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Gänswein berichtet über Reise von Benedikt XVI. zu seinem Bruder

20. September 2021 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Am 18. Juni 2020 war Benedikt XVI. überraschend nach Regensburg gereist und hatte dort einige Tage bei seinem kurz danach verstorbenen Bruder Georg verbracht - VIDEO des Gesprächs zwischen Erzbischof Gänswein und dem Journalisten Martin Lohmann


Rom  (kath.net/KAP) Erzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär des früheren Papstes, hat über Einzelheiten vom Besuch von Benedikt XVI. bei seinem Bruder Georg im Juni 2020 berichtet. Die Entscheidung, nach Regensburg fahren zu wollen, habe Benedikt XVI. damals sehr schnell gefällt, sagte Gänswein am Samstag bei einer Konferenz des Schülerkreises Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. Papst Franziskus habe den Entschluss seines Vorgängers in jeder Phase unterstützt. Am 18. Juni 2020 war Benedikt XVI. überraschend nach Regensburg gereist und hatte dort einige Tage bei seinem sterbenden Bruder verbracht. In den Wochen danach, so erzählte Gänswein, habe Benedikt XVI. dann auch mit seinem eigenen baldigen Ableben gerechnet. "Gott denkt aber eben oft anders", fügte Gänswein hinzu.


Schwierig sei die Reise auch deswegen gewesen, weil sich kurz vorher eine Gesichtsrose (Herpes Zoster) bei Benedikt XVI. abgezeichnet hatte. Ein Arzt habe ihm sogar von dem Unternehmen abgeraten. Die Viruserkrankung verursachte die roten Flecken im Gesicht des emeritierten Papstes, die auf einigen Fotos zu sehen waren. Die äußerst schmerzhafte Phase der Krankheit sei aber erst nach der Rückkehr in den Vatikan ausgebrochen, so Gänswein. Schon im Mai habe Benedikt XVI. bei seinen täglichen Telefonaten mit dem Bruder Georg gemerkt, wie dieser insgesamt schwächer wurde. "Eines Tages", berichtete Gänswein, "sagte Benedikt zu mir: Mein Bruder wollte im Juni nach Rom kommen, er kommt nicht. Aber ich gehe nach Regensburg, schnellstmöglich."

Darauf, so der Erzbischof weiter, habe er zunächst den Papst informiert und nach dessen sofortiger Zustimmung begonnen, die Reise zu organisieren. Daraufhin habe auch Benedikt selbst mit Franziskus telefoniert. Auf Gänsweins Hinweis, man könne "übermorgen fliegen", habe Benedikt XVI. geantwortet: "Nicht übermorgen, morgen." Da habe er "erst einmal tief durchatmen und ein paar weitere Telefonate machen" müssen, berichtete Gänswein weiter. Letztlich hätten vatikanische und bayerische Seiten das aber gut organisiert. In den Tagen in Regensburg, so Gänswein abschließend, sei bei beiden Ratzinger-Brüdern der Dank sichtbar gewesen, sich noch einmal sehen zu können. Die Schwere des Abschieds sei ihnen aber leichter gefallen im Glauben daran, "dass das eigentliche Leben erst noch beginnt". Das habe auf alle Anwesenden ausgestrahlt. Der Abschied am letzten Tag sei daher ein "Auf Wiedersehen in einer anderen Welt" gewesen. Georg Ratzinger starb am 1. Juli, acht Tage nach der Rückreise seines Bruders nach Rom.

(c) by Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Foto: (c) kath.net / Armin Schwibach

Erzbischof Gänswein verriet diese Details im Gespräch mit Martin Lohmann - VIDEO - EWTN - Ratzinger-Schülerkreis Treffen 2021 - u.a. mit Erzbischof Gänswein, Kardinal Koch. Moderation: Martin Lohmann

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Lesermeinungen

 pjka 21. September 2021 

Wie schön ...

... wenn Menschen das leben was sie sagen. Benedikt gibt mit seinem Leben ein überragendes Zeugnis. Für mich der größte Deutsche aller Zeiten - und vermutlich der nächste Kirchelehrer ...


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 claude 20. September 2021 
 

@cosmas

ich denke, em Papst B16 wird sich nicht melden.
Er ist zurückgetereten, emeritiert wie man so sagt, und dabei bleibt es wohl.
Alles andere wäre ja widersinnig.

Gottes Wege sind nicht unsere Wege, wie ja auch im Artikel geschrieben steht.


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 Cosmas 20. September 2021 
 

Schöne, rührende Geschichte, ABER ES WÄRE INTERESSANTER, ZU LESEN,

wie B XVI auf das berüchtigte TC Motuproprio reagiert hat. Er könnte mit einer Wortmeldung viel für die Kirche retten!


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