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Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen

18. Juni 2021 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
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Franziskus: Sehen – Urteilen – Handeln, der Weg zum ‚Rebuild the World Back Better’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In der slowakischen Hauptstadt Bratislava fand dieser Tage das GLOBSEC-Sicherheitsforum unter dem Motto „Rebuild the World Back Better“ statt. Zu diesem Anlass sandte Papst Franziskus eine Videobotschaft, in der er erneut Notwendigkeiten für einen Wiederaufbau der Welt nach der COVID-19-Pandemie abzeichnete. Er tat dies in einem Dreischritt und orientierte sich an drei Elementen: Sehen – Urteilen - Handeln.

„Ich sehe eine Welt, die von einem illusorischen Gefühl der Sicherheit getäuscht wurde, das auf dem Hunger nach Profit basiert.“

Videobotschaft von Papst Franziskus anlässlich der 16. Ausgabe des GLOBSEC-Forums in Bratislava, das dem Thema „Rebuild the World Back Better“ gewidmet ist (15. Juni 2021):

Herr Präsident,

vielen Dank für die freundliche Einladung, durch diese Videobotschaft an der 16. Ausgabe des GLOBSEC Bratislava Forums teilzunehmen, das dem Thema: „Rebuild the World Back Better" gewidmet ist.

Ich grüße Sie, alle Organisatoren und Teilnehmer dieser Konferenz. Ich möchte meine Dankbarkeit für die Plattform zum Ausdruck bringen, die das Bratislava-Forum für die wichtige Debatte über den Wiederaufbau unserer Welt nach den Erfahrungen der Pandemie bietet, die uns zwingt, uns mit einer Reihe von ernsten und alle miteinander verbundenen sozioökonomischen, ökologischen und politischen Fragen auseinanderzusetzen.


Diesbezüglich möchte ich Ihnen einige Ideen anbieten, die sich an der trinomischen Methode Sehen – Urteilen – Handeln orientieren.

Sehen

Eine ernsthafte und ehrliche Analyse der Vergangenheit, die das Erkennen von Systemversagen, begangenen Fehlern und mangelnder Verantwortung gegenüber dem Schöpfer, unseren Nachbarn und der Schöpfung einschließt, scheint mir unerlässlich, um eine Idee der Wiederherstellung zu entwickeln, die nicht nur darauf abzielt, das Vorhandene wieder aufzubauen, sondern das zu korrigieren, was schon vor dem Auftreten des Coronavirus nicht funktionierte und zur Verschärfung der Krise beitrug. Wer sich von einem Sturz erheben will, muss sich den Umständen des eigenen Zusammenbruchs stellen und die Elemente der Verantwortung anerkennen.

Ich sehe also eine Welt, die von einem illusorischen Gefühl der Sicherheit getäuscht wurde, das auf dem Hunger nach Profit basiert.

Ich sehe ein Modell des wirtschaftlichen und sozialen Lebens, das von so vielen Ungleichheiten und Egoismus geprägt ist, in dem eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung die Mehrheit der Güter besitzt und oft nicht zögert, Menschen und Ressourcen auszubeuten.

Ich sehe einen Lebensstil, der sich nicht ausreichend um die Umwelt kümmert. Wir haben uns daran gewöhnt, hemmungslos zu konsumieren und zu zerstören, was allen gehört und mit Respekt behandelt werden sollte, und wir haben so eine „ökologische Schuld“ geschaffen, dies vor allem zu Lasten der Armen und der zukünftigen Generationen.

Urteilen

Der zweite Schritt ist die Auswertung dessen, was wir gesehen haben. Bei der Begrüßung meiner Mitarbeiter an der römischen Kurie an Weihnachten habe ich eine kurze Überlegung über die Bedeutung der Krise angestellt. Die Krise eröffnet neue Möglichkeiten: es ist in der Tat eine offene Herausforderung, die aktuelle Situation anzugehen und die Zeit der Prüfung in eine Zeit der Wahl zu verwandeln. Eine Krise zwingt uns nämlich dazu, uns zu entscheiden, zum Guten oder zum Bösen. Aus einer Krise kommt man, wie schon gesagt, nicht gleich heraus: entweder man kommt besser oder man kommt schlechter heraus. Aber nie als Gleiche.

Die Beurteilung dessen, was wir gesehen und erlebt haben, ermutigt uns zur Verbesserung. Lassen Sie uns diese Zeit nutzen, um Schritte nach vorne zu machen. Die Krise, die alle getroffen hat, erinnert uns daran, dass sich niemand selbst retten kann. Die Krise öffnet den Weg in eine Zukunft, die die wahre Gleichheit aller Menschen anerkennt: keine abstrakte Gleichheit, sondern eine konkrete, die den Menschen und Völkern echte und faire Entwicklungschancen bietet.

Handeln

Wer nicht handelt, verschenkt die Chancen, die die Krise bietet. Das Handeln angesichts sozialer Ungerechtigkeit und Marginalisierung erfordert ein Entwicklungsmodell, das „jeden Menschen und den ganzen Menschen“ in den Mittelpunkt stellt, „als fundamentalen Pfeiler, der respektiert und geschützt werden muss, wobei eine Methodik angewandt wird, die die Ethik der Solidarität und der ‚politischen Nächstenliebe’ einschließt“ (Botschaft an die Direktorin der UNESCO, Frau Audrey Azoulay, 24. März 2021).

Jedes Handeln braucht eine Vision, eine Vision, die umfassend und hoffnungsvoll ist: eine Vision wie die des biblischen Propheten Jesaja, der sah, wie Schwerter zu Pflugscharen und Lanzen zu Winzermessern umgeschmiedet wurden (vgl. Jes 2,4). Für die Entwicklung aller zu handeln, bedeutet, ein Werk der Umkehr zu vollbringen. Es bedeutet vor allem, Entscheidungen zu treffen, die den Tod in Leben, die Waffen in Nahrung verwandeln.

Aber wir alle müssen auch eine ökologische Umkehr vornehmen. In der Tat schließt die Gesamtvision die Perspektive der Schöpfung als „gemeinsames Haus“ ein und ruft dringend zum Handeln auf, um sie zu schützen.

Liebe Freunde, beseelt von der Hoffnung, die von Gott kommt, hoffe ich, dass Ihr Austausch in diesen Tagen zu einem Modell des Aufschwungs beiträgt, das in der Lage ist, inklusivere und nachhaltigere Lösungen hervorzubringen; ein Modell der Entwicklung, das auf dem friedlichen Zusammenleben der Völker und der Harmonie mit der Schöpfung beruht. Gute Arbeit, und vielen Dank!

 

 

 


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Lesermeinungen

 greti 20. Juni 2021 
 

Lieber Papst Franziskus,

ich glaube, daß eher die armen Witwen ihren letzten Heller rüber gereicht haben, als "die kleine Minderheit der Weltbevölkerung, die die Mehrheit der Güter besitzt", kapiert hat, daß sie gemeint ist. Warum triffst Du Dich, wenn Du die "kleine Minderheit" meinst, nicht gleich mit der "kleinen Minderheit"? Die ist totsicher nicht in Bratislava zu finden, sondern auf der "Minderheiten-Insel".

Mich zwingt nicht erst die Pandemie zur Entscheidung - ich entscheide mich schon länger, täglich, immer wieder! Das Schlimmste, was mir passieren könnte, wäre mich in einer Krise "für das Böse" zu entscheiden.

Aber was genau für eine Kriese meinst Du? Das, was sich Pandemie nennt? Für das wird doch jetzt geimpft - und dann ist gut.

Vor Weihnachten war ein orthodoxer Priester im Corona-Ausschuss. Und der erzählte, daß wir zuallererst eine Bildungskrise hätten. Stell Dir vor: Das Abendland ohne Bildung
Daran schließt sich die Glaubenskrise an. Und da bist Du doch eigentlich der Chef -oder?

Wann rufst Du zu einer Wallfahrt? In Rom sollen ja die Messen "eingespart" werden. Gruß, Greti


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 veritas3 20. Juni 2021 
 

Verzeihung, golden, aber Ihren Satz,

"Wer den Menschen als Heilmacher/Reparateur der Welt zelebrieren will, scheitert am Bösen", verstehe ich nicht! Ich meine, wer den Menschen als Heilsmacher/Reparateur der Welt zelebrieren will, betreibt eine Agenda Satans, beide werden aber an Gott scheitern!


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 golden 20. Juni 2021 
 

Die Menschenwelt ist zum Heil eingeladen

durch Jesus Christus,an den sie glauben soll.
Wer den Menschen als Heilmacher/Reparateur der Welt zelebrieren will, scheitert am Bösen, egal welchen positiv klingenden Namen sich die Bewegung gibt.
Wer aber Sünde/das Böse ignoriert, leugnet das Opfer Christi (1. Johannesbrief) und will sich an seine Stelle setzen.


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 veritas3 19. Juni 2021 
 

Franziskus hat nichts gesagt, das im Widerspruch ...

... zur kath. Soziallehre stünde, meint Richelius. Verfolgen Sie die Äußerungen des aktuellen Papstes eigentlich? Worin unterscheidet sich seine Stimme von jener der UNO? Widersetzt er sich den vorherrschenden, vom Geist Lucifers (siehe Albert Pike`s Religionsbekenntnis) Freimaurergrundsätzen und verbissenen Gegnern der Katholischen Kirche getragenen, laizistischen und linken Ideologien? Gerade das Gegenteil ist doch der Fall! Sie tönt nur allzu oft im Einklang mit ihnen und löst mit polemischer Politisierung einerseits die Bestürzung der Gläubigen aus und andererseits applaudierende, ja geradezu frenetische Begeisterung jener, die schon immer die Feinde der Kirche waren. Das passt auch jenen nicht, die von Kardinal Bergoglio eine progressistische Reform der katholischen Kirche erwarteten, sich aber sukzessive von ihm enttäuscht abwenden.


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 veritas3 19. Juni 2021 
 

"Es kommt darauf an, was man daraus macht!"

Dieser Satz, werter Fink, hat mE weniger mit Wirtschaftstheorien, sondern mit ethischen/moralischen Fragen zu tun und drückt den auch von vorgeblich katholisch seienden (amoralischen) Gemeinschaften und Einzelpersonen gepflegten Grundsatz "der Zweck heiligt die Mittel" aus.


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 Robensl 19. Juni 2021 
 

Zur Kapitalismusdiskussion

Ich hab mal gelesen, dass eines der Grundprobleme ist, dass die Goldbindung aufgehoben wurde und damit Geld fast nach Belieben geschaffen werden kann. Die Staatsschulden sind wohl auch aus diesem Kontext so explodiert. Wer genug von diesem Papiergeld hat, steckt es in echte Vermögenswerte. Die anderen werden zunehmend zu Digitalgeld gedrängt, wozu Corona auch wunderbar dient, so dass man sie noch besser schleichend enteignen kann (ich empfehle hierzu z.B. den Blog von Norbert Häring).
Wie hier u.a. von Ad Verbum Tuum schon erwähnt, ist es mindestens mindestens seltsam, dass PF den Hunger nach Profit geisselt, aber übersieht, wie sehr genau dies ein Treiber der Coronapolitik bzw. des Great Reset ist.


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 Fink 19. Juni 2021 
 

Sagen wir nicht "Kapitalismus", sondern "Marktwirtschaft" !

Den Vorteil einer Marktwirtschaft gegenüber einer staatlich-gelenkten (Plan-) Wirtschaft ist offensichtlich !
Freilich kommt es auf die konkrete Ausgestaltung an ! "Freie Marktwirtschaft" (Marktliberalismus) oder eine eingehegte "soziale Marktwirtschaft". Wie heißt doch der bekannte Werbespruch- "Es kommt darauf an, was man daraus macht!"


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 si enim fallor, sum 19. Juni 2021 
 

@ Richelius - Bin ich nicht Ihrer Meinung, die Wirklichkeit sieht anders aus

Vergleichen Sie zum Beispiel Südkorea (übrigens von einem praktizierenden Katholiken geführt) und Nordkorea.

Oder schauen Sie sich die Geschichte an. Raubtierkapitalismus gab es während der industriellen Revolution und bis zum Zweiten Weltkrieg. Nun, in Europa, USA, Kanada, Südkorea, Japan, Australien und einigen anderen Länder, gibt es Raubtierkapitalismus schon lange nicht mehr (Sozialsysteme, zunehmende Umweltregularien, etc.).

Beachten Sie auch, dass die Leute in einigen von Satrapen sehr schlecht geführte Länder wie Venezuela oder Nordkorea schlechter leben als in anderen Ländern der Region (Korea ist besonders krass).

Das größte und schwerwiegende Problem sind die Satrapen (meist kommunistisch und / oder islamistisch), nicht die Marktwirtschaft oder die entwickelten Länder.

Natürlich ist hier meine Sprache nicht diplomatisch, aber mein Beitrag soll nur die reinen und eindeutigen Fakten verdeutlichen (wie ich sie sehe). Deshalb bin ich ein bisschen direkt und brüsk.


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 Diadochus 19. Juni 2021 
 

@Stefan Fleischer

Es wäre schön, wenn der Hl. Vater so denken und reden würde, wie Sie es in Ihren Kommentaren geschrieben haben. Papst Franziskus redet dem Wiederaufbau der Welt nach der Pandemie, also genau dem Great Reset das Wort. Von einem "ewigen Heil" und einer "Versöhnung mit Gott" spricht der Papst eben nicht. Anstatt einer Umkehr des Herzens spricht der Papst von einer "ökologischen Umkehr". Mit Verlaub, das ist ein Schwachsinn, bzw. Freimaurersprech. Ich finde es dennoch gut, wenn Sie den Hl. Vater daran erinnern. Wir müssen uns in dieser Zeit der Bedrängnis gegenseitig stärken.

@Fink, Sie haben das sehr schön beschrieben. Wenn die Familien zerbrechen so wie heute, fallen auch die gesellschaftlichen Systeme auseinander.


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 veritas3 19. Juni 2021 
 

Apropos Prof. Karl Farkas: Zur Erheiterung zwei weitere

Zitate, weil sie hier - scheint mir - gut passen: "Der Mensch schaut lieber durch das Schlüsselloch als durch das Fernrohr" und "Sie sind so engstirnig, sie können mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch schauen.


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 veritas3 19. Juni 2021 
 

Das Streben nach Besitz gehört ...

...zum Fundament des Kapitalismus". Abgesehen davon, dass der Autor dieses Satzes keine Ahnung von den Begriffen "Innehabung, Besitz und Eigentum" sowie von der göttlichen Offenbarung, der Lehre Christi und der Katholischen Kirche, insbesondere der sozialen Marktwirtschaft zu haben scheint, verschweigt er auch - oder kennt sie einfach nicht - die ganzen sozialistischen (kommunistischen, marxistischen, leninistischen, maoistischen, befreiungstheologischen) Grundsätze; das Streben nach Besitz unter Ausschluss eines Privateigentums passt zudem haargenau auch auf den Sozialismus in jedweder Prägung - auch die des verbrecherischen und menschenrechtsunwürdigen Nationalsozialismus! Dass auch Katholiken angesichts der Schöpfungslehre Besitz und Privateigentum abschaffen wollen, halte ich für geradezu abwegig offenbarungswidrig.


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 Hadrianus Antonius 19. Juni 2021 
 

@Richelius: Neben der Sache!

Sie weichen vom Grundsatz ab.
Der Katechismus der Hl.Römisch-katholischen Kirche sagt es sofort in der Antwort auf die 1. Frage: der Mensch ist hier auf der Erde um Got zu suchen, zu finden in Seinen Werken und Ihn zu loben.
Die große Pesteidemie von 1434, die Russische Revolution 1917-18 mit dem dortigen Bürgerkrieg, der Genozid an die indianische Völker in Amerika , nicht zuletzt durch Infektionskrankheite: diese Epidemien und Hekatomben waren nicht auf "das Systemversagen der Azteken und dr Inka oder der hochmittelaterlichen Stadtstrukturen" zurückzuführen, und gaben auch nicht die Möglichkeit "etwas Besseres zu erreichen" (?? Leninismus-Stalinismus?Pol Pot? Mao TzeDong? Walter Ulbricht und seine DDR? ).
Ob das Ziel jetzt wirklich sein konnte, in Amerika Platz für Immigranten, nicht selten aus Italien (gerade in Argentnien) zu schaffen, bezweifle ich sehr. Die Niedrlage auf den Falklands war ein "Systemversagen" des Peronismus: d'accord- seit 25 Jahren jedoch erneut idem :-)LOL


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 Hadrianus Antonius 19. Juni 2021 
 

Unsinn mit Weltverbesserungswahn

Gedanken aus der Klamottenkiste von domus St.Marta.
Wenn die Hypothese des SARSCoV2-virus als unfallmäßig ungewollt entkommene biologische Waffe aus dem berüchtigten Labor in Wuhan zutrifft (bis jetzt wurde nie das Gegenteil bewiesen und 20 Monate später kommen von der WHO diesbezüglich nur schwache, stille und weinerliche kurze Kommentare), dann ist diese Rede von PF totaler Unsinn. China (Wuhan), Taiwan, Singapur und später Südkorea und Japan griffen rigoros durch- und die EU, Deutschland vorab, wollte unbedingt Schen retten und rutschte in die Katastrophe. Das war kein "Systemversagen", sondern ein Versagen der freimaurerisch-links-modernistischen Truppe. EB Viganò hat das auch schon gesehen. Peronistischer Quatsch.


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 Richelius 19. Juni 2021 
 

@ Stefan Fleischer

Ja, natürlich haben Sie recht. Nur gibt es im Kapitalismus nichts, was diese Entwicklung verhindern könnte. Im Gegenteil, er scheint sie zu befeuern. Das Streben nach Besitz gehört zum Fundament des Kapitalismus. Damit fängt der Ärger an. Prof. Karl Farkas hat einmal gesagt, wenn man aus dem Fenster schaut, sieht man Menschen. Gibt man auf das Fenster Silber, sieht man nur noch sich selbst. So wäre es immer. Ein bißchen Silber (damals noch die österr. Münzen) und man sieht nur noch sich selbst.


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 veritas3 19. Juni 2021 
 

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Einmal mehr wird eine (beschurzte oder unbeschurzte) Haltung zum Besten gegeben. Hier in diesem Thread wird von einer "Zukunft" gesprochen (geschrieben), "die die wahre Gleichheit aller Menschen anerkennt". In einer Zusammenschau mit Äußerungen (zB amoris laetitia, fratelli tutti sowie diverser Interviews mit dem und nicht dementierter Äußerungen des Sozialisten und Freimaurers Scalfari Eugenio, aber auch zeichensprachlichen Erkennungen) sowie Tun und Unterlassen (zB Nichtbeantwortung der dubia, correctio filialis), ist erkenntlich, dass Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit aller Menschen angestrebt und sozialistische/kulturelle/gesellschaftliche/religiöse Ziele, wie zB Abschaffung des Privateigentums, des katholischen Verständnisses von Gott und ihrer dogmatischen Glaubensgewissheiten, Gleichstellung aller Religionen und Integration aller in eine "Eine Welt-Religion", in der alle Menschen übereinstimmen, umgesetzt werden sollen.


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 Stefan Fleischer 19. Juni 2021 

@ Richelius

"Der Kapitalismus hat sich zu einem Raubtierkapitalismus gewandelt."
Ist es nicht eher so, dass der Mensch als solcher sich immer mehr zu einem egoistischen Raubtier wandelt? Und ist der Grund dafür nicht, dass er Gott immer weiter aus dem Zentrum seines Lebens verdrängt, dass immer mehr das Hier und Jetzt im Zentrum seines Denkens und Handelns steht, dass er sich immer weniger um sein ewiges Heil kümmert? Und verweigern unsere Kirche und wir alle nicht uns nicht immer mehr unserem Auftrag das wahre Heil des Menschen zu verkünden, die Erlösung aus Sünde und Schuld durch das Kreuz unseres Herrn.
«Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.» sagte unser Hl. Vater einmal, leider heute viel zu wenig.


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 Richelius 18. Juni 2021 
 

Franziskus hat nichts gesagt, das im Widerspruch zur kath. Soziallehre stünde. Deshalb verstehe ich die Kritik hier im Forum nicht. JP II hätte es wohl spiritueller formuliert, aber im Gründe das gleiche gesagt.
Es gibt strukturelle Probleme. Der Kapitalismus hat sich zu einem Raubtierkapitalismus gewandelt. Wie viele Menschen dienen dem Geld mehr als Gott. Wieviel Habgier herrscht hier! Die Menschen kaufen Unmengen, aber kaum einer zahlt freiwillig einen gerechten Lohn. Das ist eine himmelschreiende Sünde (Leo XIII.)
Wie hat JP II einmal gesagt? Er wäre gegen den Sozialismus; sein Problem wäre nur, er wäre auch gegen den Kapitalismus.


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 Fink 18. Juni 2021 
 

Gute Ehen, stabile Familien, die Kinder verantwortungsvoll

...und in einem christlichen Geist erziehen, das ist es !
Die Schaffung eines solchen "Humanvermögens", das bringt ein Land/ eine Gesellschaft langfristig nach oben.
Instabilität der Ehen, Promiskuität usw. halte ich für einen wichtigen Grund für politische/ soziale/ wirtschaftlichen Probleme.


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 veritas3 18. Juni 2021 
 

"Die Welt besser aufbauen"

Wer sagt das? Ein Mensch, der glaubt Gott zu sein!


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 si enim fallor, sum 18. Juni 2021 
 

Franziskus ist Argentinier, das erklärt seine rein geopolitische Positionen

In Argentinien, wie in vielen Teilen Südamerikas, denken die Menschen, dass der Grund für die Verarmung Argentiniens, trotz seiner vielen natürlichen Ressourcen, der Westen und seine erfolgreichen/profitablen Konzerne, und jetzt auch die asiatischen, sind.
Aber meiner Meinung nach liegt es nicht daran, sondern am linken und rechten Populismus in Lateinamerika (der hauptsächlich auf einer starken antiamerikanischen und antieuropäischen und jetzt auch antiasiatischen Stimmung basiert).
In der Tat gehören die natürlichen Ressourcen von Ländern wie Argentinien, Venezuela und Mexiko seit vielen Jahren den Regierungen dieser Länder. Aber sie kommen nicht aus der Armut heraus, sie sinken tiefer hinein.
Zum Beispiel hat gerade die Regierung Argentiniens, trotzt der hohen Schulden Argentiniens, jetzt den Export seines tollen Fleisches verboten, um angeblich die Inflation zu bekämpfen (so was dummes).


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 Ad Verbum Tuum 18. Juni 2021 

Wer bereichert sich denn zur Zeit am meisten?

Oh, die ach so menschenfreundlichen Pharmaunternehmen und die Online-Milliardäre. Auch die ganzen OneWorld-Fetischisten nicht zu vergessen ...
Wer leidet am meisten unter dem Stillstand der ach so bösen reichen Länder? Ein Blick auf die Zahl der Hungertoten in 2020 sollte ausreichend Hinweis darauf sein, dass es der Menschheit nicht automatisch besser geht, wenn jeder weniger - oder jeder nichts mehr - hat.
Die innerweltlichen Dystopien des sich selbst neu erschaffenden Menschen sind das Spielfeld der Marxisten. Und deren Erfolg war bisher immer das Glück der Gleicheren und das Leid der Vielen.
Die Welt muss sich zu Gott bekehren .. dann besteht eine Chance auf wahre Nachhaltigkeit.


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 ecclesiam 18. Juni 2021 
 

Politische Rede

Welcher Sozialist hat denn hier schon wieder eine Ansprache gehalten??
Ups, das war ja unser Papst ...


- Ausser Schöpfer kein Hinweis auf eine übernatürliche Dimension. Alles horizontal.
- Es ist nichts kaputt, was wieder aufgebaut werden muss. Jedoch viele Firmen, die durch unnötige staatliche Massnahmen in den Konkurs getrieben wurden.
- Es braucht keine Idee der Wiederherstellung. Diese Idee ist hinlänglich bekannt, dass einige Akteure Situationen missbrauchen, um die freie Welt zu "korrigieren" (Stichwort "Great Reset").
- Es gibt kein Systemversagen. Höchstens unzählige Regierungen bzw. der Staat, der in vielen Situation falsch und inkompetent gehandelt hat. Typisches Staatsversagen halt (v.a. Deutschland).
- "eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung besitzt die Mehrheit der Güter": typisch sozialistische Kampfansage. Das ist im Sozialismus so, in einer freien Welt hat jeder eine Chance (im Rahmen seiner Möglichkeiten). Entscheidend ist nicht Vermögen, sondern Einkommen.


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 Stefan Fleischer 18. Juni 2021 

Ich bin nach wie vor überzeugt:

Es gibt nur einen erfolgversprechenden und nachhaltigen Weg in eine bessere Welt. Es ist der Weg jedes Einzelnen durch diese Welt hin zur ewigen Heimat. Der Völkerapostel Paulus formulierte es so: «Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!» (2.Kor 5,20) Die Versöhnung mit Gott führt zur Versöhnung mit dem Nächsten und mit mir selbst. Das ewige Ziel animiert uns zu jener Nachfolge Christi, welche hilft, unseren Egoismus abzubauen, und jene Jüngerschaft anzustreben, welche der Herr selbst uns ans Herz gelegt hat: «Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.» (Lk 9,23) Wäre nicht das der Auftrag und die Botschaft der Kirche und jedes Einzelnen in Bezug auf eine bessere Welt? Auf schöne Worte und Appelle setze ich persönlich keine grosse Hoffnung. Neuausrichtung auf Gott ist gefragt.


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 si enim fallor, sum 18. Juni 2021 
 

Eine gute Rede. Aber ich denke die Machtgier bleibt unerwähnt

Machtgier war der Grund für die meisten Schismen der Kirche.

Machtgier ist der Grund, warum manche meinen, dass die Menschen die Gebote Gottes und die Lehre der Kirche bestimmen sollten. D. h., die Rebellionen gegen Gott beruhen auf der Machtgier einiger Menschen.

Schon auf einer rein weltlichen Ebene:
Diktaturen sind Ausdruck von Machtgier. Aber die Länder der Welt mit den besten Sozialsystemen sind Demokratien.
Z.B. obwohl es viele natürliche Ressourcen hat, leidet Südamerika unter Armut wegen der vielen Populisten der schlimmste Sorte, weil deren Populismus mit Machtgier stark verbunden ist.

Profit an sich ist nicht schlecht. Es kommt darauf an, (i) wie es erwirtschaftet und verwendet wird (wenn aus Innovation und Organisationstalent entsteht und es in Arbeit, F&E und Spenden investiert wird, ist es nicht schlecht) und (ii) auf den Lebensstil. So hängen Verschwendungssucht und prahlerischer Konsum mit der Gier nach Macht, mit der Suche nach dem Gefühl der Überlegenheit zusammen


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