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„Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern

23. September 2022 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
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„Die flämischen Bischöfe verdunkeln mit der Annäherung homosexueller Partnerschaften an die von Gott gestiftete Ehe von Mann und Frau die Lehre Christi und seiner Kirche.“ Von Gerhard Kardinal Müller


Vatikan (kath.net) kath.net dankt S.E. Gerhard Kardinal Müller, emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation, für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung:

Die flämischen Bischöfe haben am 20. September 2022 eine Erklärung zur Pastoral für homosexuelle Personen veröffentlicht. Sie schlagen auch eine Art von Liturgie vor mit Segensgebeten für eheähnlich zusammen lebende Personen des gleichen Geschlechtes. Sie meinen sich berufen zu können auf die Apostolische Exhortation „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus. Sie nehmen damit den höchsten Lehrer der Kirche zum Kronzeugen für eine sogenannte inklusive Pastoral ohne Abkehr von der Sünde. Ein solcher Ansatz steht jedoch im diametralen Widerspruch zum Wort Gottes über die Ehe, die Familie und die Erschaffung des Menschen als Mann oder Frau.

Die wohlmeinende Absicht, die unbedingte Würde jedes einzelnen Menschen unabhängig von seinem richtigen oder falschen Verhalten zu betonen, wird jedoch durch die eklatanten Widersprüche gegen die hermeneutischen Prinzipien und die Inhalte des geoffenbarten Glaubens der Kirche ins Gegenteil verkehrt.

1.    Das Lehramt des Papstes, der ökumenischen Konzilien oder regionaler Bischofsversammlungen „ist nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm, indem es nichts lehrt, als was überliefert ist, weil es das Wort Gottes aus göttlichem Auftrag und mit dem Beistand des Heiligen Geistes voll Ehrfurcht hört, heilig bewahrt und treu auslegt und weil es alles, was es als von Gott geoffenbart zu glauben vorlegt, aus diesem einen Schatz des Glaubens schöpft.“ (Dei verbum 10; vgl. Lumen gentium 25). Es handelt sich bei der Erklärung des flämischen Episkopates und ähnlicher Bestrebungen in anderen Teilen der Welt also um eine formale Kompetenzüberschreitung gegenüber der Gesamtkirche und um einen häretischen Gegensatz zu der geoffenbarten Wahrheit von dem spezifischen Segen (Bene-diction) des Schöpfers über die Ehe von Mann und Frau (Gen 1, 28).

2.    Die Intimität von Eros, Sexus und Agape kommt in der Schöpfungs- und Erlösungsordnung nach Gottes heiligem Willen nur einem Mann und einer Frau zu, die sich einander frei das Ja-Wort gegeben haben sowohl für das ganze Leben als auch unter allen Umständen.

Die Autorität des sich in Jesus Christus offenbarenden Gottes darf nicht relativiert und herunter gebrochen werden auf die zeitbedingten religiösen Weisheiten und philosophischen Einsichten „der maßgebenden Menschen“ (Karl Jaspers) der Weltgeschichte. Denn Jesus Christus ist die endzeitliche Offenbarung Gottes in Person. Im Fleisch gewordenen Logos ist alle Wahrheit Gottes enthalten. Die geoffenbarte Wahrheit Gottes, die in der „Lehre der Apostel“ (Apg 2, 42) von der Kirche unverkürzt und unverfälscht festgehalten wird, kann von keiner spekulativen oder empirischen Wissenschaft aus der geschaffenen Vernunft des Menschen überwunden, ergänzt oder korrigiert werden. Und darum konnte nur der Sohn Gottes und einzige Retter der Welt über die pragmatischen Anpassungen (der „Pharisäer“ damals und heute) an die Schwächen der gefallenen menschlichen Natur zurückgehen auf den ursprünglichen Willen des Schöpfers zur Ehe von Mann und Frau. Der Sohn Gottes, der allein den Vater erkennt und uns seinen Willen offenbart (vgl. Mt 11, 27; 28, 18-20), erinnert uns an die Natur der Ehe mit den Eigenschaften der Monogamie, der Unauflöslichkeit und der Offenheit auf die ihnen von Gott geschenkten Kinder. Nur Mann und Frau können „ein Fleisch“ werden (vgl. Mt 19, 6). Und nur er konnte die Ehe zum Sakrament des Neuen Bundes erheben, das an der Einheit von Christus und Kirche real teilhat und sie zeichenhaft darstellt (vgl. Eph 5 21-32; 1 Kor 7, 39; Hebr 13, 4).

Die flämischen Bischöfe verdunkeln also mit der Annäherung homosexueller Partnerschaften an die von Gott gestiftete Ehe von Mann und Frau die Lehre Christi und seiner Kirche. Sie gehen hinter die Erneuerung des Menschen durch Christus, unseren Erlöser zurück. Sie kapitulieren vor der Logik der alten Welt, welche die Folgen des Sündenfalls nur nach menschlichem Erwägen pragmatisch begrenzen will, anstatt „den Neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Eph 4, 24). Sowohl die heidnische Welt vor Christus wie auch die Welt von heute, die Christus nicht kennt (Röm 1, 26-32) oder wieder von ihm abgefallen ist bzw. die Christen, die mit ihr einen faulen Kompromiss schließen, relativieren die Einzigartigkeit der Ehe von Mann und Frau. Sie verraten ihre Würde, indem man die Ehe von Mann und Frau als eine unter beliebigen Formen von Zweisamkeit und Befriedigung des sexuellen Begehrens degradiert.

3.    Die Pastoral der Kirche hat die Aufgabe, die Menschen auf die Weise Christi, des guten Hirten, zu Gott hinzuführen. Dazu gehört auch die Einladung, mit Hilfe der Gnade unsere selbstsüchtigen Neigungen und Versuchungen zur Sünde zu überwinden und ein Leben zu führen, wie es Gott gefällt und wie es darum auch für uns gut ist und in Gott glücklich macht (vgl. Röm 12, 2).

Die flämischen Bischöfe führen dagegen die ihrer Hirtensorge anvertrauten Menschen, die von homoerotischen Neigungen betroffen sind, sowie ihre Eltern und Bekannten in die Irre. Denn sie bieten ihnen zur Beruhigung des Gewissens ein angebliches „Segens-Gebet“ für gleichgeschlechtliche Partnerschaften an wie eine Art Placebo, das in ihnen die Illusion erweckt, homosexuelle Akte oder sexuelle Kontakte außerhalb der Ehe seien vor Gott in Ordnung und nicht wie andere Verfehlungen gegen das 6. und 9. Gebot des Dekalogs eine schwere Sünde (vgl. Röm 1, 26f; 1 Kor 6, 9). Eine echte Pastoral sorgt sich um den einzelnen Menschen in seinen Hoffnungen und Nöten, seinen Möglichkeiten und seinem Versagen und lässt sich nicht blenden vom falschen Schein der politischen Ideologien und anthropologischen Irrlehren, die Erlösung versprechen, aber Millionen ins Unglück stürzen.

4.    In dieser Zeit der Verwirrung, die auch vor den Hirten und Lehrern der Kirche nicht Halt macht, soll jeder Bischof das Wort des Apostels an seinen Mitarbeiter und Nachfolger Timotheus meditieren, das auch ihm gilt und zum Gericht wird: „Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und Toten… Verkünde das Wort, tritt auf ob gelegen oder ungelegen… Denn es wird eine Zeit kommen, da man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Begierden Lehrer sucht, um sich die Ohren zu kitzeln. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verrichte dein Werk als Verkünder des Evangeliums, erfülle treu deinen Dienst.“ (2 Tim 4, 1-5).

Archivfoto: Kardinal Müller im Presseraum des Vatikans (c) Michael Hesemann


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Lesermeinungen

 Rosanno 25. September 2022 
 

Die klaren Worte von Kardinal Müller sind heute mehr als nötig und es tut gut, zu wissen, dass es noch Hirten gibt, die auch tatsächlich wahre Hirten sind.


1
 
 menke 24. September 2022 
 

Danke, Kardinal Müller. Einer der wenigen, die standhaft bleiben.

Die Zeilen von Kardinal Müller lassen sich unter anderem in den folgenden Aussagen der Bibel zusammenfassen: (Gen 1,27-28) - (Mt 19, 6) - (Röm 1, 26-32) - (2 Tim 4, 1-8). Wer diesen Worten aus der Hl. Schrift nicht glaubt, sollte sich nicht Christ, sondern Anti-Christ nennen. Warum wird die wunderbare Schöpfung unseres Gottes so zerstört? Als gläubige Christen müssen wir uns dieser Vernichtung widersetzen. Seien wir standhaft im Gebet und stellen wir uns mit aller Kraft dem Zeitgeist entgegen. Der Widersacher darf niemals siegen, weil wir versagt haben.


5
 
 Salvian 23. September 2022 

Steine statt Brot

Mein Gott, wie tief ist die katholische Kirche gesunken! Katholische Bischöfe verleugnen radikal das christliche Menschenbild, und der Papst schweigt dazu. Wie verraten müssen sich glaubenstreue Priester und Konvertiten inzwischen vorkommen. Mich erinnert der Zustand der katholischen Kirche, die sich im 16.Jh. durch die tridentinischen Reformen erneuert hatte, immer mehr an folgendes Gleichnis Jesu:
"Wenn ein Dämon ausgetrieben wird, irrt er so lange ruhelos umher, bis er ein neues Opfer gefunden hat. Findet er keins, entschliesst er sich: 'Ich will dorthin zurückkehren, woher ich gekommen bin.' Wenn er nun zurückkommt und seine frühere Wohnung sauber und geschmückt, aber leer vorfindet, dann sucht er sich sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Zusammen ergreifen sie Besitz von dem Menschen, der nun schlimmer dran ist als vorher. Genauso wird es auch diesem gottlosen Volk ergehen." (Matthäus 12,43-45).


4
 
 JP2B16 23. September 2022 
 

Unübertroffen... S. E. macht einfach Freude...

Die sprachliche und analytische Intelligenz S. E. macht einfach Freude. Mit einer unüberbietbaren Präzision bringt er die Dinge fundiert und stets im richtigen Kontext unmissverständlich auf den Punkt. Das Wirken des Hl. Geistes in ihm wird hier für jeden(!) Christen allerdeutlichst sichtbar. Warum der Hl. Vater ihn im Amt des obersten Glaubenswächters nicht beließ, weiß allein Gott. Unter den heute noch lebenden, bekannten Geistesgrößen im kirchlichen Raum dürfte er zusammen mit seinem "Mentor" Benedikt XVI. wohl unübertroffen sein. Der Hochmut, die Unfähigkeit zur Demut, der Neid und die Undankbarkeit des politischen Deutschlands wird auch daran sichtbar, dass gerade diese beiden Persönlichlichkeiten in unserem Land eher verachtet als gebührend verehrt werden.


6
 
 SalvatoreMio 23. September 2022 
 

Unsere Wirklichkeit

@nvena: danke für Ihre offenen Worte!


2
 
 nvena 23. September 2022 
 

@SalvatoreMio
Der Umstand, Theologie studiert zu haben, besagt nichts. Im Gegenteil. Ich selbst habe in den 90ern Theologie in Deutschland studiert und kannn bezeugen, dass viele, die dort lehrten und studierten, ähnliche Ideen und Thesen vertraten wie die Synodalen. Schon da wurden biblische Texte durch die "historisch kritische" Exegese so entkernt, dass fast nichts übrigblieb. Damals war JP II Papst und ich weiss noch gut, wie scharf dieser etwa von Religionslehrern kritisiert wurde, die u.a zu "subversivem" Handeln aufriefen. Genauso erlebte ich es im Generalvikariat meiner Diözese.
@Smaragdos Dieser Geist ist absolut nicht neu und nicht erst von Papst Franziskus in die Welt entlassen. Nur haben die, die so denken jetzt den Mut, ehrlich zu sein, statt zu heucheln, wie ich es vorher oft erlebt habe. Ich halte nicht alles, was Franziskus sagt, für richtig und wünschte mir oft eine klarere systematischere Rede. Aber die Härte der Kritik an ihm von vielen hier halte ich für ungerecht.


5
 
 SalvatoreMio 23. September 2022 
 

Schlimmer geht es immer ...

Ein deutliches Zeichen für sexuelle Vielfalt hat das gesamte bischöfliche Pius-Gymnasium Coesfeld (Bistum Münster) auf dem Petersplatz in Rom gesetzt. Die Schüler stellten sich während ihrer Romfahrt auf dem Petersplatz in Regenbogen-Farben auf.
Zum Programm gehörten auch ein Gottesdienst im Petersdom und die Generalaudienz von Papst Franziskus.


4
 
 hape 23. September 2022 

Irgendwie habe ich immer den Eindruck,

als würde der libertäre Motor wie am Schnürchen laufen. Ich weiß garnicht, ob der das Benzin von Kardinal Müller überhaupt verträgt! Für dieses Benzin reicht es nicht aus, die Benzinpumpe zu wechseln! Man müsste eher den ganzen Motor austauschen.


3
 
 Chris2 23. September 2022 
 

Ein wahrer Bonifatius für unsere Zeit!

Deo gratias an S.Ex. Kardinal Müller und Gottes Segen für sein Wirken im verwüsteten Weinberg des Herrn, in dem "Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes" wütet...
(ich scheue mich, einen noch lebenden Menschen wie Kardinal Müller einen Propheten zu nennen. Aber warum eigentlich nicht?)


6
 
 SalvatoreMio 23. September 2022 
 

Entgleiste Bischöfe oder im Nebel Verirrte?

@Smaragdos: können denn Christen, die zudem Theologie studiert haben und Bischöfe geworden sein, so in Verwirrung geraten oder was soll der Blödsinn?


3
 
 Vox coelestis 23. September 2022 
 

@Smaragdos

Ja, was waren das noch für Zeiten, als Benedikt XVI. als Papst die Kirche leitete und Kardinal Müller Präfekt der Glaubenskongregation war.
Aus ihnen sprach wahrlich noch der Geist Gottes. Die hätten die deutschen und belgischen Bischöfe nach Rom zitiert und mit ihnen Tacheles geredet.
Wischi-Waschi gab es bei ihnen nicht, denn sie fühlten sich der überlieferten Lehre der Kirche und dem Katechismus verpflichtet.
Wie sehr leiden sie, besonders auch Benedikt, unter den jetzigen Zuständen der Kirche.


5
 
 lesa 23. September 2022 

Rettungsring in gefährlichem Sumpf

Diese "correctio" ist wie ein Rettungsring in einem Sumpf, der alles zu verschlingen droht. Dieses Hirtenwort ist derart klärend und unwiderlegbar begründend. "Wird der Menschensohn noch Glauben finden, wenn er kommt oder wollt auch ihr weggehen?" fragt Jesus. Wenn alle Priester, Bischöfe, sowie alle, denen Menschen anvertraut sind, diesen Text lesen würden - mit Offenheit für die Wahrheit und mit Mut. Er macht den durch die Heilige Schrift und die Kirche geoffenbarten Willen Gottes auf unübertreffliche Weise zugänglich.
Und danke für alle Kommentare hier!
Nichts macht Mensch und Gesellschaft mehr kaputt als die Missachtung dieses Gebotes!
Lieber@Zeitzeuge: Ja, Rom sollte endlich mittels konkreter Sanktionen durchgreifen. Die Verkleinerung der Schar erfolgt so und so. Nur hätten dann viele Orientierung und würden viele (auch Hirten) vor der Hölle bewahrt!
Aber auch wenn das nicht erfolgen wird: Solche Hirtenworte werden dem wachsenden kleinen Rest Sicherheit geben.


4
 
 Smaragdos 23. September 2022 
 

Dienst der Verwirrung (Confusionis ministerium)

"Sie (die flämischen Bischöfe) meinen sich berufen zu können auf die Apostolische Exhortation „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus".

Danke, PF, für Ihren Dienst der Verwirrung, den Sie hervorragend erfüllen. Das unselige Schreiben Amoris laetitia hat schon so viel Verwirrung gestiftet wie kein anderes Dokument in der jüngeren Kirchengeschichte.

In der Diözese Lüttich (Belgien) gab es im Anschluss an das "Amoris Laetitia-Jahr", das dieses Jahr zu Ende ging, in den Räumen des Priesterseminars eine Ausstellung über "Verschiedene Gesichter von Familie", in der in aller Selbstverständlichkeit ein homosexuelles männliches "Ehepaar" mit Kind gezeigt wird... eben als ein Gesicht von Familie unter anderen. Wie gesagt: im Priesterseminar von Lüttich!


3
 
 Smaragdos 23. September 2022 
 

Wie gut, dass es Kardinal Müller gibt! Seine Beiträge sind so klar und einleuchtend, wie die Lehre der Kirche es nunmal ist. Von daher ein herzliches Vergelt's Gott, Eminenz!

Für mich ist er (de facto) weiterhin der Glaubenspräfekt, denn vom eigentlichen (de iure) Glaubenspräfekten Kardinal Ladaria hört man ja so gut wie nichts.


5
 
 Dinah 23. September 2022 

"Die geoffenbarte Wahrheit Gottes, die in der „Lehre der Apostel“ (Apg 2, 42) von der Kirche unverkürzt und unverfälscht festgehalten wird, kann von keiner spekulativen oder empirischen Wissenschaft aus der geschaffenen Vernunft des Menschen überwunden, ergänzt oder korrigiert werden."

Seine Eminenz drückt hier dankenswerterweise sehr klar aus, wie die Begrenzung des Menschen (zu seinem Wohle) aussieht: aus seiner Vernunft und seinem Willen heraus kann der Mensch den Himmel nicht erreichen, sowenig wie er sich selbst in Schlaf wiegen kann. Er kann sich höchstens betäuben.

Wie viele Glieder der Kirche derart hämisch werden konnten, ist nur sehr schwer zu ertragen. Diese permanente Verletzung des Ehr- und Schamgefühls und die daraus folgende Abstumpfung durch die fortdauernden Kränkungen ist eine Katastrophe! Wer es noch vermag, hüte seine Seele und seine Kinder wie seinen Augapfel.
Der Herr sei uns gnädig.


5
 
 golden 23. September 2022 
 

"Glaube, dem die Tür versagt,

steigt als Aberglaub´ durchs Fenster;
wird der Engel fortgejagt, kommen die Gespenster"(Emanuel Geibel)
Jene geistlichen Leiter folgen dem Lügengeist.
Das nennt man dann Verführung und das Endergebnis ist:
HÖLLE.Die mittelalterlichen Christen waren keine leichtgläubigen Dummchen, sondern Festglaubende !
Sucht bitte eine alte Kirche auf und studiert Gemälde und Skulpturen aus jener Zeit, als es noch glaubensstärkende Kunst gab !!!


5
 
 hape 23. September 2022 

@Ulrich Motte: Befreiungstheologie?

Heute: Adveniat, Misserior. Bf. Oberbeck. Bf. Erwin Kräutler. Südamerika ist heute fest unter libertärer Kontrolle, wie auf der Amazonien Synode zu sehen war (Pachamama).

Damals: schon 1960 entstanden in katholischen Basisgemeinden befreiungstheologische Ansätze, die ihre theologische Grundlage kurz danach im 2VK fanden. Besonders attraktiv fand man am 2VK die libertären Vorstellungen, die nicht unwesentlich der deutschen Hochschultheologie entstammen. Damit ließen sich marxistische Klassenkampfideen der Befreiungstheologen offenbar gut in Deckung bringen.


4
 
 SalvatoreMio 23. September 2022 
 

Holland, Belgien, Deutschland

@Danke, hape, für Ihren guten, zeitgeschichtlichen Rückblick!


5
 
 Ulrich Motte 23. September 2022 
 

Hape- EIN Beispiel:

Die "Befreiungstheologie" kam aus Lateinamerika...


0
 
 hape 23. September 2022 

@Ulrich Motte

Der deutschen Sonderweg hat, bedingt durch die geographische Nähe, in Belgien/Holland seinen historischen Ursprung. Erinnert sei etwa an Kardinal Danneels, der sich 2013 für die Homo-Ehe aussprach. Die sog. "nachkonziliare Krise" trat 1966 erstmals in den Niederlanden in Erscheinung, und zwar durch den sog. "Holländischen Katechismus", der dann 1968 auch auf deutsch erschien als "Glaubensverkündigung für Erwachsene".

Über den Niederrhein schwappte die libertäre Bewegung nach Deutschland und vermengte sich dort flächenübergreifend mit der Kulturrevolution der 68er, die damals begann in die deutsche Kirche hineinzudrängen. Einige "weitsichtige" deutsche Theologen hatten dazu aber schon während des 2VK die theologischen Weichen gestellt. Insofern kann man durchaus vom "deutschen Sonderweg" sprechen. Man macht aber nichts falsch, wenn man sich die belgisch/niederländische Kirche dazu denkt.


5
 
 SalvatoreMio 23. September 2022 
 

Kostbare Zeit wird verschwendet!

Christus will Verkündigung der Frohbotschaft. Davon merke ich vor Ort praktisch nichts, abgesehen von der hl. Messe. - Dann: ich war für einige Tage im ländlichen Flandern und erlebte voller Schrecken: Dörfer mit schönen Kirchen; Zeichen ehemals kath. Lebens an vielen Straßenecken, aber sonntags manche Kirchen zu; kein Glockengeläut. - Hätte ein afrikanischer Priester mich nicht abgeholt, wäre für mich die Sonntagsmesse ausgefallen. Diese ausländ. Priester sammeln die letzten Gläubigen um sich, um mit viel Liebe den Auftrag des Herrn zu erfüllen: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" So jedenfalls habe ich es erlebt.


7
 
 Marloe1999 23. September 2022 

Existentiell

Kardinal Müller hat vollkommen recht. Die Segnung homosexueller Partnerschaften ist seitens der Kirche nicht möglich. Folgt man der Theologie des Leibes des hl. Papstes Johannes Paul II. spiegelt die Familie aus Mann, Frau und Kind(ern) das Innenleben Gottes wieder. Die gesamte Schöpfungsordnung ist auf dieses Abbild Gottes ausgerichtet. Wenn man jetzt anfangen will Partnerschaften zu legitimieren, indem man ihnen (scheinbar) den Segen spendet, stellt man sich direkt gegen Gott und betrügt zudem diese Paare, weil eine Befürwortung des Herrn zu "Ehen" die nicht in der Lage sind, jenes Innenleben Gottes widerzuspiegeln, nicht möglich ist. Gott ist unveränderlich.


5
 
 Ulrich Motte 23. September 2022 
 

Salvatore Mio

Kathnet informiert uns seit langem über "synodalähnliche" Forderungen aus ausländischen Teilen der katholischen Kirche, die bei vielen Fragen allenfalls in gewissen Formen nicht "synodalgleich" sind, nur etwa aus Luxemburg, der Schweiz, den USA.


0
 
 Vox coelestis 23. September 2022 
 

Was bedeutet noch Rom?

Dass jetzt immer mehr nationale Bischofskonferenzen damit beginnen ihr eigenes Süppchen zu kochen, ohne auf die Weltkirche bzw. auch auf Entscheidungen des Papstes Rücksicht zu nehmen, ist schon sehr bedenklich und nimmt immer mehr schismatische Züge an.

Wenn da nicht bald gegengesteuert wird, wird Rom das Ruder aus der Hand gerissen werden.
Wir werden dann immer mehr einen Fleckerlteppich erleben, wo jede Diözese ihr eigenes Credo, ihre eigene Moralvorstellung, ihre eigene Liturgie besitzt und das Wort "katholisch = allumfassend" nur noch aus Buchstaben besteht.


4
 
 SalvatoreMio 23. September 2022 
 

Forderungen aus dem Synodalen Weg Deutschlands

@Sehr geehrter Herr Motte! Die große Gruppe des Synodalen Weges, Bischöfe und Laien, halten uns seit geraumer Zeit mit ihren Forderungen in Atem und verschwenden Unsummen an Geld mit ihren Sitzungen usw. - Das ist weltweit einmalig beschämend. Somit ist die hier angesprochene Erklärung flämischer Bischöfe nicht vergleichbar mit dem deutsch-synodalen Weg. - Ich danke Herrn Kardinal Müller für seine klaren Äußerungen zum christlichen Glauben und praktizierter Homosexualität.


5
 
 Zeitzeuge 23. September 2022 
 

Danke für die klaren Worte an Eminenz Müller;

falls aber der Vatikan nicht eingreift, wird diese

correctio fraterna aber leider keine Gesinnungs-

änderung dieser "Mietlinge" bewirken.

Die Homolobby innerhalb der flämischen Bischöfe

ist schon lange bekannt, im Link ein älterer

Artikel mit schockierenden Mitteilungen.

Längst hätte der Vatikan eingreifen müssen,

die Abweichler bestrafen und durch wirklich

gute Hirten ersetzen müssen!

Damit ist auch Ihre Frage, werter Herr Motte,

beantwortet:

Die deutschen Neomodernisten unterscheiden sich

von ihren weltweit agierenden Gesinnungsgenossen

nur dadurch, daß sie über die Leitmedien ihre

Ergüsse öffentlichkeitswirksamer verbreiten.



Eine echte kath. Reformsynode kann nur in einer

Re-Katholisierung bestehen, wozu ein kompromiss-

loses Bekenntnis zur kath. Glaubens- und Moral-

lehre die erste und oberste Voraussetzung ist!

Bzgl. Lehrabweichler ist das kirchliche Strafrecht

anzuwenden, es geht um das Seelenheil Vieler!

reactnieuws.net/2014/01/21/de-allesbehalve-katholieke-kerk-in-vlaanderen/


8
 
 Ulrich Motte 23. September 2022 
 

AUCH demnach könnte man vielleicht fragen,

ob (die) Forderungen aus dem Synodalen Weg wirklich so sehr deutsch - national, deutscher Sonderweg, sind wie oft behauptet...


1
 

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