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„Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“

24. September 2022 in Interview, 22 Lesermeinungen
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Kardinal Müller im Interview mit Javier Arias/Infovaticana: Teile der katholischen Kirche in Deutschland „denken in ihrer blinden Arroganz nicht an Spaltung, sondern an die Übernahme der Weltkirche… Sie beanspruchen die Führungsrolle in der Weltkirch


Vatikan (kath.net) kath.net dokumentiert das Interview von infovaticana in org. deutsch – Die abgedruckten Antworten von Kardinal Gerhard Ludwig Müller stellen die deutschsprachige Originalvorlage dar – kath.net dankt für S.E. für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung

Infovaticana: Vor einigen Wochen haben Sie am Konsistorium der Kardinäle in Rom teilgenommen, mit welchen Gefühlen haben Sie die damalige Arbeit verlassen?

Kard. Müller: Zunächst war ich dem Heiligen Vater dankbar, dass er nach einer Pause von vielen Jahren wieder ein Konsistorium einberufen hat, damit die Kardinäle mit ihm über die Situation der Kirche in der Welt von heute sprechen. Das Thema aber war eingeschränkt auf die Diskussion über das schon veröffentlichte Dokument "Praedicate Evangelium" über die Kurienreform und über das kommende Heilige Jahr 2025.

Infovaticana: Es gibt einige Kardinäle, die bedauert haben, dass sie nicht so viel sprechen konnten, wie sie es gerne gewollt hätten. Gab es für die Kardinäle die Möglichkeit, ihre Bedenken gegenüber dem Papst auszudrücken?
 
Kard. Müller
: Für eine Diskussion über die brennenden Fragen z.B. über den Frontalangriff auf das christliche Menschenbild seitens der Ideologien des Posthumanismus und des Genderwahns oder über die Krise der Kirche in Europa (wenig Priesterberufungen, leere Kirchen am Sonntag etc.) gab es keine Gelegenheit. Die kritischen Beiträge bezogen sich auf die Theorie des Papsttums als unbeschränkte Macht göttlichen Rechtes über die ganze Kirche, so als ob der Papst ein Deus in terris (ein Gott auf Erden) wäre. Der Neo-Kardinal Ghirlanda SJ, einer der wichtigsten Berater des Papstes in der Kurienreform vertritt ja diese Auffassung, dass alles was jemals die Päpste im Laufe der Kirchengeschichte gesagt oder getan haben ein Dogma oder ein Gesetz göttlichen rechtes (de jure divino) sei. Die These widerspricht der ganzen katholischen Tradition und besonders auch dem II. Vatikanum, dass die Bischöfe und Priester nur die Vollmacht zu sakramentalen Handlungen hätten (d.h. die Vollmacht zu weihen anstatt- wie es richtig ist- die Vollmachten aus der sakramentalen Weihe, wie Thomas von Aquin potestas ordinis verstanden hatte), während der Papst im Alleinbesitz aller Jurisdiktion sei (also nicht nur den Primat in der Jurisdiktion habe, sondern Teil habe an der göttlichen Omnipotenz), die er beliebig an Kleriker oder Laien delegieren könnte (weshalb er auch Laien zu Leitern römischer Dikasterien mit Lehr- und Jurisdiktionskompetenz machen könne). In Wirklichkeit überträgt Christus im Sakrament der Weihe dem Bischof (bzw. Priester) die Vollmacht zu predigen, zu heiligen und zu leiten (inklusive Recht zu sprechen). Der Papst verleiht also einem Bischof nicht die Jurisdiktionsvollmacht, sondern weist nur einem Bischof die konkrete Diözese zu, in der dieser aber nicht Stellvertreter des Papstes (oder seine „Weihbischöfe“), sondern Jesu Christi ist (Lumen gentium 27). Denn er predigt, heiligt und leitet die Gläubigen im Namen Christi und nicht des Papstes, und bezeugt die Lehre der Apostel und nicht die privaten Ideen des aktuellen Papstes. Deshalb ist auch die Rede von einer Kirche des Papstes Franziskus anstatt der wahren Sprachgebrauchs von der Kirche Christi oder von Bischöfen und Priestern nach dem Herzen des Papstes von Franziskus, statt des Priesters nach dem Herzen Jesu, nicht nur Ausdruck höfischer Schmeicheleien, sondern einer eine „Beleidigung frommer Ohren“ und „riecht nach Häresie“ (um hier die theologischen Qualifikation von problematischen Thesen in Erinnerung zu rufen) Auf einem ökumenischen Konzil üben die geweihten Bischöfe (also nicht wie im deutschem, aber problematischen, Sprachgebrauch nur „Weihbischöfe“) ihren Anteil an der Jurisdiktion des Gesamtepiskopates aus. Sie handeln nicht als Delegierte des Papstes, sondern kraft ihrer Autorität, die ihnen von Christus, dem Haupt und Herrn der Kirche, verliehen ist. Die aus der Jesuitentheologie des 19. Jahrhunderts wieder hervorgeholte Theorie vom Papst als Autokrator oder absoluten Monarchen widerspricht nicht nur dem II. Vatikanischen Konzil, sondern unterminiert mit dieser Karikatur des Petrus-Dienstes die Glaubwürdigkeit der Kirche. Man sich in der Theologie und der Spiritualität des päpstlichen Primates an den Einsetzungsworten des Petrus-Dienstes orientieren ( Mt 16, 18; Lk 22, 32; Joh 21, 15-17). Man macht das Angebot einer ökumenischen Vermittlung der katholischen Lehre vom Papsttum (vgl. Johannes Paul II. Enzyklika, Ut unum sint, 1995) als dem "immerwährenden und sichtbaren Prinzip und Fundament der Einheit im Glauben und der Gemeinschaft“ der Bischöfe und aller Gläubigen (Lumen gentium 18; 23) geradezu lächerlich.

Infovaticana: Welche Themen würden Sie hervorheben, die derzeit im Vatikan von größter Bedeutung sind?

Kard. Müller: Unter "Vatikan" verstehen wir die weltlichen Einrichtungen des Heiligen Stuhles (die Vatikanbank, den Pressesaal, die Vermögens- und Finanzverwaltung etc). Ich spreche hier vielmehr vom Dienst der römischen Kirche, d.h. des Papstes mit dem Kardinalskollegium (und den ekklesialen Einrichtungen der römischen Kurie) an der Communio und Einheit aller Ortskirchen in der Wahrheit der göttlichen Offenbarung und in der sakramentalen Sendung, alle Menschen zur Erkenntnis Christi, des Sohnes Gottes und einzigen Mittler des Heiles, hinzuführen.

Infovaticana: Eine etwas umstrittene Frage: Warum wird in der Kirche immer mehr über Themen wie Ökologie, den Planeten oder andere Themen gesprochen und immer weniger über Jesus Christus und seine Lehre?

Kard. Müller: In einer Welt, in der Sinn und Ziel des Mensch-Seins materialistisch nur auf zeitliche und vergängliche Inhalte (wie Machterwerb, Prestige, Geld, Luxus, Lustbefriedigung) beschränkt wird, ist es leichter sich als Agent dieses Programms einer "Neuen Weltordnung ohne Gott" (nach kapitalistischer oder kommunistischer Lesart) interessant zu machen. "Aber was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben verliert?" (Mt 16,26). Wenn wir Jünger Jesu sein wollen, dann befolgen wir auch sein Wort: "Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit- und alles andere (was wir zum Leben brauchen) wird euch dazugegeben werden." (Lk 12, 31). Es gibt keinen strikten Gegensatz zwischen den ewigen/geistlichen Gütern und den zeitlich/vergänglichen Lebensnotwendigkeiten. Aber zuerst beten wir zu Gott, unserem Vater, dass sein Reich komme und dass seine heiliger Wille geschehe im Himmel wie auf Erden. Und dann bitten wir auch um das tägliche Brot, die Vergebung unserer Schuld in dem Maß wie wir auch unseren Schuldigern vergeben und um die Erlösung von all den Übeln, die aus unserer sündhaften Trennung von Gott, welcher Ursprung und Ziel jedes Menschen ist, folgten. In der Nachfolge des hl. Petrus eint der Papst die ganze Kirche täglich in dem Bekenntnis zu Jesus: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." (Mt 16,16). Und Christus baut Seine Kirche auf Petrus, den Felsen, indem er ihm und den Bischöfen die Vollmacht gibt, das Evangelium vom Reich Gottes zu verkünden, die Sakramente zu spenden und als gute Hirten die Herde Christi auf die Weide des Wortes und der Gnade zu führen.

Infovaticana: Die ganze Kirche verfolgt aufmerksam und besorgt die Schritte des deutschen Synodenweges Was halten Sie von den Beschlüssen der vierten deutschen Synodenversammlung?

Kard. Müller: In der Theatersprache würde man im Hinblick auf diese Veranstaltung nicht genau wissen, ob man von einer Tragödie oder eine Komödie sprechen soll. Es geht bei all den sehr abundanten, aber nicht profunden, Texten nicht um die Erneuerung der Katholiken in Christus, sondern um eine Kapitulation vor einer Welt ohne Gott. Das monotone Thema aller Themen ist die Sexualität. Sie wird aber nicht als Gabe Gottes an die Menschen als geschaffene Personen (in unserer männlichen oder weiblichen Natur) verstanden, aus der die Verantwortung folgt als Vater und Mutter an Gottes Schöpfungswerk und universalen Heilswillen gegenüber den eigenen Nachkommen mitzuwirken, sondern als eine Art Droge, um das nihilistische Grundgefühl mit einer maximalen Lustbefriedigung zu betäuben.

Infovaticana: Sowohl Kardinal Marx als auch Georg Bätzing unterstützten die Texte, die den Papst aufforderten, die Sexualmoral, die Ordination von Frauen und die Vision von Homosexualität zu ändern, was denken Sie?

Kard. Müller: Darin liegen zwei Fehler, die nur theologischen Ignoranten unterlaufen können:
1. Der Papst ( ebenso wie ein Konzil) hat keine Vollmacht, die Lehre der Kirche, die in der Offenbarung Gottes verankert ist, zu ändern. Denn damit würde er sich als Mensch über Gott erheben.
2. Die Apostel können nur das lehren und anordnen, was Jesus ihnen aufgetragen hat (Mt 28, 19). Gerade die Bischöfe als ihre Nachfolger sind gebunden an die "Lehre der Apostel" (Apg 2, 42) in der Heiligen Schrift, der Apostolischen Tradition und in den unfehlbaren Lehrdefinitionen vorhergehender päpstlicher Kathedralentscheidungen oder der ökumenischen Konzilien. "Eine neu öffentliche Offenbarung als Teil der göttlichen Glaubenshinterlage (depositum fidei) empfangen sie (Papst und Bischöfe) jedoch nicht." (Lumen gentium 25; vgl. Dei verbum 10).

Infovaticana: Hatten Sie Gelegenheit, mit zwei oder anderen Bischöfen Deutschlands zu sprechen, die diese Positionen vertreten?

Kard. Müller: Nach der Logik der Macht, die die Wahrheit scheut wie der Teufel das Weihwasser, hat es für sie keinen Sinn mit dem früheren Präfekten der Glaubenskongregation zu sprechen. Aber auch Kardinal Kasper, den sie einst als Verbündeten in der Frage nach der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene feierten, wird nach seinen kritischen Äußerungen zum Synodalen Weg von ihnen totgeschwiegen.

Infovaticana: Was ist Ihrer Meinung nach der Grund für den Versuch, die Kirche zu reformieren, indem alle Moralvorstellungen, Prinzipien, Lehren und Traditionen geändert werden?

Kard. Müller: Viele gut bezahlte Funktionäre im Establishment des Unternehmens "deutsche Kirche" (als der größte Arbeitgeber in Deutschland) leiden darunter, dass die kirchliche Lehre zur Ehe und zum 6. und 9. Gebot des Dekalogs dem Mainstream der Gesellschaft aufgrund der sexuellen Revolution des 1968er Jahre widerspricht. Sie können den Widerspruch zu Gottes Willen in ihrem persönlichen Verhalten und die hämischen Kommentare ihrer Zeitgenossen über die "im Mittelalter zurückgebliebene katholische Glaubenswelt und Moral" nicht aushalten. Deshalb wollen sie sich selbst auch als modern anpreisen und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft von Psychologie und Soziologie mitspielen. Man möchte dabei sein und nicht als Außenseiter gelten (als "Schmuddelkind der Nation", wie der Bischof von Aachen herum jammerte).

Infovaticana: Glauben Sie, dass die Kirche in Deutschland in Gefahr ist, eine Ab-Spaltung mit Rom zu riskieren?

Kard. Müller: Die denken in ihrer blinden Arroganz nicht an Spaltung, sondern an die Übernahme der Weltkirche. Deutschland ist ihnen für die Ausübung ihrer Herrschaftsideologie viel zu klein. Sie beanspruchen die Führungsrolle in der Weltkirche. Es geht um nichts weniger, als mit ihrer Weisheit die ganze Welt zu beglücken und die rückständigen und noch nicht „erwachsenen Katholiken“ und ihre Bischöfe aus den anderen Ländern einschließlich des Papstes von der Last der göttlichen Offenbarung und Gebote zu befreien. Ihr Ziel ist die Umwandlung der Kirche des dreifaltigen Gottes in eine weltliche Wohlfahrtsorganisation (NGO). Dann wäre man endlich in der "Religion der universellen Brüderlichkeit" angekommen, d.h. einer Religion ohne den Gott der Offenbarung in Christus, ohne eine geoffenbarte-übernatürliche Wahrheit, die über die endliche Vernunft hinausreicht, ohne Credo und Dogmen und ohne Sakramente als heilsnotwendiger Gnadenmittel. Ein gespenstiges Szenario - ganz so wie es der große russische Religionsphilosoph Wladimir Solowjew in seiner Schrift "Kurze Erzählung vom Antichrist (1899) beschrieb. Dem „Welt-Herrscher“ der universalen Philanthropie ohne den persönlichen Gott wiederspricht hier zuletzt und definitiv Papst Petrus II., indem er dem Antichristen, der sich auf dem Thron Gottes breit gemacht hat, das aus der Offenbarung des himmlischen Vaters sich ergebende christologische Bekenntnis entgegenschleudert: "Unser alleiniger Herr ist Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." ( Mt 16, 16)

Infovaticana: Welche Zukunft wird Ihrer Meinung nach der katholischen Kirche auf universeller Ebene noch bevorstehen?

Kard. Müller: Wenn man den Größenwahn unserer Politiker und Ideologen von Peking bis Moskau und von Brüssel bis nach Washington sieht ( mit ihren sogenannten europäischen „Werten“, darunter das Recht auf die Ermordung ungeborener Kinder), dann kann man von diesen „Herrschern über ihre Völker“ (Mt 20, 25) nicht viel Gutes für die Zukunft der Menschheit erwarten. Eine wahre Zukunft für jeden Menschen im Leben und Sterben können wir nur von Gott allein erhoffen, der aus unendlicher Liebe seinen Sohn dahingab für das Heil der Welt (vgl. Joh 3, 16). In einer Welt, wo Menschen sich anmaßen Gott zu sein, sich selbst neu zu erschaffen und sich selbst zu erlösen (vgl. den Hauptberater der Neuen Weltordner: Yuval Noah Harari, Homo Deus) bleibt für uns Christen nur das Zeugnis des Wortes und notfalls auch des Blutes, dass nur der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus unser Retter ist, weil er die Welt, ihre Arroganz, ihre Sünde und den Tod als Lohn der Sünde überwunden hat (Röm 6, 23).

Nur wenn wir "das Tier" aus dem Abgrund (der Gottlosigkeit), sein Standbild und seinen falschen Propheten nicht anbeten, gelangen wir zum Leben und zur Herrschaft mit Christus, die unsere zeitliche und ewige Zukunft umfasst. Denn der zeitliche und ewige Tod hat kein Macht mehr über uns (vgl. Offb 20, 6). Den Frieden des Herzens haben wir im Sohn Gottes, der zu seinen Jüngern sagt: "In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut. Ich habe die Welt besiegt." (Joh 16, 33).

Archivfoto Kardinal Müller (c) kath.net


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Lesermeinungen

 Ulrich Stommel 27. September 2022 
 

Ulrich Stommel

Ich muss mich noch entschuldigen für die doppelte Abfassung. Ich bin der digitale Analphabet, der ich nicht sein sollte. Daher habe ich versucht, es nochmal zu formulieren, da ich den Eindruck hatte, es wäre nicht gesendet worden. Schande über mich, ich bin in dem Alter noch, in dem man das halbwegs verstehen sollte.(57)


1
 
 mimamo 27. September 2022 
 

Soviel

zur Empfehlung in St Johann Baptist in NU zur Hl. Messe zu gehen, s. Link.
Ich wollte gehen, aber ich erspar es mir doch.
Ich mag nicht auch dort Außenseiter sein, wo ich Heimat haben sollte. DiesexKirche, hab ich gelesen grade, birgt kostbare, Reliquien. Ich werde mal hingehen, wenn sie einfach offen ist und für mich vor dem Tabernakel anbeten.
Dank an Kardinal Müller, der so erhellend und deutlich Jesus Christus über alles erhebt ud deutlich macht, wer die maßgebliche herrschende Majestät ist.
Gott segne und beschütze ihn.

www.pg-neu-ulm.de/telegramm/gottesdienste-zum-synodalen-weg/


2
 
 Coburger 26. September 2022 
 

Das Vertrauen schwindet

Kardinal Müller wird immer mehr zum Rufer in der Wüste bzgl. Deutschlands wie auch Roms.
Als kleiner Katholik hat man keine Chance: immer nur buckeln und den Mist schlucken.
Die Priester vor Ort machen ja meist alles mit, aber die Sünden beichten, sich selbst anklagen, darf man gerne. Wann gehen die Irrlehrer mal zur Beichte und kehren um?


1
 
 SalvatoreMio 26. September 2022 
 

Was ist Wahrheit

@Danke, Herr Ulrich Stommel! Gewiss weisen Sie mit Ihren Gedanken auch auf die Gefahren des menschlichen Herzens hin. Was das Lehramt der Kirche betrifft: ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist nach wie vor wirkt und uns "zurechtrückt". Ansonsten ist der Mensch ganz allgemein immer wieder in Gefahr, die eigenen "Eitelkeiten und Bedürfnisse" zur Hauptsache zu machen - auch mit frommem Antlitz. Die großen Versuchungen Christi sollten wir (und die Kirche als Ganzes) stets im Blick haben. Es sind auch die Unseren - nicht nur in der Fastenzeit. (Lukas 4, 1-13).


2
 
 Zeitzeuge 26. September 2022 
 

Liebe SalvatoreMio,

danke für Ihren Beitrag.

Wer die von der hl. kath. Kirche unfehlbar

verkündeten Wahrheiten (Dogmen) leugnet oder

anzweifelt hat am katholischen Glauben

Schiffbruch erlitten.

Aber auch innerweltlich ist der Relativismus,

also die Leugnung feststehender Wahrheiten,

unhaltbar, denn der Relativist hält ja seinen

Relativismus für "die Wahrheit"......!

Für ernsthaft Interessierte verlinke ich unten

ein Buch zum Thema von Prof.Dr. Josef Seifert.

Damit ist diese Diskussion für mich in Wahrheit

abgeschlossen.

patrimonium-verlag.de/sortiment/der-widersinn-des-relativismus/


2
 
 Ulrich Stommel 26. September 2022 
 

Salvatore Mio

Ich danke für die Replik,ich wollte mich ein bisschen an dem Begriff abarbeiten, Die von Ihnen zitierten Bibelstellen sind unabdingbar richtig,allerdings hat sich die Schlussfolgerung,die das Lehramt im Laufe der Kirchengeschichte daraus gezogen hat, vielleicht verselbstständigt in einer gewissen Eigengefälligkeit. Die immer wieder zitierte "Wahrheit" sollte auf jeden Fall dem menschlichen Diskurs gegenüber offen bleiben. Ansonsten verkommt das Menschenbild des Schöpfers zu einer Art Riesen-"Truman-Show". Gott lässt sich von seiner Schöpfung unterhalten. "Wahrheit" ist wahrscheinlich ein schwieriger, vor allen Dingen aber ein philosophischer Bergriff. Er ist auf alle Fälle ein diesseitiger Begriff und ich denke, die Kirche hat mit diesem Begriff im Laufe der Jahrhunderte viel Unfug angestellt.


0
 
 Ulrich Stommel 25. September 2022 
 

salvatoremio

Vielen Dank für die Replik. Ich wollte eigentlich nur das Thema "Wahrheit" etwas abarbeiten i.d.S.,dass vielleicht die Deutung der Kirche dazu geführt hat, den Wahrheitsbegriff quasi zu manifestieren, sozusagen als unfreiwillige Eigenschöpfung durch die Jahrhunderte. Ich denke, ihre Jesus Zitate sind eine Lebensanleitung, die wahrscheinlich unabdingbar klug ist, aber eine dauernde Wahrheit darin zu finden ist eben mein Kritikpunkt.Man hat es sich zurecht gelegt und damit ist es unhinterfragfähig. Ich kann mir schwer vorstellen, dass Gott sich eine Riesen "Truman"-Show? geschaffen hat,um die Menschen zu beobachten und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Ich wollte vielleicht sagen, Wahrheit ist der Bodenschatz und das Luxuxgut der Kirche, der viel Unfug angerichtet hat. Und als Geschöpfe Gottes sollte man die gewollte Fähigkeit haben, den Begriff auch eindeuten zu können.


0
 
 Hilfsbuchhalter 25. September 2022 

Wozu braucht die Kirche noch Christus, wenn es Bätzing und Co. besser wissen?


2
 
 hape 25. September 2022 

@Ulrich Stommel

Jesus fragte die Zwölf: wollt auch ihr gehen? - Hört sich das an, als sei Jesus Konsens- oder Harmoniesüchtig?


2
 
 Taubenbohl 25. September 2022 
 

Der Papst ist kein Autocrat der eine Revolution von oben herbei führen kann oder soll. Es gibt Wahrheiten die Ewig sind....und Hegelische Idealismus wo 2 plus 2 fünf machen können wie in Amoris Laetitia Fussnote...ist eigentlich weniger hilfreich. Haben wir öfters erlebt. Es gibt nicht zwei Wahrheiten. Eine aus der Zeit THomas Aquin und eine vom 21ten Jahrhunderet trotz manche Theologie.

Die aus der Jesuitentheologie des 19. Jahrhunderts wieder hervorgeholte Theorie vom Papst als Autokrator oder absoluten Monarchen widerspricht nicht nur dem II. Vatikanischen Konzil, sondern unterminiert mit dieser Karikatur des Petrus-Dienstes die Glaubwürdigkeit der Kirche.

Genau ins Schwarze getroffen


1
 
 SalvatoreMio 25. September 2022 
 

Was ist Wahrheit -

@ Ulrich Stommel? Wer Christ sein will, dem muss Christi Denken, Reden und Handeln Norm sein. Er selbst sagt von sich: "Ich bin die Wahrheit - Ich bin der Weg - Ich bin das Leben!" "Ich bin der Erste und der Letzte"(Offenbarung 22, 13). Sie schreiben: "Wahrheit ist auch eine Frage des Konsenses". Was heißt das vor dem Angesicht des allwissenden Gottes? Sollte er mit uns Menschen Kompromisse schließen, damit wir ihm zustimmen - oder was?


3
 
 Zeitzeuge 25. September 2022 
 

"Konsenswahrheit" - ein theologisches Unding bzgl. der

verbindlichen kath. Glaubens- und Morallehre!

Die von GOTT geoffenbarte Wahrheit, welche die

hl. kath. Kirche verbindlich lehrt, besteht

in sich und ist nicht von einem Konsens abhängig!

Beispiele:

Wenn niemand mehr an die allerheiligste göttliche

Trinität glauben würde, bestünde diese völlig

unabhängig davon weiterhin von Ewigkeit

her in alle Ewigkeit hin!

Wenn niemand mehr das Verbot der künstlichen

Empfängnisvereitelung beachten würde, wäre

das Verbot immer noch gültig und Verstöße

dagegen schwer sündhaft.

Eine sog. "Diskursethik" (Habermas), die immer

auch die kirchlich längst verworfene "Situations-

ethik" impliziert, ist zutiefst unkatholisch!

Im Link Prof. Fellermeier über den Wahrheits-

begriff beim hl. Thomas von Aquin!

mthz.ub.uni-muenchen.de/MThZ/article/view/1969H2S136-145/2188


5
 
 Ulrich Stommel 25. September 2022 
 

Wahrheit des Kardinals

Ich denke weiterhin, die Argumentation um die Wahrheit ist ein riesen Hemmschuh für gelebte Religion.
Wahrheit ist auvh eine Frage des Konsens;


0
 
 SalvatoreMio 24. September 2022 
 

Da bleibt einem die Luft weg!

Kann man noch deutlicher und mutiger die Wahrheit aussprechen? Und es sind Worte des früheren Präfekten der Glaubenskongregation! Durch diese Offenheit wird kath.net geehrt und alle Leser, die sich zusammen mit ihm sorgen um den Auftrag der Kirche. Nehmen wir diese Ehre an, indem wir weiter beten und uns selbst nicht scheuen, gradlinig zu diesen Wahrheiten zu stehen.


5
 
 lesa 24. September 2022 

Grenzüberschreitungen, Eigenmächtigkeit und Transformation ruinieren nur.

Lieber@Zeitzeuge: Danke für Ihre Replik. Kardinal Müller hat Gott sei Dank die Schliche aufgedeckt. Hoffentlich erkennen auch die anderen Kardinäle die Gefahr. Die Verwandlung von Neomodernisten in "Papolastristen" ist auch so eine der vielen Verdrehungen im Zuge der Transformation, die der Antichrist mit größter Schläue vollzieht. Aber die Imakulata ist stärker als die Schlange.
Auch was den Kommunionempfang betrifft, haben Sie rect. Man kann das auch den Menschen verständlich machen in aller Ruhe. Das muss man auch, wenn man sie gern hat. Es schützt sie und bringt ihnen mehr Segen, eine tiefere Kommunion mit dem Herrn. Und es wirkt sich auf den ganzen Leib Christi aus. Niemand muss sich wundern, dass der Teufel los ist mitten in der Kirche, wenn die Menschen selber daran gehen, zu bestimmen, was gut und böse ist - wozu sie aber nicht fähig sind. Sie sehen nicht die ganze Wirklichkeit mit ihren Gefährdungen. Das tut nur Gott, der uns mehr liebt, als wir es selber können.


6
 
 Rosenzweig 24. September 2022 

Ewiger GOTT - sende aus Deinen Geist..

und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.

Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt.

Gib, dass wir in DIESEM GEIST erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
..
Ein- seit meiner frühsten Jugend (194o-zigerJh.) mir bekanntes Gebet + gern gebetet -
so in diesem Vertrauen verbunden..


7
 
 Zeitzeuge 24. September 2022 
 

Liebe lesa, danke für Ihre Wortmeldung;

Der Neo-Kardinal Ghirlanda (Jesuit mit wichtigen
Aufgaben betraut) erinnert an den franz. Kanonis-
ten des 18 Jh. Lucius Ferraris, der u.a. sagte der
Papst sei "quasi Gott auf Erden, der auch göttli-
ches Recht modifizieren könne"!

Göttlichen Rechts ist z.B., daß kein Unwürdiger
die hl. Kommunion empfangen darf, vgl. hierzu
auch c. 915 CIC wonach "hartnäckigen, offenkundigen schweren Sündern" die hl. Kommunion nicht
gespendet werden darf!

Interessant ist, daß seit 2013 Neomodernisten
offenbar zu Papolastristen mutiert sind..... .


5
 
 lesa 24. September 2022 

Beim Namen genannt

@g(G)olden(mund): Volle Zustimmung.
Wir werden gestärkt mit dem Mut, den rechte Worte entfachen. (vgl Makkabäerbuch)Der Gute Hirte lässt uns nicht im Stich!


5
 
 menke 24. September 2022 
 

Respekt, Kardinal Müller!

Dieser mutige Kardinal Müller hat seinen Auftrag verstanden: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen“. (Mk. 16,15) Und dieses Wort Gottes, so sagt der Kardinal folgerichtig, kann niemand ändern, weil: 1. Der Papst (ebenso wie ein Konzil) keine Vollmacht hat, die Lehre der Kirche, die in der Offenbarung Gottes verankert ist, zu ändern. Denn damit würde er sich als Mensch über Gott erheben.
2. Die Apostel können nur das lehren und anordnen, was Jesus ihnen aufgetragen hat (Mt 28, 19)
Um den Ausführungen von Kardinal Müller zu folgen, brauche ich weder ein Gymnasium noch eine Hochschule besucht zu haben. Wichtig ist, einen gesunden Menschenverstand zu besitzen, um das Wort Gottes zu verstehen. Sollte die Verteidigung des Wortes Gottes gegen den Zeitgeist einmal schwer fallen, kann der letzte Satz aus dem Matthäus Evangelium helfen: Seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt. (Mat. 28,20)


7
 
 Uwe Lay 24. September 2022 
 

Der störende Christus!

Nicht die Spaltung der Kirche erträumt der Synodale Weg sondern davon, die Weltkirche zu übernehmen. Besser kann es nicht gesagt werden. Warum wird in der Kirche so wenig von Jesus Christus gesprochen?Weil um des interreligiösen Dialoges willen, wir glauben doch alle an den EINEN Gott,das Trennende nicht mehr erwähnt wird: Gemeinsam sollen eben alle Religionen zur Humanisierung der Welt beitragen; da stört dieser Jesus Christus nur.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


6
 
 golden 24. September 2022 
 

Begeben wir uns unter den Schutz und Schirm Mariens !

(Sub tuum praesiduum...)
Ihre Reinheit wehrt die geistige Kontamination ab,die von den hier beschriebenen Verdrehungen und Entstellungen christlicher Lehre in die Menge der Unwissenden bzw. Ignoranten eindringt...+


9
 
 golden 24. September 2022 
 

Alles klar, vielen Dank ! kath.net -Leser lesen Tacheles !

Kardinal Müller gibt eine volle Breitseite:Seien wir selig, dass wir uns vom HERRN selbst in dieser antichristlichen Situation von solchen getreuen prophetischen Lehrern umgeben wissen dürfen; hören wir selbst darin ausschliesslich auf die Stimme des GUTEN Hirten.


8
 

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