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Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis

26. Juni 2022 in Kommentar, 26 Lesermeinungen
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„Wird das mit den kruden Benedikt-Schlagzeilen jetzt immer so weitergehen? Monat für Monat? Bis niemand mehr wagt, für den emeritierten Papst die Hand zu heben?“ – Gastbeitrag von Peter Seewald


München-Rom (kath.net) Wird das mit den kruden Benedikt-Schlagzeilen jetzt immer so weitergehen? Monat für Monat? Bis niemand mehr wagt, für den emeritierten Papst die Hand zu heben?

Landauf, landab großflächig verbreitet, konnten Leser dieser Tage über neue Sensations-Schlagzeilen staunen: „Muss Papst Benedikt XVI. vor Gericht?“, hieß eine davon. Der Nachrichtendienst Watson meldete: „Papst Benedikt Mittäter?“ Für Bild war der deutsche Papst der „Verlierer des Tages“. Und der Kirchenexperte der Augsburger Allgemeinen wusste aus dem Stand heraus, dass „die Missbrauchsklage gegen Benedikt XVI. schon jetzt ein Erfolg“ sei.

Keines dieser Blätter hatte im Übrigen über die aktuell in München stattgefundene Veranstaltung zum 95. Geburtstag des ehemaligen Oberhauptes der katholischen Weltkirche berichtet, in der Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber den deutschen Papst als eine der größten Persönlichkeit unserer Zeit würdigte. Auch die ortsansässige Süddeutsche Zeitung verschwieg das Ereignis. Dafür hatte es sich die Religions-Journalistin des Hauses angewöhnt, wo immer es geht zu erwähnen, der frühere Papst habe im Zusammenhang mit Missbrauch eine Falschaussage gemacht, die er dann korrigieren musste. Dass es sich nicht um eine Falschaussage, sondern lediglich um einen Irrtum handelte, für den auch nicht der Emeritus, sondern der Übertragungsfehler eines externen Mitarbeiters verantwortlich war, bleibt unerwähnt.

Für die neueste Empörungswelle in der Dauerkampagne gegen Benedikt XVI. genügte, dass ein findiger Berliner Anwalt beim Landgericht Traunstein eine Klage einreichte. In der Begründung argumentiert der Jurist, sein Mandant sei ein Opfer sexuellen Missbrauchs durch Peter H., den auch in München eingesetzten Essener Priester. Ratzinger habe als Bischof nicht dafür gesorgt, dem Mann das Handwerk zu legen. Er trage „gesamtschuldnerische Haftung“. Zuvor hatte sich der Anwalt einige Journalisten ins Boot geholt, die für die nötige Bugwelle sorgten. Es folgte der allbekannte Tsunami, wie er im Fall Benedikts wiederkehrend durch die Medienwelt schwappt.

Spielt es keine Rolle, dass der Mandant des Anwalts zum Zeitpunkt, als Ratzinger Bischof in München war, noch gar nicht geboren war? Oder dass die 1,5 Millionen Euro teure Untersuchung der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl, Spilker, Wastl, auf die sich seine Klage bezieht, nicht den Hauch eines Beweises liefern konnte, dass Ratzinger in der Vertuschung von Missbrauchsfällen verwickelt war? Als Rechtswissenschaftler ginge es ihm gegen den Strich, kommentierte der frühere Bundesrichter Thomas Fischer, dass die Münchner Kanzlei sich den Anschein gab, unabhängig und neutral wie ein staatliches Gericht zu urteilen, obwohl das private Gutachten keinerlei gerichtliche Relevanz habe.

Das Versagen der Kirchen im Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Priester ist entsetzlich und unentschuldbar. Es gibt darauf keine andere Antwort als die der Aufklärung, der Sühne, der Beseitigung missbrauchsfördernder Strukturen. Und nicht zuletzt höchste Achtsamkeit in allen Bereichen der Gesellschaft. Alleine für das Jahr 2020 bezifferte die Bundesregierung die Zahl von Kindesmissbrauch in Deutschland auf 14.594 Fälle. Hinzu kamen 18.761 Fälle von Kinderpornografie. Zu den hässlichen Begleiterscheinungen des Missbrauchs gehört freilich längst auch dessen Instrumentalisierung. Die Berichterstattung von Kirchenjournalisten, die zwischen Information und Desinformation nicht mehr zu unterscheiden wissen, hat sich dabei zu einem geduldeten Medienskandal entwickelt. Es gibt hunderte von Beispielen dafür. Die Verantwortlichen in den Chefetagen schauen weg. Sie dulden jedwede Manipulation, sobald sich auch nur die geringste Möglichkeit zeigt, Benedikts Vermächtnis in Verruf zu bringen.

Der Emeritus selbst hat es aufgegeben, sich zur Wehr zu setzen. Es sei zwecklos, sagt er aus seiner langjähriger Erfahrung mit dem „Qualitätsjournalismus“ in seinem Herkunftsland. Wer möchte ihm widersprechen? Als im Januar das Münchner Anwalts-Trio sein Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum in den Jahren von 1945 bis 2019 präsentierte, signalisierte bereits die Ankündigung eines „Sondergutachtens“ über Ratzingers Bischofsjahre von 1977 und 1982 (also für lediglich fünf der 74 Jahre des Berichtszeitraums), was die Anwälte im Sinn hatten.

Der Präsentation vorangegangen war eine konzertierte Medienaktion, angeführt von der Zeit, die nichts anderes als eine Vorverurteilung zum Ziel hatte. Als der Irrtum in Ratzingers Angabe über seine Anwesenheit bei einer bestimmten Sitzung erkannt wurde, wäre es die Pflicht der Anwälte gewesen, den greisen Emeritus darauf aufmerksam zu machen. Sie haben es unterlassen. Nur aus dem Grund, einen Skandal produzieren zu können.

Benedikt XVI. versicherte, er sei in dem Fall des Missbrauchspriesters Peter H. nicht involviert gewesen. Den dem Bistum Essen unterstehende Kaplan, der lediglich für kurze Zeit in München Logis bekommen sollte, um sich einer Therapie zu unterziehen, habe er nie kennengelernt. Er klärte auch sofort darüber auf, wie es zu der irrtümlichen Aussage über die (im übrigen irrelevante) Abwesenheit bei der Sitzung gekommen war – doch jedes Wort wurde ihm als weitere „Verstrickung in sein Lügengebäude“ ausgelegt. Im Deutschlandfunk berichtete die kirchenpolitische Redakteurin Christiane Florin, der Vorwurf gegen Benedikt XVI. sei, er habe „bewusst in seiner Stellungnahme im Münchner Gutachten die Unwahrheit gesagt – also gelogen“. Tatsächlich hatten noch nicht einmal die Anwälte diesen Vorwurf erhoben.

Auf der betreffenden Sitzung des Ordinariatsrates, so Florin weiter, sei „entschieden“ worden, dass der Priester H. „in das Erzbistum München übernommen und wieder in der Seelsorge eingesetzt werden sollte – obwohl er in der Vergangenheit Kinder missbraucht hat“. Auch diese Darstellung war von der Journalistin frei erfunden worden. Sie stand nirgendwo im Gutachten. Tatsächlich konnten die Anwälte für ihre Anschuldigungen nur Vermutungen und „Beweise“ vom Hörensagen vorbringen. Gleichzeitig kehrten sie die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung um, um, gestützt auf Indizien, dem ehemaligen Papst über einen „Anfangsverdacht“ ein „Fehlverhalten“ in vier Fällen zu unterstellen – und auch dies nur „mit hoher Wahrscheinlichkeit“.

Wollte der Jurist aus Berlin wirklich für seinen Mandanten eintreten, hätte er die Kardinäle Wetter und Marx in den Focus rücken müssen. Nicht in Ratzingers Amtszeit, sondern in der seiner Nachfolger war der Missbrauchstäter als Priester eingesetzt worden. Damit hätte er freilich auf die Chance verzichten müssen, wenigsten einmal in seinem Leben groß im Rampenlicht zu stehen.

Zur Erinnerung: Nach intensiver Prüfung der von der Anwaltskanzlei Westpfahl, Spilker, Wastl vorgelegten Unterlagen kam das juristische Beraterteam des emeritierten Papstes zu folgendem Ergebnis:

1.)    Joseph Ratzinger habe als Bischof von München weder Kenntnis davon gehabt, dass Kaplan Peter H. „ein Missbrauchstäter ist, noch dass dieser in der Seelsorge eingesetzt wird. Die Akten zeigen, dass in der Ordinariatssitzung am 15. Januar 1980 nicht über einen seelsorgerlichen Einsatz des Priesters Peter H. entschieden wurde“.

2.) Zu den drei weiteren Fällen angeblichen Fehlverhaltens wird festgestellt: „In keinem der Fälle ... hatte Joseph Ratzinger Kenntnis von Taten oder vom Tatverdacht sexuellen Missbrauchs der Priester. Das Gutachten präsentiert keine Beweise dafür, dass es sich anders verhält.“

Papst Benedikt hatte die Untersuchung über den Missbrauch in seiner früheren Diözese rückhaltlos begrüßt und unterstützt. Im Interesse der Opfer, erklärte er, sei „eine gute, lückenlose und erfolgreiche Aufarbeitung“ unabdingbar. Heute muss hinzugefügt werden: auch im Interesse des deutschen Papstes. So gesehen wäre es zu begrüßen, wenn die Richter in Traunstein den Fall aufgriffen. Niemand freilich kann ernsthaft glauben, die Dauerkampagne gegen Benedikt XVI. könnte dadurch beendete werden.

Großer kath.net-Buchtipp!
Benedikt XVI.
Ein Leben
Von Peter Seewald
Hardcover, 1184 Seiten
2020 Droemer/Knaur
ISBN 978-3-426-27692-1
Preis Österreich: 39.10 Euro

Archivfoto Peter Seewald (c) Seewald


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Lesermeinungen

 lakota 27. Juni 2022 
 

@Dottrina

Ja, wer "unseren" Benedikt auch nur ein bißchen kennt, weiß, welche vornehme Gesinnung er hat und all die Hetzerei kommt doch nur daher, daß diese Typen genau wissen, daß er ihnen geistig, moralisch und menschlich haushoch überlegen ist.


2
 
 Dottrina 27. Juni 2022 
 

Danke, lieber Herr Seewald!

Diese ewige Hetzerei gegen den wunderbarsten Papst, dem ich so viel verdanke, zeigt nur wieder die widerwärtige Fratze des Diabolos, der alles zerstören will, was gut, wahr und gerecht ist. Diese gnadenlose Journaille (Journalisten mag ich diese Leute gar nicht nennen) machen sich alle mitschuldig und sollten eigentlich wegen Verleumdung vor Gericht gestellt werden. Jedenfalls lasse ich mir von niemandem einreden, Benedikt wäre in irgendeiner Form an solch widerlichem Schmutz beteiligt, in den diese "Qualitätsjournalisten" ihn hinstellen wollen. Die Wahrheit wird sich nicht verbiegen lassen. "Mein" Papst ist und bleibt ein Leuchtturm des Glaubens. Möge unser Herr und Gott ihn schützen und behüten!


3
 
 Chris2 27. Juni 2022 
 

"Gaslighting" und "Zersetzung"

@salvian Gaslighting wäre dann eine Art Gegenstück zur "Zersetzung" der Stasi, bei der sie Dissidenten über lange Zeit gezielt in kleinen Dosen immer mehr an ihrem Verstand zweifeln ließ, bis diese zusammenbrachen oder sich völlig isolierten. Sie verstellten z.B. einzelne Gegenstände in deren Wohnung oder streuten da und sort irremachende Informationen durch Stasi-IMs.


1
 
 lesa 27. Juni 2022 

Die radikalste Form christlicher Solidarität (Näheres im Korintherbrief)

Danke Peter Seewald für Ihr unermüdliches "Zur-zur Stelle-sein" in Sachen Wahrheit und deren Verteidigung gegen die widerlichste, undankbarste und verbohrteste Kampagne, die sich denken lässt angesichts des Geschenkes eines solchen Theologen. So haben wir jederzeit die Fakten zur Hand, mit denen wir die verlogenen Anschuldigungen entkräften und eventuell Verunsicherten wieder Klarheit vermitteln können.
Das ist dringend notwendig, obwohl dieses Leiden an diesen gemeinen Versuchen, das strahlende, unzerstörbare Werk von Josef Ratzinger/Benedikt XVI. zu entstellen, vielleicht ein notwendiges Werk des Erbarmens ist, ohne das Deutschland nicht mehr geholfen werden kann.
Aber Gott wird dennoch alles ans Licht bringen - in diesem Fall die Verlogenheit und Verdrehtheit der Verleumder.
"Gott wird dich richten, du getünchte Wand", sagte der Hl. Paulus einmal bei gegebenem Anlass. Trotzdem müssen wir für diese armen Gefangenen der Finsternis beten, die das Licht der Gnade nicht vertragen.


4
 
 lakota 27. Juni 2022 
 

Wie heißt es:

"Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten".
Sie werden sich alle einmal dafür verantworten müssen - und dann gnade ihnen Gott!


4
 
 Salvian 27. Juni 2022 

Gaslighting

Die Kampagne gegen Benedikt XVI. erinnert an die Methode des "Gaslighting", mit der Menschen „gezielt desorientiert, manipuliert und zutiefst verunsichert werden und ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert bzw. zerstört wird“. Dies "geschieht nicht permanent, aber wiederholt und über einen langen Zeitraum" - so lange, bis die Zielpersonen "an ihrem Gedächtnis, ihrer Wahrnehmung und an ihrem Verstand zu zweifeln" beginnen (Wikipedia). Im vorliegenden Fall wird gläubigen Christen immer und immer wieder eingehämmert, dass katholische Bischöfe und Priester qua Amt entweder selbst Missbrauch ausüben oder diesen bewusst decken. Nur die Abschaffung der sakramentalen Struktur der Kirche könne das Problem lösen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Vertrauen in katholische Geistliche, die der kirchenpolitischen Agenda des "Synodalen Wegs" Widerstand entgegensetzen, mit allen Mitteln zerstört werden.


5
 
 SalvatoreMio 27. Juni 2022 
 

Das Alter ehren: gilt das gar nicht mehr?

Dem Vorschlag von @723Mac schließe ich mich an: am Mittwoch an einer Eucharistiefeier teilnehmen: zum Dank, dass Benedikt uns als Oberhirte geleitet hat und verbunden mit der Bitte, dass der Herr ihn segne und stärke auf seiner Reise in das ewige Licht. (Ich habe die Möglichkeit zur hl. Messe in Niedersachsen um 8.30). - Was mich noch fassungslos macht: wie man einem betagten und wehrlosen Menschen keinerlei Respekt entgegenbringt. Es heißt doch: "Das Alter sollst du ehren".


3
 
 SalvatoreMio 27. Juni 2022 
 

"Ich bin die Wahrheit!"

@littlemore: wie kostbar, diese Worte von Romano Guardini. Herzlichen Dank!


3
 
 Tante Ottilie 26. Juni 2022 
 

Papst Johannes Paul II. war mir wegen seiner Unbeirrbarkeit stets höchst sympathisch.

Für Papst Benedikt XVI. habe ich auf Grund seines Wissens und stets klaren katholischen Kurses hohen Respekt gehabt - daran hat sich nichts geändert.

Der amtierende Papst Franziskus I. ist mir von Anfang an irgendwie wenig sympathisch und bis heute äußerst suspekt geblieben.

Punktum!


5
 
 723Mac 26. Juni 2022 
 

das Bild eines Papstes im 3.Fatimageheimnis

zeigt u.A. den Papst der unter dem Kreuz von mehreren Soldaten getötet wird

Bei der zerstörten Stadt (Jerusalem!) kann es sich auch um die Kirche handeln

Wehe diesen die zur Zerstörung der Kirche beitragen und auch den Papst attackieren (sowohl den emeritierten Papst als auch den amtierenden Papst)

www.gottliebtuns.com/fatima_drei.htm


3
 
 Andrzej123 26. Juni 2022 
 

Benedikt der XVI

war vielleicht für die bevorstehende Zeit der letzte tatsächliche Papst. Jemand, der noch den Glauben als "Salz der Erde" sah und verkündete.
Doch es war bereits sehr schwer für ihn, eben als solcher im Deal nach dem 2. vat. Konzil (konservativer Papst bei Rollen der Revolution) zu wirken.
Nachdem die Feinde der Kirche sich vorbereiteten die Kirche unter Ausschlachtung der (auch von ihnen selbst mitzuverantwortenden) Missbrauchskrise zu vernichten, musste er zurücktreten.
Der derzeitige Papst ging im Sinne einer formalen Rettung der kirchlichen Einrichtungen den Deal mit dem Wokismus ein, die Lehre der Kirche bzgl Ehe und Sexualität an den Wokismus anzupassen und im Gegenzug nun von den Medien des Wokismus bzgl der Missbrauchsthematik milder behandelt zu werden.
Ein Dilemma, aus dem es nach menschlichem Ermessen kaum noch einen Ausweg gibt.
Doch man darf hoffen, dass mit dem menschlichen Ermessen nicht das letzte Wort gesprochen ist.


3
 
 Carlotta 26. Juni 2022 
 

Verlogen & verjährt...

wenn ich richtig informiert bin, verjährt Mißbrauch (aktiv begangen) nach 20 Jahren und den wirft ja nicht mal das verlogene deutsche Hetz-Kollektiv dem Emeritus vor. Anscheinend können sie ihm weder seine Theologie verzeihen noch, daß er obwohl sie schon Jahre vor seiner Wahl ihre Schmutzkampagnen gefahren haben, zum Papst gewählt wurde. Auch während seines Pontifikates wurde ihm von diesen "Medien" jedes Wort im Munde umgedreht und verfälscht. Und wer ist eigentlich die Frau Florin?


6
 
 723Mac 26. Juni 2022 
 

das Vermächtnis von Papst Benedikt

widerspiegelt in meinen Augen das Vermächtnis vom Münchner Herzogspital vom Jahr 1690
1) über die Zuwendung dem gekreuzigten Herren,
2) über die Zuwendung dem zum Fleisch gewordenen Wort Gottes
3) über die Zuwendung- mit einem liebenden fürsorglichen Blick- dem Volk Gottes
Papst Benedikt hat es vor Allem für uns gelebt und lebt für uns auch heute
Im Leben von Papst Benedikt ist sowohl Person von Petrus als auch vom Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu dem der Herr seine Mutter anvertraut hat sichtbar geworden
Am 29. Juni (Do) feiert Papst Benedikt den 71. Jahrestag seiner Priesterweihe. Herzliche Einladung an diesem Tag an einer Hlg.Messe und im Empfang der Kommunion für das Leben und Wirken von Joseph Ratzinger als Priester über 71 Jahre zu danken und Gott zu loben
In München besteht die Möglichkeit auch eine Weile der Anbetung des eucharistischen Herren z.B. in der Herzogspitalkirche als Dank für 71 Jahre des Wirkens von Joseph Ratzinger als Priester zu danken

www.kathtube.com/player.php?id=50209


3
 
 Chris2 26. Juni 2022 
 

Durchsichtige Kampagne mit Zielen u.a.

- Ablenken von den tatsächlichen Verfehlungen von Marx & Co (Sündenbock)
- Ablenken von den weltweit 80% Buben als Opfer bzw. den Homo-Netzwerken und deren Erpressungspotential (beides im Münchener Gutachten beschrieben)
- Lähmen der letzten Institution, die noch Zeitgeist / vorgeburtliche Kindstötung / Gender / Homolobbies etc. die Stirn bietet
- Diffamieren der katholischen Kirche zugunsten der "anderen Kirche" (kirchenpolitische Kampagne)


9
 
 golden 26. Juni 2022 
 

Ich lese immer mehr vom papa em. und bin Gott dankbar !

In einer Zeit massenweisen Glaubensabfalls ab 1968 erkennte Joseph Ratzinger ,dass solcher Fortschritt ohne Gott in die Hölle führt. Viele Werke hat er in einladendem Stil verfasst;doch es ist eine dringende Einladung ! Lasst euch versöhnen mit Gott !
Die Presse der Welt und einer verweltlichten Kirche kehrt sich dagegen und schert sich nicht um die göttliche Mahnung !!!
Bitte, lest vor allem Predigten von Card. Ratzinger/Papa Benedikt !


7
 
 winthir 26. Juni 2022 

hallo Claude,

danke Dir*)

für die Einschätzung.


nun - das war halt alles ganz normal. Werktagsmesse, ich Ministrant, die Maria Ratzinger (seine ältere Schwester) hat uns das Frühstück bereitet.

alles so ganz normal. echt.

--

*) ich bin Franke. Von Geburt - und aus Überzeugung. Wir Franken sagen zu Allen Menschen "Du" ...

nuja- außer zu denen, die wir nicht so gern mögen :-)

nix für ungut,
sagt der
winthir.


2
 
 littlemore 26. Juni 2022 

Die Wahrheit ist wehrlos

Romano Guardini schrieb einmal:
"Die Wahrheit hat nicht die geringste Gewalt nötig,
um wahr zu sein.
Darum bewaffnet sie sich allein mit Wahrheit
und ist im übrigen wehrlos.
Sie ist wahr an sich.
Die Gewalt würde sie nur verdecken.
Darum kann sie auch so leicht beiseite geschoben
und lächerlich gemacht werden."
Dank Ihnen, lieber Herr Seewald, hat die Wahrheit wenigstens einen Anwalt... Danke dafür!


8
 
 girsberg74 26. Juni 2022 
 

Wer gibt solchen Leuten – hier einer Kirchenjournalisstin - überhaupt Brot?

Aus dem Text herausgehoben/zitiert:
„ … Auf der betreffenden Sitzung des Ordinariatsrates, so Florin weiter, sei „entschieden“ worden, dass der Priester H. „in das Erzbistum München übernommen und wieder in der Seelsorge eingesetzt werden sollte – obwohl er in der Vergangenheit Kinder missbraucht hat“. Auch diese Darstellung war von der Journalistin frei erfunden worden. Sie stand nirgendwo im Gutachten.“


Einige wenige Krumen Brot
entziehe ich solchen Machenschaften dadurch, dass ich prüfe, was ich an Medien unbedingt zu brauchen meine und entsprechend kündige.

Seit der Kündigung der hiesigen Tageszeitung fehlen mir lediglich die Todesanzeigen zum Morgenkaffee; erfahre dies später anders.

Ansonsten: Leute wie diese Journalistin nicht mal ignorieren..


8
 
 mimamo 26. Juni 2022 
 

In Deutschland

schätzt man keine Klarheit.
Ich vermute, das hat auch mit der Vergangenheit zu tun ... für etwas mit Herzblut einzutreten ist verdächtig. Könnte ja wieder eine Diktatur draus werden ... vorhin musste ich denken: Hitler hat den Krieg verloren und irgendwei doch gewonnen ... man hat Deutschland kaputtgemacht, auf allen Ebenen und das freie american way of life übergestülpt ..
..siehe Link.

Es ist gut, dass Benedikt schweigt. Auch unser Herr Jesus, unser Heiland hat geschwiegen.
Wer ihn liebt und kennt, den PApst Benedikt XVI em. der weiss um ihn und seine Gaben, die er uns u.a. durch seine Bücher geschenkt hat.
Wir beten für ihn und wenn der HERR ihn dann zu sich nimmt, wird ER sicher sagen: Recht so, du guter treuer Knecht .. und dann wird es herrlich für ihn .. und alle Tränen werden getrocknet und aller Schmerz weggewaschen.

www.sarto.de/charakterwasche


4
 
 claude 26. Juni 2022 
 

@winthir

auch wenn Sie schon mal mit nem Papst gefrühstückt haben....


... ich bezweifle sehr, dass Papst Benedikt ein Mensch wie Sie und ich ist.
Dazu fehlt mir das theologische Wissen. Ihnen nicht?


6
 
 winthir 26. Juni 2022 

nun, "Panzerkardinal" wird ihm nicht gerecht.

ich habe meinen damaligen (Erz-)Bischof persönlich erlebt als ein bißchen arg schüchtern, und durchaus nett.

und jetzt kommt mein Uralt-Spruch (in die Runde), den ich mir nicht verkneifen möchte:

"ich hab schon mal mit 'nem Papst gefrühstückt" :-)

p.s. soweit ich weiß, ist er auch nach-tragend.

tja - ein Mensch, halt. wie Du, ich, und wir Alle. so hab' ich ihn erlebt.


2
 
 Bessi 26. Juni 2022 
 

winthir

"Wäre Joseph Ratzinger nicht Papst geworden, wäre das Ganze uninteressant für die Medien."

Da wäre ich mich nicht so sicher. fakt ist das man schon vor seine wahl als Papst immer wieder gegen ihm denuziert hatte durch die Medie insbesondere in Deutschland Denn Namen habens Sie sicherlich schon gehört "Panzerkardinal"
Papst emeritus Benedikt war und ist denn meisten hier in Deutschland zu Katholisch, man will eine 2 protestantische Kircher


10
 
 SpatzInDerHand 26. Juni 2022 

DANKE! Auf den Punkt gebracht!

Ich schätze Papst Benedikt XVI. nach wie vor äußert hoch, ebenso seine Theologie und Spiritualität ... und übrigens auch Ihre Interviewbände und die Ihre B16-Biographie, lieber Herr Seewald (vielleicht lesen Sie hie ja mit :) )


8
 
 Stock 26. Juni 2022 
 

Ganz herzlichen Dank,

Herr Seewald, vor allem für Ihre detaillierte Analyse des mediendeutschen Qualitätsjournalisten. Natürlich ist die sprungbereite Aggression gegen den Papst nur das Symptom, nicht der tiefe Grund der Causa Ratzinger. Also: 'cui bono?'. Es trifft den Mann, der am scharfsinnigsten genau diesen politisch-moralischen Verfall des Abendlandes hellsichtig sah, benannte - und unverschämterweise auch noch recht behielt.


10
 
 winthir 26. Juni 2022 

nun ja.

Wäre Joseph Ratzinger nicht Papst geworden, wäre das Ganze uninteressant für die Medien.

Daß sich niemand darum kümmert, daß Lorenz Wolf an promimenter Stelle (Kommunion-Austeilung an Politiker) bei der Münchner Fronleichnamsprozession beteiligt war, verstehe ich. Das ist halt keine "Meldung".

Vielleicht war das ein "Trostpreis" für den "armen" Lorenz Wolf (ja, ich erlaube mir hier deshalb Sarkasmus, weil ich persönlich schwer von ihm enttäuscht bin. Ich hätte ihn für aufrechter gehalten).


1
 
 KatzeLisa 26. Juni 2022 
 

"sprungbereite Feindseligkeit"

Mit "sprungbereiter Feindseligkeit" stürzen sich die sog. Qualitätsmedien auf jede Möglichkeit, Benedikt zu diskreditieren. Es ist einfach widerlich, wie Fakten verdreht und Vermutungen ausgestreut werden.
Christiane Florin hat sich schon an em.Papst Benedikt abgearbeitet, als dieser noch im Amt war. Sie nutzt jede Möglichkeit die katholische Kirche an den Pranger zu stellen. Es ist absolut zwecklos, mit solchen Leuten zu diskutieren.
Wie heute an anderer Stelle bei kath.net zu lesen (Kardinal Barbarin: "Gestern war ich Erzbischof, heute bin ich Kaplan") sind gerade die treuen Gefolgsleute Christi der Verfolgung ausgesetzt.
Möge der Herr sie für ihre Treue stärken und belohnen!


8
 

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