Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Müller: „Die sogenannte Interkommunion zementiert die Kirchenspaltung“
  2. US-Berater Fauci meint: Geistliche sollen Gläubige von Covid-Impfung überzeugen
  3. Juden-Haß und Islam-Verharmlosung 
  4. Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang
  5. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen
  6. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  7. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  8. "Bischof" darf nicht zum Schimpfwort werden!
  9. Die Glaubenskongregation ist Stellvertretungsorgan des Papstes
  10. USA unter Biden steigen aus Lebens- und Familienschutzerklärung aus
  11. Gewalt gegen Israel
  12. Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht
  13. Lateinamerika: Viele Seelsorger sterben an Covid-19
  14. Bartholomaios I. stärkt Georgischer Kirche gegen Moskau den Rücken
  15. "Biedern Sie sich nicht der Welt und ihren falschen Wegen an!"

Asia Bibi fordert Abschaffung von Blasphemiegesetz in Pakistan

21. April 2021 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Von Todesurteil wegen Blasphemie freigesprochene Katholikin mahnt internationale Gemeinschaft, das Recht auf Religionsfreiheit weltweit durchzusetzen


Rom (kath.net/KAP) Die pakistanische Katholikin Asia Bibi hat die Abschaffung des Blasphemiegesetzes in ihrem Heimatland gefordert. Bei einer Online-Konferenz des Hilfswerks "Kirche in Not" (Dienstag) bezeichnete sie das Gesetz als "Schwert" in den Händen der muslimischen Bevölkerungsmehrheit. Blasphemie (Gotteslästerung) gilt im islamisch geprägten Pakistan als Kapitalverbrechen, auf das die Todesstrafe steht. Asia Bibi saß aufgrund der Regelung jahrelang in der Todeszelle. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Kanada.

Sie äußerte sich per Audio-Schaltung anlässlich der Veröffentlichung eines neuen Berichts zu "Religionsfreiheit weltweit". Demnach gibt es in 62 von 196 untersuchten Ländern schwerwiegende Verstöße gegen dieses Menschenrecht. In den meisten von ihnen habe sich die Lage seit 2018 verschlechtert. Zu den schwersten Rechtsverletzern zählten einige der bevölkerungsreichsten Staaten der Erde, darunter China, Indien, Pakistan, Bangladesch und Nigeria.


Asia Bibi forderte die internationale Gemeinschaft auf, das Recht auf Religionsfreiheit weltweit durchzusetzen. Mit Blick auf Pakistan sei mehr Schutz vor allem für minderjährige Mädchen notwendig. Viele würden entführt, vergewaltigt, zwangskonvertiert und von ihren Peinigern zur Heirat gezwungen. Gerichtet an Pakistans Premier Imran Khan sagte die Christin: "Wenn der Islam Frieden und Harmonie lehrt, wie kann dann im Namen der Religion ausgeübte Gewalt gegen christliche Mädchen und Frauen rechtens sein?"

Die Frau aus dem Punjab saß nach ihrer Verurteilung zum Tod wegen angeblicher Blasphemie fast neun Jahre im Gefängnis, bis das Urteil im Jänner 2019 durch das höchste Gericht des Landes aufgehoben wurde. Der Freispruch führte in Pakistan zu tagelangen gewaltsamen Protesten muslimischer Hardliner. Im Mai 2019 konnte Asia Bibi unter größter Geheimhaltung nach Kanada ausreisen.

Am Dienstag bekräftigte sie den Wunsch nach einem Besuch in Rom. Sie wolle sich sowohl bei Papst Franziskus als auch bei dessen Vorgänger Benedikt XVI. persönlich bedanken. Beide hätten mit öffentlichkeitswirksamen Appellen einen wichtigen Beitrag zu ihrer Befreiung geleistet.

Kurienkardinal Mauro Piacenza, Präsident der Päpstlichen Stiftung "Kirche in Not", nutzte die Veröffentlichung des neuen Berichts für einen Aufruf zu Frieden unter den Religionen. Gewalt aus Glaubensgründen sei nicht akzeptabel, betonte er. Der einzig gangbare Weg basiere auf Geschwisterlichkeit und gegenseitigem Respekt.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Arhcivfoto Asia Bibi (c) KIRCHE IN NOT


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gloriosa 23. April 2021 
 

Asia Bibi hat neun Jahre schwer gelitten.

Sie hatte all die Jahre im Gefängnis den Tod vor Augen. Auch nach ihrer Freilassung war sie noch lange weiterhin in Gefahr. Nun liegt es an den Bischöfen in aller Welt, vor allem auch in den europäischen Ländern, für die Freiheit aller Christen einzutreten. Aber viele Bischöfe und Theologieprofessoren denken viel zu wenig an die verfolgten Christen in der Welt. Anstatt für diese verfolgten Christen unaufhörlich zu beten,
und alles zu tun, um bei uns den katholischen Glauben zu erhalten und zu festigen, gehen viele Hirten mitsamt ihren angeblich gläubigen Anhängern an die Grundmauern der Kirche und untergraben diese Mauern. So kann der Feind großen Schaden anrichten. Auch wir werden in Zukunft verfolgt werden.


0

0
 
 girsberg74 21. April 2021 
 

Dieser Forderung ist nur zuzustimmen

Gott kann für sich selbst sorgen.

Er sollte auch nicht als Mittel zur Verfügung stehen, um persönlicher Rachsucht Raum zu geben, zumal je nach Gesellschaft die Rechtsprechung auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet, also nicht unbefangen, ist.

Insoweit Hass im Namen von Religion besteht und ausgeführt wird, kann dies ohne Rückgriff auf einen Glauben als ganz normaler Hass etc. durch strikt bürgeliche Gesetze verfolgt werden.

Nicht berücksichtigt


0

0
 
 berger 21. April 2021 
 

Gesetze gegen Blasphemie sind schon wichtig. Doch sollten da nur Blasphemien gegen den christlichen Glauben verfolgt und bestraft werden.


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. Juden-Haß und Islam-Verharmlosung 
  2. „Alle Reformen der Kirche werden kein Heil bringen!“
  3. Osterspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe!
  4. Kardinal Müller: „Die sogenannte Interkommunion zementiert die Kirchenspaltung“
  5. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  6. "Kraft apostolischer Vollmacht errichte ich den laikalen Dienst des Katecheten"
  7. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  8. Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht
  9. "Biedern Sie sich nicht der Welt und ihren falschen Wegen an!"
  10. Die Glaubenskongregation ist Stellvertretungsorgan des Papstes
  11. "Bischof" darf nicht zum Schimpfwort werden!
  12. Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang
  13. Leib – Geist – Seele: eine (umstrittene) Tagung im Vatikan
  14. US-Berater Fauci meint: Geistliche sollen Gläubige von Covid-Impfung überzeugen
  15. USA unter Biden steigen aus Lebens- und Familienschutzerklärung aus

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz