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Wie ein Schisma abläuft?

22. April 2021 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
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„Eine Teilkirche kann sich von Rom trennen und eine eigene ‚Kirche‘ aufmachen“ – „Es gibt aber auch etwas, was man ein ‚schmutziges Schisma‘ nennen könnte“. Gastbeitrag von Bernhard Meuser


Vatikan-Bonn (kath.net) Eine Teilkirche kann sich von Rom trennen und eine eigene "Kirche" aufmachen. Rom kann ein bestehendes Schisma (griech.: Abspaltung, Abtrennung) feststellen; man wird die betreffende Teilkirche (resp. die Bischöfe dieser Teilkirche) zunächst ermahnen und sie erinnern, dass sie aus der Einheit mit der Gesamtkirche herausgefallen ist.

Abweichungen können Abweichungen von verbindlicher Lehre sein (Johannes Paul II.: "Katechismus als "sichere Norm für die Lehre des Glaubens") oder es kann sich um eine abweichende Praxis handeln, beispielsweise um Simonie (Handel mit dem Heiligen), Häresie (Aufstellung oder Verbreitung von Irrlehren), Synkretismus (Vermischung mit anderen Religionen) oder Interkommunion (Eucharistiegemeinschaft ohne vorgängige Einheit im Glauben). Fruchtet diese Ermahnung nicht, müsste Rom, die Mutterkirche, die Kommuniongemeinschaft mit der Teilkirche durch ein Dekret aufkündigen. Diese abgespaltene Gemeinschaft kann sich dann nicht mehr "römisch-katholisch" nennen.


Nun ist "katholisch" ein schwer zu schützender Begriff. Die aus einem Schisma hervorgehende Sekte (von secare = trennen, abspalten) könnte sich "Urkatholische Kirche", "Liberalkatholische Kirche" oder "Humanistisch katholische Kirche" nennen - Etikettenschwindel wäre es immer, denn ein Teil ohne Bezug auf das Ganze ist niemals katholisch (katholisch = allgemein, allumfassend).

Es gibt aber auch etwas, was man ein "schmutziges Schisma" nennen könnte. Rom sieht nicht so genau hin (oder will nicht so genau hinschauen), dass sich über Jahre Dinge in die falsche Richtung entwickeln. So können sich Missstände etablieren und zu Routinen werden im Rahmen eines nicht erklärten, aber faktisch realen Schismas. Es gibt Beobachter, die annehmen, dass sich die Katholische Kirche in Deutschland bereits seit geraumer Zeit in diesem Stadium befindet.

 

Cafe zu den 7 Posaunen -  Ep.05 ...und du glaubst ernsthaft an Gott? - Mit Pfarrer Johannes Laichner & Theologin Margarete Strauss


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Lesermeinungen

 Aventinus 25. April 2021 
 

Ordo ab Chao

ist doch ein bekanntes Motto der weltmächtigen Antikirche - damit soll "endlich" der Weg zum "novus ordo seclorum" geebnet werden.


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 Kant1 23. April 2021 
 

Das "potenzielle" Schisma

Daß die deutsche Kirche sich im Zustand eines „schmutzigen“ Schismas befindet, ist nicht nur für einige wenige Beobachtern, sondern für jeden deutlich zu erkennen, der sich mit der Materie auch nur oberflächlich beschäftigt. Seit Jahrzehnten kommen aus Rom Dokumente, die notwendige Erneuerungen in der Kirche anregen, Mißstände in der deutschen Kirche benennen und Veränderungen einfordern, was die deutsche Kirche systematisch ignoriert, relativiert und neuerdings sogar mit demonstrativem Widerspruch beantwortet.

Ich würde dieses Schisma aber nicht „schmutzig“ nennen, was negativ klingt und wahrscheinlich auch so gemeint ist, sondern lieber „potenziell“, denn der Vatikan tut gut daran, dieses „potenzielle“ Schisma nicht auszusprechen. Warum? Die davon erhoffte Klarheit haben wir ja schon durch die regelmäßig verfaßten Dokumente und die Reaktion darauf. Ansonsten würde ein ausgesprochenes Schisma nur noch mehr Chaos hervorbringen, in der Kirche und in den Herzen der Menschen.


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 Simon Tolon 22. April 2021 
 

J. Rückert: Schöpferische Zerstörung

So wie das dort angebracht wurde, Danke für Ihre Hinweise dazu, hat es in der Tat etwas Diabolisches. Die Idee geht auf Joseph Schumpeter zurück, einen Link zum entsprechenden Beitrag auf Wikipedia gebe ich untenstehend mit. Schumpeter, als Vertreter der Wiener Schule (VWL), fordert mitnichten dazu auf, politisch aktiv zu zerstören. Die ganze Wiener Schule, allen voran Ludwig von Mises, hatte den Aufbau von Werten, privat und in der Gesellschaft, als Topos und Telos. Tatsächlich ändert sich unsere Welt aktuell durch die Informationstechnik, das passt. Die Corona-Politik erscheint nun allerdings allzu oft wie ein Kaiserschnitt, um das Kind so früh wie möglich zu holen. Als solches eine typische Kopfgeburt der Malthusianer, nun im Verbund mit den interessierten Online-Giganten. Darauf kann kein Segen liegen.

de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pferische_Zerst%C3%B6rung


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 J. Rückert 22. April 2021 
 

Schlange im Paradies

An der Universität Witten/Herdecke sollen ab dem 29. April „führende“ Bildungsexperten mit Studierenden und interessierten Gästen im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung “Disruptive Bildungsperspektiven (Anleitung zur kreativen Zerstörung des Bildungssystems”) über die Zukunft der Bildung diskutieren.
Da fällt ein Stichwort unserer Zeit: Schöpfung durch Zerstörung des Bestehenden.
„Rettung“ über Zerstörung der alten Kirche? Wieso nicht Schöpfung über konstruktiven Aufbau?
Explodiert ihr Supervulkane! Gelobt sei Covid! Hat der die Saurier ausrottende Chicxulub-Einschlag nicht den Säugetieren den Weg geöffnet?
Wer nicht wie ein Weizenkorn in die Erde falle und sterbe, der bringe keine Frucht, kommentiert die Pastorin?
Hat sich hier ein luziferisches Element gleich der Schlange im Paradies eingeschlichen? Was sagt das Lehramt?


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 Simon Tolon 22. April 2021 
 

"Schmutziges Schisma"

Fürchte, das ist alles Augenmwischerei. Tatsächlich dürfte das Bild einer gekaperten Kirche leider besser passen: Sie trennen sich keineswegs ab, vielmehr haben sie die weltliche Organisation übernommen.


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 Diadochus 22. April 2021 
 

@Fidelitas

Danke für Ihren Kommentar. Das sehe ich auch so. Genau der Umstand mag der Grund sein, weshalb das Schisma nicht ausgesprochen wird, weshalb wir uns in einem "schmutzigen Schisma" befinden. Rom ist selbst "schmutzig" geworden. Dennoch würde es mich frösteln, wenn das Schisma formal tatsächlich ausgesprochen würde. Es schwebt wie ein Damoklesschwert über der katholischen Kirche mit nicht absehbaren Folgen. Das wäre der Supergau.


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 physicus 22. April 2021 
 

Betriebstemperatur steigt

Die Ansagen aus Rom scheinen sich zu mehren. Beantwortet werden sie von den "Apparatschiks" offenbar weniger mit Einsicht denn mit lauterem Getöse. Der Monat Mai könnte Anlässe zu weiterer Erhitzung bieten. Das "schmutzige Schisma" zu ignorieren dürfte immer schwerer fallen.


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 Totus Tuus 22. April 2021 
 

@Chris

Die Petrusbruderschaft ist in Vollergemeinschaft mit Rom, die Piusbruderschaft nicht ganz. Jedoch betet die Piusbruderschaft bei jeder Messe für den aktuellen Papst in diesem Fall für Franziskus und in jeder Sakristei hängt ein Bild von Papst Franziskus das weiss ich von WB Athanasius persönlich. Dennoch fehlt der FSSPX die vollkommene Einheit mit Rom, was auch WB Athanasius gesagt hat.


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 Chris2 22. April 2021 
 

@Totus Tuus

Richtig - und doch: Was ist mit der Piusbruderschaft, die niemals häretisch war und die die überlieferte Hl. Messe maßgeblich gerettet hat (auch die Petrusbruderschaft ist ja aus ihr hervorgegangen)? Ich denke, es ist in etwa so: Die Kirche war ins Schlingern geraten, wodurch Pius, die "stur" geradeaus weiterfahren wollten, mit dem Beiboot zurückblieben. "Irgendwie" sind sie inzwischen wieder an Bord (und das ist auch gut so), aber mit ungeklärten Kommandostrukturen. Möge der Herr ihnen ihre Arbeit im Weinberg seiner ganzen Kirche noch zuweisen.


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 Fidelitas 22. April 2021 
 

Totale Verwirrung

Was aber @Totus Tuus, wenn der Pontifex selbst auf häretischen Pfaden wandelt?
Erzbischof Vigano:" Die bevorstehende vatik. Gesundheitskonferenz ist eine weitere Bestätigung, dass die gegenwärtige Hierarchie und ihre höchsten röm. Vertreter sich vom rechten Glauben entfernt haben." Er listet weitere Ereignisse auf, wie das Treffen des Coucil for inclusive Capitalism, den Global Compact on Education und das interreligiöse Astana-Pantheon 2020.
Franziskus habe sich "bewusst von der übernatürli-
chen Mission der Kirche losgesagt" und sich in einen "Diener der Neuen Weltordnung" verwandelt".
Er sieht die Verwandlung der Kirche in einen "philanthropischen Verein" voraus, der den Machtzentren hörig ist. Die wahre Kirche werde gegenwärtig von ihren eigenen Hirten verfinstert und "von jenem verraten, der den höchsten Thron besetzt"


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 Chris2 22. April 2021 
 

Dieses "schmutzige Schisma"

haben wir schon lange. Inzwischen fühlt man sich Gottes Willen erfüllen wollenden Freikirchlern weitaus mehr verbunden (gemeinsamer Einsatz für Ungeborene!), als manchen bezahlten katholischen Apparatschiks und Theologen, die praktisch nichts göttliches mehr an Jesus und den Evangelien übriglassen, oder Aktivisten in "K"-Verbänden, die die Kirche dazu zwingen wollen, ihre Ideologien abzusegnen.
Die Frage ist, wie lange Rom noch wegsehen will. Die Alternative heißt "Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende". Und: Der große Knall wird zwangsläufig kommen. Je später, desto schlimmer und größer...


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 Totus Tuus 22. April 2021 
 

Wo Petrus ist, da ist die Kirche! Die eine heilige katholische und apostolische.

Das ist so seit 2000 Jahren und das wird immer so sein. WB Athanasius hat diesbezüglich gute Vorträge geschrieben.


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