Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Konflikt um Alte Messe betrifft Auffassung über Kirche und ihre Rolle in der Welt
  2. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  3. „Der protestantische Niedergang in Deutschland stellt die Logik des Synodalen Weges in Frage“
  4. Papst über katholische Schulen: Es geht nicht um Missionierung
  5. Schweizer Staatskirchenportal verbreitet Propaganda für das Töten ungeborener Kinder
  6. "Liebe Herren-Kund*innen!" - Gender-Gaga bei H&M 
  7. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  8. Kohlgraf: Papst Franziskus ist über Synodalen Weg „gut informiert“, aber beurteilt ihn „kritisch“
  9. „Pandemie der Ungeimpften“? – Vorwurf: Politische Maßnahmen ignorierten wissenschaftliche Studien
  10. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  11. Brasilianischer Kardinal Tempesta exkommuniziert Diözesanpriester Holtz unter „Schisma“-Vorwurf
  12. „Teufel ade, wir brauchen den guten Arzt nicht mehr, wir haben die Medizin“
  13. 'Jesus, Josef und Maria - Ich kenne nur eine 'Royal family'
  14. Katholisch im absurden Theater
  15. Wo Arbeitsrecht zu Arbeits(un)recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Die unbekannten Jahre von Joseph Ratzinger - Zum 95. Geburtstag von Benedikt XVI.

16. April 2022 in Interview, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Priester Prof. Alexander Krylow hat anlässlich des Geburtstages von Joseph Ratzinger eine ungewöhnliche Dokumentation über vier wenig bekannte Jahre aus dem Leben des späteren Papstes gemacht - kath.net-Interview von Petra Lorleberg - Mit VIDEO


Köln-Bonn (kath.net/pl) Eine ungewöhnliche Dokumentation erscheint zum 95. Geburtstag von Benedikt XVI. am Freitag, 15. April, bei YouTube. Der Film, der fasziniert und Lust auf mehr weckt, wurde nicht von einem professionellen TV-Team, sondern von einem katholischen Priester gemacht. Dr. Alexander Krylov hat in seinen jungen Jahren als Journalist und später als Medienwissenschaftler gearbeitet und ist heute als spätberufener Priester im Erzbistum Köln tätig. Mit ihm sprechen wir über seinen neuen Film.

kath.net: Worüber erzählt diese neue Dokumentation?

Prof. Dr. Alexander Krylov: Diese Dokumentation erzählt über vier wenig bekannte Jahre aus dem Leben des emeritierten Papstes. Das sind aber die Zeit, die für seine weitere Lebensbahn eine wichtige Bedeutung hatte. Wir sprechen über vier Bonner Jahre (1959-1963), in denen er seine Arbeit als Professor begann, am 2. Vatikanum mitgearbeitet hat und große Anerkennung in nationalen und internationalen theologischen Kreisen bekam. Wir lernen den jungen Wissenschaftler Ratzinger in Bonn aus vier Perspektiven kennen: als jungen Professor und als Konzilstheologe, wir begegnen ihm in seiner privaten Umgebung und erfahren, was aus menschlicher Sicht über ihn gesagt wird.

kath.net: Wie kamen Sie dazu eine Dokumentation über Benedikt XVI. zu drehen?

Prof. Krylov: Seine theologischen Schriften haben mein Interesse an Theologie in großem Maße, noch vor meiner Entscheidung Priester zu werden, vorbestimmt. Wenn ich mich mit der einen oder anderen theologischen Frage beschäftige, frage ich mich selbstverständlich, was dazu Professor Ratzinger sagte. Später habe ich immer wieder Menschen getroffen, die ihn sehr schätzen und ihn privat gut kennen. So habe ich ihn nicht aus Zeitungen, sondern aus Zeugnissen vieler für mich wichtigen Personen kennengelernt.

Im Herbst 2018 habe ich seinen Bruder in Regensburg besucht. Wir hatten ein langes und vertrauliches Gespräch.

Besonders bewegend war für mich im Oktober 2018 die Privataudienz beim emeritierten Papst und seine sehr persönlichen Worte für meinen priesterlichen Dienst.

Eine große Rolle haben auch meine Kaplansjahre in Bonn-Bad Godesberg gespielt. Hier habe ich öfter Erzählungen über Professor Ratzinger gehört. Die Tatsache, dass ich u.a. Geschichte studierte und Medienerfahrung habe, hat mich dazu bewogen diese Erinnerungen und das Wissen der Experten zu dokumentieren und weiterzugeben.

kath.net: Welche Zeugen und Experten treffen wir in Ihrem Film?

Prof. Krylov: Für den Film habe ich Gespräche mit zehn Personen aufgenommen. Da ist z. B. Weihbischof Klaus Dick, der seit seiner Promotionszeit eine freundschaftliche Beziehung zu Benedikt XVI. pflegt.

Mein großes Glück war, Frau Esther Betz kennenzulernen. Sie hat Professor Ratzinger im Zug getroffen, als er zum Antritt seiner Professorenstelle nach Bonn fuhr. Seitdem stehen sie in einem freundschaftlichen Kontakt. Ihre Erinnerungen erzählen auch zwei damalige Studenten von Prof. Ratzinger – Klaus Brüssermann und Michael Nienaber.

Viele spannende Details erfahren wir von solchen Kennern des emeritierten Papstes, wie Karl-Heinz Menke, Manuel Schlögl oder Martin Lohmann.

Besonders freute ich mich über die Möglichkeit, Herrn Erzbischof Georg Gänswein im letzten Herbst im Kloster Mater Ecclesiae zu besuchen und seine Perspektive im Film einzuarbeiten.

kath.net: An so einem langen Film arbeiten normalerweise große TV-Teams, Sie haben alles alleine gemacht – das Drehbuch, die Interviews, die Videoaufnahmen und auch den Schnitt. Wie ist das möglich?

Prof. Krylov: Professioneller Filmemacher bin ich aber nicht. Ich weiß schon, wie die Medien funktionieren und habe gelernt, wie man eine Botschaft vermittelt. Aber den Umgang mit Kameras habe ich erst seit Corona gelernt. Da habe ich angefangen, kurze Filme für die Erstkommunionkinder und später für die Jugendlichen und auch für die Erwachsenen zu drehen. Ich hoffe, dass die Zuschauer nicht zu streng mit mir sind, mir war es wichtig, die dokumentierten Informationen weiterzugeben. Moderne Technik macht das alles möglich.

kath.net: Sie haben einen eigenen YouTube-Kanal, „YouPriest“, wäre es für Sie nicht interessant, mehr in diesem Bereich zu machen?

Prof. Krylov: In keinem Fall möchte ich meinen priesterlichen Dienst für etwas anderes tauschen, egal wie interessant die Dinge sein mögen. Mein Videokanal entstand nicht, weil ich journalistisch tätig sein möchte, sondern weil wir als Kirche eine Botschaft haben. Ich sehe diesen Kanal als ein Hobby und beschäftige mich damit an manchen terminfreien Montagen, nicht mehr.

Andererseits sind alle Priester in gewissem Sinne – Journalisten. Wir sind berufen, die Gute Nachricht Jesu Christi in die Welt zu tragen. In meinen Gebeten berichte ich auch in die andere Richtung – ich erzähle Gott über das Gute und das Schwierige aus unserer Welt. Auch über den Krieg, der jeden von uns sehr bedrückt.

Gott hat selbstverständlich Milliarden andere Quellen, die ständig mit ihm im Kontakt sind. Trotzdem bin ich überzeugt, dass er auch meinen Berichten zuhört. Die große und bewegendste Nachricht dieser Tage und der ganzen Geschichte ist die Auferstehung Jesu Christi. Eine besondere Freude, dass wir an Ostern in diesem Jahr auch den 95. Geburtstag von Benedikt XVI. feiern können.

VIDEO - Die Dokumentation „Die unbekannten Jahre: Professor Ratzinger“ - In voller Länge:

 

Papst em. Benedikt XVI. mit Prof. Dr. Alexander Krylov im Jahr 2018

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 723Mac 16. April 2022 
 

Person von Papst Benedikt und sein Lehrwerk von einer entscheidenden Bedeutung

für den Wiederaufbau des Berufungsapostolates in Deutschland
(von der Erneuerung des Berufungsapostolates kann inzwischen nicht gesprochen werden- an vielen Orten bzw. in den meisten Pfarren gibt es nichts mehr um es zu erneuern, da
Berufungsapostolat unter den Ministrantenknaben bzw. jungen Männern einfach nach mehreren Dutzend Jahren nichts tun ist einfach nicht vorhanden"

"Seine Schriften haben mein Interesse an Theologie in großem Maße, noch vor meiner Entscheidung Priester zu werden, vorbestimmt."


2
 
 priska 16. April 2022 
 

Alles gute zu Deinem Geburtstag lieber Papst Benedikt, ich bete heute ganz besonders für Sie!


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  3. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  4. „Der protestantische Niedergang in Deutschland stellt die Logik des Synodalen Weges in Frage“
  5. Das Platzen der großen Lebenslüge der 'deutschen Kirchen'
  6. 'Jesus, Josef und Maria - Ich kenne nur eine 'Royal family'
  7. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  8. Katholisch im absurden Theater
  9. Konflikt um Alte Messe betrifft Auffassung über Kirche und ihre Rolle in der Welt
  10. US-Bischof: „Diese deutschen Bischöfe sollten den Mut haben, eine weitere Sekte zu gründen“
  11. 'Die Pille müssen wir mit dem Tod der erotischen Liebe bezahlen'
  12. Kohlgraf: Papst Franziskus ist über Synodalen Weg „gut informiert“, aber beurteilt ihn „kritisch“
  13. „Teufel ade, wir brauchen den guten Arzt nicht mehr, wir haben die Medizin“
  14. Wallfahrtsort Maria Birkenstein – Wie geht es weiter?
  15. Wo Arbeitsrecht zu Arbeits(un)recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz