Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  3. 'Annalena und die 10 Verbote'
  4. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  5. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  6. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  7. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  8. Die Verheißung der Schechina-Wolke
  9. Das EU-Parlament möchte ein "Recht auf Abtreibung" einführen
  10. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  11. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  12. Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!
  13. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  14. Ist Joe Biden exkommuniziert?
  15. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...

Die Milde des guten Hirten

3. Mai 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Für die Priester und Ärzte, die in der Pandemie ihr Leben verloren haben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Die Erde ist voll von der Huld des Herrn. Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen. Halleluja“ – „Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe“: Papst Franziskus – vierter Sonntag der Osterzeit, Sonntag des Guten Hirten, fünfzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ in der (noch immer) messelosen Zeit.

In der Einleitung richtete Franziskus seine Gedanken an die Priester und Ärzte:

„Drei Wochen nach der Auferstehung des Herrn feiert die Kirche heute, am vierten Ostersonntag, den Sonntag des Guten Hirten, Jesus, den Guten Hirten. Das lässt mich an so viele Hirten in der Welt denken, die ihr Leben für die Gläubigen geben, auch in dieser Pandemie sind viele, mehr als 100 hier in Italien verstorben. Ich denke auch an andere Hirten, die sich um das Wohl der Menschen kümmern, an die Ärzte. Wir sprechen von den Ärzten, von dem, was sie tun, aber wir müssen uns darum kümmern, dass allein in Italien 154 Ärzte verstorben sind, in einem Akt des Dienstes. Möge das Beispiel dieser Hirten, Priester und Ärzte-Hirten uns helfen, uns um Gottes treues heiliges Volk zu kümmern.

In seiner Predigt kommentierte der Papst den ersten Brief des Petrus (1 Petr 2,20b-25), in dem der Apostel sagt: „Durch seine Wunden seid ihr geheilt. Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe, jetzt aber habt ihr euch hingewandt zum Hirten und Hüter eurer Seelen“.


Das heutige Evangelium (Joh 10,1-10) spreche dann von der Tür, durch die man zu den Schafen eintritt. In der Geschichte der Kirche habe es viele falsche Hirten gegeben, „die die Herde ausnutzten, die Geld und Karriere wollten“. Doch die Herde kenne sie und suche Gott. Der gute Hirte höre der Herde zu, er führe die Herde, er kümmere sich um sie, und die Herde wisse zwischen den Hirten zu unterscheiden. Die Herde vertraue dem guten Hirten, Jesus:

„Der erste Brief des Apostels Petrus, den wir gehört haben, ist ein Abschnitt der Gelassenheit. Er spricht von Jesus. Er sagt: ‚Er hat unsere Sünden mit seinem eigenen Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot sind für die Sünden und leben für die Gerechtigkeit. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe, jetzt aber habt ihr euch hingewandt zum Hirten und Hüter eurer Seelen’.

Jesus ist der Hirte – so sieht ihn Petrus –, der kommt, um zu retten, um die umherziehenden Schafe zu retten: das waren wir. Und in Psalm 23, den wir nach dieser Lesung lasen, wiederholten wir: ‚Der Herr ist mein Hirt, nicht wird mir fehlen’. Die Gegenwart des Herrn als Hirte, als Hirt der Herde. Und Jesus stellt sich im Kapitel 10 des Johannesevangeliums, das wir lasen, als der Hirte dar. In der Tat, nicht nur als der Hirte, sondern als die ‚Tür’, durch die man zu den Schafen geht. All diejenigen, die kamen und nicht durch diese Tür gingen, waren Diebe oder Räuber oder wollten die Herde ausnutzen: die falschen Hirten. Und in der Geschichte der Kirche hat es viele von ihnen gegeben, die die Herde ausbeuteten. Sie waren nicht an der Herde interessiert, sondern nur daran, Karriere zu machen oder Politik zu betreiben oder Geld zu verdienen. Aber die Herde kannte sie, sie kannte sie immer und suchte Gott auf ihren Wegen.

Doch wenn da ein guter Hirt ist, ist da nur die Herde, die weitergeht. Der gute Hirt hört der Herde zu, er führt die Herde, er sorgt sich um die Herde. Und die Herde weiß zwischen den Hirten zu unterscheiden, sie irrt nicht: die Herde vertraut dem guten Hirten, sie vertraut Jesus. Nur der Hirte, der aussieht wie Jesus, schenkt der Herde Vertrauen, denn er ist die Tür. Der Stil Jesu muss der Stil des Hirten sein, einen anderen gibt es nicht.

Aber auch Jesus, der gute Hirte, wie Petrus in der ersten Lesung sagt: ‚denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. Er hat keine Sünde begangen und in seinem Mund war keine Falschheit. Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht; als er litt, drohte er nicht, sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter’. Eines der Zeichen des guten Hirten ist die Sanftmut, es ist die Sanftmut.

Der gute Hirte ist sanftmütig. Ein Hirte, der nicht sanftmütig ist, ist kein guter Hirte. Er hat etwas verborgen, denn Sanftmut zeigt sich, wie sie ist, ohne sich zu verteidigen. Im Gegenteil, der Hirte ist zärtlich, er hat diese Zärtlichkeit der Nähe, er kennt die Schafe eines nach dem anderen beim Namen und kümmert sich um jedes einzelne, als wäre es das einzige, bis zu dem Punkt, dass er, wenn sie nach einem Arbeitstag müde nach Hause kommen, merkt, dass ihm eines fehlt, ein anderes Mal zur Arbeit geht, um es zu suchen, und... er nimmt es mit, er trägt es auf seinen Schultern. Das ist der gute Hirte, das ist Jesus, das ist der, der uns auf dem Weg des Lebens begleitet, uns alle. Und diese Vorstellung vom Hirten, und diese Vorstellung von der Herde und den Schafen, ist eine österliche Vorstellung.

Die Kirche singt in der ersten Woche der Osterzeit diesen schönen Hymnus für die Neugetauften: ‚Das sind die neugeborenen Lämmer’, den Hymnus, den wir zu Beginn der Messe gehört haben. Es ist eine Idee von Gemeinschaft, von Zärtlichkeit, von Güte, von Sanftmut. Es ist die Kirche, die Jesus will, und er ist der Hüter dieser Kirche.

Dieser Sonntag ist ein schöner Sonntag, es ist ein Sonntag des Friedens, es ist ein Sonntag der Zärtlichkeit, der Sanftmut, denn unser Hirt kümmert sich um uns. ‚Der Herr ist mein Hirt. Nichts wird mir fehlen’“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 phillip 6. Mai 2020 
 

"Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ...

... ein Dieb und ein Räuber". Und wie bezeichnet man jemanden, der sich derart verstellt, so dass ihm die Tür geöffnet und ihm der Zutritt zum Stall ermöglicht wird?


0

0
 
 exnonne 4. Mai 2020 
 

der Gute Hirt

Ja, der Gute Hirt! Wenn wir ihn in der derzeitigen Situation hätten, wäre manches erträglicher. Nicht jeder heutige Hirte wird dem Anspruch gerecht. Die "Schafe" werden nicht selten alleingelassen, während die "Hirten" sich in Sicherheit bringen.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus-Perle

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit








Top-15

meist-gelesen

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  5. 'Annalena und die 10 Verbote'
  6. Der Missbrauch des Missbrauchs ausgerechnet gegen den Missbrauchsaufklärer Woelki
  7. Medien: Vatikan hat US-Präsident Biden offenbar Mitfeier der Papst-Morgenmesse verweigert
  8. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  9. Papst lässt 3-Monats-Frist für Amtsverzicht von Heße und Schwaderlapp verstreichen
  10. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  11. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  12. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!
  13. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  14. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  15. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz