Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wird Bätzing zur Petze?
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  4. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  5. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  6. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  7. 300 Teilnehmer bei Pilgermarsch für die Alte Messe in Washington D.C.
  8. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  9. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  10. Franziskus in Assisi aus Anlass des Wirtschaftsforums „Economy of Francesco“
  11. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  12. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  13. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  14. Die deutsch-queere Kirche schreitet voran, auch im Bistum Mainz
  15. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!

Zürich: Demonstrant bei LGBT-Parade wegen Zitierung von Bibelstellen verurteilt

2. August 2022 in Schweiz, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die haarsträubende Begründung des Richters verweist darauf, dass die biblischen Ansichten über Homosexualität nicht mehr „zeitgerecht“ seien. Auch in der Schweiz häufen sich derartige Anschläge auf die Meinungsfreiheit.


Zürich (kath.net/mk) Ein 63-jähriger Lehrer und gläubiger Christ, der bei der diesjährigen Zürcher LGBT-Parade mit lauter Stimme Bibelstellen zitierte, die Homosexualität als Sünde brandmarken, wurde strafrechtlich zu einer Geldbuße verurteilt. Das berichtet die Schweizer Weltwoche. Der – angesichts zu erwartender aggressiver Gegenreaktionen – mutige Verkünder des Evangeliums war noch an Ort und Stelle von der Polizei abgeführt worden. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich lautete auf 15.200 CHF (umgerechnet etwa ebensoviel Euro), ausgesetzt auf Bewährung, und Übernahme der Gerichtskosten.

Zürich ist bekannt für seine rot-grüne Stadtverwaltung, die etwa schon mehrfach Schwierigkeiten bei Märschen für das Leben machte. Offensichtlich ist auch die Gerichtsbarkeit links-liberal geprägt, denn die Urteilsbegründung des Richters ist haarsträubend: formal lautete sie, dass der Beschuldigte die gesetzliche Erweiterung der Rassismus-Strafnorm, nämlich das Diskriminierungsverbot verletzt habe. Die Entgegnung des Christen, er habe doch nur aus der Heiligen Schrift zitiert, verwarf der Richter mit den Worten: „Die Ansichten, die der Angeklagte vertritt, sind im Jahr 2022 in Mitteleuropa nicht zeitgerecht.“ Die „Zeitgerechtigkeit“, oder anders gesagt der Zeitgeist ist also zu einem (außer-juristischen) Maßstab für Strafurteile geworden.

Die Ausweitung des Diskriminierungsverbots auf die sexuelle Orientierung war übrigens kurioserweise durch eine Abstimmung des Volkes im Jahr 2020 erfolgt, also durch ein Instrument der direkten Demokratie, die ansonsten in der Schweiz eher für einen Konservatismus auch in der Gesellschaftspolitik sorgt. So fühlen sich auch ein großer Teil der Wortmeldungen im Weltwoche-Forum eher an das aktuelle links-liberale Gesellschaftsexperiment Deutschlands erinnert und sind erschüttert bis empört darüber, dass nun auch die Schweiz zunehmend von der Welle der „politischen Korrektheit“ erfasst wird. Eine „Maria“ schreibt: „Obwohl ich der Meinung bin, dass der Lehrer unrecht hat, ist dieses Urteil eine Schande.“ Ein anderer Teilnehmer ergänzt, dass alles, was die Meinungsfreiheit einschränkt, ein Indikator sei, dass ein Land sich in Richtung Totalitarismus bewege. Denn nicht umsonst hätten die US-Gründerväter diese Freiheit als ERSTEN Zusatzartikel in der Verfassung festgeschrieben. Und ein weiterer Teilnehmer prophezeit, wer den verurteilten Lehrer nicht unterstützen werde: die Kirche.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 4. August 2022 
 

Das Alte Testament, Gesetze, die Ketzer

@Sehr geehrte scientia humana! Man müsste Bibelwissenschaften studiert haben. Eines ist aber klar: göttlicher Wille und menschliche Regeln/Gesetze vermischen sich häufig. Jesus selbst spricht es an in Mt 19,8: "Mose gestattet euch wegen eurer Hartherzigkeit, eure Frauen zu entlassen; aber von Anfang an ist es nicht so gewesen". - In der Zeit der Ketzer hat es 100%ig furchtbare Entgleisungen von Seiten der Kirche gegeben. - Oder wenn im Volk ein politisches Vakuum da war, machten geschichtliche Umstände es nötig, dass z. B. Päpste die Dinge in die Hand nahmen: siehe Papst Leo der Große, der Rom vor den Hunnen rettete. Doch Macht in die Hand zu bekommen, ist gefährlich! Die 3. Versuchung Jesu zeigt es deutlich an.


1
 
 scientia humana 4. August 2022 
 

Sehr geehrter SalvatoreMio

Ja, das AT enthält viele erbauliche und schöne Abschnitte, aber leider auch einige nicht sehr erbauliche. Was machen wir damit? Jesus sagt, er ändere kein Jota am Gesetz, doch die gesetzlich vorgeschriebene Steinigung der Ehebrecherin schafft er ab. Wer versteht das? Schafft er auch die gesetzlich vorgeschriebene Ketzertötung ab?


0
 
 Matthäus 3. August 2022 

Käme einer,

der dem Wind nachliefe und redete Lug und Trug: "Ich will dir predigen von Wein und berauschendem Getränk", das wäre der rechte Prediger für dieses Volk.
(Micha 2,11)


3
 
 Norbert Sch?necker 3. August 2022 

Und andersrum?

Wenn am Marsch fürs Leben in Wien stundelang ein Schild mit dem Text "Feminismus oder Schlägerei" hochgehalten wird - eindeutig ein Aufruf zur Gewalt - dann passiert gar nix. Ich vermute, in der Schweiz wird das nicht anders sein.


2
 
 SalvatoreMio 3. August 2022 
 

Bistum Osnabrück ist durchseucht von LGBT...-Bewegung

@girsberg74: Es tut weh, mitansehen zu müssen, was sich da wie selbstverständlich entwickelt hat unter den Mitarbeitern (nicht nur den Laien), und in den Gremien. Das wäre ohne das Wohlgefallen der Spitze des Bistums nicht möglich.


3
 
 SalvatoreMio 3. August 2022 
 

Auch der Glaubensschatz Christi: Das Alte Testament!

@Sehr geehrte scientia humana! Das Alte Testament ist die Hl. Schrift des 1. Bundesvolkes Gottes; es war das Glaubensbuch Jesu, seiner hl. Mutter und vieler großer Gläubiger. Es ist Grundlage für das neue Bundesvolk, so voller Weisheit; so voller Trostesgeschichten für jeden einzelnen von uns: Die Geschichte Josef's, Sohn Jakobs, der in den Brunnen geworfen wurde und von Gott wunderbar errettet: für mich Trost und Halt in Kinderzeit -. Engel Raphael und Tobias ... kostbare Geschichten, dazu die Psalmen, die unsere gesamte Liturgie durchweben, als auch jeden Tag eine Lesung. Alle Propheten, angefangen mit Mose, weisen auf Christus hin. Auch das NT ist voll von Zitaten aus dem AT. Es tut mir weh, Christen zu erleben, die nicht wenigstens etwas angeleitet wurden, diesen Schatz zu lieben. Wer unsere jetzige Misere angesichts von Katastrophen jeder Art und den Niedergang in Europa betrachtet, muss unwillkürlich an das Drama des Babylonischen Exils und an den Propheten Jeremia denken.


5
 
 girsberg74 2. August 2022 
 

„Sünde“, was meint das?

Anlass: @Ottokar (alle anderen miteinbegriffen) „Macht man sich heute bereits strafbar, wenn man nicht mir dem Zeitgeist geht?“

Bevor man etwas ablehnt und als Sünde bezeichnet, scheint es sinnvoll, auf die Bedeutung des Wortes einzugehen: Sünde kommt von Sonderung / Trennung (geografisch „Sund“), Absonderung. Das könnte dann zu einer Entemotionalisierung der Diskussion beitragen.

Absonderungen gehen immer gegen ein Ganzes, der Folgen ungeachtet. Im Falle von Homosexualität habe ich immer auf Folgen abgehoben, bin dafür noch nirgendwo hinausgeschmissen worden; Stimmung zwar etwas getrübt.

Bei Menschen, die absichtlich keine Nachkommen haben und das in Ordnung finden, kann man immer von der Rente sprechen, für die sie ja nichts einzahlen, sondern immer nur für ihre Eltern. Da sie keine Kinder haben, zahlt niemand für sie ein, andere müssen das tun und dazu noch die Kosten für die Aufzucht ihrer Kinder tragen. - Die Besteuerung gleicht das nicht aus.


1
 
 si enim fallor, sum 2. August 2022 
 

Vielleicht hat der bestrafte Römer 1 zitiert

Nämlich Passagen aus der "Prophetische Gerichtsrede gegen die Menschen aus der Völkerwelt"


0
 
 si enim fallor, sum 2. August 2022 
 

Gott ist unveränderlich und ewig

Der Zeitgeist bleibt eine rein menschliche geistige Schöpfung, ganz gleich, wie er verändert und wiedergegeben, erneuert oder karikiert wird.
Sie ist lediglich eine Metapher für lang anhaltende intellektuelle Moden. Oder, wenn Sie es vorziehen, dominante Ideen zu benennen. Nichts schließt aus, dass viele alltägliche Dinge, die heute als sehr aktuell gelten, in 50 oder 100 Jahren nicht mehr so sein werden.

Natürlich wird es für den Menschen (als Sünder) schwierig sein, seine Neigung, die Sinnlichkeit über alles zu stellen (also den Hedonismus), zu verlieren, obwohl es sehr positiv wäre, denn diese Neigung ist sehr ansteckend und auch sehr schwer zu bekämpfen, aber sie ist sehr gefährlich, wenn es um die Erlösung geht.


1
 
 winthir 2. August 2022 

kleine Ergänzungen.

1. Das im Artikel erwähnte Ereignis war letztjährig, nicht diesjährig.

2. Die Zeiten ändern sich. Daß ein praktizierender Homosexueller (zumindest in D) nicht mehr mit dem Tod bestraft wird (vgl. hierzu gern die Bibel - AT -), finde ich gut.

3. Bei der Erzählung von Sodom und Gomorrha geht es nicht primär um praktizierte Homosexualität, sondern um Verletzung der Gastfreundschaft (auch heute noch in der Wüste ein heiliges Gesetz. ich weiß das, und hab's erfahren. Auf dem Sinai).


0
 
 scientia humana 2. August 2022 
 

Ich würde auch vorsichtiger sein:

Danke Msgr. Schlegl. Wenn ich ergänzen darf:

Wer den Namen JHWH lästert, soll getötete werden, die ganze Gemeinde soll ihn steinigen, ob Fremdling oder Eingeborenen (Lev 24,16)

Das erscheint mir den heutigen Straftatbestand der Volkverhetzung zu erfüllen.

Die katholische Kirche wusste es im Mittelalter noch, den "einfachen Gläubigen" von den Untiefen des AT fernzuhalten. Martin Luther brachte das AT unters Volk und rechtfertigte mit Lev 24,16 die Ketzertötung, die er zu Beginn noch ablehnte, damit es ihm nicht ergehe wie Jan Hus ...


1
 
 SCHLEGL 2. August 2022 
 

@ SalvatoreMio

Mit Sodom und Gomorha würde ich in diesem Zusammenhang vorsichtiger sein! Der Abrahamserzählung spielt 1800 v. Chr., der biblische Text wurde um 900v.Chr. fixiert. Der heilige Paulus ist in diesem Zusammenhang EINDEUTIG und klar und genügt als theologische Begründung.
Mit dem Hinweis auf die Strafen im Alten Testament wird vielfach genau das Gegenteil erreicht.


1
 
 ottokar 2. August 2022 
 

Man könnte sagen: das ist eine Form der Diktatur unserer Demokratie


3
 
 ottokar 2. August 2022 
 

Macht man sich heute bereits strafbar, wenn man nicht mir dem Zeitgeist geht?

Wenn man also gegen Homosexualität Einwände hat, wenn man gegen die "Ehe für Alle ist", wenn man Abtreibung als schwere Sünde bezeichnet, wenn man den Genderblödsinn nicht mitmachen möchte, wenn man seiner 14jährigen Tochter nicht erlaubt sich in einen Jungen umwandeln zu lassen, wenn man der Ansicht ist, dass in bestimmten Fällen Homosexualität mit einer Konversionstherapeie beeinflusst werden kann usw., dann ist man nach obigem Urteil nicht mehr zeitgerecht. Und das ist heute strafbar. Die Grünen haben auf ganzer Linie gewonnen, die Christdemokraten auf ganzer Linie versagt und unsere Hirten eilen dem hinterher, damit auch sie zeitgerecht bleiben. Neues Leben kann und wird nur aus einem gläubigen Volk entstehen.


4
 
 ottokar 2. August 2022 
 

In Finland wurde eine Politikerin und ein Bischof frei gesprochen

Das gleiche "Theater" lief letztes Jahr in Helsinki ab, wo eine Staatsanwältin eine frühere, reformierte Ministerpräsidentin und einen reformierten Bischof angeklagt hatte, weil diese Bibelzitate verwendet hatten , um Homosexualität als Sünde darzustellen.Ich glaube mich zu erinnern, dass sie in der 2.Instanz frei gesprochen wurden.


2
 
 girsberg74 2. August 2022 
 

Schlimm – und dies betrifft auch uns

Zürich ist nicht Deutschland, doch wenn wir in Deutschland nicht besser lernen, unsere Meinung zu äußern, kann es uns bald so ergehen wie dort.

Warum soll man sich darüber wundern, was am trockenen Holz geschieht, wenn in der Kirche des Synodalen Weges das schon am grünen Holz wächst.

Zu Osnabrück, also direkt nebenan, konnte ich beobachten, dass das Bistum der LGBT...-Bewegung sich verständnisvoll ans Herze wirft, soweit es um kirchliche Mitarbeiter geht.

Wenigstens ist zu O diese Sache nur vom Generalvikar unterschrieben worden; Bischof Bode also braucht deswegen seine Weste nicht in die Reinigung zu geben; hätte auch schlecht gepasst für den Stellvertreter im Vorsitz der DBK.

Überlegung: Es kann nie darum gehen, Menschen, die anders sind, zu beschimpfen, doch diese lehrmäßig indirekt als gleich gültig anzunehmen, - denn das ist deren Forderung -, das geht nicht; ein Generalvikar muss das wissen.

Erfahrung: Alle großen Unglücke beginnen im Kopf.


6
 
 Vox coelestis 2. August 2022 
 

Es läuft alles den Bach runter

Ja, wenn Gott nicht eingreift bzw. eine Umkehr der Menschen (und auch der Christen) hin zu ihrem Schöpfer stattfindet, dann werden wir noch viel Schlimmeres erleben:
Feiertage werden gestrichen werden, weil die Mehrheit atheistisch geworden ist, Aussagen gegen Homosexualität werden allgemein strafrechtlich verfolgt werden, Abtreibung wird als Menschenrecht deklariert, Frauen werden zu Priesterinnen geweiht werden müssen wegen des Gleichheitsgrundsatzes, der Sonntag wird vollständig zur Disposition gestellt, alle Andersdenkenden werden massiv ausgegrenzt und diffamiert werden ect. ect.

So sähe die Zukunft aus. Und das alles in einem Europa, in dem noch immer ca. 70% der Menschen sich zum christlichen Glauben bekennen!!!
Das sollte uns doch sehr, sehr zu denken geben.


4
 
 Zeitzeuge 2. August 2022 
 

Im Prinzip leider nichts Neues unter der Sonne (Pred. 1,9):

Der US-Präsident und Freimaurer Jefferson
(1743-1826) zerschnitt das Neue Testament
mit einem Rasiermesser nach seinem "Geschmack";
1904 wurden Faksimile davon angefertigt und dieses
Jefferson-"NT" trotz Protesten an die neu gewählten Senatoren verteilt - bis in die 50er Jahre!

Also: Im Prinzip nichts Neues; aber jetzt welt-
liche Bestrafung für nicht "politisch korrekte"
Bibelzitate, das ist neu - und diabolisch!

Eine Art Selbstzensur wird aber leider auch
öfter in unseren Kirchen vorgenommen, unangenehme,
sperrige Bibelstellen werden durch Verwendung
einer Kurzform den Gläubigen während der hl. Messe
vorenthalten - 2 Tim 4,2 scheint die Verantwort-
lichen hierfür nicht zu interessieren!


3
 
 si enim fallor, sum 2. August 2022 
 

Höchstwahrscheinlich wird dies in höheren Instanzen keinen Bestand haben.

Die Konformität mit der Mode oder dem Zeitgeist ist kein juristische Maßstab, an dem die Meinungsfreiheit gemessen werden kann.


4
 
 J. Rückert 2. August 2022 
 

Wer früher im Gefängnis saß

Ich vermute, dass die blutigsten Koranverse in Zürich weiterhin öffentlich zitiert werden dürfen. Bei der Bibel wird die Zensur weitergehen. Wer z.B. von der Hölle redete und dem Strafgericht Gottes traumatisiere die Menschen.
Chris2: Wer früher im Gefängnis saß wird morgen Gefängnisdirektor.


4
 
 Bene16 2. August 2022 
 

Andererseits

ist die Hl. Schrift nicht dazu da, sie den Menschen um die Ohren zu schlagen. Schon gar nicht einseitig verurteilende Passagen!
Ich hoffe, dieser Lehrer wollte aus ehrlichem Herzen Gottes Liebe verkünden.


1
 
 SalvatoreMio 2. August 2022 
 

Das neue Gebot: "Ich bin mein Gott und schaff' mir die Welt, wie sie mir gefällt".

@Herbstlicht: vor kurzem kam ja die Bibelstelle mit den Männern in Sodoma in der Sonntagsliturgie vor, wo Abraham Gott bat, die Sünder zu verschonen, weil ein paar Gerechte dazwischen sind. Inhalt der Predigt: Gott ließ sich barmherzig auf Abrahams "Handel" ein; Lot mit Familie konnte sich retten. Sodom wurde zerstört. Ansonsten kein Wort zu dem Grund, warum Gottes Zorn entbrannt war. Das passt eben nicht mehr in unsere Zeit. Wir sind aufgeklärter.


5
 
 Herbstlicht 2. August 2022 
 

der Zeitgeist herrscht!

Befolgung des Zeitgeistes - ein neues Gesetz, das unbedingt einzuhalten ist?

Nicht zeitgeist-konforme Bibelstellen lediglich nur zitieren kann also schon zu einer Straftat werden, die zu ahnden ist!

Mein Gott, in was für einer Welt leben wir inzwischen?
Wird sich die Kirche entsprechend äussern?
Ihre Repräsentanten müssten doch inzwischen wissen, dass ihr Eintreten für Gott mehr als notwendig ist, wenn sie glaubwürdig sein und bleiben wollen.


7
 
 Mensch#17 2. August 2022 
 

Auf dem Weg in eine neue, ideologisch geprägte Diktatur

Auch "Richter" müssen sich für ihr Tun verantworten. Und wenn nicht hier in dieser Welt, dann wenigstens vor Gott in der Ewigkeit.

Das Nazi-Regim und auch die kommunistischen Diktaturen haben nur funktioniert, weil eine willfähige "Justiz" mitgespielt hat.

Vergleiche Rod Dreher: "Do Not Life In Lies" ISBN13: 9780593087398

Hoffentlich dokumentiert jemand diese Fälle für eine spätere Aufarbeitung.


6
 
 Chris2 2. August 2022 
 

Das ist nicht "links-liberal",

das ist links-intolerant bis -totalitär. Und die Strafe ist sowieso absolut unverhältnismäßig. Tja, auch eine direkte Demokratie ist vor gravierenden Fehlentscheidungen nicht gefeit, die Demokratie und Grundrechte gefährden. Der Mann sollte unbedingt in Berufung gehen und muss dabei juristische Unterstützung von der Kirche bekommen. Denn wenn man zeitgeistunkonforme Bibelstellen nicht mehr zitieren darf, darf die Kirche auch nicht mehr z.B. ihre Morallehre begründen, werden bald Priester verurteilt, die einfach nur die "zeitgeistfalsche" Lesung oder das Evangelium des Tages vortragen und Gerichte werden eine "LGBT-freundliche" Bibel verlangen. Ob es soweit kommt, dass Pfarrer und Pastoren noch während des Gottesdienstes verhaftet werden?
Alles undenkbar? Wirklich? Jemand schrieb neulich: "Wenn man wissen will, wie Deutschland in 10 Jahren aussieht, muss man sich nur daran erinnern, was vor 10 Jahren noch undenkbar war". Ich fürchte, das könnte auch für die Schweiz gelten...


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wird Bätzing zur Petze?
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  5. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  6. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  7. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  8. Schon wieder Rücktrittsforderungen
  9. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  10. Der Tag, Herr, den Du gabst, der endet.
  11. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!
  12. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  13. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  14. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  15. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz