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Katholischer junger Mann versucht, gefährdete Jugendliche im Vertrauen auf Gott zu retten

26. August 2023 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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US-Erzdiözese Denver ernennt Cesar Sanchez (23) zum „Jünger des Monats“ - Der junge Mann hat zwei seiner Brüder durch Gewalt im Bandenmilieu verloren, lag selbst schon mit Überdosis Drogen und Alkohol im Krankenhaus


Denver (kath.net/pl) Die Erzdiözese Denver (Erzbischof: Samuel Aquila, siehe Link) ernennt jeden Monat einen „Jünger des Monats“. Die Geehrten bilden einen Querschnitt durch das Erzbistum, vom Jugendlichen bis zum älteren Ehepaar, aktiv in der Glaubensverkündigung und in den verschiedensten Diensten in den Pfarreien und dem Bistum. Die Geehrten werden ohne bürokratischen Aufwand vorgeschlagen, jedes Diözesanmitglied ist vorschlagsberechtigt. kath.net dokumentiert die Pressemeldung „Einen Sinn in seiner schmerzhaften Vergangenheit finden“ des Bistums in eigener Übersetzung in voller Länge – Arbeitsübersetzung © kath.net

„Indem ich ihnen helfe, helfe ich auch mir. Ich finde damit zu meinem Lebenssinn.“
César Sánchez

Erzbistum Denver - Junger Erwachsener versucht, gefährdete Jugendliche im Vertrauen auf Gott zu retten

Als Cesar Sanchez 13 Jahre alt war, war sein Bruder vier Jahre zuvor durch Bandengewalt gestorben, seine alleinerziehende Mutter hatte sich in ihrer Trauer emotional von Cesar zurückgezogen und der junge Teenager griff zu Drogen und Alkohol, um damit klarzukommen.

Ein Jahr später lag er mit einer Überdosis in einem Krankenhausbett und die Ärzte waren bereit, die Maschinen abzuschalten, die ihn am Leben hielten. Die Mutter des Jungen fiel auf die Knie und betete um ein Wunder.

Ihre Schreie wurden erhört und Sanchez erholte sich. Er dankte den Ärzten dafür, dass sie ihm das Leben gerettet hatten, aber sogar sie selbst sagten: „Wir waren es nicht“ und verwiesen auf die Gebete seiner Mutter. Seine Mutter mahnte: „Du musst Gott danken, denn er ist derjenige, der dir eine weitere Chance gegeben hat.“


Sanchez war seit dem Tod seines Bruders Atheist geworden und räumt ein, dass er es sich damals (nach dem Tod des Bruders) vorgenommen hatte, nur deshalb in die Kirche zu gehen, damit seine Mutter Ruhe gab. Doch nach seiner Genesung sagte Sanchez, er wolle Gott nun eine Chance gegeben, ihm zu beweisen, dass Er real sei.

Als er das nächste Mal zur Messe ging, erzählte der Priester in seiner Predigt Lebensgeschichten, die einen großen Widerhall bei ihm fanden, weil sie direkt die Geheimnisse des Teenagers ansprachen, von denen er wusste, dass nur Gott allein sie über ihn wissen konnte. Er fand zum Glauben.

Allerdings blieben trotz seines Moments der Klarheit die Versuchungen für Sanchez bestehen und er verfiel sofort wieder in einen Lebensstil des Partyfeierns mit Freunden. Er erläuterte, dass er sei zu schwach sei und doppelt so schwer gefallen sei. Er habe gedacht, er sei zu jung, um sein Verhalten zu ändern, und er wollte die Party am Laufen halten.

Sanchez hatte das Gefühl, der Schlimmste vom Schlimmsten zu sein und warum sollte Gott weitere 99 bewährtere Menschen zurücklassen, nur um ihn zu retten? Doch genau wie in Jesu Gleichnis von den Schafen erfuhr der Teenager, dass er die Liebe Gottes verdiente, während er an einer Exerzitienveranstaltung für junge Erwachsene teilnahm, wozu ihn seine Mutter überredet hatte. Am zweiten Tag erinnert er sich an seine „Berufung“.

Sanchez wurde zunächst zur Teilnahme an der Jugendgruppe Prevencion y Rescate [Vorbeugen und Retten] in der katholischen Gemeinde Ascension in Denver berufen und später als Leiter der Gruppe, die sich auf die Rettung von Süchtigen und von Gangmitgliedern konzentriert, die auf der Straße gefunden wurden. Das Programm verwendet eine Art 12-Schritte-Prozess, der der Person beibringt, Bilanz über ihr Leben zu ziehen, ihnen aber auch dabei hilft, familiäre Dynamiken und Muster zu verarbeiten.

So die hl. Monika den hl. Augustinus nie aufgegeben hat, habe ihn auch seine Mutter nie aufgegeben, erläuterte Sanchez. Sanchez seinerseits gab seinen ältesten Bruder – 16 Jahre älter als er – nie auf. Dieser Bruder war in die Dunkelheit des hispanischen Santa-Muerte-Kultes [Anm.d.R.: ein heidnischer Kult um eine Skelettfigur namens ‚Heiliger Tod‘] verwickelt, der mit Drogenkartellen in Mexiko in Verbindung gebracht wird und von Papst Franziskus als gefährlich verurteilt wurde. Der Blick in die Augen seines Bruders löste bei Sanchez Angst im Herzen aus.

Sein Bruder war aus seinem Zuhause und seiner Ehe geworfen worden, aber eines Tages im Jahr 2020 verzichtete er schließlich auf den Kult und begann, die Messe zu besuchen. Sanchez erzählte seinem Bruder Geschichten aus der Bibel und verbrachte die nächsten Monate damit, sich mit Gott und seinem Glauben zu verbinden.

Leider verlor Sanchez später im selben Jahr auch diesen Bruder durch Waffengewalt, als er vor seinem Haus erschossen wurde. Im Monat vor seinem Tod sagte Sanchez, sein Bruder habe ihm gesagt, dass er das Gefühl habe, seine Zeit sei zu Ende, aber er sei dankbar für die Zeit, die Gott ihm gegeben habe, um Ihm nahe zu kommen.

„Keiner von uns war bereit, meinen Bruder zu verlieren, aber er hat uns etwas Frieden gelassen“, sagte Sanchez, der jetzt 23 Jahre alt ist. „Als mein anderer Bruder starb (im Jahr 2009), war ich deprimiert und wollte Rache üben, aber diesmal war es wirklich anders. Der Dienst hat mir geholfen, meinen Glauben zu stärken.“

Sanchez nutzt die Trauer und die Herausforderungen seines Lebens, um das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen, die am Programm Prevencion y Rescate teilnehmen. Seine Gruppe trifft sich wöchentlich in der Pfarrei und gelegentlich auch am Wochenende zu Exerzitien. Sanchez hofft, dass die Teenager von ihm lernen, dass es sich nicht lohnt, sich in Gefahr zu begeben, auf Partys zu gehen, Waffen zu tragen und sich solchen Situationen auszusetzen.

„Ich habe zwei Brüder verloren. Ich bete, dass sie [die Jugendlichen von Prevencion y Rescate] eine augenöffnende Begegnung haben“, sagte Sanchez. „Indem ich ihnen helfe, helfe ich auch mir. Ich finde damit zu meinem Lebenssinn.“

Herzlichen Glückwunsch, Cesar Sanchez, zur Ehrung durch den katholischen Appell des Erzbischofs, „Jünger des Monats“.

Das Erzbistum Denver informiert am Ende seiner Pressemeldung, dass Dienste wie Prevencion y Rescate werden vom Katholischen Appell des Erzbischofs unterstützt werden. Das Erzbistum sammelt Spenden, diese helfen anderen, durch Outreach-Dienste wie diesen und 40 andere in Christus verwurzelt zu werden. Wenn Sie jemanden kennen, der mutig das Evangelium verbreitet, teilen Sie uns bitte seine Geschichte mit … und er oder sie wird vielleicht der nächste ‚Jünger des Monats‘. Der Katholische Appell des Erzbischofs finanziert über 40 Dienste, die jeden Tag das Evangelium verbreiten.

Link zum Beitrag auf der Website des Erzbistums Denver: Finding purpose in his painful past

Foto (c) Erzdiözese Denver


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Lesermeinungen

 Chris2 26. August 2023 
 

Kein einziger Mensch ist verloren,

solange er noch lebt. Denn keine Sünde ist zu groß, kein Verbrechen zu schwer, als dass Gott dem reuigen Sünder nicht die Hand entgegenstrecken würde. Cesar Sanchez hat den besten Weg gewählt, der ihm selbst und hoffentlich auch vielen Kindern und jungen Leuten hilft, Gewalt, (Selbst-) Zerstörung und die psychischen Schäden dadurch hinter sich zu lassen oder dort gar nicht erst zu landen. Und als "Insider" ist er natürlich das perfekte Vorbild und jemand, der all das kennt, worüber er spricht. Gott schütze und segne Cesar Sanchez und die Seinen.


2
 
 AlbinoL 26. August 2023 

Rescate

Bedeutet eher so etwas wie sich rehabilitieren oder zurückgewinnen


1
 
 Mariat 26. August 2023 

Danke Cesar - dass du nicht aufgegeben hast!

Für Gott ist nichts unmöglich. Ja, er lasst 99 Schafe zurück - um das eine zu retten.
Auch in Bibel TV erfährt man solche wunderbaren Er -Rettungen die Gott, die Jesus wirkt.
Schon viele in Sünden verstrickten erfuhren eine Bekehrung, manche sogar im Gefängnis.
Diese Christen geben ihr Leben dann ganz Gott hin. Ja, sie wurden so berührt - und können gar nicht mehr anders - als anderen davon zu erzählen.

Dank sei Gott dem Herrn.


5
 

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