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Hermann Glettler zum neuen Innsbrucker Bischof geweiht

2. Dezember 2017 in Österreich, 11 Lesermeinungen
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Weihespender Erzbischof Lackner, die Diözesanbischöfe Scheuer und Krautwaschl, weitere 21 Bischöfe sowie rund 8.000 Gläubige bei großem Fest in Innsbrucker Olympiahalle


Innsbruck (kath.net/KAP) Hermann Glettler ist am Samstag zum neuen Bischof der Diözese Innsbruck geweiht worden. Hauptkonsekrator bei der Feier in der Innsbrucker Olympiahalle war der Salzburger Erzbischof und Metropolit der westösterreichischen Kirchenprovinz Franz Lackner. Ihm zur Seite standen Glettlers Amtsvorgänger und jetziger Linzer Bischof Manfred Scheuer und der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl. Diese drei legten Glettler im stillen Gebet um den Heiligen Geist die Hände auf und vollzogen damit seine Weihe und die Weitergabe des Bischofsamtes. Weitere Konzelebranten waren Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof Simon Ntamwana (Gitega/Burundi) und Bischof Yves Le Saux (Le Mans/Frankreich).

Am Beginn der Weiheliturgie bat der bisherige Innsbrucker Diözesanadministrator Jakob Bürgler den Salzburger Erzbischof darum, Hermann Glettler zum Bischof zu weihen. Im Anschluss wurde das päpstliche Ernennungsdekret des Erwählten durch die Ordinariatskanzlerin Gudrun Walter verlesen. Darin schreibt Papst Franziskus über Hermann Glettler: "Ich weiß um deinen Einsatz für die Armen und Notleidenden, für die Seelsorge sowie für die Neuevangelisierung. Ich weiß um deine geistliche Lebensführung wie auch um deine umfassende theologische wie auch allgemein menschliche Bildung. Auf dich fällt mein Blick und dich erachte ich als den Geeigneten für das Amt des Vorstehers dieser Diözese. Auf Vorschlag der Kongregation für die Bischöfe ernenne ich dich deshalb kraft meiner Apostolischen Vollmacht zum Bischof der Diözese Innsbruck. Zugleich übertrage ich dir alle Rechte und Pflichten, die mit diesem Amt verbunden sind."

Bischof Manfred Scheuer, Glettlers Vorgänger in Innsbruck, hob in seiner Predigt Glettlers besondere Aufgabe hervor, ein Vermittler "zwischen Religion und Aufklärung, Spiritualität und Solidarität, Tradition und Moderne, Heimat und Weltoffenheit, Freiheit und Selbstbestimmung" zu sein. "Bischof Hermann kann Brücken bauen über existentielle Abgründe hinweg, Brücken aber auch zu den ausdrücklich Nichtgläubigen. Er hat sich schon bisher verstärkt jenen gewidmet, die kein Nahverhältnis zur Kirche haben, die mit der Kirche nichts am Hut haben", so der nunmehrige Linzer Bischof. Als Künstler und Bischof werde Glettler zudem ein "Diener der Freude und der Schönheit" sein.

Starken Ausdruck finde diese Aufgabe laut Scheuer in der Herz-Jesu-Verehrung, mit der Glettlers nun zweifach verbunden sei: Diese stark mit der Identität Tirols verbundenen Form der Religiösität werde als "entweder etwas ziemlich Liebliches oder etwas ganz Politisches" verstanden; weit verbreitet sei sie zudem auch in der missionarisch tätigen Gemeinschaft Emmanuel, der Glettler angehört. Sie stehe zudem auch für "Solidarität mit denen, die Verwundungen haben, bei denen so gar nichts glatt geht". Mit einem Zitat der Rockgruppe "Böhse Onkelz" verwies Scheuer zudem darauf, dass es auch Anliegen Glettlers sei, die Sehnsucht jedes Menschen nach Gott am Leben zu erhalten. "Lieber Bischof Hermann, du wirst mit Freude aufgenommen und du wirst Freude bringen", schloss Scheuer.

Fünfter Bischof der Diözese

Hermann Glettler ist der fünfte Diözesanbischof der 1964 errichteten Diözese Innsbruck. Zu ihr gehört Nordtirol bis zur Ziller sowie Osttirol, die bereits an der Wende vom 5. zum 6. Jahrhundert christianisiert wurden. Für die Bischofsweihe wurde mit der Innsbrucker Olympiahalle ein ungewöhnlicher Ort gewählt. Im Gegensatz zum Innbrucker Dom, der nur rund 750 Mensch Platz bietet, war es auf diese Weise den rund 8.000 Gläubigen möglich, gemeinsam mit dem neuen Bischof dessen Weihe und damit das Ende der fast zweijährigen Sedisvakanz zu feiern. Unter ihnen waren rund 600 Ministranten, 300 Priester und zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland. Die Ortswahl sei auch ein "starkes Zeichen", dass Glettler an "Andersorte" gesandt sei, deutete dies Scheuer in seiner Predigt.

Neben Kardinal Schönborn, Erzbischof Lackner und Bischof Scheuer nahm auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, an der Feier teil. Weiter Mitfeiernde aus dem österreichischen Episkopat waren die Diözesanbischöfe Klaus Küng, Alois Schwarz, Ägidius Zsifkovics und Benno Elbs, Militärbischof Werner Freistetter, die Weihbischöfe Franz Scharl, Anton Leichtfried, Stephan Turnovszky und Hansjörg Hofer sowie die emeritierten Bischöfe Alois Kothgasser, Maximilian Aichern und Ludwig Schwarz. Aus dem Ausland waren die Bischöfe Ivo Muser (Bozen-Brixen/Italien), Lauro Tisi (Trient/Italien) und Eugen Schönberger von der Innsbrucker Partnerdiözese Satu Mare in Rumänien gekommen.

Als Zeichen der ökumenische Verbundenheit nahm u.a. der evangelische-lutherische Superintendent Olivier Dantine an der Weiheliturgie als Lektor einer Lesung teil. Die sehr gute Beziehung der Diözese zur Israelitischen Kultusgemeinde wurde unterstrichen durch die Teilnahme von IKG-Landespräsident Günter Lieder. Unter den Gästen waren auch zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionsgemeinschaften.

Bischof durch Handauflegung und Gebet

Nach der Predigt von Bischof Scheuer folgte der eigentliche Weiheakt des neuen Bischofs. Hermann Glettler versprach, der Kirche durch die Gnade des Heiligen Geistes in seinem Amt zu dienen, das durch Handauflegung und Gebet übertragen wurde. Hauptzelebrant Lackner setzte diese seit den Anfängen der Kirche belegte Geste als erster, danach taten dies auch die anderen Bischöfe. Währenddessen verharrten die Gläubigen in stillem Gebet.

Der Salzburger Erzbischof salbte das Haupt Glettlers und überreichte ihm Evangeliar, Bischofsring, Mitra und Hirtenstab als bischöfliche Insignien. Sie machen den Dienst des Bischofs als Verkündiger, Lehrer und Hirte sichtbar. Stab und Brustkreuz sind nicht neu, sondern wurden von Glettler aus einem kirchlichen Bestand ausgewählt. Sie wurden jedoch vom Grazer Künstler Gustav Troger nachbearbeitet. Die Löcher im aufgebohrten Kreuz sind eine Anspielung auf das durchbohrte Herz Jesu und die Bohrungen im Hirtenstab sollen Durchlässigkeit, Transparenz, aber auch Verwundbarkeit ausdrücken, heißt es dazu im Feierheft.

Zum Abschluss des Weiheaktes umarmten alle Bischöfe den Neugeweihten und bekundeten damit seine Aufnahme in das Bischofskollegium. Dem folgte schließlich der Friedensgruß, den Bischof Glettler mit einer Delegation von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diözese austauschte. Diese bezeugten damit ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem neuen Bischof.

Kollekte für Obdachlose

Die Kollekte bei der Bischofsweihe kam auf Wunsch von Bischof Glettler der Krankenpflege Obdachloser und dem Integrationshaus der Caritas zugute. Zuvor hatten Ministranten, Mitglieder einer Tiroler Familie sowie Vertreter der afrikanischen Gemeinde die Gaben zum Altar gebracht.

Als Zeichen ökumenischer Verbundenheit waren auch Vertreter anderer christlicher Kirchen anwesend, darunter der evangelische-lutherische Superintendent Olivier Dantine, der eine Lesung vortrug. Die sehr gute Beziehung der Diözese zur Israelitischen Kultusgemeinde wurde unterstrichen durch die Teilnahme von IKG-Landespräsident Günter Lieder. Unter den Gästen waren auch zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionsgemeinschaften.

Auch "steirisches" Fest

Das Land Tirol war bei der Bischofsweihe repräsentiert durch Landeshauptmann Günther Platter und Landtagspräsident Herwig van Staa, Südtirol war vertreten durch Landeshauptmann Arno Kompatscher. Neben der Landesregierung und zahlreichen Landtagsmitgliedern nahmen auch die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann sowie Mitglieder der Stadtpolitik an der Feier teil.

Nach Innsbruck waren auch über 500 Gäste aus Glettlers Heimat, der Steiermark, gekommen mit Bischof Krautwaschl und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer an der Spitze. Allein sechs Busse kamen aus der Pfarre St. Andrä in Graz, wo Glettler lange als Pfarrer wirkte, und aus seiner Heimatgemeinde Übelbach mit der Musikkapelle des Ortes.

In Anschluss an die Weiheliturgie waren alle Teilnehmer zu einer Agape in der Olympiahalle eingeladen. Danach verlegte sich das Geschehen in die Innsbrucker Innenstadt, wo am Domplatz ein landesüblicher Empfang stattfand. Dem folgte um 19 Uhr eine feierliche Vesper, die der neue Bischof erstmals von seiner Kathedra in der Domkirche aus leitete.

Die gesamte Weiheliturgie wurde im Fernsehen auf ORF 2 (Tirol) bzw. ORF III sowie von "Radio Maria" live übertragen. Sie war durch eine vielfältige musikalische Gestaltung geprägt. Insgesamt 400 Musiker in sieben Chrformationen, einem Bläserensembel und zwei Musikkapellen wirkten daran mit und verwandelten gemeinsam mit der Feiergemeinde die Olympiahalle für die Dauer der Liturgie in eine Kathedrale.

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler am Tag seiner Bischofsweihe


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Bischof Glettler (c) Diözese Innsbruck


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 4. Dezember 2017 
 

@christine.klara.mm

Sie werden lachen,auch ich bin im Stephansdom 1966 vom überragenden Erzbischof von Wien,Kardinal Dr. Franz König persönlich gefirmt worden,weil mein Religionprofessor, damals auch Monsignore am Dom, mich selbst und einige andere Mitschüler vorbereitet hat.
Ich war also auch schon 16 und wusste damals sicher,dass ich nach der Matura ins Wiener Priesterseminar eintreten werde.
Auch ich war nicht im Prater und habe keinen Luftballon bekommen,aber tatsächlich meine ERSTE UHR!Versuchen Sie einfach periphere Accessoires und das Zentrale des Glaubens und der Liturgie ein bisschen besser auseinander zu halten.
Das erspart eine Menge Ärger und Aufregung, was wieder unsere Gesundheit förderlich ist.Msgr. Franz Schlegl


3
 
 christine.klara.mm 4. Dezember 2017 
 

@Schlegl @ceremonius

Zuerst an Msgr.Schlegl und an ceremonius
Ich bin ein Jahrgang 1940, röm.kathol.getauft und in St.Stefan, Wien,am 21.Mai 1956 zur Zeit Kardinal Königs vom Apostolischen Nuntius Dellepiane gefirmt.
Mein CIC ist Liberia Editrice Vaticana 1983 Auctoritate IOANNIS PAULI PP.II
promulgatos und von mir 1991 gekauft.
Ich danke für ihre Antworten.
Mit den "Säuen" war selbstverständlich n i c h t der eingeladene Superintendent gemeint,sondern ganz allgemein der Drang aus Heiligem Alltägliches zu machen. Das lockt aber wirklich niemanden hintern Ofen hervor.
Daß sich Christus zum Dienenden herabgesetzt hat heißt noch lange nicht, daß w i r IHN wie einen Rechtlosen behandeln dürften.Das verbietet allein schon die Liebe.
Weiters habe ich n i e behauptet, daß die Firmung allein in der Heimatkathedralkirche gespendet werden muß.Ich habe es aber in meiner Zeit nicht anders erlebt.Ich ging spät.Ich wollte nicht:
Uhr,Luftballon,Fiaker,Prater.Ich beobachtete viele Jahrgänge....
Ich war dann 16 !


1
 
 SCHLEGL 4. Dezember 2017 
 

@ christine.mm

Ceremonius hat Ihnen schon klar geantwortet!Abgesehen davon,haben Sie jetzt Äpfel und Birnen vermischt!Ich bin mit Ihnen einer Meinung,die Feier Erstkommunion gehört NICHT in einen Turnsaal!Dafür ist die Pfarrkirche da, noch dazu,wo nicht so viele Erstkommunionskinder sind.
Wenn aber 7000 Teilnehmer angemeldet sind,nur 750 im Dom von Innsbruck Platz haben,muss man einen Ausweg suchen.Ich darf erinnern,dass die große Messe des Rosenkranzsühnekreuzzuges bis vor ein paar Jahren IMMER in der WIENER STADTHALLE stattgefunden hat,weil mehr als 5000 Menschen im Stephansdom auch nicht gut Platz haben.Was bei einer Massenpanik passieren würde,möchte ich mir gar nicht vorstellen.Nachdem der Superintendent NUR die Lesung vorgetragen hat,hat das nichts mit dem Weiherpriestertum zu tun.Das Evangelium hätte er NICHT vorlesen dürfen,weil dazu ein Diakon oder Priester erforderlich ist.Den evang.Gast mit den Perlen vor den"Säuen" im NT. zu assoziieren,ist eine arge Entgleisung/Beleidigung Ihrerseits!


3
 
 bücherwurm 4. Dezember 2017 

@christine.mm:

Selbstverständlich durften auch früher die Firmungen außerhalb der Kathedralen gespendet werden. Sonst wären früher sehr viele Arme ungefirmt geblieben, weil sie sich diese Reise nicht hätten leisten können.


1
 
 ceremonius 4. Dezember 2017 
 

christine.mm

1. Bis jetzt wußte ich nicht, dass Firmungen nur in den Bischofskirchen gespendet werden dürfen. Vielleicht gehören Sie ja einer anderen katholischen Kirche an als wir anderen. In der Kirche der Frühzeit durfte nur der Bischof taufen und dann sofort auch firmen. Das ist aber seit einigen Jahrhunderten etwas anders. Jetzt darf jeder Priester taufen und - wenn Erachsene getauft werden - mit Erlaubnis des Bichofs auch firmen, um die Einheit und Zusammengehörigkeit der Inititionssakramente zu verdeutlichen.
2. Auch wenn Ihr CIC aus dem Jahre 1983 stammt, scheint mir nicht sicher zu sein, dass es sich in der Tat um den erneuerten CIC Johannes Pauls II. handelt. Vielleicht haben Sie ja den alten CIC aus dem Jahr 1917 erst 1983 erworben.
3. Wenn ich Ihre Argumentation richtig deute, gehen Sie vom Lektorat aus, zu dem Bewerber um die Priesterweihe eigens beauftragt werden. Da ist dann die Firmung nötig, da nur Gefirmte auch geweiht werden können.


2
 
 christine.mm 4. Dezember 2017 
 

fff @Schlegl

Für mich war und ist immer selbstverständlich gewesen, daß jegliche Weihe im Rahmen der Eucharistiefeier gespendet werden muß. Aber als ich so ganz zum Schluß des obigen Berichtes erwähnt fand, daß der Evangelisch-Lutherische Superintendent für die Lesung bestellt war, kam mir das schon eigen vor. Jegliche andere Konfession mit geweihtem Priestertum, allen Sakramenten und nicht in Gemeinschaft mit Rom wäre schon toll gewesen als Ökumene. Aber nicht mit Rom vereint und gelebte Zurückweisung des geweihten in Apostolischer Sukzession stehenden Weihepriestertums ? Da besteht ein diametraler Gegensatz. So fragte ich in meinen "Fragen über Fragen" ob diese in der Olympiahalle begangene Feier eine ökumenische ohne Eucharistiefeier gewesen ist. Alles ist ja jetzt möglich geworden, was früher zeichenhaft nicht so stattfand. So wird allen alles gleich = egal.Mit tut das weh.Denn es dreht sich um Gott und nicht um unser leiblich weltliches Wohlgefühl. Sich darum für alle zu sorgen ist ein Zweites


1
 
 christine.mm 4. Dezember 2017 
 

ff @Schlegl

Daß jetzt sogar wenn die Kirche nahe der Schule liegt, die Erstkommunion der Kinder im Turnsaal stattfinden sollte, konnten engagierte Eltern im letzten Moment verhindern. Der Priester wäre in den Turnsaal gekommen. Also, ich weiß nicht.
Daß der Bischof die Firmung jedem Priester übergeben kann, nur damit diese dann vereinzelt schon überall gespendet werden kann (so viel heimeliger !!!) und nicht mehr der Bedeutung wegen in der jeweiligen Kathedralkirche habe ich bei meinen beiden Enkelkindern mit Verwunderung festgestellt. Dieses Sakrament verliehrt nichts, und wäre der Ort ein Stall, aber das zeichenhaft bedeutende verstehen die Kinder s o noch weniger.
Wozu sind geweihte Gotteshäuser denn dann noch zu etwas nütze, wenn ein jeglicher Tisch ohne Kriegsnot o.ä. zum Altartisch werden kann. So erübrigt sich mit der Zeit alles herausgehoben Geweihte.
Sogar in der Hl. Schrift steht man solle das Heilige die "Perle" nicht den Säuen vorwerfen. Sie drehen sich um und zertreten sie....


1
 
 christine.mm 4. Dezember 2017 
 

@Schlegl

Ich wußte nicht, daß sich der CIC was andere Religionsgemeinschaften anlangt verändert hat. In meinem aus dem Jahr 1983 wird das Gottesvolk so eingeteilt: nur mit Taufe und dann weil mit geweihtem Priestertum: Taufe und Firmung und Eucharistie ist der Laie. Der Laie der gefirmt ist kann eigens zum Lektorendienst geschult und bestellt werden. Ohne eigene Schulung und Bestellung können Laien zum Vortrag der Lesung , zur Kommunionspendung nur in der Ausnahme herangezogen werden.
Ich kenne meistens nur unvorbereitete Laien die oft nur sehr schlecht vorlesen können so daß der Text geradezu vernichtet werden kann. Tut mir leid.
Ich habe nichts gegen einen ökumenischen Gottesdienst. Er ist aber nicht meins. Und Glaubensgemeinschaften die das geweihte Priestertum ablehnen sollten meiner bescheidenen Überzeugung nach keinen aktiven Dienst in der Feier der Eucharistie übernehmen dürfen. Sie sind mir sehr willkommen in der Heiligen Messe, aber nicht am Altar. Sie mögen konvertieren. Dann erst.


1
 
 SCHLEGL 4. Dezember 2017 
 

@christine.mm

Da herrschen aber enorme Unkenntnisse Ihrerseits vor!Die Bischofsweihe wird ebenso wie die Priesterweihe und die Weihe zum Diakon immer im Rahmen der heiligen Eucharistie gespendet. Es ist nicht verboten, dass ein Christ, der einer anderen Konfession angehört,eine Lesung vorträgt,es ist bestenfalls unüblich.
Ich habe vor 45 Jahren erlebt, wie ein römisch-katholischer Diakon in der Göttlichen Liturgie der Orthodoxen Liturgie die Lesung gesungen hat!
Es ist auch falsch, dass die Firmung ausschließlicher Bischofsdienst sei! JEDER Priester spendet gültig die Firmung, wenn der Bischof ihn beauftragt.
In der katholischen Ostkirchen(ebenso bei Orthodoxen und Altorientalen) spendet der PRIESTER die FIRMUNG, ebenso in der katholischen Kirche, wenn ein Erwachsener getauft wird.Bevor man so negativ urteilt,sollte man sich schon erkundigen.Msgr.Franz Schlegl


6
 
 christine.mm 4. Dezember 2017 
 

fff Fragen über Fragen

Zu guter Letzt. Das versprochene neue Missale hat noch immer nicht das Licht der deutschsprachigen, zumindest Wiener, Diözesanwelt erblickt.
Erinnert fast schon an den Berliner Flughafen. Viele Ankündigungen und immer neue Verhinderungen. Ist "FÜR VIELE" jetzt bekämpft oder "FÜR ALLE" jetzt bekämpft? Gott allein kennt die Wahrheit. Und die ist in jedem Fall tieftraurig. Denn in beiden Fällen muß es Bischöfe geben die für und solche die gegen eine Evangelien getreue Übersetzung des Unterschiedes zwischen VIELE und ALLE sich mächtig ins Zeug legen. Siegt Christus oder nicht. ER läßt uns den freien Willen. Aber ER kann uns auch UNSEREM Willen überlassen und uns verlassen und nur bei denen bleiben die mit IHM übereinstimmen.
Bevor also womöglich auch das gültig geweihte Priestertum zusammenbricht laßt uns das Sakrament der Heiligen Beichte mit Inbrunst empfangen. Und in der größten Not unseren Herrn und Gott geistig empfangen zu könne, da unsere Lampen brennen wenn ER uns ruft.


2
 
 christine.mm 4. Dezember 2017 
 

Fragen über Fragen

Ich habe die Olympiahallefeierlichkeiten weder per Fernsehen noch per Radio Maria mitverfolgt.
Erste Frage: war das ein ömumenischer Gottesdienst, ohne Eucharistiefeier? Dann wäre das wirklich ein Freundschaftsbeweis gewesen den Evangelisch-Lutherischen Superintendenten zur Übernahme einer Lesung einzuladen. Meine Bewunderung für diesen, der doch einer Glaubensgemeinschaft angehört die das geweihte Priestertum entschieden als unnötig ablehnt, über seinen Schatten zu springen um, noch dazu im Rahmen einer katholischen Bischofsweihe,diesen Lektorendienst zu übernehmen,wäre enorm. Da aber jegliche Weihe im Rahmen einer Eucharistiefeier zu erfolgen hat frage ich mich jetzt,wie ein Priester zum Bischof geweiht werden kann der sich nicht an die Regeln für eine Eucharistiefeier hält. Denn der Lektorendienst ist in der Regel einem Katholiken oder einer Katholikin vorbehalten, die getauft UND GEFIRMT sein muß. Und die Firmung ist ein Bischofsdienst und Weihe gebunden!!!


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