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'Schlechtes wird überbetont, Gutes nicht kommuniziert und letztlich Gott ausgeblendet'

22. Mai 2023 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Johannes Hartl und Jana Highholder beim Deutschlandtreffen der Charismatischen Erneuerung


Künzell  (kath.net) Ja, es gibt viel Grund zur Hoffnung, selbst in Zeiten wie diesen. Hoffnung in persönlichen wie auch in globalen Krisen. Dieses Signal ging vom „Mittendrin“, dem Deutschlandtreffen der Charismatischen Erneuerung (CE), am langen Himmelfahrts-Wochenende in Künzell bei Fulda aus. Über 800 Teilnehmer ließen sich in der Kreissporthalle von vielfältigen Impulsen zum Thema „Hoffnung? Hoffnung!“ ermutigen.

Für diese Vielfalt an Impulsen sorgte ein buntes Spektrum an Referenten. Der Theologe und Autor Johannes Hartl sprach von einer Kultur der Hoffnungslosigkeit in der westlichen Welt, befeuert durch die mediale Vernetzung. Im Blick auf die Zukunft werde Schlechtes überbetont, Gutes nicht kommuniziert und letztlich Gott ausgeblendet. Ja, es gebe Herausforderungen, sagte Hartl, aber es gelte, sich ihnen zu stellen, mithilfe des Heiligen Geistes.  „Männer und Frauen der Hoffnung sind ein Gebot der Stunde“, betonte Hartl – und zeigte konkrete Schritte auf, zum Hoffnungsträger zu werden.


Es gibt Hoffnung für ausgelaugte Christen wie die Influencerin und Powerfrau Jana Highholder (24). Ihre Botschaft erwuchs aus der zunächst unliebsamen Einsicht, dass ihre Seele nach neun Jahren mit einem schier unglaublichen Pensum an Aktivitäten eine Pause braucht: „Gott meint den ganzen Menschen, nicht nur den Geist und vielleicht noch den Körper. Und er schenkt gerne die nötige Ruhe zum Auftanken.“

„Jesus ist da, wo es am schlimmsten hergeht.“ Das macht Mario Mosimann von „Aktion für verfolgte Christen“ (AVC) am meisten Hoffnung. Der Schweizer berichtete von offenen Türen für die christliche Botschaft beispielsweise an mehreren buddhistischen Staatsschulen in Thailand oder in höchsten Kreisen in Saudi-Arabien. Überhaupt nehme die Zahl der Christen gerade in den Ländern zu, wo der Glaube an Jesus etwas kostet.

Die Hoffnung und das Vertrauen auf Gottes Wirken können selbst dann gestärkt werden, wenn Gebet anders oder gar nicht erhöht wird. Diese Erkenntnis hat der Fuldaer Weihbischof Karlheinz Diez gewonnen. „Gott weiß, was er tut“, sagte Diez in der Messe am Samstagvormittag.

In der Eucharistiefeier zum Auftakt an Christi Himmelfahrt hatte der Vorsitzende der CE Deutschland, Pfarrer Josef Fleddermann (Bremen), an den Heiligen Geist erinnert, an die Kraft aus der Höhe, die Jesus verheißen hatte. Und was an Pfingsten war geworden sei, gelte heute noch: „Der Heilige Geist gibt den Jüngern Kraft und Zuversicht, weckt und stärkt ihr Vertrauen und ihre Hoffnung.“

Die Impulse waren eingebettet in intensive Zeiten von Lobpreis und Anbetung. Ein Abend mit dem Angebot für persönliches Gebet und Segnung, das auf große Resonanz stieß, sowie zahlreiche Workshops und ein eigenes Kinderprogramm gehörten wie immer dazu beim „Mittendrin“.

Die Verantwortlichen der CE Deutschland legten zudem einmal mehr großen Wert darauf, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit hineinzunehmen. Mit frischen Ideen und dem Einsatz moderner Kommunikationstools sorgten das Moderatorenduo Rhiana Spörl und Tobias Gayer für Auflockerung. Und die Begeisterung der jungen Leute im Lobpreis fiel nicht nur Weihbischof Diez positiv auf, der sich wünscht, dass sich junge Leute in ihrer Art in die Gemeinden einbringen.


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Lesermeinungen

 nazareth 22. Mai 2023 
 

Ja! Begeisterte Christen sind auch hierzulande meist nur verdächtig...Es ist schade, denn Be-Geist-erung ist ansteckend und gerade in unserer Zeit ein auffallend positiver Kontrapunkt zum allgemeinen Schlechtreden.


1
 
 Stefan Fleischer 22. Mai 2023 

Gott wieder einblenden

Ja, Gott wird heute, nicht nur im weltlichen Bereich, immer mehr ausgeblendet. Selbst in unserer Kirche muss er sich heute vielerorts mit einer Statistenrolle begnügen. Dabei ist er doch unser Vater, der Allmächtige, der Schöpfer des Himmels und der Erde und deshalb immer und überall der Herr. Wo aber Gott nicht mehr der Herr ist, ist es auch Jesus Christus, der Sohn und unser Erlöser, nicht mehr, wird sein Kreuz zum sinnentleerten Logo des Christentums. «Wenn wir aber – wie Papst Franziskus formulierte – ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.»

«Ave Crux, Spes Unica!» Mit dieser Haltung kann es gelingen, Gott, den ganzen, wahren, allumfassenden Gott in allen Situationen unseres Weges zum ewigen Heil eingeblendet zu halten, oder, nötigenfalls wieder neu einzublenden.


2
 
 bibelfreund 22. Mai 2023 
 

Nicht willkommen

Machen wir uns nichts vor. Dieser Aufbruch mit solch begeisterten(!) jugendlichen ist in der Amtskirche nicht willkommen. Die paktierte lieber mit den Zeugen Coronas oder den Klima-Chaoten. Beweis ist die hoch brisante hammerumfrage des Kontrafunks, heute auch Meldung hier in kath net.


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