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Kleine Wunder des Alltags

20. Mai 2023 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Unser Leben ist ein Wunder und dieses Wunder kann viele neuen Wunder bewirken. Darum lohnt es sich, aufmerksam und mit einer positiven und dankbaren Einstellung durch das Leben zu schreiten - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Viktoria Samp


Krakau (kath.net)

Hast Du schon einmal ein Wunder erlebt? Vielleicht hast Du manchmal das Gefühl, dass viele Menschen um Dich herum so viele wunderbare Geschichten zu erzählen haben, wie sie auf die Fürsprache des hl. Antonius etwas wiedergefunden haben, wie sie dank des hl. Josef ihren Traummann gefunden haben oder wie die hl. Rita etwas unmögliches möglich gemacht hat.

Und Du selber? Hast Du schon mal so ein Wunder erlebt? Ich selber hatte bis vor kurzem das Gefühl, selbst nie solche Wunder erlebt zu haben und wenn ich schon eine Geschichte zu erzählen hatte, so stammte sie nicht von mir, sondern von Erzählungen Dritter. Manchmal behandele ich auch die Geschichten Anderer mit einem Schmunzeln, da mir die „Wunder“, von denen sie erzählen, wie Kleinigkeiten erscheinen, die keine größere Bedeutung für ihr Leben und ihre Seelenrettung haben und mir daher so banal erscheinen, dass Gott doch kein Interesse daran haben sollte, sich mit solch banalen Bitten zu beschäftigen. Doch in letzter Zeit erfahre ich immer wieder, dass selbst ein kurzes Stoßgebet kleine Wunder im Alltag wirken kann. Es sind tatsächlich banale Sachen, doch sie machen den Alltag zu einem wunderbaren Abenteuer, in dem ich immer wieder aufs Neue erfahren kann, wie wir tagtäglich von Wundern umgeben sind und wie sehr uns Gott sogar im allerkleinsten liebt und beschenkt. Vielleicht wären diese Wunder auch geschehen, wenn ich nicht darum gebeten hätte, Gott weiß ja alles und weiß manchmal besser als wir selber, was wir brauchen. Vielleicht ist es auch übertrieben, hier von „Wundern“ zu sprechen, denn so nehme ich vielleicht den wirklich großen Wundern, wie wunderbaren Heilungen, etwas von ihrer Außergewöhnlichkeit weg.


Vielleicht. Aber dennoch kann ich mit Sicherheit sagen, dass jeder Moment, den ich erleben darf und jede Erfahrung, die ich machen darf, für mich kleine Wunder des Alltags sind. Selbst solche, die nicht durch ein Gebet hervorgerufen sind und solche, die ich niemandem berichten werde, weil man sie als Selbstverständlichkeit sieht. Die Begegnung mit einem anderen Menschen, das Grün des Frühlings, der tägliche Sonnenauf- und -untergang, das Brot, das ich zum Frühstück essen darf, das Zwitschern der Vögel. Auch das sind kleine Wunder des Alltags, die ich bewusst erleben und für die ich danken möchte. Erst, wenn uns etwas von diesen „selbstverständlichen“ Dingen fehlt, erfahren wir, wie arm wir ohne sie sind und wie wenig wir sie im Alltag wertschätzen. Auch der Chef, der ständig einen Grund zum Meckern hat, kann Grund zur Dankbarkeit, der uns eine Chance gibt, uns zu entwickeln, zu wachsen und etwas neues zu lernen, was uns in unserem Leben noch zu sehr viel Gutem gereichen kann. Und andererseits sind auch wir keine passiven Zuschauer und Zufälle des Geschicks. Unser Leben ist ein Wunder und dieses Wunder kann viele neuen Wunder bewirken. Darum lohnt es sich, aufmerksam und mit einer positiven und dankbaren Einstellung durch das Leben zu schreiten.  


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Lesermeinungen

 lakota 21. Mai 2023 
 

Herzlichen Dank, Viktoria Samp!

"Die Begegnung mit einem anderen Menschen, das Grün des Frühlings, der tägliche Sonnenauf- und -untergang, das Brot, das ich zum Frühstück essen darf, das Zwitschern der Vögel. Auch das sind kleine Wunder des Alltags, die ich bewusst erleben und für die ich danken möchte!"

Auch für mich sind das kleine Wunder, Gottes Geschenke, uns zur Freude.
Wie Sie sagen: man muß es sich nur immer wieder bewusst machen - und das danken nicht vergessen!


1
 
 matthieu 20. Mai 2023 
 

Das gibt es ja gar nicht"

und doch, ja, solche Wunder gibt es, die kleinen, alltäglichen und die großen- und die Schutzengel wie bei @Waldi. Gelobt sei Gott, der uns so viele Chancen gibt. Nutzen wir sie.


2
 
 Waldi 20. Mai 2023 
 

Ohne mich persönlich wichtig zu nehmen,

möchte ich ein Erlebnis erzählen, das mir widerfahren ist. Ich übelasse es aber jedem zu entscheiden, ob Sie oder Er ein kleines Wunder darin sieht.
Am 05. Juni 2018, ich war damals 80 Jahre alt und hatte bereits zwei künstliche Hüftgelenge.
Nachem ich 2 Getränkekisten mit leeren Glasflaschen eine 12-stufige Betontreppe hochgeschleppt hatte, verlor ich auf der obersten Plattform der Treppe das Gleichgewicht und stürzte in voller Länge mit dem Kopf voraus die ganze Treppe hinunter, mitten in die Glasscherben der vorauseilenden, zerborstenen Glasflaschen hinein. Ich stand auf und musste zu meiner größten Überraschung feststellen, dass ich nicht die leiseste Verletzung davon getragen habe, nicht einmal eine Abschürfung. Das ist jetzt 5 Jahre her. Ich versichere mit meinem Ehrenwort, dass dieses Erlebnis der vollen Wahrheit entspricht! Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich um meinen Hals die wundertätige Medaille trug!


3
 

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