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Papst Franziskus fordert Ende des "fossilen Zeitalters"

25. Mai 2023 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
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Kirchenoberhaupt fordert in neuer Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung: "Sinnlosen Krieg gegen die Schöpfung beenden"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus (Archivfoto) fordert konkrete Schritte, um die Energiegewinnung aus Kohle und Gas zu beenden. Die politisch Verantwortlichen müssten auf der UN-Klimakonferenz in Dubai im Dezember "eine schnelle und gerechte Wende einleiten, um die Ära der fossilen Brennstoffe zu beenden", heißt es in einer am Donnerstag vom vatikanischen Presseamt veröffentlichten Botschaft des Papstes. Er verfasste sie anlässlich des Weltgebetstags für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September.

"Eine Wirtschaftspolitik, die skandalösen Reichtum für wenige Privilegierte und verschlechterte Bedingungen für viele andere fördert, bedeutet das Ende von Frieden und Gerechtigkeit", schreibt Franziskus. Er ruft zudem dazu auf, die eigene Einstellung zur Natur und den persönlichen Lebensstil zu verändern. Der Einzelne müsse Müll und unnötigen Konsum vermeiden und nachhaltiger leben.

"Folgen wir dem Aufruf, uns an die Seite der Opfer von Umwelt- und Klimaungerechtigkeit zu stellen und diesen sinnlosen Krieg gegen die Schöpfung zu beenden", mahnt der Papst. Ausdrücklich verweist er auch auf die Warnungen des Weltklimarats IPCC, wonach "nur ein unverzügliches Handeln zugunsten des Klimas gewährleisten kann, dass wir weiterhin die Möglichkeit haben, eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen". Die Menschen müssten einander die Hände reichen, so Franziskus: "Unternehmen wir mutige Schritte, damit Gerechtigkeit und Frieden die ganze Welt durchströmen."

Der diesjährige Weltgebetstag steht unter dem Motto "Lass Gerechtigkeit und Frieden fließen". Franziskus bezieht in seiner Botschaft die Metapher des Wassers auch auf die Weltsynode im Oktober 2023 und Oktober 2024 im Vatikan, bei der es um die Frage geht, wie die katholische Kirche künftig beraten und Beschlüsse fassen wird. Neben Papst und Bischöfen soll das "Volk Gottes" stärker beteiligt werden.

So wie ein Fluss aus mehreren Zuflüssen gespeist werde, sei auch die Kirche eine Gemeinschaft aus zahllosen lokalen Kirchen, religiösen Gemeinden und Zusammenschlüssen, schreibt der Papst. Bei der Weltsynode seien alle eingeladen, "zu einem großartigen Fluss der Reflexion und der Erneuerung zusammenzufließen".

Den Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung hatte Franziskus 2015 nach der Veröffentlichung seiner Umwelt- und Sozial-Enzyklika "Laudato si" für die katholische Kirche ausgerufen. Er schloss sich damit einer Initiative des orthodoxen Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel an, der den Gebetstag bereits 1989 ins Leben rief.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten

Im Wortlauf: DIE BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS ZUM WELTGEBETSTAG FÜR DIE BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG - Für den 1. September 2023

Liebe Brüder und Schwestern!

„Mögen Gerechtigkeit und Frieden strömen“ – so lautet das diesjährige Thema der Ökumenischen Zeit der Schöpfung, das von den Worten des Propheten Amos inspiriert ist: »Das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach« (5,24).

Das ausdrucksstarke Bild aus dem Buch Amos sagt uns, was Gott ersehnt. Gott will, dass Gerechtigkeit regiert; sie ist für unser Leben als Kinder nach dem Bilde Gottes so wichtig, wie es das Wasser für unser körperliches Überleben ist. Diese Gerechtigkeit muss dort hervortreten, wo sie nötig ist, sie darf weder zu tief unter der Erde verborgen bleiben noch verschwinden wie verdunstendes Wasser, bevor es uns Stärkung geben kann. Gott möchte, dass alle danach streben, in jeder Situation gerecht zu sein, nach seinen Gesetzen zu leben und so zu ermöglichen, dass das Leben gedeihen kann. Wenn wir zuerst nach dem Reich Gottes streben (vgl. Mt 6,33) und eine rechte Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zur Natur pflegen, dann können Gerechtigkeit und Frieden strömen wie ein unerschöpflicher Strom reinen Wassers, der die Menschheit und alle Geschöpfe nährt.


An einem schönen Sommertag im Juli 2022, während meiner Pilgerreise zu den Ufern des Sankt-Anna-Sees in der Provinz Alberta, Kanada, dachte ich über diese Themen nach. Dieser See ist ein Wallfahrtsort für viele Generationen von Ureinwohnern gewesen. Umrahmt vom Schlagen der Trommeln, sagte ich: »Wie viele Menschenherzen sind hierhergekommen, sehnsüchtig und außer Atem, von der Last des Lebens niedergedrückt, und haben an diesem Wasser Trost und Kraft gefunden, um weiterzugehen! Auch hier, inmitten der Schöpfung, können wir einen anderen Schlag hören, den mütterlichen Herzschlag der Erde. Und so wie der Herzschlag der Kinder vom Mutterleib an mit dem ihrer Mütter harmoniert, müssen wir, um als Menschen zu wachsen, die Rhythmen des Lebens mit denen der Schöpfung, die uns das Leben schenkt, in Einklang bringen.« [1]

Lasst uns während dieser Zeit der Schöpfung bei diesen Herzschlägen verweilen: unseren eigenen, denen unserer Mütter und Großmütter, dem Herzschlag der Schöpfung und dem Herzschlag Gottes. Heute schlagen sie nicht in Harmonie, sie schlagen nicht im Einklang der Gerechtigkeit und des Friedens. Zu vielen Menschen wird es verwehrt, aus diesem mächtigen Fluss zu trinken. Folgen wir daher dem Aufruf, uns an die Seite der Opfer von Umwelt- und Klimaungerechtigkeit zu stellen und diesen sinnlosen Krieg gegen die Schöpfung zu beenden.

Wir sehen die Auswirkungen dieses Krieges an den vielen Flüssen, die austrocknen. »Die äußeren Wüsten wachsen in der Welt, weil die inneren Wüsten so groß geworden sind«, hat Benedikt XVI. einmal gesagt. [2] Konsumistische Gier, die von egoistischen Herzen genährt wird, bringt den Wasserkreislauf des Planeten durcheinander. Die ungezügelte Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Abholzung der Wälder lassen die Temperaturen steigen und verursachen große Dürre. Beängstigende Wasserknappheit befällt zunehmend sowohl kleine ländliche Gemeinden als auch großen Metropolen. Darüber hinaus erschöpfen und verschmutzen rücksichtslose Industrien unsere Trinkwasserquellen durch extreme Praktiken wie Fracking zur Öl- und Gasförderung, unkontrollierte Mega-Bergbauprojekte und Intensivtierhaltung. „Schwester Wasser“, wie der heilige Franziskus es nennt, wird geplündert und »in Ware verwandelt und den Gesetzen des Marktes unterworfen« (Enzyklika Laudato si’, 30).

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (IPCC) stellt fest, dass nur ein unverzügliches Handeln zugunsten des Klimas gewährleisten kann, dass wir weiterhin die Möglichkeit haben, eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen. Wir können, wir müssen verhindern, dass das Schlimmste eintritt. »Es gibt so vieles, was man tun kann!« (ebd., 180), wenn wir uns – wie viele Wasserläufe und Bäche – am Ende zu einem mächtigen Fluss vereinen, um das Leben unseres wunderbaren Planeten und unserer Menschheitsfamilie für die kommenden Generationen zu bewässern. Reichen wir uns die Hände und unternehmen wir mutige Schritte, damit Gerechtigkeit und Frieden die ganze Welt durchströmen.

Wie können wir in dieser Zeit der Schöpfung zu dem mächtigen Fluss der Gerechtigkeit und des Friedens beitragen? Was können wir tun, insbesondere als christliche Kirchen, um unser gemeinsames Haus zu sanieren, damit es wieder vor Leben wimmeln kann? Wir müssen uns entschließen, unsere Herzen, unseren Lebensstil und die Arten von Politik, die unsere Gesellschaften bestimmen, zu verändern.

Einen ersten Beitrag zu diesem mächtigen Fluss leisten wir, wenn wir unsere Herzen verwandeln. Das ist wesentlich für jede weitere Veränderung. Es ist jene „ökologische Umkehr“, zu der uns der heilige Johannes Paul II. ermutigt hat: Die Erneuerung unserer Beziehung zur Schöpfung, so dass wir sie nicht mehr als ein Objekt ansehen, das man ausbeutet, sondern sie als heiliges Geschenk unseres Schöpfers bewahren. Darüber hinaus sollten wir begreifen, dass ein ganzheitlicher Ansatz eine vierfache ökologische Achtsamkeit erfordert: gegenüber Gott, gegenüber unseren Brüdern und Schwestern von heute und morgen, gegenüber der gesamten Natur und gegenüber uns selbst.

Was die erste dieser Dimensionen betrifft, so hat Papst Benedikt XVI. von der dringenden Notwendigkeit gesprochen, zu erkennen, dass Schöpfung und Erlösung untrennbar miteinander verbunden sind: »Der Erlöser ist der Schöpfer, und wenn wir Gott nicht in dieser ganzen Größe verkünden – Schöpfer und Erlöser –, dann reduzieren wir auch die Erlösung«. [3] Die Schöpfung bezieht sich sowohl auf Gottes geheimnisvolles, großartiges Werk, die Schöpfung dieses majestätischen, wunderschönen Planeten und dieses Universums aus dem Nichts, als auch auf das Ergebnis dieses Wirkens, das weiterhin im Gange ist und das wir als unerschöpfliches Geschenk erleben. Denken wir während der Liturgie und beim persönlichen Gebet in der »großen Kathedrale der Schöpfung« [4] an den großen Künstler, der so viel Schönheit erschafft, und sinnen wir nach über das Geheimnis dieser liebevollen Entscheidung, den Kosmos zu erschaffen.

Lasst uns, zweitens, zum Fluss dieses mächtigen Stroms beitragen, indem wir unseren Lebensstil ändern. Ausgehend von der dankbaren Bewunderung des Schöpfers und seiner Schöpfung, sollten wir unsere „ökologischen Sünden“ bereuen, wie mein Bruder, der Ökumenische Patriarch Bartholomäus, gesagt hat. Diese Sünden schaden der Natur und auch unseren Brüdern und unseren Schwestern. Lasst uns mit der Hilfe und der Gnade Gottes einen Lebensstil annehmen, der durch weniger Abfall und weniger unnötigen Konsum gekennzeichnet ist, insbesondere dort, wo die Produktionsprozesse giftig und nicht nachhaltig sind. Versuchen wir so gut wie möglich auf unsere Gewohnheiten und wirtschaftlichen Entscheidungen zu achten, damit es allen bessergeht – unseren Mitmenschen, wo immer sie auch sein mögen, und auch den künftigen Generationen. Lasst uns durch positive Entscheidungen an Gottes fortwährender Schöpfung mitwirken: indem wir Ressourcen möglichst maßvoll und mit heiterer Nüchternheit nutzen, Abfälle entsorgen und recyceln und stärker verfügbare Produkte und Dienstleistungen nutzen, die ökologisch und sozial verantwortbar sind.

Schließlich müssen wir, damit der mächtige Fluss weiter fließen kann, die Politik ändern, die unsere Gesellschaften bestimmt und das Leben der jungen Menschen von heute und morgen prägt. Eine Wirtschaftspolitik, die skandalösen Reichtum für einige wenige Privilegierte und unwürdige Bedingungen für viele andere fördert, bedeutet das Ende von Frieden und Gerechtigkeit. Es ist offensichtlich, dass die reicheren Nationen eine „ökologische Schuld“ angehäuft haben, die bezahlt werden muss (vgl. Laudato Si’, 51). [5] Die Staats- und Regierungschefs, die vom 30. November bis zum 12. Dezember zum COP28-Gipfel in Dubai zusammenkommen, müssen auf die Wissenschaft hören und einen schnellen und gerechten Übergang einleiten, um die Ära der fossilen Brennstoffe zu beenden. Gemäß den im Pariser Abkommen eingegangenen Verpflichtungen zur Eindämmung der globalen Erwärmung ist es absurd, die weitere Erkundung und den Ausbau von Infrastrukturen für fossile Brennstoffe zuzulassen. Erheben wir unsere Stimme, um diese Ungerechtigkeit den Armen und unseren Kindern gegenüber zu stoppen, die am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden werden. Ich appelliere an alle Menschen guten Willens, ihr Handeln nach diesen Überlegungen zu Gesellschaft und Natur auszurichten.

Eine andere parallele Perspektive hat insbesondere mit dem Einsatz der katholischen Kirche für Synodalität zu tun. In diesem Jahr fällt der Abschluss der Zeit der Schöpfung am 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franziskus, mit der Eröffnung der Synode zur Synodalität zusammen. Ebenso wie die Flüsse in der Natur, die von unzähligen kleinen Bächen und größeren Wasserläufen gespeist werden, lädt der synodale Prozess, der im Oktober 2021 begonnen hat, alle, die auf persönlicher oder gemeinschaftlicher Ebene daran teilnehmen, dazu ein, in einen majestätischen Strom der Reflexion und Erneuerung einzugehen. Das ganze Volk Gottes wird mitgenommen auf einen Weg des synodalen Dialogs und synodaler Umkehr.

Die Kirche ist, wie ein Flussbecken mit seinen vielen kleinen und größeren Zuflüssen, eine Gemeinschaft unzähliger Ortskirchen, religiöser Gemeinschaften und Vereinigungen, die von demselben Wasser gespeist werden. Jede Quelle leistet ihren einzigartigen und unersetzlichen Beitrag, bis alle in den weiten Ozean der liebenden Barmherzigkeit Gottes einmünden. Wie ein Fluss für seine Umgebung eine Quelle des Lebens ist, so soll unsere synodale Kirche eine Quelle des Lebens für unser gemeinsames Haus und alle seine Bewohner sein. Und wie ein Fluss allen Arten von Tieren und Pflanzen Leben schenkt, so soll eine synodale Kirche Leben spenden, indem sie an jedem Ort, den sie erreicht, Gerechtigkeit und Frieden aussät.

In Kanada erinnerte ich im Juli 2022 an den See Gennesaret, wo Jesus vielen Menschen Heilung und Trost brache und „eine Revolution der Liebe“ ausgerufen hatte. Der Sankt-Anna-See, so erfuhr ich, ist auch ein Ort der Heilung, des Trostes und der Liebe, dieser Ort »erinnert uns daran, dass die Geschwisterlichkeit echt ist, wenn sie diejenigen vereint, die weit voneinander entfernt sind, dass die Botschaft der Einheit, die der Himmel auf die Erde sendet, keine Angst vor Verschiedenheiten hat und uns zur Gemeinschaft einlädt, zur Gemeinschaft der Unterschiede, um gemeinsam wieder aufzubrechen, weil wir alle – alle! – Pilger auf dem Weg sind«. [6]

Lasst uns in dieser Zeit der Schöpfung als Jünger Christi auf unserem gemeinsamen synodalen Weg leben, arbeiten und beten, dass unser gemeinsames Haus neu mit Leben erfüllt wird. Möge der Heilige Geist wieder über den Wassern schweben und uns anleiten, „das Angesicht der Erde zu erneuern“ (vgl. Ps 104,30).

Rom, Sankt Johannes im Lateran, 13. Franziskus

 


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Lesermeinungen

 Eselchen 31. Mai 2023 
 

Jesus hat keine Angst vor CO2

Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. Joh 21,9


0
 
 Chris2 31. Mai 2023 
 

Natürlich sind fossile Brennstoffe endlich

und müssen zwangsläufig irgendwann ersetzt werden. Aber ob es sinnvoll ist, auf wetter- und tages-/jahreszeitenabhängige Energiequellen zu setzen und alle kalten, windstillen und dunklen Phasen mit Gas und vermehrt auch wieder Kohle zu füllen, ist fraglich. Zumal die erzwungenen Luft-Wärmetauscherheizungen exakt in jenen kalten und langen Winternächten am wenigsten effektiv sind. Sehr intelligent wirkt das nicht. Es ist wie bei der Massenmigration: Wenn sich Vertreter der Kirche zu politischen Themen äußern, dann fast immer sehr einseitig. Dabei wäre unser Glaube von Haus aus umweltschonend (Gottes Schöpfung) und weltumspannend (schwarze Priester als Missionare bei uns). Aber stets auf vernünftiger Basis.
Andererseits sind die deutschen Welterlösungskamikazeaktionen ein Sonderfall, den der Papst hoffentlich nicht als Vorbild betrachtet...


0
 
 Alecos 27. Mai 2023 
 

@Michael72 Fest an und in Christus bleiben!

"Mainstream Medien Propaganda Papst?

Bei Corona eine Impfung in den Himmel loben, die so vielen Menschen geschadet und sogar das Leben gekostet hat und kosten wird...
Jetzt die Klimahysterie propagieren...
Gegen die Traditionalisten vorgehen, dagegen alle anderen die Heilige Messe verunstalten lassen bis zur Unkenntlichkeit...

Heiliger Vater was soll das werden?"

"An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen" (Mt 7,19-20).

Christus macht uns klar, dass wir die verführerischen Propheten oder falschen Lehrer erkennen können, wenn wir darauf achten, was sie am Ende tun oder was ihr Verhalten bewirkt.


1
 
 jakob19 26. Mai 2023 
 

Ottokar

Sehr geehrter Ottokar, Ihr Beitrag hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ich glaube, dass Kirche politisch sein MUSS, wenn auch nicht parteipolitisch. Sie steht nun einmal in der Welt und in der Zeit und soll im ausdrücklichen Auftrag Jesu Salz der Erde und in der Welt wirksam sein. Und in einem Punkt sind wir hier wohl alle eminent politisch, wenn wir uns für den Schutz des Lebens am Enfang, aber auch am Ende einsetzen. Dieser Standpunkt ist für die meisten von uns unverrückbar, obwohl er auch von einer Partei vertreten wird, die alles andere als demokratisch und deshalb wohl kaum wählbar ist. Umgekehrt sind viele Aspekte wie z. B. Umweltschutz in der Bibel grundgelegt und es ist gut katholisch, sich auch politisch dafür einzusetzen, wiederum auch, wenn er von einer Partei vertreten wird, die man insgesamt nicht unterstützen möchte. Es kommt immer auf das inhaltliche Ziel an, nicht auf die Partei, die es auch vertritt. Gottes Segen für Sie.


1
 
 ottokar 26. Mai 2023 
 

In seiner Enzyclika „Laudato si“ hat er doch schon alles gesagt.

Kommen jetzt die Einschränkungen und Verbote , wie sie die Grünen anstellen, auch noch vom Pontifex? Natürlich kann man das göttliche Statement „Macht euch die Erde untertan“ in alle Richtungen interpretieren, nämlich vom „Schützen“ bis „ Ausnützen“.


2
 
 ottokar 26. Mai 2023 
 

Warum wird unser Papst immer wieder politisch?


1
 
 SalvatoreMio 26. Mai 2023 
 

Verkündigung und unsere Heiligung sollten Priorität haben.

@rosengarten1997: Vielen Dank! Sie haben Ihre Gedankend überzeugend zum Ausdruck gebracht, aber mitunter packt einen der Zorn, wenn man sieht, wie es derzeit immer mehr bergab geht.


3
 
 jakob19 26. Mai 2023 
 

Bene16

Auch mich lässt Papst Franziskus manchmal ratlos zurück. Ich glaube aber,
dass er hier stimmig ist. Katholischer Christ zu sein bedeutet ja NICHT
nur, sich intensiv um das eigene Seelenheil zu kümmern und allenfalls
noch um das unserer Mitmenschen. Das wäre im Sinne Jesu zu kurz gedacht.
Es heißt auch, für ihr leibliches Wohl verantwortlich zu sein (Werke
der Barmherzigkeit). Dazu gehört auch, dass wir nach Kräften eine Umwelt
erhalten müssen, in der es keinen weiteren Verlust an Lebensraum,
Nahrungsgrundlagen und gesunden Lebensbedingungen für alle Menschen gibt. Dass das für uns in den "Industrieländern", die wir gewöhnt sind, unseren Wohlstand ohne Rücksicht auf die "Vorräte" der Erde und die umweltbedingten Lebensumstände der Menschen in den "Entwicklungsländern" zu steigern, zu einschneidendem Verzicht führen muss, ist klar, und dass wir uns dagegen sträuben, ist verständlich,aber unchristlich. Deshalb ist der Aufruf des Papstes nicht nur
sinnvoll, sondern notwendig.


1
 
 rosengarten1997 26. Mai 2023 

Sehr geehrter @SalvatoreMio,

bewusst habe ich mir weitere Ausführungen gespart, um darauf hinzuweisen, um was es eigentlich gehen sollte, wie Sie selber sehr treffend schreiben. Ich halte mich bewusst mit kritischen Äußerungen gegenüber Papst Franziskus zurück, da er unser Papst ist und ich meine, dass es Grenzen der Beurteilung gibt, da wir ja immer nur einen kleinen Teil von dem sehen was wirklich ist und geschieht. Ich glaube auch, dass sich die Kirche vor allem auf die Verkündigung und die Umsetzung des Evangeliums, nämlich der Heiligung ihrer Glieder beschränken sollte, hier gibt es genug zu tun. Wenn sie dies überzeugend tut, wirkt sie anziehend und braucht keine politische Ideologie oder sonstige Zeitströmungen zu unterstützen, denn für die Kinder Gottes ist klar, dass die Schöpfung Gottes zu achten ist. Gottes Segen!


2
 
 jakob19 26. Mai 2023 
 

SalvatoreMio

Sie haben Recht, wenn Sie anmerken, dass man "vieles behaupten kann", was man persönlich nicht beweisen kann. Leider kann ich kein Hebräisch, sodass ich mich in Übersetzungsfragen auf das Urteil von Wissenschaftlern verlassen muss, deren Muttersprache Hebräisch ist bzw. die sich intensiv mit dieser Sprache beschäftigt haben.
Es ist ein großer Unterschied zwischen "sich untertan machen" und "sich kümmern". Zumindest seit den letzten 200 Jahren haben wie uns die Erde "untertan gemacht", indem wir sie ausgebeutet haben ohne Rücksicht auf ihren Zustand und ihre Zukunft. Sie wurde und wird als Mittel zum Zweck der Wohlstandssteigerung ge- und verbraucht. "Sich kümmern" aber heißt, pfleglich mit unserer Erde und unserer Umwelt umzugehen und sie vor Schaden zu bewahren, auch wenn das für uns Verzicht bedeutet. Das heißt aber nicht, dass keinerlei Veränderungen vorgenommen werden sollen, sondern dass das behutsam und vor allem achtungsvoll geschehen muss. Darauf wollte der Papst hinweisen.


1
 
 SalvatoreMio 26. Mai 2023 
 

Genesis 1,28: "Macht Euch die Erde untertan" - Übersetzungsfehler?

@jakob19: Es wird behauptet, diese Übersetzung sei falsch. Behaupten kann man vieles, aber die Übersetzung ist richtig! Man muss sie nur richtig verstehen! Gott schuf uns nach seinem Bild und Gleichnis, und wir sind gerufen, seine Erde zu bebauen, das heißt ja keinesfalls, dass wir aus Übermut und Egoismus mit ihr Schildluder treiben dürfen: wenn Sie im Garten Blumen pflanzen; wenn der Hund neben ihnen sitzt und Ihnen zugeneigt ist; wenn Sie den Computer öffnen, um hier zu schreiben; wenn Sie aus dem Getreide ein Brot backen, dann geschieht dies alles nur, weil Sie nach Gottes Wort leben: "Macht Euch die Erde untertan". Oder wenn der Mensch nicht fähig gewesen wäre, Wildgetreide zu veredeln, wären wir wohl alle längst verhungert; hätte er nicht die Fähigkeit, auf kluge Weise Dämme zu bauen, hätte die Nordsee uns längst verschlungen usw. usw.


3
 
 SalvatoreMio 25. Mai 2023 
 

"Geht zu allen Völkern" ...

@Rosengarten1997: Ich weiß zwar auch nicht, weshalb Sie diesen Beitrag bringen, doch als ich die Botschaft des Papstes las, dachte ich - wie auch sonst schon öfter: ist nicht der erste Auftrag vom jetzigen "Felsen Petrus", das "eigene Haus" in Ordnung zu bringen, wo derzeit manches im Argen liegt? Die kath. Kirche in Deutschland beschreitet munter Wege, die dem Evangelium und der Tradition entgegenstehen; ganz zu schweigen von der beschämenden Sexualmoral, die sie jetzt propagiert, und Rom schweigt. - Oder Dr. theol. Magnus Striet, Priester und Fundamentaltheologe: er lehrt an der Uni in Freiburg. Praktisch ist er vom Glauben abgefallen, doch das stört auch nicht. Er verbreitet seine Irrlehren weiter. Hier eine kleine "Kostprobe": “Das, was wir Gott und Religion nennen, ist ein Menschheitsprodukt. Der erhoffte Gott ist eine Projektion des Menschen.”


4
 
 Everard 25. Mai 2023 
 

Jakob19

ich denke auch, dass dem Papst hierbei unbedingt zuzustimmen ist. Liest man seine Adresse sorgfältig erschließt sich sein richtiger Gedanke zu dieser Thematik.


0
 
 Paddel 25. Mai 2023 

Jesus Christus hat auch mit Kohle geheizt

Stand ER nicht am Kohlenfeuer und hat Fisch darauf gebraten, als die Jünger hungrig vom Fischfang an Land kamen?


3
 
 lakota 25. Mai 2023 
 

@jakob19

Eigentlich ganz einfach zu verstehen, was @Rosengarten hier schreibt:
Würde P.Franziskus genau so wortreich über das sprechen, was Jesus den Jüngern und IHM aufgetragen hat,
und würden die Christen danach leben -
wären die Erhaltung der Schöpfung und Gerechtigkeit automatisch die Folge.


7
 
 Bene16 25. Mai 2023 
 

Was jetzt???

Noch vor zwei Tagen meinte derselbe (derselbe?) Papst:
"Für die Kirche ist es an der Zeit, sich auf die wahren Prioritäten zu fokussieren, nämlich auf das Gebet, die Nächstenliebe und die Verkündigung."

@Kirche23@gmx.de (Ihr neuster Nick kommt etwas sperrig daher!):
Nebst Gottes Schöpfung sollten wir auch Gott achten und ehren. Genau dies tun die "Traditionalisten".


7
 
 jakob19 25. Mai 2023 
 

Jothekieker und Michael72

Ich glaube nicht, dass der Papst auf der falschen Seite steht, denn hier steht er klar auf der Seite Gottes. Gott hat seine Schöpfung als sehr gut bezeichnet und sie den Menschen zur Bewahrung anvertraut (Genesis). Ich habe als Kind noch gelernt, dass Gottes Auftrag gewesen sei, dass sich die Menschen die Erde untertan machen sollten. Das hat sich längst als Übersetzungsfehler herausgestellt. Gott hat uns beauftragt, uns um die Erde zu kümmern, aber das, was wir Menschen zur Zeit tun, indem wir die Erde schonungslos ausbeuten, läuft Gottes Auftrag diametral zuwider. Ich bin sehr froh, dass Papst Franziskus uns alle so energisch darauf hinweist.


0
 
 jakob19 25. Mai 2023 
 

Rosengarten1997

Entschulddigen Sie bitte, wahrscheinlich stehe ich auf der Leitung, aber ich verstehe den Zusammenhang ihres Beitrags mit den Ausführungen des Papstes nicht.


1
 
 rosengarten1997 25. Mai 2023 

War da nicht so eine Geschichte von Jesus...

Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Mt 28,16–20


2
 
 Taubenbohl 25. Mai 2023 
 

So der Papst glaubt das diese neue Welt ohne CO2 Gerechter seien wird...ich bezweifele das es so sein kann so lange das Sünde die Welt regiert.

Die Welt der Antike...war nicht indiustriel...das Volk lebte am Rande des Hungersnot irgendwo...und starb mit 40 Jahre.

Eine Welt ohne Energie seht auch so aus...


5
 
 Kirche23@gmx.de 25. Mai 2023 
 

Also ich bin dem Papst dankbar Michael72 daß er

sich auch solcher Themen annimmt. Wir haben nur diese EINE Erde und sollten schon sorgsam mit ihr umgehen unabhängig von jegwelchen Klimaschutz Gruppen. Ich kann Ihrem Vergleich zum Verbot der Vorkonzil Messe da nicht ganz folgen. Es ist sicherlich ungewohnt daß ein Papst sich zu derartigen Themen äußert aber dadurch zeigt er uns Menschen doch auf daß wir Gottes Schöpfung achten und ehren sollen.


0
 
 Michael72 25. Mai 2023 
 

Mainstream Medien Propaganda Papst?

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7
 
 Jothekieker 25. Mai 2023 
 

Wieder einmal auf der falschen Seite

Ist Franziskus nicht auch schon während der Hysterie um die Coronagrippe vorne weg marschiert?


6
 

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