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Weltfamilientreffen: Warum so wenig Bischöfe aus deutschem Sprachraum?

6. Oktober 2015 in Familie, 11 Lesermeinungen
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Australischer Bischof kritisiert die mangelnde Teilnahme von Bischöfen ausgerechnet aus jenen Ländern, die sich stark für eine progressive Linie in der Frage der Kommunionzulassung einsetzen.


Philadephia (kath.net)
Der australische Erzbischof Anthony Fisher zeigt sich verwundert, dass beim Weltfamilientreffen in Philadelphia/USA keine Bischöfe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, teilgenommen hatten. Dabei würden sich doch gerade diese Länder so stark für eine progressive Linie in der Frage der Kommunionzulassung einsetzen. „Ich weiß nicht genau, was dies bedeuten soll. Vielleicht haben sie sehr gute Gründe [für ihr Fehlen], aber es überraschte mich“, stellte der Erzbischof von Sydney fest, wie „Crux“ berichtete. Der Höhepunkt des diesjährigen Weltfamilientreffens war der Besuch von Papst Franziskus gewesen. Fisher äußerte außerdem, dass man gespannt verfolge, was afrikanische Bischöfe zu Familienthemen äußerten. In der frühen Kirche seien es häufig die afrikanischen Bischöfe gewesen, die die Kirche in Glaubensdingen auf der rechten Spur gehalten hätten, erinnerte er.


Hintergrund: Aus dem gesamten deutschen Sprachraum waren nach bisherigem Kenntnisstand nur zwei Bischöfe in Philadelphia. Aus der Schweizer Bischofskonferenz wurde bisher überhaupt kein Teilnehmer bekannt. Für die Österreichische Bischofskonferenz war Familienbischof Klaus Küng, kath.net hat berichtet, für die Deutsche Bischofskonferenz der stellvertretende Familienbischof, Weihbischof Wilfried Theising, in Philadelphia anwesend. Aber auch Theising hatte gegenüber „Radio Vatikan“ darauf hingewiesen hatte, dass aus den deutschsprachigen Kirchen nicht viele dabei gewesen seien. Ob vereinzelt Bistümer aus dem deutschsprachigen Raum zur Teilnahme am Weltfamilientreffen eingeladen und Fahrten organisiert hatten, ist der kath.net-Redaktion bisher nicht bekannt. Die Fahrten zu Weltjugendtagen – einer vergleichbaren Veranstaltung – werden dagegen von vielen Bistümern organisiert und eigens durch Fördermittel bezuschusst.

Video einer Papstpredigt


Eine Messfeier mit Papst beim Weltfamilientreffen in voller Länge - Lateinisches Hochgebet - (Video ohne Kommentar und ohne Übersetzung)



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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 8. Oktober 2015 
 

Hoffnung

Meine große Hoffnung ist die klare Linie der afrikanischen Bischöfe.


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 Paddel 7. Oktober 2015 

Dieser Bischof hat so recht!

Da wird ein Dialogprozess in die Wege geleitet, der Unsummen verschlingt. Aber was ist mit dem HÖREN???? Wir müssen hinhören hat der damalige vorsitzende der Bischofskonferenz gesagt. In Philadelphia hätten sie viel GEHÖRT! Das wäre ja geradezu eine TOP Vorbereitung vor die Synode gewesen. Eigentlich eine Pflichtveranstaltung zur Vorbereitung auf die Synode.


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 Paddel 7. Oktober 2015 

@Theobald in Mailand waren sie auch nicht !!!!!!!!

Das ist ja wohl von Deutschland, Schweiz und Österreich nur ein Katzensprung!! Wir waren 2012 in Mailand auf dem Kongress. Es war sehr, sehr interessant und wegweisend. Eigentlich ein MUSS!! für Bischöfe und Priester. Da war keine Bischofssynode oder sonst was drumrum! Es schmerzt sehr! Abgesehen davon waren auf dem Kongreß auch kaum deutsche Teilnehmer. Man konnte sie an den Händen abzählen. Wir wurden gefragt (wegen der deutschen Fahne) ob denn sonst keine Deutschen hier seien. Da antworteten wir: " Doch, der Papst.!" Ca 1 Jahr später zitierte unser Pfarrer (natürlich falsch) aus der Ansprache von Papst Benedikt, die er an diesem Kongreß tätigte, um die Handreichung von Zollitsch zu untermauern. Das ist umso bezeichnender, weil wir ihn damals fragten, warum es nicht einen Hinweis auf diesen Kongreß gäbe. "Da besteht kein Interesse." SIC! Wir waren persönlich bei der zitierten Ansprache und konnten ihm kontern, aber weh getan hat es.


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 Theobald 7. Oktober 2015 
 

???

Warum sollten sie? Knapp zwei Wochen später (also jetzt) findet in Rom ja eine Bischofssynode statt, die für die Gesamtkirche von größerer Tragweite ist. Es ist nicht der Beruf des OrtS (!)Bischofs durch die Welt zu großen treffen zu jetten.
Diese Treffen finden ja gerade deshalb immer an unterschiedlichen Teilen der Welt statt, damit jeder einmal die Chance zur Teilnahme hat. Sie sind keine Aufforderung zu sündteuren Fernreisen.


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 AlbinoL 7. Oktober 2015 

hat er dies in Rom bei der Synode gesagt?

oder in Australien?
war mir nicht ganz klar


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 carolus romanus 6. Oktober 2015 

"Warum......?"

weil es hierzulande der dt.-kath. Kirche nur noch um eines geht: wohlgefälliges Verhalten gegenüber dem medialen Mainstream und Funktionärsverbänden wie "ZDK" bis zur Selbstverleugnung zu zeigen, um hoffentlich möglichst viele KiSt-Zahler und damit Geldeinnahmen zu halten.


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 Krisi 6. Oktober 2015 
 

Mich wundert es nicht.

Wahrscheinlich haben die Bischöfe sehr viel mit den Flüchtlingen zu tun.

Ich würde mich freuen, wenn der Papst einmal nach Germany, München, Berlin und Hamburg käme.


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 Chris2 6. Oktober 2015 
 

Bischof Klaus Küng

dürfte dafür in Rom fehlen, sofern die österreichische Bischofskonferenz ihren zunächst 'vergessenen' Familienbischof nicht doch noch nachnominiert hat. So kann man Abstimmungen natürlich auch beeinflussen. Aber der Geist weht bekanntlich, wie er will. Notfalls auch durch allzu siegessicheres Vorpreschen "fort-schrittlicher" Kardinäle, die wohl den einen oder anderen Bischof zum Nachdenken brachten. Oder unserer afrikanischen Glaubensbrüder, die offensichtlich noch angelegentlich im neuen Testament stöbern...


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 Hanswerner 6. Oktober 2015 
 

"Progressiv"

Was heißt den "progressiv" ? Die Wahrheit kann nicht geändert werden.


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 Lemans 6. Oktober 2015 
 

Weltjugendtage und deutsche Beteiligung

Die Weltjugendtage existieren seit 1985. Erst zum Weltjugendtag in Paris (1997) machten auch die Jugendabteilungen der deutschen Bistümer mobil. Bis dahin war es eine Domäne von "Jugend 2000". Aber besser spät, als gar nicht. Vielleicht wird es den Weltfamilientreffen ähnlich ergehen: Irgendwann werden auch hier die deutschen Bistümer, die alle Familienabteilungen haben, und der "Familienbund der Katholiken", hoffentlich präsenter sein...


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 doda 6. Oktober 2015 

Bedeutungsverlust

Ist Erzbischof Anthony Fisher auf die Realität des erschütternden Bedeutungsverlustes gestoßen, den Ehe und Familie bei unseren deutschen Bischöfen schon lange erlitten haben?


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