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Was dein Schnupfen mit Adam und Eva zu tun hat

9. Februar 2024 in Familie, 1 Lesermeinung
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Wer die ersten Seiten der Bibel überspringt, versäumt Wesentliches. Davon ist Father Michael Schmitz überzeugt, der in seinem neuesten Video über die Erbsünde spricht.


New York (kath.net / pk) Liegst du auch gerade krank im Bett? Gute Besserung! Vielleicht ist das DIE Gelegenheit, über Adam und Eva nachzudenken. Denn dein Schnupfen hängt mit der Erbsünde zusammen, erklärt Father Michael Schmitz in seinem neuesten Video. Heiser und verschnupft bekennt er, dass er sofort zu grübeln begonnen habe, bei wem er sich bloß angesteckt habe.

„Wenn du krank wirst, dann gibt es eine große Versuchung, nämlich darüber nachzugrübeln, wer einen krank gemacht hat“, meinte Schmitz. „Wir wollen immer den Ursprung unseres Leids und unserer Krankheit wissen!“ Er selber habe gerade Zeit mit seiner Familie verbracht, jeder habe geschnupft und gehustet. Er habe locker gesagt „Das macht mir nichts“ – und an dem Tag, als er sich von seiner Familie verabschiedet habe, sei er krank geworden.

„Also ich mich bei meiner Familie angesteckt“, resümiert er. „Alles spricht dafür.“ Es sei auch wichtig, auch über unsere „spirituelle Krankheit“ zu reden. „Ich denke, es gibt fast keine größere christliche Doktrin, die entweder ignoriert, vergessen oder missverstanden wurde, als die Lehre von der Tatsache, dass wir krank geboren wurden.“ Wir sind sündig geboren – mit dieser Sache, die „Erbsünde“ genannt wird. Unser Originalzustand sei eigentlich „Gnade“ gewesen.


„Wenn wir die ersten drei Kapitel von Genesis auslassen, werden wir das Leben nicht begreifen, wir werden Gott nicht verstehen und nicht, was es heißt, ein Mensch zu sein.“ Wenn du die ersten drei Kapitel der Bibel liest, weißt du, dass das wahr ist.

„Was passiert? „Wir nehmen das Bild Gottes, unseren Intellekt, unseren Willen, unsere Freiheit, unsere Fähigkeit zu lieben – und wir missbrauchen es!“ In Kapitel 3 von Genesis

„Und deswegen, weil wir unsere Freiheit verworfen und missbraucht haben, werden wir selber verworfen“, sagt er. „Wir werden gestört.“ Diese „Störung“ erben wir, die gesamte Menschheitsfamilie, von Adam und Eva beginnend. Wichtig sei: „Du bist noch immer gut und nach Gottes Bild und ihm ähnlich geschaffen, von unschätzbarem Wert – aber zugleich sind wir gebrochen!“

Selbst ein neugeborenes Baby habe schon die Erbsünde. „Das scheint so unfair!“, bemerkte Schmitz. Er stellte einen neuen Begriff vor, den Fr. Benedict J. Groeschel von den Franziskanern der Erneuerung in New York (CFR) geprägt habe, in seinem Buch „Healing the Original Wound“. Die „Erbsünde“ bezeichnet er hier als  „Erbwunde“.

Diese Wunde beeinträchtige unsere Beziehung zu Gott, zu anderen und zu uns selber.  Entweder sind uns andere gleichgültig oder wir benutzen sie, manipulieren oder  dominieren, erklärte er. Die Wunde betreffe auch unsere Beziehung zu uns selber. „Wir sind gebrochen, wir stehen gewissermaßen auf Kriegsfuß mit uns selber.“

Zeichen dieser Verwundungen sehen wir überall auf dieser Welt. Was also tun? Schmitz skizzierte einige menschliche Lösungswege, die über die Jahrhunderte praktiziert wurden, durch Erziehung, politische Systeme, Wissen oder eigene Bemühungen.

Wenn alle meine Bedürfnisse gestillt bin, werde ich innerlich heil, sei etwa ein solcher Glaubenssatz, nach dem viele Menschen leben. „Aber die Geschichte der Menschheit hat gezeigt, dass keines dieser Dinge ausreicht.“ Nur Gott überbrücke die Kluft zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen.

Er nehme in der Person Jesu menschliche Natur an, um uns mit ihm zu versöhnen. „Als Christen wissen wir, dass keinen Weg zum Vater gibt außer durch Jesus.“ Dasselbe betrifft unsere Beziehungen. „Wir sind gebrochen! Was tut Gott? Gott verwandelt unsere Herzen!“ Durch die Kraft des Heiligen Geistes werden wir befähigt, einander so zu lieben, wie Jesus uns liebt.

Das Allerstärkste sei jedoch, dass Jesus uns den Heiligen Geist schenke, damit er unsere tiefsten Wunden heile. „Wir werden zu Dingen hingezogen, die nicht gut für uns sind! Wir sehnen uns nach Dingen, von denen wir wissen, dass sie Sünde sind.“ Wer einwende „Aber ich will dieses Verlangen nicht!“, der müsse begreifen, dass unser gebrochenes Herz die Ursache all dessen ist.

„Es gibt einige Dinge, die du willst, die nicht gut für dich sind!“, sagt Schmitz. „Aber die gute Nachricht ist, dass Jesus uns mit dem Vater versöhnt hat, dass Jesus Christus uns den Heiligen Geist geschenkt hat, dass wir nicht nur mit dem Vater, sondern auch untereinander versöhnt werden können. Die gute Nachricht ist, dass Jesus Christus uns  die Kraft des Heiligen Geistes in seiner Kirche gegeben hat, damit dein Herz und mein Herz beginnen können, echte Heilung und Wiederherstellung zu erfahren!“

 

VIDEO - Adam and Eve Ruined Everything for Us. How Is That Fair?

 


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 9. Februar 2024 

Darf man tatsächlich

statt von Erbschuld oder Erbsünde von einer Wunde sprechen? Natürlich ist sie AUCH, bzw. hinterlässt sie AUCH eine Wunde. Wenn man dabei jedoch die Sünde, die Schuld ausklammert, braucht sie nur noch Heilung (die wir dann mit den Mitteln der Psychologie weitgehend selbst schaffen können, wie viele moderne Theologen uns – selbstverständlich nicht so direkt) - einreden wollen, aber nicht mehr die Erlösung durch das Kreuz unseres Herrn.

Meines Erachtens gehört es zu den gerissensten Schachzügen des Widersachers die Sünde aus dem Bewusstsein des Menschen zu löschen. Damit wird dann alles erlaubt, was sich gut anfühlt, was wir selbst für richtig und gut finden. Das erspart uns dann die Frage nach dem Willen Gottes. Vergessen wir nie, diese erste Sünde des Menschen war nichts anderes, als der offene Ungehorsam gegen Gott. Durch den Gehorsam des Sohnes wurden wir erlöst. Eine Selbsterlösung gibt es nicht.


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