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Der heilige Josef: Hüter des Lebens und der Liebe

28. Dezember 2016 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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‘Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.’ (Ps 127,3) - Von Josef Spindelböck


St. Pölten (kath.net/stjosef.at )
Als der machtgierige und blutrünstige König Herodes dem neugeborenen Jesuskind nach dem Leben trachtete, da bewahrte Gott durch das entschiedene und beherzte Handeln des Heiligen Josef das Kind Jesus vor der Ermordung. Auf diese Weise konnte die durch einen Engel dem heiligen Josef aufgetragene Flucht nach Ägypten gelingen: seine jungfräuliche Gemahlin Maria und das Jesuskind waren gerettet!

Kann der heilige Josef als hervorragender Patron des Lebensschutzes gelten? Dies ist jedenfalls zu bejahen! Denn, wie ohne Anspruch auf Vollständigkeit in Kürze ausgeführt werden kann:

• Als Maria, seine Verlobte, durch das Wirken des Heiligen Geistes als Jungfrau ein Kind empfangen hatte (vgl. Lk 1,26-38), da war Josef von Nazareth bereit, auf Geheiß des Engels, der ihm im Traum erschien, Maria als seine Frau zu sich zu nehmen (vgl. Mt 1,18-25). Auf diese Weise gewährte er sowohl der Mutter als auch dem ungeborenen Kind den notwendigen Schutz. Wenn wir uns einsetzen für das Lebensrecht des ungeborenen Kindes, dann halten wir die gottgeschenkte Würde eines jeden Menschen heilig: denn von der Empfängnis (Befruchtung) bis zum natürlichen Tod hat der Mensch als Person ein Recht auf den unbedingten Schutz seines Lebens.


• Gottes Sohn wollte in der liebevollen Geborgenheit von Ehe und Familie heranwachsen. In Verbundenheit mit Maria, seiner jungfräulichen Gemahlin, hat der heilige Josef rechtlich die Vaterstelle für das Jesuskind wahrgenommen, das ihrer elterlichen Fürsorge und erzieherischen Formung anvertraut war. Kinder bedürfen auch in unserer Zeit der liebevollen Annahme durch ihre Eltern und des Schutzes und der Geborgenheit in einer auf die Ehe gegründeten Familie! Dies gilt insbesondere angesichts von Situationen der Missachtung der kindlichen Würde in Ausbeutung, Gewalttätigkeit und sexuellem Missbrauch. Der heilige Josef und die Gottesmutter Maria treten bei Gott ein für die Würde und Rechte jedes Menschen, besonders aber der unschuldigen Kinder!

• Josef von Nazareth hat den jungen Jesus eingeführt in die Welt der Arbeit. So hat der Sohn Gottes als Zimmermann gearbeitet, bis die Zeit seines öffentlichen Auftretens gekommen war (vgl. Mk 6,3). Jeder Mensch hat das Recht auf eine ihm gemäße und menschenwürdige Arbeit. Wenn der Mensch seine Arbeit zur Ehre Gottes verrichtet, entfaltet er zugleich seine Talente und trägt bei zum Wohl und Heil seiner Mitmenschen.

Der heilige Josef ist ein machtvoller Fürbitter bei Gott, der die Würde und Rechte der arbeitenden Menschen verteidigt. Die Kirche zeigt in ihrer Soziallehre auf, welche Würde dem arbeitenden Menschen zukommt und wie dessen ihm von Gott gegebene Rechte zu schützen sind; sie erhebt immer wieder auch prophetisch ihre Stimme, wo diese Würde und Rechte missachtet werden.

• Josef von Nazareth war aufmerksam für die Wunder der Schöpfung Gottes. Die Naturverbundenheit, die Jesus Christus auf vielfache Weise in seinem Wirken gezeigt hat, wurde – was seine Menschheit betrifft – in seiner Herkunftsfamilie grundgelegt. Die liebevolle Aufmerksamkeit für Gottes gute Schöpfung ist ein wesentlicher Auftrag für uns Christen; wir sollen dabei nicht nur die unbelebte und belebte Natur schützen, sondern auch den Menschen in seiner ihm von Gott geschenkten Würde und Berufung achten und fördern. Der heilige Josef lehrt uns eine liebevolle Verbundenheit mit Gottes guter Schöpfung im Dienst des Wohles und Heils aller Menschen.

• Der heilige Josef wird verehrt als Patron der Sterbenden. Wie die Überlieferung bekundet, durfte er in Gegenwart Jesu und Marias sterben. So war sein Abschied von dieser Welt ein seliger Hinübergang zu Gott! Die Sorge für Kranke und Sterbende ist ein wichtiges Werk der Barmherzigkeit. Es gilt stets, die Dimension des ewigen Heiles im Blick zu behalten und leidende und kranke Menschen zum Frieden mit Gott hinzuführen. Ein therapeutischer Übereifer, der die medizinischen Möglichkeiten über Gebühr bis zum letzten ausschöpft, ist ebenso abzulehnen wie die bewusst intendierte Lebensverkürzung durch Unterlassung lebensnotwendiger Maßnahmen oder durch Anwendung von Mitteln, die gezielt den Tod herbeiführen (Euthanasie).

Der heilige Josef möge durch seine Fürbitte bei Gott allen helfen, die rechte Sichtweise für die Würde und Rechte des kranken und sterbenden Menschen wieder zu gewinnen: gerade auch im Blick auf die selige Vollendung in der Anschauung Gottes im Himmel und auf die Auferstehung des verklärten Leibes, wenn Christus wiederkommt in Herrlichkeit, um zu richten die Lebenden und die Toten.

Heiliger Josef, bitte für uns! Heilige Familie von Nazareth: Jesus, Maria und Josef, Euch empfehlen wir alle Ehepaare und Familien und besonders die Kinder, die Kranken und die alten Menschen!


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Lesermeinungen

 benedetto05 28. Dezember 2016 
 

DANKE!!!

Danke lieber Josef Spindelböck für diese tiefgehende, schöne und aufrüttelnde
Betrachtung über den heiligen Josef.

Ich denke auch, es kann, insbesondere als katholischer Mann, kein Fehler sein,
auf den heiligen Josef zu schauen und um seine Fürsprache zu bitten, wenn es darum geht, die Prioritäten im Leben richtig zu setzen.


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0
 
  28. Dezember 2016 
 

Heiliger Joseph hilf uns!


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