2
 
 Chris2 23. Juni 2022 
 

Ökumene am Verhandlungstisch?

auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners? Das kann nicht gelingen. Ich denke, gute Wege sind z.B. das gemeinsame Gebet um die Einheit (kann auch räumlich getrennt und in unterschiedlichen Formen passieren, bei uns z.B. als Rosenkranz) oder das gemeinsame gesellschaftlichen Engagement, besonders für bedrohte Kinder (Marsch für das Leben, Demo für alle etc.). Hilfreich ist auch das Entdecken guter Dinge bei den getrennten Geschwistern (z.B. Festigkeit im Glauben, sichtbares Engagement und intensive Bibelarbeit* bei vielen Freikirchen).
* Wobei eine Bibelarbeit "ins Blaue" und ohne Korrektur völlig danebengehen kann, wie ich vor Jahrzehnten ausgerechnet bei der Petrusbruderschaft erlebt hatte. War mein erster und letzter Besuch damals...


1
 
 Tante Ottilie 23. Juni 2022 
 

Kardinal Koch:

"Nur wenn wir den gemeinsamen Glauben teilen, können wir auch die Intensivform des Glaubens, nämlich die Eucharistie, glaubwürdig feiern"

Sagen Sie das mal Markus Söder, der muslimischen Landtagspräsidentin von Baden Württemberg und vor allem all den pflichtvergessenen Klerikern, die so leichtfertig mit dem Allerheiligsten Altarssakrament umgehen.


4
 
 Einfach 23. Juni 2022 
 

Glasklar

Der Auftrag unseres Herrn Jesus Christus ist glasklar, siehe Matthäus 28, 18-20, von versöhnter Verschiedenheit hat er nichts gesagt ! Warum sich der Vatikan trotzdem damit beschäftigt, erschließt sich mir nicht, wieviele Seelen könnten gerettet werden, wenn man sich ausschließlich mit dem Auftrag des Herrn beschäftigen würde, eine Einheit in versöhnter Verschiedenheit wird es nie geben, weil es nur die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche gibt, in der alle gesammelt werden müssen. Das ist der Auftrag unseres Herrn Jesus Christus, einen anderen Auftrag hat die Kirche Christi nicht !


2
 

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