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Kirche, die keiner mehr braucht

18. Juli 2021 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
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Kirche war einfach nicht da, als sie am nötigsten gebraucht wurde - Ein kath.net-Kommentar von Peter Hahne zur jüngsten Kirchenstatistik in Deutschland


Berlin (kath.net)

In Massen flüchten die Gläubigen aus ihren Kirchen. Dabei müßten Austrittswillige oder „Zwangsmitglieder“ (durch Taufe oder Elternhaus) doch schon längst weg sein. Die Zahlen waren bereits in den letzten Jahren dramatisch hoch. Jetzt geht es an die Substanz. Diesmal ist es so, als würden die Bundesländer Bremen und  Saarland geschlossen ausgetreten sein oder die Metropole München, wenn man nämlich Kinder und Muslime etc. abzieht: insgesamt 441.000 Mitglieder kehrten beiden Großkirchen im Jahr 2020 den Rücken. 

Fast zu gleichen Teilen Katholiken und Protestanten. Das überrascht, versteckte sich die EKD doch immer gern hinter dem Argument, der katholische Mißbrauchsskandal wäre Hauptursache der Austritte. Nun ist es gerade der ach so fortschrittliche und moderne Protestantismus mit seinen Bischöfinnen, Pastorinnen, Flüchtslings-Rettungs-Schiffen, Bibeln „in gerechter Sprache“ und dergleichen, der nicht weniger zur Ader gelassen wird als ein Katholizismus, der ja gerade erst beginnt, die EKD links zu überholen. 

Nein, die WELT bringt es auf den Punkt: „Nicht einmal Not lehrt noch beten!“ Und gibt dem vernichtenden Kommentar die Überschrift: „Die Kirche selbst hat das Signal gesendet, man brauche sie nicht mehr.“ Genau das ist das Dilemma, und darüber wird all das klerikale Erklärungs- und Ursachen-Geschwätz für das Drama zu Makulatur.

Lächerlich die katholische Beruhigungs-Variante, den Leuten gingen die Reformen nicht schnell genug. Ach, dann müßte die EKD ja Zulauf haben, so kommentiert auch die FAZ. Oder die evangelische Version, es seien ja weniger Austritte als erwartetet. Nein, Kirche war einfach nicht da, als sie am nötigsten gebraucht wurde.


„Wenn das Christentum nicht einmal in einer Zeit der Pandemie wieder mehr (!) Menschen existenziell zu berühren vermag, wann denn dann?“, fragt die WELT. Ja, die Menschen suchten noch, heißt es richtig, „aber sie werden in ihrer Kirche nicht mehr fündig.“ Das erkannte übrigens schon Verleger Axel Springer, als er in den 1970er die EKD verließ und der selbständig-lutherischen SELK beitrat.

Unvergessen der Tweet des liberalen WELT-Chefs Ulf Poschardt nach dem Besuch eines Berliner Weihnachtsgottesdienstes 2017 "Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den #Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?" 

Inzwischen hat sich dieses Phänomen in einer Weise beschleunigt, dass einem schwindelig wird: Regenbogen-Pfarrer und Gender-Bischöfe heißen alles gut, was der Zeitgeist gebietet, der Heilige Geist jedoch verbietet. Wer meint, die Grundurkunde des christlichen Glaubens, das Evangelium, nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich der Mode anpassen zu müssen, verliert jegliche Attraktivität und Glaubwürdigkeit. Wozu eine Kirche, die in einer schwedischen Schulschwänzerin eine neue Heilige sieht?! 

Unvergessen, wie der damalige Linken-Chef Gregor Gysi mir einmal sagte: „Wenn ich in die Kirche gehe erwarte ich, dass man über Sünde redet und mir die Leviten liest.“ Weil das eben sonst niemand kann. Doch Sünde ist heute reduziert, pervertiert und minimiert auf Klimasünder, Coronasünder, Dieselsünder oder AfD-Wähler-Sünder und Anti-Impf- und Anti-Regenbogen-Sünder. Für das alles braucht man im Sinne des Kollegen Poschardt keine Kirche, das kann man bei Grünen und Jusos billiger haben.

Und das ist das nächste Problem: die Kirchensteuer wird einem Volk, dem gerade das Geld aus allen vorhandenen Taschen gezogen wird, einfach zu viel. Die Urlaubskosten haben sich dieses Jahr nahezu verdreifacht, so gerade das renommierte Vergleichsportal „Check24“. Die Energiepreise explodieren. Die kommenden Winter werden unbezahlbar. Und die Kirchen beteiligen sich ja an der Preistreiberei, nimmt man nur das Klima-Allotria von den Kanzeln oder das Herbeischiffen junger „Flüchtlinge“ ins soziale Netz Deutschlands. 

Dazu kommen Gender-Sprach-Richtlinien, die alles staatlich Verordnete weit in den Schatten stellen. Zum Jahresende hat der kämpferische Vorsitzende des Vereins deutsche Sprache (VDS), Prof. Walter Krämer, gegenüber dem Bischof von Hildesheim seinen Kirchenaustritt zum Jahresende angekündigt —- „wegen der kirchlich angeordneten Vergewaltigung der deutschen Sprache.“ Er weiß damit bekanntlich mehr als zwei Drittel der Bürger auf seiner Seite. 

Ich könnte Listen von Pfarrern nennen, die ihre Posten verloren haben oder denen die Hölle heiß gemacht wird aus den himmlischen Sphären der Kirchenleitungen, weil sie sich (mit der Bibel in der Hand oder mit Luthers „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ auf den Lippen) all dem modischen Irrsinn zu widersetzten wagen. Nur dass CDU und CSU erstmals in ihrer Geschichte das christliche  Herzensthema „Lebensschutz und Abtreibung“ mit keiner Silbe im Wahlprogramm erwähnen, juckt die zeitgeistlichen Oberhirten nicht im Geringsten. Im Gegenteil, der Rubel rollt doch (noch).

„Geld erstickt den Glauben,“ dieser Schlüsselsatz von Papst Benedikt XVI. bringt das ganze Dilemma auf den Punkt. Der Selbstbedienungsladen einer vom staatlichen Finanzamt eingezogenen Kirchensteuer läßt die klerikale Kaste so lange auf ihren Synodalen Irrwegen wandeln, bis der letzte das Licht ausmacht. 

Nur aus dieser Position heraus konnte man ungerührt den obrigkeitlichen Corona-Verordnungen vorbehaltlos zustimmen. Die einsamen und hilfsbedürftigen Gläubigen in Seniorenheimen, Kliniken oder den Trauerhäusern waren piep-egal, und jetzt kommt die Quittung. Das war gerade jetzt zu sehen, „als Bischöfe öffentliche Gottesdienste allzu klaglos absagten und manche Pfarrer ihre Kirchen allzu lange geschlossen ließen“ (WELT). Jetzt, wenn alles vorbei ist, braucht man Kirche tatsächlich nicht mehr. 

Und wenn es noch eines Beweises bedarf, wie selbstzerstörerisch sich die Kirchen ihrer eigenen Substanz berauben: der Leitartikel der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) fordert hellsichtig und spitzfindig, kirchliche Privilegien unter die Lupe zu nehmen. Wenn immer weniger Eltern Mitglied einer christlichen Kirche sind, „gehört der konfessionell gebundene Religionsunterricht auf den Prüfstand.“ Das kann man nahtlos erweitern auf die immer noch selbstverständlich erachtete Seelsorge in Armee, Gefängnissen oder Krankenhäusern.

Was soll eine Kirche, die sich in Corona-Zeiten auf die Empfehlung reduzierte, auf Balkonen „für die Helden“ zu singen oder das Internet zu nutzen und mitnichten daran dachte, auf „Systemrelevanz“ zu klagen? Die Zeit ist reif für einen neuen Buchtitel: Kirche schafft sich ab. 

 

Buchtipp: Peter Hahne: „Niemals aufgeben!“, Verlag mediaKern, 160 Seiten, Euro 9,95


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Lesermeinungen

 lesa 19. Juli 2021 

Gesunde Kost

Danke für diesen Kommentar! es gibt die Preister auch, die mit aller Kraft für die Menschen da waren, so gut es geht.
Was Peter Hahne haargenau spürt und dankenswerterweise immer wieder anspricht: Die Genderideologie, vebreitet durch die Sprache, ist der größte Verdunkelungsfaktor der Kirche. Da geht alles Salz und Licht verloren.
Unverständlich, wenn auch Neuevangelisierungsmedien sich nicht einfach gänzlich von dieser zerstörenden Sprache endgültig trennen und Gastreferenten bitten, auf das Schwestern und Brüder etc. zu verzichten um der geistigen Gesundung vom Genderismus willen. Eine Prise Gift ist das allemal und seien es die diversen ach so höflichen
verdrehten splittings, wo das Generum angebracht wäre. So lange kriegen wir Gender und LGBTFahnen nicht los, denn da sind andere Kräfte am "Sprechen". Warum gibt es da keine Einsicht?


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 Alain 19. Juli 2021 
 

Motus in finem velotior

Mir tut das mit der Kirche sehr weh. Aber nach langjähriger Geduld habe ich alle Hoffnung auf das kirchliche Bodenpersonal verloren. Die de facto Abschaffung der Alten Messe durch Papst Franziskus hat mir schlagartig die Augen geöffnet, dass ich hier nicht mehr mitmachen darf. Ich kann einfach nicht mehr, mir ist ekelhaft zumute und will mit dieser Bande nichts mehr zu tun haben. Ich werde nun also ebenso wie viele andere austreten. Dafür werde ich mich an einzelne Gemeinschaften anhängen, wo ich weiss, dass die wirklich katholisch sind. Die offizielle Kirche kann nur noch in den Grund gerammt werden, damit sie unter neuen (alten) Vorzeichen wieder wirken kann.


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 ottokar 18. Juli 2021 
 

Hat nicht das II . Vatikanische Konzil unserer Kirche den Todesstoß versetzt?


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 benedetto50 18. Juli 2021 
 

Kirche im Sturzflug

Danke Herr Hahne !! Sie haben es drauf, Sie haben den absoluten Durchblick und den Mut ausszusprechen wo viele Zuständige für den Zusatand zu feige dafür sind. Sie haben zu 100% recht. Es ist traurig feststellen zu müssen, dass die grosse C-Partei sich Ihrem ursprünglichen Anspruch und Auftrag verleugnet die christlichen Werte und das Leben eines jeden zu schützen. Stattdessen diffamiert und mobbt sie die einzige Partei, die unsere moralischen Werte zu schützen versucht. Dazu kommt noch ein Freimaurerpapst auf dem Stuhl Petri, der einerseits grösste Barmherzigkeit vorgaukelt und dann das Pontifikat der grossen Geistlichen Johannes PaulII und Benedikt XVI mit Füssen tritt oder gar auslöschen wird. Ich muss nicht seine sonderlichen Ansichte teilen und werde der Petrusbruderschaft treu bleiben und wenn er diese kaputt macht gibt es noch die Piusbrüder. Dieser unwürdige Stellvertreter Christi ist der letzte Sargnagel der verbliebenen katholischen Kirche.


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 bibelfreund 18. Juli 2021 
 

Abtreibung kein Thema mehr?

Hahnes treffende Analyse wird zum Beispiel beim Portal „Achse des Guten“ (Henryk M. Broder)seit Stunden heiß debattiert. Das Wichtigste wird meist leider übersehen: das totale Schweigen von Kirchen und CDU/CSU im deutschen Wahlkampf zum Lebensrecht ungeborener Kinder. Allein die AfD hat als Bundestagspartei dies im Programm. DAS MUSS MAN WISSEN ! Danke, Herr Hahne


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 edih 17. Juli 2021 
 

Danke Herr Hahne

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Das gilt aber auch im weltkirchlichen Bereich. Ein "Mann in weiß" in Rom (ich werden seinen Namen NIE mehr schreiben) hat das Herz der Kirche, die Liturgie zerstört. Gestern (17.07.) wurde die Sache bekräftigt. "Kirche schafft sich ab" ein sehr guter Titel. Ich möchte das gerne unterstützen.


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 Ulrich Motte 17. Juli 2021 
 

Frage /Bitte an Peter Hahne

Können Sie mir die Zitate von EKD-Leitern nennen, die den "katholischen Mißbrauchsskandal" Hauptursache für Kirchenaustritte nannten? Danke im voraus für Ihre Hilfe!


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 Chris2 17. Juli 2021 
 

... dafür zerschlägt sie gerade

400 bis über 1500 Jahre ihrer Liturgiegeschichte. Die Hl. Messe, der Kult des Allerhöchsten, als beliebig austauschbare Buchstabenfolge...


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 Martin Rybka 16. Juli 2021 
 

Kirchen könnten aus Deutschland verschwinden

Wenn es mit den Kirchenaustritten wie bisher so weitergeht und die Kirchen nicht mehr in der Lage sind, eine gezielte innere Missionsarbeit aufzubauen, könnte das sein, das das kirchliche leben in Deutschland in wenigen Jahrzehnten erloschen sein wird. Meine Mutter fügte noch hinzu: dann lebt die Kirche woanders, also in Afrika.


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 Hibiskus 16. Juli 2021 
 

oberflächlich nein - vorausschauend

@ Stephaninus
Peter Hahne hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Sicher sich Ihre zitierten "Günde" gängig. Die Loslösung tritt aber anders ein. Wozu brauchen wir die Kirche, wenn sie sich praktisch "verweigert", vorauseilend die "Systemrelevanz" total verisst? Erschreckend erinnere ich mich immer wieder, wie mein Ortsbischof fröhlich lächelnd die neue "ordnung" verkündete und wie in den Ortskirchen nicht der leiseste Versuch gemacht wurde ddurch ein Mehrangebot an Hl. Messen einen guten Willen zu zeigen! Meine Beziehung zu diesen Kreisen ist gestorben. Aus der Kirche trete ich deshalb nicht aus und mein Glaube ist nur fester geworden.
Es gibt Menschn, mit denen min nichts gemeinsam haben darf, aber an Gott und "seine Kirche" kann man sich immer mehr binden. Die Mietlinge braucht man dafür nicht.


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 bernhard_k 16. Juli 2021 
 

@Schlegl

In Österreich wurden die Kirchen (inkl. der Sakramente) leider ebenso mainstream-feige und politik-hörig dicht gemacht.

Ausnahmen in D und Ö bestätigen die Regel, mehr nicht :(


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 Stephaninus 16. Juli 2021 
 

Etwas oberflächlich

Wie z.B. auch @hape schreibt, finde ich den Kommentar von Hahne, den ich ungemein schätze, etwas oberflächlich. Eine Studie in der Schweiz hat ergeben, dass die Gründe für den Kirchenaustritt folgende sind (absteigend): Gleichgültigkeit; Kirche ist zu unmodern/Missbrauchsgeschichte; Kirchensteuer sparen (Geiz). Die Beweggründe, die Hahne nennt und die auch hier im Forum immer wieder genannt werden, spielen zunächst keine entscheidende Rolle bezgl. Quantität der Austritte. In der Tiefe dürften sie aber schon relevant sein: Eine Kirche, die nicht mehr weiss, was ihr Proprium ist, und die kaum Zugänge zur Transzendenz bietet, macht sich in den Augen der Menschen zur fakultativen Grösse.

Trotz der hohen Zahlen in Deutschland gebe ich zu bedenken, dass die jüngsten Zahlen aus der Schweiz im Verhältnis noch höher liegen. Ich habe bisher noch keinen Bischof vernommen, der das System in Frage stellt....


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 SCHLEGL 16. Juli 2021 
 

Unterschiede in verschiedenen Ländern

In Österreich wurde die Suppe nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht worden ist!
rWährend der Coronakrise konnte ich für eine Patientin in lebensgefährliche Krise die Krankensalbung durch einen Facharzt der Spitals, der gleichzeitig Priester ist, erreichen.
Ich konnte nach Test und entsprechender Bekleidung einen Besuch auf einer Überwachungsstation durchführen.
Ebenso konnte ich nach einem PCR Test in der Apotheke mit Zertifikat, eine Patientin in einem Rehabilitationszentrum besuchen.
Der ukrainisch griechisch-katholische Patriarch Svjatoslav von Kiew hat seinen Gläubigen mitgeteilt, kein Priester würde ihnen ein Sakrament (Beichte, Kommunion, Krankensalbung) verweigern. Nur sollten die Gläubigen bedenken, ob der Priester alt oder jung, verheiratet oder Mönch ist. Mit dieser Rücksichtnahme sind sowohl die Gläubigen, als auch die Priester geschützt, obwohl es über 40 Todesfälle bei Priestern gegeben hat.


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 read 16. Juli 2021 
 

In anderen Ländern auch

Auch in Italien etwa, war die Kirche rigoros, was Corona betrifft, obwohl die Finanzierung nicht über die Staatskasse läuft.
Was den Lebensschutz angeht ist die CDU abgetaucht. Coronatote auf Teufel komm raus verhindern, aber 100.000 getötete Ungeborene im Jahr sind OK.


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 hape 16. Juli 2021 

Nachgereicht:

nach der Enzyklika Pascendi Dominici gregis von Papst Pius X. vom 8. September 1907 (!) ist ein wesentliches Ziel des Modernismus, (in meinen Worten) die Kirche in zwei Parteien zu spalten: Konservative und Progressive. Das ist etwas plakativ formuliert, aber dieses Ziel wurde 2021 mit dem Synodalen Weg fast erreicht. Dabei sehe ich das 2VK als Zwischenetappe, die das Auseinanderdriften nicht verhindert, sondern eher beschleunigt hat. Die Enzyklika ist umfangreich, aber auch sehr aufschlussreich und lesenswert.(Kurzfassung vgl. Link).

Ich persönlich meine, dass es dringend nötig wäre, die Austrittszahlen im Kontext der Modernismusbewegung zu interpretieren. Es wird spannend sein zu beobachten, ob Papst Franziskus das Ruder mit seiner Idee von Synodalität rumreißen oder ob er die modernistische Spaltung vollenden wird.

katholischglauben.info/lexikon/modernismus/


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 Karlmaria 16. Juli 2021 

Da gibt es eine Anekdote von der Heiligen Mutter Theresa

Da hat auch eine Dame aufgezählt was in Indien alles so schief läuft. Und Mutter Theresa hat immer ein Beispiel gehabt wo indische Verwaltungsbeamte doch etwas Gutes getan haben. Damals haben sie uns ein paar Sack Reis gespendet. Und dann haben sie für das Wasser und den Strom gesorgt. Und viele Beispiele bis die Dame ganz verzweifelt war weil sie mit ihrer Meinung wie doch alles so schlimm ist nicht durchgekommen ist. Das ist für mich ein schönes Beispiel wie man es machen muss. Es ist nichts so schlecht dass man nicht auch sein Gutes dabei findet. Christen sollen über das Gute meditieren: Pillipper 4: Was gerecht rein lieblich wohllautend ist da etwa eine Tugend ist da etwa ein Lob dem denket nach. Und der Segen Gottes der höher ist als alle Vernunft bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.---- Im Nächsten sieht man Jesus Christus. Es gibt so viel Gutes. Auch die Synodalen sind unsere Nächsten die wir lieben sollen. Heute ist das Scapulierfest. Das hilft wie Maria zu sehen!


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 hape 16. Juli 2021 

Etwas oberflächlich.

Viele werden 2020 ihren Austritt aus der Kirche wegen Corona aufgeschoben haben. Ganz einfach, um die sozialen Kontakte zu reduzieren. Immerhin ist dafür ein Gang zum Standesamt nötig. Deswegen meine ich, dass die Zahlen von 2021 eine realistischere Aussage darüber zulassen werden, inwiefern die Rolle der Kirche in der Coronakrise vermehrt zu Austritten geführt hat.

Doch es bedarf gar nicht der Coronakrise, um die Austritte zu erklären. Der Hauptgrund ist ein falsch verstandener Reformansatz, derer seinen Ursprung hat in dem, was allg. als "Modernismuskrise" bezeichnet wird, die die Kirche spätestens seit Anfang des 20 Jh. umtreibt. Der Synodale Weg ist, wie bei einem Eisberg, nur die sichtbare Spitze dieser Krise. Er lässt sich daher auch nicht einfach par ordre de mufti stoppen. Denn sein antikatholischer Geist würde sofort in den Untergrund absinken und sein Gift weiterverbreiten.

In diesem Kontext gesehen, finde ich den Kommentar von Hahne etwas oberflächlich.


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 ThomasR 16. Juli 2021 
 

eine Kirche , die sich von dem Herren* abwendet

und oft v.A. das Döpfnerische lebt hat keine Zukunft

* auch über Abwendung vom Lebensschutz (selbst Schweigen zum Lebensschutz) vom Gott als Schenker des Lebens

Die Austritte betreffen die Gemeinschaften, wo die Heilige Messen cum Populo gelesen werden.

Zu den Kirchenaustritten sind die Abteribeungen noch dazu zählen.


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 Menschenfischer 16. Juli 2021 
 

einfach köstlich

dieser Kommentar von Peter Hahne, wenn es nicht so traurig wäre...


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 golden 16. Juli 2021 
 

Bei aller berechtigten Polemik:

Lukas 12,32 spricht der Herr aufrichtende Worte:
"Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben !"
Die Heuchler und Nichtgläubigen/Gleichgültigen mögen viele sein; aber den Begriff der Kirche als Sakrament des Heils können sie nicht aufheben.Gott wirkt in diese todesverherrlichende ,weithin Gott- abgewandte Menschenwelt hinein, durch wenige aber echte hingegebene Diener und Dienerinnen.Bitte "Kirche" nicht auch von gläubiger Seite als Begriff polemisch konnotieren, das machen viele Medien schon.


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 Manfred Lang 16. Juli 2021 
 

@Peter Hahne: 100% Zustimmung

Lieber Herr Hahne, in Allem, was Sie oben über die Selbstentwertung und das sich überflüssig Machen der Kirchen, hier der katholischen Kirche, schreiben, stimme ich zu 100 % zu. Irgendwie kann ich auch die verstehen, die ihren Austritt erklärt haben. Meine Frau und ich werden dennoch bis zum bitteren Ende drin bleiben. Meine Frau hatte bei zwei schweren Schlaganfällen, wie sie sagt, ein "Gotteserlebnis" gehabt. Sie war nahe am Sterben und begehrt als Protestantin den Leib Christi. Wir fanden einen kath. Pfarrer, der ihr die Krankenkommunion spendete und mit uns allen betete. Um es kurz zu machen: Meine Frau trat nach diesen tief bewegenden Erlebnissen zum katholischen Glauben über. Dort werden wir bleiben, denn die katholische Kirche ist für uns die Braut Christi. Und diese Braut überlassen wir nicht den Lila, Linksgrünen des Synodalen Weges.


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 Lämmchen 16. Juli 2021 
 

hervorragende Analyse

der ich nur zustimmen kann


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