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"Mit grosser Sorge verfolgen wir die Skandale um das kathol. Nachrichtenportal kath.ch"

17. September 2021 in Schweiz, 11 Lesermeinungen
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Priesterkreis: "Nach gerade einmal anderthalbjähriger Redaktionsleitung durch Raphael Rauch sind die journalistischen Fehlleistungen und Entgleisungen kaum mehr zu überblicken."


Zürich (kath.net) kath.net dokumentiert einen offenen Brief eines Schweizer Priesterkreises in voller Länge:

Lieber Bischof Dr. Felix Gmür,
liebe Bischöfe und Äbte der Schweizer Bischofskonferenz!

Mit grosser Sorge verfolgen wir die nicht abreissenden Skandale um das katholische Nachrichtenportal kath.ch und seinen Redaktionsleiter Raphael Rauch.

Nach gerade einmal anderthalbjähriger Redaktionsleitung sind die journalistischen Fehlleistungen und Entgleisungen kaum mehr zu überblicken.

In keiner Weise hinnehmbar sind jedenfalls ehrverletzende, hetzerische und berufsschädigende Ausfälle gegen Einzelpersonen:

So wird ein Generalvikar als "Giftzwerg" beschimpft, einem Bischof das Zeug zum "Horrorclown" attestiert, ein ehemaliger Bistumssprecher als "moralisch flexibler" "Krawallmacher" und "genüsslich nachtredender" "Studienabbrecher" verhöhnt, ein Professor als "Alptraum" und "Wolf im Schafspelz" diffamiert. Das sind nur einige Beispiele, es gäbe noch weit mehr.


Machen wir uns klar, was hier geschieht: Ein offizielles Portal der katholischen Kirche, in das jedes Jahr Millionen an Kirchensteuergeldern fliessen, wird für gehässige und rufschädigende Kampagnen gegen geachtete und teilweise hochrangige kirchliche Mitarbeiter missbraucht. Ungeniert. Wiederholt. Systematisch.

Das ist ein ungeheuerlicher Skandal. Das Ausmass und Andauern des Skandals hat freilich auch mit dem Versagen der Verantwortungsträger zu tun. Trotz eindeutiger Faktenlage und zahlloser Protestschreiben wartet man seit Monaten vergeblich auf eine öffentliche Distanzierung und personelle Konsequenzen.

Mit Bestürzung fragen wir uns:

- Kommt es nicht einer Verhöhnung Betroffener gleich, wenn der Präsident des Vorstands des Katholischen Medienzentrums, Odilo Noti, nicht nur "keinen akuten Handlungsbedarf" sieht, sondern Rauchs Fehlleistungen und Entgleisungen mit dem Verweis auf die "Weite und Vielfalt" "des Katholischen" sogar noch rechtfertigen möchte (51309.pdf (kathtube.com))?
-  Was geht wohl in der Präsidentin des Zürcher Synodalrats, Franziska Driessen-Reding, vor, wenn sie angesichts der Kritik an Rauchs Ausfällen in einem Facebook-Kommentar zum Urteil gelangt: „Ich kann mit gutem Gewissen hinter der Berichterstattung von kath.ch stehen“?
-  Warum fehlt unseren Bischöfen bis heute der Mut oder der Wille, sich von den diffamierenden Ausfällen des Redaktionsleiters öffentlich zu distanzieren und personelle Konsequenzen einzufordern?

Liebe Bischöfe, liebe Äbte! Die Enttäuschung in unseren Reihen ist gross, die Geduld bei vielen am Ende. Auf politischen Druck hin habt Ihr reagiert und Euch distanziert (www.kath.net/news/73674). Warum tut Ihr den Mund nicht auf, wenn eure Herde angegriffen wird? Warum ignoriert ihr Empfehlungen Eurer Kommission für Kommunikation und Medien, die dem Vernehmen nach eine öffentliche Stellungnahme für unumgänglich gehalten hat? Wir bitten Euch inständig: Lasst die Herde nicht länger im Stich! Schafft den alten Sauerteig weg! Macht dem Skandal ein Ende!

Ein Schweizer Priesterkreis

 


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Lesermeinungen

 Feuersgluten 19. September 2021 
 

Die Staatskirchler haben die Macht

Ich bin gleicher Meinung wie @mameschnue. Es liegt am dualen System. Ja, vielen Staatskirchlern haben Rauchs Äusserungen noch so gerne.
Viele Konservative schiessen sich oft gleich auf die Bischöfe ein. Doch den Bischöfen sind oft die Hände gebunden.
Eine wichtige Aufforderung meinerseits: Lasst konservative Personen aufstellen, welche sich in die Synode und Kirchenpflegen etc. wählen lassen.


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 Liberaler 19. September 2021 
 

Erpressbare Bischöfe

Ich kann mich nicht erinnern, dass kath.ch jemals loyal-kritisch unterwegs war. Vor Rauch schien kaum noch jemand im kath Medienzentrum irgendeinen kirchlichen Bezug zu haben, was an vielen sachlichen, sprachlichen Fehlgriffen deutlichen wurde. Seit dem Amtsantritt von Rauch ist viel passiert: Rauch kennt die kath Kirche von innen, das wird an vielen Artikels auch deutlich. Er bringt wirklich eine Menge PS auf die Piste. Allerdings geht viel Energie in sprachliche Entgleisungen, persönliche Angriffe, antikatholische Agitatorik. In der Sache unterscheidet er sich wohl nur wenig vom kath Mainstream der Schweiz, wie man ihn hier unter Domherren, Generalvikaren und Bischöfen quer durch die Bistümer fast überall antrifft. Der neue Nuntius scheint das alles mit Wohlwollen zu begleiten, so dass bei den kommenden Ad Limina Protokolle nicht einmal mehr in den Fussnoten Kritik zu finden sein dürfte.


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 Josef Scheidegger 19. September 2021 
 

Unhaltbar

Seit seinem ersten Arbeitstag ist Raphael Rauch höchst umstritten und sitzt immer noch fest im Sattel. Jeder Mitarbeiter, der sich so viel wie Rauch geleistet hat, wäre längst entlassen worden. Warum geschieht das bei Rauch nicht? Weil die Bischofskonferenz ein absolut schwaches Führungsgremium ist, das sich von Rauch seit Monaten auf der Nase rumtanzen lässt.


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 Väterchen Frost 18. September 2021 
 

Honsels Analyse ist leider sehr treffend!

Dazu kommt, dass die Bischöfe bereits vor Jahren den Fehler gemacht haben, alles aus der Hand zu geben. Und jetzt tanzt ihnen ein überhitztes Kasperle auf der Nase herum!


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 Honsel 18. September 2021 
 

Es ist ganz einfach

Wir stehen vor drei Möglichkeiten:

a) Unsere Bischöfe unterstützen und wollen das.

b) Unsere Bischöfe sind schwach und unfähig.

c) Beides.


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 Devi 18. September 2021 
 

Priesterkreis Schweiz

Ein Bischof hat für seine Priester dazu sein.Was ist los in diesem Bistum?Diese bösartigen Äußerungen eines Herrn Rauchs müssen unterbunden werden,sonst ist der Bischof seiner Sendung nicht gewachsen! Was steckt dahinter,dass ein Bischof seine eigenen Mitbrüder nicht schützt . Devi

Mut und Glauben gehört zum Handeln!


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 mameschnue 18. September 2021 

Duales System

@Stefan Fleischer: Der Grund für das Schweigen der Bischöfe dürfte - einmal mehr - letztlich bei unserem unseligen dualen System liegen. Den Staatskirchlern sind Rauchs Äusserungen noch so recht, und die Bischöfe wollen es mit ihnen nicht verderben. Also lassen sie Herrn Rauch (und andere) machen. Es ist viel einfacher, einen kirchentreuen Priester strafzuversetzen; der hat keine finanzmächtige Lobby hinter sich ...

paulablog-1844.webnode.com/


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 JBE 17. September 2021 
 

Warum nur?

Ich frage mich schon lange, warum dieser Typ in einem Kirchenportal auch nur noch eine Zeile schreiben darf.
Ich schenke mir das Lesen dieses unkatholischen Portals mit 2-3 Ausnahmen pro Jahr.


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 Väterchen Frost 17. September 2021 
 

Das Verhalten der Bischöfe wirft in der Tat viele Fragen auf!


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 Stefan Fleischer 17. September 2021 

Man wird den Verdacht nicht los

Dass unsere Hirten selbst hinter den Aussagen Rauchs stehen, das kann ich nicht glauben. Dass selbst hier Barmherzigkeit geboten wäre, kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber was könnte sonst der Grund ihrer Zurückhaltung sonst sein? Immer mehr drängt sich die Frage auf, ob hier vielleicht in irgend einer Art und Weise Erpressung im Spiel sein könnte. Gott gebe, dass ich irre und schenke unseren Bischöfen etc. den Mut und die Kraft diesen Verdacht auszuräumen, indem sie endlich energisch durchgreifen.


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 Väterchen Frost 17. September 2021 
 

Das böse Schauspiel will nimmer enden!


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