Vietnam: Vatikan-Repräsentant fordert Religionsfreiheit

18. August 2013 in Chronik


Christen des südostasiatischen Landes leiden immer wieder unter staatlichen Repressionen.


Rom-Hanoi (www.kath.net/ KAP)
Der Repräsentant des Vatikan für Vietnam, Erzbischof Leopoldo Girelli, hat das asiatische Land zur Beachtung von Freiheits- und Menschenrechten aufgerufen. Die Katholiken dort könnten entscheidend dazu beitragen, eine Religions- und Gewissensfreiheit und den Respekt vor Grundrechten zu fördern, sagte Girelli bei einer Messe in der Diözese Vinh Long, wie die katholische Nachrichtenagentur Asianews in Rom berichtete. An der Feier in der südvietnamesischen Diözese nahmen demnach rund zehntausend Gläubige teil. Es gebe bestimmte Rechte, die jede Nation auf der Welt zu respektieren habe, so Girelli. Die Katholiken rief er zu tatkräftigen Werken der Nächstenliebe auf.

Laut Asianews bereiste Girelli das Land bereits vom 10. bis 12. August. Nach zähen Verhandlungen zwischen dem Vatikan und der kommunistischen Führung in Hanoi wurde der Italiener Anfang 2011 zum "nichtresidierenden päpstlichen Repräsentanten" ernannt. Seither konnte er mehrere Dienstreisen durch das Land unternehmen. Zurzeit treffen sich in größeren Abständen Vertreter des Vatikans und Vietnams, um über Fragen im schwierigen Verhältnis beider Seiten zu beraten. Eine Sonderkommission verhandelt über die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen

Von den fast 90 Millionen Einwohnern Vietnams sind rund sechs Millionen Katholiken. Es handelt sich um eine der größten Katholikengemeinden Asiens. Die Christen des südostasiatischen Landes haben immer wieder unter staatlicher Repression zu leiden.

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