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Drei Priesterweihen in St. Florian - Päpstlicher Privatsekretär Gänswein extra aus Rom angereist

20. September 2022 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Erzbischof Gänswein legte in seiner Predigt die Bedeutung des Priesters für die Kirche und die Welt von heute dar und wies darauf hin, dass es sich bei der Weihe um eine Gabe des Heiligen Geistes handelt, die dem Empfänger geschenkt wird.


Linz (kath.net/pm)

Sie sind selten geworden: Priesterweihen. Aber es gibt sie noch. Am vergangenen Freitag, 16. September 2022, wurden in St. Florian bei Linz gleich drei Männer zu Priestern geweiht. Drei jun-ge Männer. Lukas Bohn (30), Matthias Roider (31) und Peter Salzer (29). Gleichzeitig empfingen drei weitere Kandidaten die Diakonatsweihe, die letzte Vorstufe vor der Priesterweihe. Im nächsten Jahr werden sie selbst dann zu Priestern geweiht.

Die große Stiftsbasilika war dicht gefüllt, als der lange liturgische Zug von Ministranten, Seminaristen, Priestern und den sechs Weihekandidaten in den Altarraum einzog. Prälat Johann Holzinger, Stiftspropst von St. Florian, freute sich über das volle Haus und begrüßte die Gäste herzlich. Beson-derer Ehrengast war Erzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI., der extra aus Rom angereist war, um die Priesterweihe zu vollziehen. Auch rund 50 Priester waren nach St. Florian gekommen, darunter Dr. Christoph Weiss, Generalvikar der Diözese St. Pölten, Prof. Dr. P. Karl Wallner, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, und P. Paul Schindele, Generaloberer der Ordensgemeinschaft der „Diener Jesu und Mariens“. Der Erzbischof legte in seiner Predigt die Bedeutung des Priesters für die Kirche und die Welt von heute dar und wies darauf hin, dass es sich bei der Weihe um eine Gabe des Heiligen Geistes handelt, die dem Empfänger geschenkt wird. Wie früher das Bild des Kaisers in Geld-Münzen eingeprägt wurde, so präge die Weihe das Bild Christi dem Kandidaten auf besondere Weise ein. Der Priester werde dadurch befähigt, bei der Feier der Sakramente in Stellvertretung Christi zu handeln und so die Menschen zu Gott zu führen.

Die sechs Weihekandidaten gehören dem Orden Diener Jesu und Mariens an, der in Blindenmarkt bei Amstetten seinen Hauptsitz hat. Im dortigen Kloster haben die drei Neupriester den ersten Teil ihrer achtjährigen Ausbildung absolviert, bevor sie an der Hochschule in Heiligenkreuz ihr Theolo-giestudium abgeschlossen haben. Allerdings verlief bei keinem der Kandidaten der Weg ins Kloster ganz gerade: P. Lukas Bohn lernte vor seinem Eintritt Elektriker, P. Matthias Roider war Bankange-stellter, und P. Peter Salzer hatte bereits einige Semester Chemie studiert. Doch jeder spürte auf seine Weise, dass ihm irgendetwas fehlt. „Ich habe irgendwann bemerkt, dass das alles mein Herz nicht erfüllen kann“, erinnert sich Pater Peter.  „Und so kam der Gedanke: Du muss das Klosterleben wenigstens mal ausprobieren. Priesterwerden, das ist in erster Linie eine Antwort – eine Antwort auf den Ruf Gottes, der einen in seine Nähe zieht.“ Alle drei hatten den Mut, es mit dem Lebensmodell „Kloster“ zu versuchen. Heute sind sie glücklich, den – in unserer Zeit seltenen Weg – zur Priesterberufung gefunden zu haben.

Doch die drei Neupriester werden ihr Leben nicht hinter dicken Klostermauern verbringen. Ihre Gemeinschaft, die Diener Jesus und Mariens, verstehen sich als aktiver Seelsorgeorden. Die ersten Einsatzorte der Neupriester sind endsprechend weit gestreut: P. Lukas tritt demnächst eine Ka-planstelle in einer Pfarrengemeinschaft in Süddeutschland an, P. Matthias wird in Frankreich in ei-ner Pfarre an der Cote d'Azur wirken und P. Peter hilft beim Aufbau eines Geistlichen Zentrums für Familien und Jugendlich in Norddeutschland mit.

An diesem Wochenende wurde freilich erst einmal gefeiert. Nach der dreistündigen Liturgie waren alle Teilnehmer zum Abendessen im Innenhof des Stifts eingeladen. Bischof Dr. Manfred Scheuer von Linz, auf dessen Territorium St. Florian liegt, hatte für diesen Anlass extra das traditionelle Freitagsgebot für Katholiken, auf Fleischspeisen zu verzichten, aufgehoben. So fand die Festfeier einen geselligen Ausklang.

Erzbischof Gänswein musste schon bald nach all den Feierlichkeiten die hiesigen Lande wieder verlassen und nach Rom zurückkehren. Auch die Neupriester werden Österreich bald den Rücken kehren. „Bei aller Vorfreude auf unsere neuen Aufgaben gehen wir mit einem traurigen Herzen weg,“ so Pater Lukas. „In den vielen Jahren der Ausbildung haben wir hier ein Stück Heimat gefunden und Freundschaften geschlossen, und wir hoffen, dass wir immer wieder hierher zurückkommen kön-nen.“

Die "Diener Jesu und Mariens" sind eine katholische Kongregation für Priester und Laienbrüder, die 1988 von P. Andreas Hönisch (1930-2008) gegründet und bis zu seinem Tod als Ordensgeneral gelei-tet wurde. 1994 wurde die Gemeinschaft als Kongregation päpstlichen Rechts anerkannt. General-oberer ist seit 2014 P. Paul Schindele.

Der Kongregation gehören rund 50 Mitglieder an, davon rund 30 Priester. Mitglieder des Ordens sind in Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien und Kasachstan u.a. in der Pfarrseelsorge, in Schulen und geistlichen Zentren sowie in der Jugendarbeit tätig.

Foto (c) SJM


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Lesermeinungen

 lakota 22. September 2022 
 

Gottes Segen für die Neupriester und Diakone

und Pater Hönisch kann sich im Himmel freuen, was aus dem Samen geworden ist, den er einmal unter viel Mühe und Anfeindung ausgesät hat.


0
 
 ThomasR 20. September 2022 
 

angesichts der Krise in der diözesanen Priesteraubildung und Formung*

(diözesane Priesterausbildung ist oft in Deutschland zu antropozentrisch geworden- die Absolventen der diözesenan Priesterausbildung verstehen sich oft eher mehr als Teamleiter als Priester- so bedauerlich auch meine Erfahrung- so auch Erfahrung der Erstkommunionkinder die durch die in den deuntschen diözesanen Priesterseminaren ausgebildete Priester zur Erstkommunion immer öfter ohne Beichte zugelassen werden
ist die Priesterausbildung in den Priestergemeinschaften und in Oratorien eine sinnvolle Alternative

Während seiner Rede in Freising hat Papst Benedikt auf die Möglichkeit des Lebens von mehreren Priester in Konventen hingewiesen (realisiert wird u.A. bei der Kommunaute St. Martin )- Konvente sind auch v.A. Orte des Gebetslebens

www.youtube.com/watch?v=TremUpbBDYw


1
 
 Chris2 20. September 2022 
 

Halleluja!

Nein, keine Nebenwirkung kürzlich erlebter charismatischer Hl. Messen (bis zum Overkill beim betrommelten Te Deum), sondern echte Freude darüber, dass die Kirche noch wächst. Zumindest dort, wo man sie lässt. Gottes Segen den neuen Priestern und Diakonen. Mögen sie vor allem der Jugend (schließlich kommen sie ja offenbar selbst aus der Jugendarbeit) zeigen, wie schön und befreiend der Glaube sein kann...


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