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DBK-Vorsitzender Bätzing: „Ungeborene Kinder im Mutterleib brauchen eine starke Lobby“

26. September 2023 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
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Bischof Bätzing kritisiert in Eröffnungspredigt zur DBK-Vollversammlung: Ungeborene Kinder „sind keine ‚Substanzen menschlichen Ursprungs‘, wie eine geplante EU-Verordnung vereinnahmend meint“ – „Jeder Mensch ist Gottes Heiligtum“


Wiesbaden (kath.net/DBK) kath.net dokumentiert Vorlage der Predigt von Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, im Eröffnungsgottesdienst zur Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 25. September 2023 in Wiesbaden-Naurod in voller Länge – Es gilt das gesprochene Wort – Esra 1,1–6, Lk 8,16–18

Liebe Geschwister im Glauben!
Baustellen, wohin man sieht. Und das im konkreten wie im übertragenen Sinn. Weil das Priesterseminar in Fulda – angestammter Ort der Herbst- Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz – vor einer großen Umbaumaßnahme steht, tagt die Konferenz in diesem Jahr in Wiesbaden. Der heilige Bonifatius begleitet uns auch hier mit seiner Fürsprache und seinem Segen, denn auch die katholische Stadtkirche der Hessischen Landeshauptstadt trägt sein Patrozinium. Aber auch hier ist zurzeit Großbaustelle. Zuletzt wurde die Mitte des 19. Jahrhunderts geweihte Kirche im Jahr 1965 grundlegend renoviert und neu gestaltet. Das war unmittelbar nach Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils. Ein wenig symbolträchtig ist es schon, dass die nächste große Instandsetzungsmaßnahme gerade in unsere Zeit fällt, in der viele den Eindruck haben, auch die Kirche insgesamt befinde sich in der Phase grundlegender Umbrüche und bedürfe angesichts massiver Krisenphänomene einer ernsthaften Instandsetzung und Erneuerung, um als Werkzeug dem Dienst am Reich Gottes wieder besser gerecht zu werden. In wenigen Tagen tritt in Rom die Weltsynode in eine weitere Phase, und dabei geht es ja offensichtlich auch um die Frage, auf welche Weise sich die katholische Kirche unserer Zeit gemäß auf diesen Weg der Erneuerung begeben kann.

Die Bonifatiuskirche hier in Wiesbaden ist also gerade kein schön herausgeputzter Raum. Fast schon düster kommt sie einem vor, durch den Gebrauch und die Ablagerungen aus Jahrzehnten trübe geworden. Die veralteten Leuchtmittel können kaum noch etwas ausrichten; jedenfalls leisten sie nicht das, was Jesus mit seinem Vergleich im Evangelium im Sinn hat. Aber die Menschen, die sich hier Tag für Tag zum Gottesdienst versammeln oder zum stillen Gebet kommen, zeigen gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kirchengemeinde und des Bistums den Willen, es nicht dabei zu belassen, sondern anzupacken und ein Großprojekt zu stemmen, um diesem Gotteshaus seine würdige Gestalt zurückzugeben. „Großbaustelle für die Bischofskonferenz in Wiesbaden“, der Titel eines Artikels der Allgemeinen Zeitung hier vor Ort (9. September 2023) ist also im doppelten Sinn zutreffend; die wichtigen inhaltlichen Arbeitspakete für die kommenden Tage konnte ich heute Nachmittag bereits bei der Pressekonferenz vorstellen.


Die Lesung aus dem Buch Esra erscheint mir in diesem Zusammenhang wie ein Aufruf zur Beteiligung an einem Großbauprojekt. Zugleich mit der Erlaubnis zur Heimkehr gestattet der Perserkönig Kyros (Regierungszeit 559–530 v. Chr.) die Wiedererrichtung eines jüdischen Zentralheiligtums in Jerusalem. Für das kleine zerstreute Gottesvolk ist das wahrhaftig das Signal einer Zeitenwende und der Beweis für das unleugbare Eingreifen Gottes. Historisch betrachtet waren Ausmaß und Ende des babylonischen Exils vermutlich weniger eindrucksvoll, als es die biblische Geschichtsschreibung vermuten lässt. Der Großteil der Bevölkerung war nicht deportiert worden, aber die Oberschicht fristete „an den Strömen Babels“ für mehrere Generationen ein Dasein, das sich im Nachhinein als unglaublich glaubens- und theologieproduktiv erwiesen hat. Denn in der Auseinandersetzung mit den Kulten und Kulturen der heidnischen Welt konnte das eigene Gottesbild reflektiert und präzisiert und die religiöse Praxis gereinigt und auf das Wesentliche hin vertieft werden. Woher aber kam der Impuls zur Erneuerung, zur Reorganisation, zur Heimkehr und zum Tempelbau? Sie gingen wohl nicht von der Menge der im Land verbliebenen Bevölkerung aus, sondern eher von Teilen der Bildungsschicht, die im Exil im Zweistromland lebten. Erneuerung brauchte hier die Eliten. Und der Hoffnungsimpuls kam ganz von außen, von einem heidnischen König, den sich der Herr als sein Werkzeug erwählte. Ihm, dem einzigen, wahren und souverän handelnden Gott, kommt die eigentliche Triebkraft der Befreiung zu. Anders können die Gottesfürchtigen gar nicht deuten, was sie hier als historischen Einschnitt in ihrer Geschichte erleben. Und so erbauten die Judäer um das Jahr 515 den zerstörten Jerusalemer Tempel wieder auf. Die Geschichtsschreibung weiß zu berichten, dass auch wohlgesonnene nichtjüdische Nachbarn sich daran beteiligten. Mit allen künftigen Erweiterungen und Umbauten blieb dieser „Zweite Tempel“ bis zu seiner Zerstörung im Jahr 70 n. Chr. durch römische Truppen das Hauptheiligtum der Judäer.

Geschichtliche Ereignisse als Triebkräfte, eine Minderheitensituation und eine durch Krisen hindurch gereifte Gottes- und Welterkenntnis, das Engagement von Eliten und die breite Unterstützung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, der innerste Impuls durch Gottes heilsgeschichtliches Handeln: Wenn ich es bedenke, so erkenne ich im heutigen kirchlichen Reform- und Erneuerungsauftrag alle diese Faktoren wieder. Es würde sich lohnen, sie zu entfalten; aber dazu reicht die Zeit einer Predigt nicht aus. Jedenfalls macht mich die gläubige Geschichtsbetrachtung, wie sie uns die Lesung heute beispielhaft präsentiert, gelassen und einsichtig, dass solche Prozesse nie ohne Konflikte laufen können; nicht im gläubigen Gottesvolk, nicht unter Expertinnen und Theologen und auch nicht unter Bischöfen. Ein entscheidendes Detail bei der Wiedererrichtung des Tempels scheint mir besonders erwähnenswert. Nicht nur, dass der Wiederaufbau in einer viel schlichteren Form geschah; im Allerheiligsten des neuen Tempels stand kein Kerubenthron mehr. Das Allerheiligste des Tempels blieb von nun an völlig leer. Dies ist wohl das größte äußere Zeichen der inneren Glaubens- und Lehrentwicklung, die sich aus der Not des Exils heraus vollzogen hatte. Es ließe sich unter verschiedenen Aspekten auslegen und deuten.

Ohne diese „Leerstelle“ im Zentrum des jüdischen Glaubens wäre der Kerngedanke des christlichen Gottesglaubens, nämlich sein inkarnatorischer Charakter, nicht denkbar. Denn mit der Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus durften wir lernen: Gottes Heiligtum ist menschlich. Der Mensch Jesus Christus ist Gottes Heiligtum für uns und mitten unter uns. Und alle, die sich gläubig zu ihm bekennen, erbaut der Geist des Herrn zum Tempel seiner Gegenwart inmitten dieser Welt. Ja, letztlich lernen wir die Überzeugung auszusprechen und tatkräftig umzusetzen: Jeder Mensch ist Gottes Heiligtum. Das begründet seine Einzigartigkeit und seine unverletzliche Würde. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sagt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Und als Christen ergänzen wir: Denn jeder Mensch ist Gottes Heiligtum in dieser Welt.

Darum melden wir uns in den Debatten um eine staatliche Gesetzgebung zum assistierten Suizid und um eine geplante Änderung der gesetzlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch. Und wir fordern in beiden Fällen eine ausgeglichene Balance zwischen der Selbstbestimmung und dem Lebensschutz, die beide durch unsere Verfassung der gesellschaftlichen Sorge überantwortet sind. Ungeborene Kinder im Mutterleib brauchen eine starke Lobby; es sind keine „Substanzen menschlichen Ursprungs“, wie eine geplante EU- Verordnung vereinnahmend meint. Aber genauso brauchen Frauen im Schwangerschaftskonflikt und ihre Familien alle nur denkbare Unterstützung durch Beratung und konkrete Hilfen. Menschen am Ende des Lebens dürfen nicht aus wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder ideologischen Gründen unter Druck geraten, ihrem Leben ein Ende zu setzen; stattdessen muss die nötige Gesetzgebung Schutzräume des Lebens ermöglichen und Palliativmedizin, Hospizarbeit und Suizidprävention deutlicher unterstützen.

Jeder Mensch ist vom ersten bis zum letzten Augenblick in seiner Würde unantastbar, keine Verfügungsmasse von irgendwem oder irgendwas, denn jeder Mensch ist Gottes Heiligtum. Das gilt ebenso für die Menschen, die aus Not und Angst um ihr Leben an den Grenzen der Europäischen Union stranden – wenn sie es überhaupt auf all den gefährlichen Wegen bis dahin schaffen – und um Asyl bitten. Asylrecht ist ein individuelles Recht. Und gleichzeitig sind die Möglichkeiten der Aufnahme auch in unserem Land begrenzt. Die Sorgen von Menschen hierzulande müssen ernst genommen werden; aber das Recht auf Asyl muss unangetastet bleiben. Darum erwarten wir so dringlich eine Reform des europäischen Asylrechts, die in vieler Hinsicht Ausgleich schafft; die vielfältigen Fluchtursachen zu bekämpfen, ist nur die andere Seite dieser Medaille.

Jeder Mensch – Gottes Heiligtum. Diese so grundlegende Einsicht muss aber auch in unserer Kirche selbst stärkere Resonanz finden. Die Verpflichtung zu Betroffenenorientierung und Missbrauchsaufarbeitung gründet unmittelbar darin sowie der stärker werdende Ruf nach echter Geschlechtergerechtigkeit und Beteiligung auf allen Ebenen und in allen Entscheidungsprozessen. Wir können nicht nach außen fordern und fördern, was innerhalb der Kirche selbst so wenig konkret gelebt wird; das schwächt die kritische Kraft des Evangeliums und macht uns unglaubwürdig. Diese Bewegung, für die nicht nur der Synodale Weg in unserem Land steht, sondern deutliche Voten aus vielen Teilen der Weltkirche, wird sich nicht durch Alibis beruhigen lassen. Hier hat die Lehre der Kirche Dienstcharakter und wird sich verändern, wenn sie dem Evangelium Jesu Christi treu bleiben will.

Baustellen, wohin man sieht. Und das im konkreten wie im übertragenen Sinn. Wir brauchen Ideen und Ausdauer dazu. Und vor allem Mut, wie der Herr ihn uns zuspricht. Er hat ja recht: Man zündet doch nicht ein Licht an und stellt es dann unters Bett (wie gefährlich ist das auch). Das Licht gehört auf den Leuchter, dann nützt es vielen [vgl. Lk 8,16].

Foto (c) Deutsche Bischofskonferenz/Marko Orlovic


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Lesermeinungen

 heikostir 28. September 2023 
 

@Bubi111

Sinnverdrehungen und bewusste Grenzüberschreitungen, von denen man dann wieder zurückrudert, weil man nur missverstanden worden ist (für wie dumm halten diese Leute eigentlich die Öffentlichkeit?) ist eines der Markenkennzeichen der AfD.

Und wenn Frau von Storch tatsächlich eine praktizierende Katholikin ist, frage ich mich, warum das dann nicht sichtbar wird. Denn das Schüren von Ressentiment und Vorurteilen gegen Menschengruppen, worin diese Frau es zu einer traurigen Meisterschaft gebracht hat, ist genau das Gegenteil von katholisch. Aber klar: Sie wird ja nur missverstanden (Ironie aus!)


1
 
 Bubi111 27. September 2023 
 

Beatrix von Storch

@heikostir u Karl -- Sie ist eine praktizierende Katholikin. - Falschzitate mit Sinnverdrehungen sind an der Tagesordnung in DT. Wenn es um Macht geht fallen alle Hemmungen. Cave Wiki - wer sind die Autoren? Wer bezahlt sie...


1
 
 karl k 27. September 2023 
 

@heikostir

Danke. Ich habe aber lediglich aus Wikipedia abgeschreiben, mehr nicht.


0
 
 Lemaitre 27. September 2023 
 

@lakota

Die grundlegende Ideologie der AgD ist eine atheistisch-nationalistische, die mir der Botschaft Jesu genau nichts zu tun hat. Der User @Zeitzeuge hat dies in einem seiner Posts gut aufgezeigt.

Die einzige Partei in Deutschland, die auch tatsächlich etwas Wirsames für den Lebensschutz tun kann, ist die CDU - das heißt nicht, dass ich deren Positionen alle gut finde.

Die Ablehnung von Abtreibung durch die AgD ist analog zu Trump zu sehen - solange sich naive Christen dafür entscheiden, wunderbar, kaum braucht man die Stimmen nicht mehr, wird auch die Position irrelevant.

Oder was hat es mit Lebensschutz zu tun, wenn man meint, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen zu vieleKinder bekommen? Richtig.


2
 
 lakota 27. September 2023 
 

@heikestir

"Denn echte Lebensschützer missbrauchen dieses Thema nicht zum Stimmenfang sondern setzen sich für den Schutz des GANZEN menschlichen Lebens ein (vom natürlichen Anfang bis zum natürlichen Ende: also vom Ungeborenen, über Flüchtlinge usw. bis hin zu Sterbenden)."

Super, gut, volle Zustimmung!

Jetzt müssen Sie nur noch sagen, WO man diese Politiker und Parteien findet!


1
 
 heikostir 27. September 2023 
 

@ karl k

Sehr schön herausgearbeitet, dass Frau von Storch das Gegenteil von einem Lebensschützer ist. Denn echte Lebensschützer missbrauchen dieses Thema nicht zum Stimmenfang sondern setzen sich für den Schutz des GANZEN menschlichen Lebens ein (vom natürlichen Anfang bis zum natürlichen Ende: also vom Ungeborenen, über Flüchtlinge usw. bis hin zu Sterbenden).


2
 
 heikostir 27. September 2023 
 

@lakota

Was eine Partei, die Leute wie Herrn Höcke in ihren Reihen duldet und gewähren lässt, in Zukunft aus Deutschland machen will, kann sich jeder an zwei Fingern abzählen... Das stört aber die Anhänger und Verteidiger dieser Partei, die die Realität nicht sehen (wollen), nicht.

Doch zurück zum eigentlichen Thema:
Grund zur Kritik am BDKJ gibt es genug. Aber Ihr pauschaler Vorwurf, der BDKJ wäre "gottlos" ist anmaßend.


2
 
 lakota 27. September 2023 
 

@heikestir Nachtrag

Was das blinde Huhn angeht: wir werden doch seit zig Jahren von blinden Hühnern regiert, die die Realitäten nicht sehen (wollen).
Nicht die AfD hat Deutschland zu dem gemacht, was es jetzt ist! Das stört aber scheinbar niemand.


1
 
 lakota 27. September 2023 
 

@heikostir

Wenn jemand sich voll gegen die Gebote Gottes stellt, sie sogar bekämpft, ist er dann nicht "los von Gott"?

Wer an Gott glaubt, hält auch seine Gebote - oder sind Sie da anderer Meinung?


2
 
 heikostir 27. September 2023 
 

@ lakota

Kritik am BDKJ ist sicher statthaft. Aber Ihr Vorwurf, der BDKJ wäre "gottlos" ist anmaßend. "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!" (Mt 7,1)

Und die AfD? Da kann man das Sprichwort bemühen: Selbst ein blindes Huhn, findet hin und wieder ein Korn.


2
 
 lakota 27. September 2023 
 

@karl k @Lemaitre

...und warum ist es so schwer, auch mal das Gute bei anderen, hier AfD, zu sehen?

Wie unchristlich war es denn 2016, als die AfD einen Antrag zum besseren Schutz der Christen in den Asylantenheimen einbrachte und ALLE, inkl.CDU diesen ablehnte, bloß weil er von der AfD kam??

Wenn die AfD für den Schutz des ungeborenen Lebens ist, ist das etwas GUTES!


1
 
 Lemaitre 27. September 2023 
 

@Hanno

Seit wann ist zitieren eine Hetztirade?

Auf Unbewaffnete, die kein unmittelbarer Leid zufügen wollen, schießt man nicht, auch wenn das in die Köpfe mancher Grenzer von eigenen Gnaden nicht reingeht.


1
 
 modernchrist 26. September 2023 
 

"Lobby" ??

Ich denke, es geht nicht um Lobby. Wir Lebensschützer sind keine Lobbyisten, die rumschlendern und für unsere Klientel etwas herausschlagen wollen. Bei einem Lobbyisten kann man auch Nein sagen zu seinen Vorschlägen und Anliegen! Das ungeborene Kind aber ist in Todesgefahr, ist völlig wehrlos dem Urteil der Erzeuger ausgeliefert, ihm droht das Todesurteil für einen von ihm unverschuldeten Konflikt. Das Kind braucht Anwälte! Verteidiger! Ja eigentlich Kämpfer für das unveräußerliche Lebensrecht, dass ihm per Gesetz genommen werden soll. Ich finde das Wort Lobby viel zu salopp. Lobbyisten machen keine Märsche für das Leben, beten nicht wochenlang an den Tötungsstätten, fahren nicht Nächte hindurch, um an Demos teilzunehmen!


1
 
 Hanno.B. 26. September 2023 
 

@karl k

Das ist etwas vollkommen anderes! Es geht hier um ungeborenes Leben und nicht um Asylante! Also sparen Sie sich Ihre unqualifizierten Hetztiraden!


2
 
 Gotteskind29 26. September 2023 
 

Der Wolf im Schafspelz spricht

Wie kommt man von Lebensschutz zur eigenen Agenda? Wieder ist vom Ruf nach Geschlechtergerechtigkeit (Frauenpriestertum) und Entscheidungseinbindung auf allen Ebenen die Rede, weil ja sonst die Kirche unglaubwürdig wäre.
Unglaubwürdig wird die Kirche dann, wenn sie dem Zeitgeist hinterherläuft und die bisherige kirchliche Lehre ausser acht lässt


2
 
 Zeitzeuge 26. September 2023 
 

Werter Johannes,14,6; danke für Ihre Interesse;

das besagte Dietrich von Hildebrand-Zitat stammt
aus dem (vergeblichen) "Weckrufbuch"

Das trojanische Pferd in der Stadt GOTTES,
(vom damals 24-jährigen Josef Seifert aus
dem amerik. übersetzt, leicht antiquarisch
zu beschaffen) von 1969 und zwar in der
Online-Ausgabe unter Ziffer 225.

Die Online-Ausg. ist zu "googeln" unter

jimcontent.com - Das trojanische Pferd in der
Stadt GOTTES

Das zweite, ebenfalls vergebliche, "Wecckruf-
buch dieses großen kath. Philosophen

"Der verwüstete Weinberg" ist noch neu lieferbar!

Die im vergangenen Jahr sehr hoch betagt ver-
storbene Gattin des Philosphen, Alice von
Hildbrand (1923-2022) war ebenfalls philosophisch
aktiv, Biographin ihres Gatten (Das Herz eines
Löwen) und mit der bekehrten US-Kommunistin
Bella Dodd befreundet (The School of Darkness),
die ja mitteilte, daß die Kommunisten in den
30er/40er Jahren eine erhebliche Zahl von
Kommunisten i.d. US-Priesterseminare einge-
schleust haben.
Ggfls. entspr. googeln.


1
 
 karl k 26. September 2023 
 

@Bubi111

Beatrix von Storch, was sagte sie zur Grenzsicherung von Europas Außengrenze?

"...und wenn [s]ie das HALT an der Grenze nicht akzeptieren, können die Vollzugsbeamten im Grenzdienst Schusswaffen auch gegen Personen einsetzen.“ Auf Nachfrage wollte sie davon auch Frauen und Kinder nicht ausnehmen. Nach eigener Aussage ist diese Frau da nur mit der Maus ausgerutscht! (aus Wikipedia)
Sie so Lebensschutz aus?


5
 
 Johannes14,6 26. September 2023 
 

Keiner hat sich selbst geschaffen

Lesens- und bedenkenswert die Predigt von Pfarrer Johannes Hillermann, SELK Berlin, im Gottesdienst vor dem Marsch für das Leben am 16.9., über die prinzipielle UNVERFÜGBARKEIT des menschlichen Lebens ab dem Augenblick seiner Entstehung.

Und Dank an @Zeitzeuge für das Zitat von Dietrich von Hildebrandt und seine Auslegung. Wenn Sie noch sagen könnten, aus welcher Schrift Hildebrandts das Zitat ist ?

selk-mitte.de/2023/09/16/marsch-fuer-das-leben/


2
 
 Lemaitre 26. September 2023 
 

...

Bezeichnend ist, dass katholisch.de über diese Eröffnungspredigt schweigt, während ein Generalvikar Pfeffer sich "entsetzt" darüber zeigen darf, dass Nuntius Etorovic es tatsächlich gewagt, die Gender-Ideologie zu kritisieren und auf das biblische Menschenbild zu verweisen... Wie kann man nur...


2
 
 Bubi111 26. September 2023 
 

Doppelstandard - wo bleibt die Aussage zu den Regierungsparteien?

Bätzing schreibt Katholiken vor, die AFD nicht zu wählen. Konsequent müsste er das auch für die Grünen, Linken und die SPD tun: in den Parteiprogrammen sind im Hinblick auf Abtreibung deutliche Ansagen! Die AFD spricht sich für den Lebensschutz aus - Beatrix von Storch!


3
 
 doda 26. September 2023 

Was Bischof Bätzing mit Gewissheit vorraussagt ...

Bischof Bätzing sprach von "Geschlechtergerechtigkeit" und schlußfolgerte dann: "Hier hat die Lehre der Kirche Dienstcharakter und wird sich verändern, wenn sie dem Evangelium Jesu Christi treu bleiben will."
Der Wunsch, Vater des Gedankens?


2
 
 golden 26. September 2023 
 

Die von Herrn Bätzing gemachte Aussage macht der Hl. Paulus nicht:

Ohne Bekehrung und Glauben and den Dreieinigen Gott sind alle Menschen Sünder (Römerbrief 5,12 und oft).
Herr Rahner und viele andere bewegen sich in gefälligen prohumanistischen Äußerungen; sie zeigen nicht den schmalen weg des Lebens an (Matthäus 7,14)


1
 
 lakota 26. September 2023 
 

Nur ein Wort....

"Ungeborene Kinder im Mutterleib brauchen eine starke Lobby!"

Und jetzt sagen Sie das bitte Ihrem gottlosen BDKJ!


5
 
 Zeitzeuge 26. September 2023 
 

Der Mensch Jesus Gottes Heiligtum - wie jeder Getaufte, ja wie jeder Mensch?

Dazu hätte auch Arius ja gesagt, zumindest ist
die Einmaligkeit der Menschwerdung GOTTES dadurch
nicht klar genug, also eigentlich defizitär,
formuliert.

Das erinnert an die "Christologie" Karl Rahners.

Dietrich von Hildebrand darüber:

“Das Nizenische Credo spricht mit großer Einfachheit und Klarheit von diesem unergründlichen Geheimnis. Dagegen ersetzt z.B. Karl Rahner dieses Mysterium durch eine obskure, abstrakte Spekulation: Gott sagt sich selbst im Menschen aus; und jeder, der sein Leben annimmt, der Ja zum Leben sagt, vollzieht etwas der Inkarnation Analoges.”

Gottes Heiligtum im eigentlichen Sinn ist nur
der Getaufte im Stand der heiligmachenden Gnade,
der durch jede Todsünde verloren geht, darüber
zu predigen und die Sünder zur Metanoia aufzurufen
ist bei "anders katholisch" sein Wollenden nicht
auf der Agenda...... .


1
 

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