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Den staatlichen Anweisungen folgen, um aus der Pandemie herauszukommen

28. April 2020 in Aktuelles, 22 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: das Geschwätz – der alltägliche Lynchmord, wie bei Märtyrern, wie bei der Schoah. Angesichts der meinungsbildenden Lawine von Falschmeldungen kann manchmal nichts getan werden. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – Dienstag der 3. Woche im Osterkreis, einundvierzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ in der messelosen Zeit.

In seiner Einleitung gedachte der Papst des Verhaltens des Volkes Gottes angesichts des Endes der Quarantäne:

"In dieser Zeit, in der wir beginnen, Anweisungen zu haben, um aus der Quarantäne herauszukommen, beten wir zum Herrn, dass er seinem Volk, uns allen, die Gnade der Umsicht und des Gehorsams gegenüber den Anweisungen schenke, damit die Pandemie nicht zurückkehrt“.

In seiner Predigt kommentierte der Papst den heutigen Abschnitt aus der Apostelgeschichte (Apg 7,51-8,1), in dem Stephanus mutig zum Volk, den Ältesten und den Schriftgelehrten spricht, die ihn mit falschem Zeugnis verurteilen, ihn aus der Stadt hinaustreiben und steinigen. „Dasselbe taten sie auch mit Jesus“, so der Papst, „und sie versuchten, die Menschen davon zu überzeugen, dass er ein Gotteslästerer war“. Es sei extrem schwerwiegend, eine „Bestialität“, von falschen Zeugenaussagen auszugehen, um Gerechtigkeit zu üben: falsche Nachrichten, Verleumdungen, die das Volk für „Gerechtigkeit“ erwärmen, seien ein echter Lynchmord.

So geschehe es auch mit den heutigen Märtyrern wie Asia Bibi, die viele Jahre lang im Gefängnis gesessen und aufgrund einer Verleumdung verurteilt worden sei: „angesichts der meinungsbildenden Lawine von Falschmeldungen kann manchmal nichts getan werden“:


„In der ersten Lesung dieser Tage hörten wir vom Martyrium des Stephanus: eine einfache Sache, wie sie sich zugetragen hat. Die Gesetzeslehrer duldeten die Klarheit der Lehre nicht, und als Ausweg gingen sie hin, um jemanden zu bitten, zu sagen, dass sie gehört hätten, dass Stephanus gegen Gott, gegen das Gesetz gelästert habe. Und danach stürzten sie sich auf ihn und steinigten ihn, einfach so. Es ist eine Handlungsstruktur, die nicht zum ersten Mal vorkommt ist: auch mit Jesus taten sie dasselbe.

Die Leute, die dort waren, versuchten, davon zu überzeugen, dass er ein Gotteslästerer sei, und sie riefen: ‚Kreuzige ihn’. Das ist eine Bestialität. Eine Bestialität, die von falschen Zeugenaussagen ausgeht, um zu ‚Gerechtigkeit’ zu gelangen. Das ist das Muster. Auch in der Bibel gibt es Fälle wie diesen: mit Susanna taten sie dasselbe, mit Nabot taten sie dasselbe, dann versuchte Aman dasselbe mit dem Volk Gottes zu tun... Falschmeldungen, Verleumdungen, die das Volk erwärmen und nach Gerechtigkeit rufen lassen. Es ist ein Lynchmord, ein echter Lynchmord.

Und so bringen sie ihn vor den Richter, damit der Richter dem Ganzen eine rechtliche Form gibt: aber er ist schon gerichtet, der Richter muss sehr, sehr mutig sein, um gegen ein solches eigens beabsichtigtes Volksurteil vorbereitet zu sein. Das ist der Fall von Pilatus: Pilatus sah klar, dass Jesus unschuldig war, aber er sah das Volk, er wusch seine Hände in Uschuld. Es ist eine Art, Jurisprudenz zu betreiben.

Auch heute noch sehen wir das: auch heute noch, in einigen Ländern, wenn man einen Staatsstreich durchführen oder einen Politiker ausschalten will, damit er nicht zu den Wahlen geht oder so: Falschmeldung, Verleumdung, dann fällt er einem Richter derer in die Hand, die mit diesem der Gelegenheit entsprechenden Positivismus, der in Mode ist, Rechtsprechung treiben wollen, und dann wird verurteilt. Es ist ein sozialer Lynchmord. Und so wurde es Stephanus angetan, so kam es zur Verurteilung des Stephanus: sie führen einen zum Urteil, der bereits vom betrogenen Volk gerichtet ist.

Dies geschieht auch bei den heutigen Märtyrern: dass die Richter keine Chance haben, Gerechtigkeit zu üben, weil sie bereits verurteilt sind. Denken wir zum Beispiel an Asia Bibi, die wir gesehen haben: zehn Jahre Gefängnis, weil sie wegen Verleumdung verurteilt wurde, und ein Volk, das ihren Tod will. Angesichts dieser meinungsbildenden Lawine von Falschmeldungen kann oft nichts getan werden: nichts kann getan werden.

Ich denke hier sehr an die Schoah, an den Holocaust. Die Schoah ist ein solcher Fall: es wurde die Meinung gegen ein Volk geschaffen, und dann war es normal: ‚Ja, ja: sie müssen getötet werden, sie müssen getötet werden’. Eine Vorgehensweise, um Menschen zu töten, die belästigend und störend sind.

Wir alle wissen, dass das nicht gut ist, aber was wir nicht wissen, ist, dass es einen kleinen täglichen Lynchmord gibt, der versucht, die Menschen zu verurteilen, einen schlechten Ruf für die Menschen zu schaffen, sie auszustoßen, sie zu verurteilen: der kleine tägliche Lynchmord des Geschwätzes, das eine Meinung schafft, und so oft hört man jemanden reden, es heißt: ‚Aber nein, diese Person ist eine rechte Person!’ – ‚Nein, nein: es heißt, dass...’, und mit diesem ‚es heu0t, dass..’ wird eine Meinung geschaffen, um eine Person zu erledigen.

Die Wahrheit ist eine andere: Die Wahrheit ist das Zeugnis der Wahrheit, der Dinge, die ein Mensch glaubt. Die Wahrheit ist klar, sie ist transparent. Die Wahrheit duldet keinen Druck. Schauen wir auf Stephanus, den Märtyrer: der erste Märtyrer nach Jesus. Der erster Märtyrer.

Denken wir an die Apostel: alle haben Zeugnis abgelegt. Und denken wir an viele Märtyrer, die – auch an den Heiligen von heute noch, an den heiligen Peter Chanel –, von dem das Geschwätz die Meinung schuf, dass er gegen den König sei... ein Ruf wird geschaffen, und er muss getötet werden. Und denken wir an uns, an unser Mundwerk: so oft beginnen wir mit unseren Kommentaren einen solchen Lynchmord. Und in unseren christlichen Einrichtungen haben wir so viele tägliche Lynchmorde gesehen, die aus dem Geschwätz entstanden sind.

Möge der Herr uns helfen, in unseren Urteilen gerecht zu sein und nicht mit dieser massiven Verurteilung, die das Geschwätz verursacht, zu beginnen oder ihr zu folgen“.

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Lesermeinungen

 Chris2 29. April 2020 
 

Falschmeldungen? Fake News? Wo sind sie?

Man liest und hört immer so viel von "Fake News" - natürlich stets "von rechts". Die praktisch einzigen (und längst alltäglichen) sind aber offensichtlich die "von links". Muss ich vielleicht zu Zwitscher oder Gesichtsbuch gehen, um sie zu finden? Oder sind die beschrienen "Fake News!" vor allem Fake News derer, die allzu gerne wie der sprichwörtliche Dieb auf Andere zeigen?


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 vk 29. April 2020 

beten

Gott bitten um wieder Vernunft anzunehmen. Vielleicht gibt es Viren seitdem die Cherubin den Platz am Rand des "Garten Eden" eingenommen haben. Oder kurz davor. Wenn man ein Virus auf eingstem Raum verbreitet nimmt alles eben seinen Lauf.


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 lesa 29. April 2020 

Mysterium des Glaubens ... (ein Zitat v. Heinrich Spaemann)

Lieber@Zeitzeuge: "In d. letzten Tagen wird d. Macht d. Christenheit, bar aller äußeren Stützen, sich auf diese einzige zusammenziehen: d.Mysterium d.Glaubens. Sie wird aus keiner anderen Kraft mehr leben. Aber d.bedeutet zugleich: nicht mehr sie selbst wird leben, sondern Christus in ihr, mit seinem hl. Gottesgeist. Und d. Geist wird mit ihr und in ihr rufen: Komm!(Offb 22,17) Und der Herr wird kommen auf diesen Ruf hin, der das Stichwort d. letzten Zeiten u. das Urwort der Kirche ist und bei der `Verkündig. seines Todes` immer neu in ihr aufbricht, seit es sie gibt, so lange, bis d. Ruf aus ihrer, d.Kirche, vollendeten Gleichförmigkeit mit d.Gekreuzigten die Voll-Macht erreicht haben wird. Dann wird er auch jener letzte Posaunenstoß sein, der das verborgene Gericht über Jericho zur Vollendg. bringt: die Mauern der Diesseitswelt werden in sich selbst zusammenstürzen, es wird sein „ein neuer Himmel und eine neue Erde“(Offb 21,1) u. Gottes Volk wird in sein ewiges Erbe einziehen. H.S.


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 Zeitzeuge 29. April 2020 
 

Liebe lesa,

herzlichen Dank für Ihre Replik!

Ich besuche jetzt gleich mit meinem

Sohn eine abseits im Wald gelegene

Kapelle (mit Maske).

Früher waren in dieser Kapelle ausser

der Pieta drei Altäre.

Die Pieta ist darin verblieben, alle

Altäre wurden nach dem Konzil von

den "Liturgiedeformern" entfernt!

Ich wünsche gerne einen gesegneten,

restlichen Tag!

Zur Betrachtung füge ich die Texte

der heutigen Tagesmesse bei.

Laudetur Jesus Christus!

erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html


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 lesa 29. April 2020 

Differenzierungen

Lieber@hape: Mit unserem@Zeitzeugen bin ich erleichtert, dass der Hl. Fidelis (mit dessen Haupt wir hier vor Ort schon oft den Segen bekommen haben), Sie zu dieser Äußerung "In Kürze Fraß der Würmer veranlasst hat und nicht Ihr aktueller Gesundheitszustand!
Lieber@Zeitzeuge. Damit wären wir beim Punkt: Was nützen ein paar Lebenstage mehr, wenn man danach nicht in die Gemeinschaft mit Gott kommt, sondern fern von ihr die Ewigkeit verbring muss. Jesus sagt: "Fürchtet euch nicht vor jenen, die den Leib töten, der Seele aber nicht schaden können". Auf die Corona-Situation angewendet: Kümmert euch nicht nur um die leibliche Ansteckung. Was für das Seelenheil förderlich oder schädlich ist, müsste aus der Sicht der Christen Vorrang gerade im Hinblick auf die Nächstenliebe. Vielleicht aber wird das mehr bewusst bis zur nächsten Krise - weil Not beten lehrt und weil der Hl. Geist vom Beten kommt.@KarlMaria: Die Hauptunterschiede: Weiheamt, Eucharistie, Maria. Sie alle hängen zusammen.


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 Zeitzeuge 29. April 2020 
 

Statt eines eigenen Diskussionsbeitrages verlinke ich

beigefügt wichtige Predigten

von Prof.Dr. Georg May

über das Thema "Katholische Kirche und

Protestantismus".

Prof. May, langjähriger, renommierter

Ordinarius für kath. Kirchenrecht an

der theol. Fakultät der Uni Mainz

ist seit über 50 Jahren ein unermüdlicher

Streiter wider den innerkirchlichen

Neomodernismus.

Er ist inwischen im 94. Lebensjahr,

ad multos annos!

www.glaubenswahrheit.org/predigten/reihen/199402/


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 Robensl 29. April 2020 
 

Gnade des Gehorsams?

Stört sich denn (ausser zaghaft priska) niemand an den Worten: "die Gnade der Umsicht und des Gehorsams gegenüber den Anweisungen schenke, damit die Pandemie nicht zurückkehrt"?
Meint PF wirklich Gehorsam gerade den italienischen Anweisungen gegenüber, die Messen etc. verbieten? Und verbrämt dies auch noch mit "Gnade"? Ist der Vatikan zur chines...italienischen Staatskirche geworden?


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 hape 29. April 2020 

Lieber @Zeitzeuge,

keine Sorge, ich meine, noch kerngesund zu sein. Corona hat aber bei mir ein Nachdenken über die Sterblichkeit des Menschen ausgelöst, der in seiner Hybris von Gott in die Schranken verwiesen wird. Ohne verharmlosen zu wollen, aber was bedeuten Krankheit und Tod schon im Hinblick auf Ostern?

Die Formel „in Kürze eine Speise der Würmer“ stammt vom Hl. Fidelis von Sigmaringen. Er hatte als Wanderprediger während des 30-jährigen Krieges den Tod täglich vor Augen. Das hat eine gewisse Ähnlichkeit zur Coronakrise. Die Formel „in Kürze eine Speise der Würmer“ bezieht sich auf den ersten Tod. Dem Gläubigen aber ist der erste Tod doch ein Geburtstagsfest, nämlich der Eintritt in das Ewige Leben.

Wirklich gefährlich aber ist doch erst der zweite Tod. Die Hölle, das unwiderrufliche Getrenntsein von Gott. Der schwarze Humor des Hl. Fidelis ist mir eine Hilfe, dem Schrecken des ersten Todes zu trotzen, durch den Schrecken des ersten Todes hindurch auf die Freude des Ewigen Lebens zu schauen.


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 Karlmaria 29. April 2020 

Die Hilfe der Heiligen

Gestern war ja das Fest der Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort. Auch der Heilige Ludwig Maria schreibt ja dass es auch ohne seinen Weg mit Hilfe der Mutter Gottes gehen kann. Da sagt aber der Heilige Ludwig Maria das ist dann aber ein harter und steiniger Weg. Also der Weg der Protestanten kann auch irgendwie funktionieren. Es gibt ja auch unter den Katholiken solche die so ähnlich denken. Mit Hilfe der Mutter Gottes ist es eben ein schöner und leichter und sicherer Weg. So viele die man für Stützen des Glaubens gehalten hat sind gefallen. Das kommt weil sie sich nicht der Mutter Gottes geweiht haben und alles Ihr überlassen. Selbst wenn ich einen Unsinn veranstalte wird die Mutter Gottes mir da wieder heraus helfen. Das ist eben der große Unterschied wenn man sich nicht nur auf sich selbst verlässt sondern der Mutter Gottes geweiht hat. Die Mutter Gottes wird siegen. Wenn ich gar nichts weiß aber das ist ganz sicher: Die Unbefleckt empfangene Muter vom Sieg wird siegen!


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 Karlmaria 29. April 2020 

Diese Art der Auslegung muss ja auch nicht unbedingt sein

Das wird wohl ein in den Worten Jesu bewanderter Protestant auch gar nicht bestreiten dass Jesus Christus in seiner Rede vom Gericht überhaupt nichts vom Glauben und auch nichts von der rechten Lehre gesagt hat. Und von der richtigen und genauen Liturgie erst recht nicht. Sondern es geht nur und - ALLEIN - darum: Das habt ihr Mir getan. Das habt ihr Mir nicht getan. Also ich kann mir nicht vorstellen dass ein Protestant das irgendwie anders sehen kann. Man sollte den anderen auch nicht soviel unterstellen das dann vielleicht gar nicht stimmt. Der Unterschied zum Protestantismus sehe ich viel mehr und auch schlimmer dass die Hilfe der Heiligen un der Mutter Gottes nicht in Anspruch genommen wird. Wo kommen wir hin ohne diese Hilfe. Auch die armen Seelen im Reinigungsort sind für mich eine ganz große Hilfe. Ich habe mal erfolgreich die 33 tägige Novene in schwersten Anliegen mit Hilfe der Mutter Gottes und der ärmsten verlassensten Priesterseele im Reinigungsort gemacht!


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 Zeitzeuge 29. April 2020 
 

Lieber hape,

danke für Ihre ausführliche Replik!

Erschreckt hat mich aber Ihre Gruß-

formel, ich hoffe doch sehr, daß Sie

nicht ernsthaft erkrankt sind!

Im Gebet verbunden wünsche ich von

Herzen Gottes Segen,

Ihr

Zeitzeuge!


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 hape 29. April 2020 

Lieber @Zeitzeuge, 1 – Nachtrag

(Dieser erste Teil meines 4-teiligen Kommentars ist offenbar unterwegs verloren gegangen. Der Vollständigkeit halber liefere ich ihn hiermit nach.)

Lieber @Zeitzeuge,

was Papst Franziskus angeht, so changiere ich zwischen Hader und Sympathie. Wenn er zum Rosenkranzgebet aufruft, fühle ich mich ihm nahe. Wenn er mit den Protestanten kokettiert, ist er mir fremd. Aber ich möchte meinen kath. Glauben nicht von meinen Gefühlen abhängig machen. Deswegen halte ich mich v.a. an den KKK, die Hl. Schrift, die Sakramente und an solide Katecheten, die ich für glaubwürdig halte.

–––
Forts. dann mit Teil 2 usw.


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 hape 29. April 2020 

Lieber @Zeitzeuge, 1 – Nachtrag

(Dieser erste Teil meines 4-teiligen Kommentars ist offenbar unterwegs verloren gegangen. Der Vollständigkeit halber liefere ich ihn hiermit nach.)

Lieber @Zeitzeuge,

was Papst Franziskus angeht, so changiere ich zwischen Hader und Sympathie. Wenn er zum Rosenkranzgebet aufruft, fühle ich mich ihm nahe. Wenn er mit den Protestanten kokettiert, ist er mir fremd. Aber ich möchte meinen kath. Glauben nicht von meinen Gefühlen abhängig machen. Deswegen halte ich mich v.a. an den KKK, die Hl. Schrift, die Sakramente und an solide Katecheten, die ich für glaubwürdig halte.

–––
Forts. dann mit Teil 2 usw.


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 hape 29. April 2020 

Lieber @Zeitzeuge, 4 - Ende

Darauf vertraue ich, wenn ich Papst Franziskus beobachte. Das alles Entscheidende, gerade in dieser Zeit der Finsternis, ist nicht die Finsternis, sondern das österliche Licht. Die österliche Freude übersteigt alles Leid. Tod, wo ist nun dein Stachel? –

Deshalb singe ich mit der Kirche: Freu dich, du Himmelskönigin, alleluja! Den du zu tragen würdig warst, alleluja! Er ist auferstanden, wie er gesagt hat, alleluja! Bitt Gott für uns, alleluja! – Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, alleluja! Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, alleluja! – Gott, der Du durch die Auferstehung Deines Sohnes unseres Herrn Jesus Christus, die Welt erfreust, gewähre, so bitten wir durch seine Mutter, die Jungfrau Maria, die Freuden des ewigen Lebens erlangen, durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.

Im Gebet verbunden.
hape, – in Kürze eine Speise der Würmer.


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 hape 29. April 2020 

Lieber @Zeitzeuge, 3

In seiner ökum. Gefühlsduselei hadere ich mit dem Papst. Zugleich zeigt er sich darin aber ganz als Kind seiner Zeit. Als Katholik, der nach dem 2VK ein Stück weit die Orientierung verloren hat. Darin wiederum erkenne ich mich selbst wieder. Vielleicht macht mir das aber wiederum die theologische Blässe des Papst irgendwie verständlich. Ähnelt Papst Franziskus darin nicht sogar dem Simon Petrus. Von Haus aus ein Profifischer. Aber als es darauf ankam, war er ganz und gar auf die Gnade des Herrn angewiesen. Denn erst die Gnade des Auferstandenen befähigt den Petrus, die Netze auf der richtigen Seite des Bootes auszuwerfen, sodass 153 Fische ins Netz gehen.

–––
Forts.


4

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 hape 29. April 2020 

Lieber @Zeitzeuge, 2

Sie sprechen den Fiduzialglauben an. Jene Katholiken, denen dieser Begriff nicht geläufig ist, seien verwiesen auf die Predigt von Prof. Georg May: Das fal­sche Ver­ständ­nis der Recht­fer­ti­gung (8.5.1994; glaubenswahrheit.org). Meiner Meinung nach weisen Sie, lieber @Zeitzeuge, damit auf einen ganz dicken Brocken unter den kirchlichen Fake-News hin, nämlich auf den Ökumenismus. Denn in Wahrheit gibt es zwi­schen der kath. und protest. Auf­fas­sun­g „keine Ver­mitt­lung. Eine Eini­gung wäre nur dadurch mög­lich, daß ent­we­der die Pro­tes­tan­ten ihre Ansicht auf­ge­ben oder die Katho­li­ken von den Lehr­aus­sa­gen, von den unfehl­ba­ren Lehr­aus­sa­gen aller Kon­zi­lien, vor allem des tri­den­ti­ni­schen Kon­zils, las­sen. Daß es sol­che Katho­li­ken gibt, ist keine Frage. Aber das ist eben der schlei­chende Über­gang vom katho­li­schen Glau­ben zum Pro­tes­tan­tis­mus im Zei­chen des Öku­me­nis­mus.“ (Prof. May, ebenda)

–––
Forts.


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 priska 29. April 2020 
 

Jetzt kenn ich mich nicht mehr aus, bei einer Papstmesse habe ich gehört wie der Papst gesagt hat ,ihr Priester geht zu den Menschen. Die Verwirrung ist sehr groß.


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 lesa 28. April 2020 

Der Anlass ist (uns hier) nicht bekannt, der den Heiligen Vater hier bewegt und beschäftigt hat.
Was aber sicher ist, dass wir viel für die Hirten beten sollen, vor allem für den Papst, damit sie den großen Herausforderungen und wohl auch Anfechtungen in diesem geistigen Kampfes, in dem die Kirche steht, standhalten können!


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 Zeitzeuge 28. April 2020 
 

Lieber hape, danke für Ihre Stellungnahmen,

die Predigten und Ansprachen unseres

Papstes lassen (leider) mitunter Fragen
zurück.




Im Link z.B eine Fatima-Ansprache des

Papstes von 2017.

Beachten Sie doch bitte besonders

den vorletzten Absatz "Man tut GOTT

und SEINER Gnade unrecht........ ."

Da fällt wohl nicht nur mir spontan

das bekannte "sola fide" ein und

"pecca fortider, sed fortius fide",

Fiduzialglaube nannten das die Konzils-

väter von Trient dieser "eitle Ver-

trauensglaube" (Trient) wurde dann

ebenfalls definitiv verworfen,

(DH 1562, NR 830).

Was aber wollte der Papst denn in der

Fatimapredigt wirklich ausdrücken?

Ich bin ratlos bzgl. einer angemessenen

Hermeneutik dieser päpstlichen Worte,

lasse mich aber natürlich gerne belehren.

www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2017/may/documents/papa-francesco_20170512_benedizione-candele-fatima.html


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 MarinaH 28. April 2020 
 

was ist z.B. mit fake-news gegen einen Priester?


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 hape 28. April 2020 

Wo fängt das an, mit den Fake-News? 2 - Ende

Oder wie ist es mit der Antwort von Bf. Bode bei Instagram auf die Frage, was er denn tun würde, wenn er mal einen Tag lang Papst wäre. Dann wolle er sich endlich um die Frauenfrage kümmern, so Bf. Bode. Gemeint ist wohl das Frauenpriestertum. Das ist leider keine Fake-News, sondern das Schüren falscher Hoffnungen. Gemessen am wirklichen Lehramt, das zu vertreten Bf. Bode eigentlich verpflichtet wäre, ist das aber auch eine Unaufrichtigkeit, oder etwa nicht?

Der Christ soll zuerst einmal vor seiner eigenen Tür kehren. Aber er soll auch nicht stumm sein, wenn ihm Fake-News sinnfällig vor Augen stehen. Wenn dann der Papst die Vorlage gibt, dann muss man auch manches Bodenpersonal der Kirche mal offen für seine Fake-News-Neigung kritisieren dürfen. Dazu muss man nicht Asia Bibi oder den Holocaust heranziehen. Es finden sich nämlich, das zu zeigen war die Absicht dieses Kommentars, im banalen kirchlichen Alltag genügend traurige Fake-News, an die man sich schon fast gewöhnt hat.


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 hape 28. April 2020 

Wo fängt das an, mit den Fake-News? 1

Ich erinnere an Bf. Voderholzer, der auf die ihm eigene und höfliche Art und Weise auf gewisse Fake-News hinwies, die an der Wiege des Synodalen Weges stünden. Er nannte das aber nicht Fake-News, sondern Unaufrichtigkeit. Aus den Fällen des sexuellen Missbrauchs den Schluss zu ziehen, dass es bei der Erneuerung in der Kirche ausschließlich um die Themen Ehelosigkeit, Machtmissbrauch, Frauen in der Kirche und Sexualmoral gehen müsse, sei pseudowissenschaftlich, weil dafür Vergleichsstudien zu anderen Institutionen fehlen würden. Was freilich die Synodalen mehrheitlich nicht davon abhielt so zu tun, als sei die von ihnen in die Welt gesetzte Fake-News eine alternativlose Tatsache.

Zu behaupten, die kath. Lehre ließe sich per synodalem Mehrheitsbeschluss einfach aushebeln, ist ebenfalls eine Unaufrichtigkeit. So zu tun, als ob die Kirche auf diesem Wege reformiert werden könnte, ist Betrug. Trotzdem hält die DBK an dieser Fake-News fest.

–––
Forts.


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