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Ärger um Spenden für Messen in Kroatien

22. Juni 2024 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
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Erhöhung der empfohlenen Mess-Stipendien sorgt für Debatten


Zagreb (kath.net/KAP) In Kroatien gibt es eine öffentliche Debatte um sogenannte Mess-Stipendien und die Finanzierung der Kirche. Weil die Inflation auch die katholische Kirche treffe, hatten die Bischöfe des südosteuropäischen Landes bei ihrer jüngsten Vollversammlung eine Erhöhung der empfohlenen Spende für eine Messfeier, die in einem besonderen Anliegen von Gläubigen gefeiert wird (Messintentionen), von sieben auf zehn Euro erhöht. Diese Entscheidung, die ab dem 1. Juli wirksam wird, polarisiert die Bürger, wie örtliche Medien (Mittwoch) berichten.


"Wäre Jesus nicht auferstanden, würde er sich im Grab umdrehen", kommentierte ein verärgerter Leser der Zeitung "Vecernji list". Ein weiterer wirft der Bischofskonferenz Gier vor, während ein anderer die Einführung einer Kirchensteuer nach deutschem Vorbild vorschlägt. Befürworter des Vorstoßes argumentieren hingegen mit dem karitativen Wirken der Kirche, wo der Staat versage. Auch werde niemandem wegen Geldmangels der Besuch eines Gottesdienstes verweigert.

In der Kirche in Kroatien gibt es kein Kirchenbeitrags-System wie im deutschen Sprachraum. Die Kirche finanziert sich aus Spenden, Kollektengeldern und Messstipendien sowie staatlichen Beiträgen. Rund 86 Prozent der 4,2 Millionen Kroaten sind Katholiken. Die Kirche genießt in der Gesellschaft weitgehend hohes Ansehen.

Nach katholischer Lehre kann ein Priester eine Messe für ein bestimmtes Anliegen von Gläubigen feiern, beispielsweise im Gedenken an einen Verstorbenen. Der Kirchenrechtskodex erlaubt dafür die Annahme eines Messstipendiums; zugleich wird "eindringlich empfohlen", auch Messen ohne eine solche Zuwendung nach der Intention der Gläubigen, "vor allem der Bedürftigen" zu feiern. In Österreich liegt die empfohlene Höhe eines Mess-Stipendiums bei neun Euro.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 723Mac 24. Juni 2024 
 

@Everard

ab für 5 EUR gibt es eine Alternative über die Hompage der Kirche in NOt
Wenn die Amtskirche merkt, daß Ihr Geld entgeht, dann reduziert sie auch Höhe der Messstipendien

Am Schlimmsten sind für mich neben Stipendien für WOrtgottesdienste in Deutschland die erzwungenen Stipendien für Sakrament der Ehe- wird nicht durch einen Priester gespendet sondern hier sind die Eheleute selbst Sakramentspender


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 Everard 22. Juni 2024 
 

Diese

Banale Erhöhung sollte gewiss keine Empörung hervorrufen. Für alles und jenes ist Geld vorhanden doch ein Messtipendium soll ein Ärgernis bilden. Kroatien ist kein Entwicklungsland und ökonomische Prosperität ist auch dort längst angekommen.


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 athanasius1957 22. Juni 2024 
 

Löschung von Posting

Warum werden Beiträge bzgl Mißbrauch vom Meßstipendien, sei's mehrere für eine hl Messe, sei's für Wortgottesdienste, hier gelöscht. Das ist Betrug am Spender.
Außerdem kann kaum mehr für Lebende ein Stipendium gegeben werden, da kaum mehr der erste Kanon mit dem gedächtnis der Lebenden vor der konsekration genommen wird.


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 Stefan Fleischer 22. Juni 2024 

Im Übrigen aber denke ich,

dass die Glaubenswahrheit des «Ortes der Reinigung», des Fegfeuers, wie wir früher sagten, wieder verkündet werden muss. Das gehört untrennbar zum Geheimnis der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit Gottes. Für unseren katholischen Glauben ist beides absolut. Gott Urteil ist immer und überall gerecht. Seine Barmherzigkeit aber ist aber ebenso absolut für alle, die IHN fürchten. (vgl. z.B. Ps 103,13) Wie das genau möglich ist, das übersteigt unseren Verstand. Dass das aber so ist, das ist unser Glaube. Und in diesem Zusammenhang muss auch die Frage der Messtipendien gesehen werden.


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 Stefan Fleischer 22. Juni 2024 

Die Diskussion zeigt

Es wäre wohl dringend nötig, dass diese Messtipendien wieder einmal klar und unmissverständlich erklärt werden. Die meisten Katholiken (selbst Amtsträger) haben ja kaum noch eine vage Ahnung um was es dabei geht und wie alles genau geregelt ist. Doch dazu bräuchte es wohl den Glauben an den Opfercharakter der heiligen Messe, der heute von fast niemandem mehr erwartet werden kann. Dabei ist doch klar, wenn all die grossen und heiligen Geheimnisse unseres Glaubens immer mehr von der Verkündigung verharmlost oder gar ausgeklammert und/oder geleugnet werden, sollte eigentlich niemand über mangelnde Glaubwürdigkeit der Kirche beklagen.


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 Jothekieker 22. Juni 2024 
 

In Ländern ohne Kirchensteuer legitim

Die meisten Kroaten werden einsehen, daß auch der Pastor sein Brot und seine Schuhe kaufen muß. Und wem die 10 € weh tun, dem kann sicherlich auch irgendwie anders geholfen werden.

Hier in Deutschland sehe ich die Sache ganz anders.


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 Philippus02 22. Juni 2024 

Messstipendien und Kirchensteuer

Hat Jesus jemals Stipendien verlangt, wenn er tätig wurde? Steht irgendwo im Neuen Testament etwas von Stipendien? Oder ist es nicht vielmehr eine Pflicht für Christen, Gebetsanliegen unentgeltlich zu erfüllen? Hat Jesus nicht sogar gegen den Mammon gepredigt? Besonders in Deutschland bin ich gegen Stipendien - außer in Gemeinschaften, die nicht von der Kirchensteuer partizipieren. Auch ich bin der Überzeugung, dass die Kirche in Deutschland über genügend Einnahmequellen verfügt.


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 MutigSein 22. Juni 2024 
 

„Preisliste“ für Dienstleistungen - dalex

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass alles in der Kirche kostenlos sein sollte. Und da der Pfarrer eh den Gottesdienst feiert und, zumindest hier, die bestellten Messen eh nicht explizit ins gebet inkludiert, sollte es kostenlos sein. Meine Schwiegereltern haben zu ihrer Zeit Messintentionen immer an die Palottiner Pater geschickt. Als Dank kam zu Weihnachten stets ein Dankesbrief mit einem persönlichen Gebet.


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 Andel 22. Juni 2024 
 

Messstipendien

In meiner Kindheit habe ich gelernt, dass die Messstipendien anstelle von Naturalien als ein zusätzliches Opfer zur hl. Messe gegeben werden sollten. Diese wurden für caritative Zwecke und für Unkosten wie Heizung, Blumenschmuck etc. verwendet. Heute bleiben die Heizungen aus, zum Schutz der Umwelt (!), an den Schutz vor Krankheiten der meist älteren und alten Gottesdienstbesucher denkt niemand, für Blumenschmuck ist kein Geld da. Der Betrag von 5 €, um den hier gebeten wird, wandert in die Tasche des Zelebranten. Jeder weitere Kommentar ist überflüssig.


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 723Mac 22. Juni 2024 
 

ab für 5 EURO

gibt es die Möglichkeit
die Heilige Messen über Kirche in Not in Missionen zu bestellen
auch als Novene bzw als Gregorianische Messreihe (30 Messen)

www.kirche-in-not.de/ihr-mess-stipendium/messe-stiften/


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 Gotteskind29 22. Juni 2024 
 

Messtipendien

Die 9 Euro in Österreich gelten aber nur für Messen, die in die Mission geschickt werden, in der Pfarre gelesene Messen kosten zwischen 12 und 18 Euro, je nach Pfarre. Die Tragödie ist aber, wenn Intentionen für Wortgottesdienste angenommen werden und die Intention dann nicht weggeschickt wird, weil man nicht mehr um das Messopfer Bescheid weiß.


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 dalex 22. Juni 2024 
 

Gradwanderung

Ich stand mal vor 22 Jahren in Turin vor einer Kirche, an der die „Serviceleistungen“ wie eine Speisekarte angeschlagen standen. Das Luxusrequiem mit Chor war am teuersten. Da konnte ich es nicht unterdrücken, mit meinem Stift ein Graffiti zu hinterlassen: “Gesù è gratuito”. Heute arbeite seit kurzem ich in der Medienmission außerhalb des Kirchensteuersystems und muss lernen, dass ich meine Brötchen nur deshalb bekomme, weil andere in Jesu Namen für uns spenden, dass auch Verkündigung einen Wert hat, der sich in Geld ausdrücken lässt. Die Schwierigkeit ist, eine gewisses Maß zu finden, es nicht als kommerzielle Dienstleistung erscheinen zu lassen.


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 nazareth 22. Juni 2024 
 

Stipendien als kritisches Thema

Tatsächlich sind die sogenannten Messstipendien ein heikles Thema. Es erinnert an Anlässe die bezahlt werden. Es verleitet Mrnschen zu Aussprüche wie:" Eine Messe kostet jetzt schon 10€". Es verleitet die Menschen auf die Kulturschätze des Vatikan zu sehen und die Güter und sich zu fragen,warum das Gottesvolk zur Kasse gebeten wird neben Kirchensteuer,Kerzenspenden und Kollekte. Der Umgang mit dem weltlichen Mammon ist eines der schwierigsten Themen für Kirche und Welt. Inwieweit, wie sehr, ist wer berufen aus Vorsehung zu leben und Gottes Wirken im Vertrauen sichtbar zu machen indem man auf sichere Versorgung verzichtet und auf Gemeinschaft vertraut, um glaubhaft für die Ewigkeit zu leben?


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