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Müller: „Aus allen Teilen der Weltkirche werde ich voller Sorge auf den Synodalen Weg angesprochen“

4. Jänner 2021 in Interview, 29 Lesermeinungen
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Emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation: „Wer seinen Relativismus in der Wahrheitsfrage auf die geoffenbarte Glaubenslehre der Kirche überträgt, der wird ihr Credo wie eine bewegliche Knetmasse ansehen“. KATH.NET-Interview von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) „Der sogenannte Synodale Weg der deutschen Bistümer hat keinerlei Autorität, um eine in Fragen des Glaubens und der Moral von der verbindlichen Glaubenslehre der katholischen Kirche abweichende Lehre und Praxis einzuführen. Deshalb steht der Beschluss, auch glaubenswidrige Entscheidungen den Katholiken in Deutschland überstülpen zu wollen, im Widerspruch zur katholischen Kirchenverfassung und ist a limine null und nichtig. Die Disziplinargewalt der Bischöfe darf niemals der Erzwingung häretischer Lehren oder unmoralischer Handlungen dienen.“ Das stellt der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Kardinal Müller, im kath.net-Exklusiv-Interview fest. „Aus allen Teilen der Weltkirche werde ich voller Sorge auf den Synodalen Weg angesprochen. Die Sache ist schon so verfahren und die Fronten sind so verhärtet, dass ein Ausweg schwer vorstellbar ist.“ Der „endlos insistierenden Wiederholung der angeblich unter den Nägeln brennenden Synodalthemen“ liege außerdem „ein antikatholisches Ressentiment zugrunde“, beschreibt Müller, der 1986 als Dogmatikprofessor an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen worden war und 2002 Bischof von Regensburg wurde. In seiner Zeit des Wirkens als Bischof fiel sein Wirken als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz.

kath.net: Herr Kardinal Müller, Bischof Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sagt richtigerweise im Interview mit der „Herder Korrespondenz“: „Es gibt nun mal diese große Transformation von einer Milieu-gestützten Volkskirche zu einer Kirche der Entscheidung.“ Eine „Kirche der Entscheidung“ – doch, Herr Kardinal, wofür wird man sich in Deutschland künftig entscheiden, wenn man katholisch bleiben oder werden will? Für eine Mitgliedschaft in einer sympathischen Vorort-Pfarrei, für gepflegte Kirchenmusik und schöne Pfarrfeste, für das Zahlen der Kirchensteuer, für die eventuell auch unbequeme Nachfolge jenes Predigers aus Galiläa, der in Leben, Tod und Auferstehung bemerkenswert außergewöhnliche Maßstäbe setzte?

Kardinal Gerhard Müller: Die Gegenüberstellung von Volkskirche und Entscheidungskirche darf nicht auf soziologische Betrachtungsweisen reduziert werden. Der christliche Glaube ist immer eine Gnade, die aber nur in der persönlichen Überzeugung und der freien Hingabe an Jesus, das Fleisch gewordenen Wort Gottes, seines Vaters, in uns selbst und in der gesamten Jünger-Gemeinde wirksam wird zu unserem Heil. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Jesus nicht für eine kleine (sich selbst so definierende) Elite gestorben ist, sondern auch für die überwältigende Mehrheit der Sünder, der Armen und Schwachen. Denn „Gott, unser Retter, will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“ (1 Tim 2, 4).

„Das Problem ist, dass die von Gott bestellten Hirten sich mit dem Niedergang abfinden.“

Das Problem besteht nicht darin, dass es in der – das ganze Volk ansprechenden – Kirche Christi auch die Lauen und Veräußerlichten gibt, sondern dass die von Gott bestellten Hirten sich mit dem Niedergang abfinden.

Trotz aller Enttäuschungen dürfen wir es nicht aufgeben, die müden und verirrten oder von antichristlicher Propaganda verwirrten Schafe des Herrn zurückzuführen auf die gute Weide, wo wir durch das Wort Gottes Orientierung und durch die sakramentalen Gnadenmittel das Leben Gottes empfangen.

Wir neigen als Menschen mehr zur leichten Unterhaltung als zu der herausfordernden Bekehrung des Herzens. Mit Brot und Spielen haben allezeit die Potentaten dieser Welt die Massen sich gewogen gemacht. Das sind jedoch nicht die pastoralen Methoden der Apostel Christi. „Der gute Hirt, der sein Leben hingibt für die Schafe“ (Joh 10, 11), ist Maß und Vorbild der Neuevangelisierung und einer missionarischen Kirche, von der die letzten Päpste sprachen.

Die große Zahl der Teilnehmer beim Pfarrfest mit Kaffee und Kuchen oder etwas gehobener beim Weihnachtsoratorium im Kirchenraum als stimmungsvoller Kulisse, darf die Verantwortlichen nicht verführen, die Kirche trotz sinkender Zahlen bei den Taufen, den Beichten, dem Messbesuch, den kirchlichen Trauungen ausgerechnet deswegen für systemrelevant zu halten.

Wir dürfen das Wesentliche nicht mit dem Beiläufigen verwechseln. Im Krankheitsfall ist das Können der Ärzte wichtiger die gute Atmosphäre im Spital. Kein eifriger Seelsorger wird die Eltern schroff zurückweisen, die ihr Kind zu Taufe bringen, nur weil sie dies lediglich für einen traditionellen Brauch halten und die bei aller selbstbewussten Aufgeklärtheit mit einem Restbestand an Aberglauben den Ritus nicht unterlassen für den Fall, dass es doch ein Jenseits geben sollte. Aber es wird dem Priester auch nicht an dem Bekennermut fehlen, ihnen die Frohe Botschaft zu verkünden, dass ihr Kind schon in Gottes Ewigkeit „im Voraus dazu bestimmt ist, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben“ (Röm 8, 29). Erwählung und Gnade, Rechtfertigung und Heiligung werden diesem konkreten Menschen jetzt durch das Sakrament der Taufe unverlierbar zuteil.

Gegenüber der Verweltlichung des Christentums und dem wilden Harakiri der Selbstsäkularisierung kann jeder, der die Kirche liebt, voll den „verzehrenden Eifer Jesu für das Haus Gottes“ (Joh 2, 13- 25) mitempfinden, mit dem er die „Verkäufer und Geldwechsler“ unsanft aus dem Tempel vertrieben hat. Er wird aber auch nicht Jesu Mitleid vergessen mit den „vielen Menschen, die erschöpft und müde waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Mt 9, 36). Statt nun die Bischöfe, Priester, Diakone und andere hauptamtliche Mitarbeiter der Kirche für die Krise des Christentums in der westlichen Welt verantwortlich zu machen und den eigenen Frust mit der dumm-frechen Vokabel vom „Klerikalismus“ an ihnen abzureagieren, sollten alle gemeinsam den Auftrag Jesu erfüllen: „Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Denn die Ernte ist groß und es gibt nur wenig Arbeiter“ (Mt 9, 37f).


kath.net: Gesetzt der Fall, die großen Anliegen des Synodalen Weges würden in der katholischen Kirche in Deutschland tatsächlich die offizielle Großrichtung werden: Haben wir Grund zur Annahme, dass sich dann wieder viele Menschen Jesus Christus mit persönlichem Glauben zuwenden und die Kirchen wieder spürbar voller würden? Wäre ein neuer Andrang auf das Priesteramt und die kirchlichen Berufungen und Verantwortungen in Haupt- und Ehrenamt zu verzeichnen? Wäre ein solcher Weg also faktisch tatsächlich ein Beitrag zur von Papst Franziskus erbetenen Neuevangelisierung?

Kardinal Müller: Man hat sich einreden lassen, dass die Sexualdelikte, die von den Tätern individuell zu verantworten sind, „systemisch“ begründet seien. Allein schon die Selbst-Diffamierung der Kirche, „die Christus geliebt und für die er sich hingeben hat, um sie zu heiligen“ (Eph 5, 25) als ein Kriminalität generierendes Geflecht von Macht, Verführung und Gier ist ein die Vernunft jedes denkenden Katholiken beleidigendes Konstrukt glaubensloser Ideologen.

Anstatt auf die Kirche, die Braut Christi und unsere Mutter im Glauben, einzudreschen, sollte jeder von uns an die eigene Brust schlagen und mit seinem mea culpa sich der Vergebung Gottes und der Erneuung durch seine Gnade empfehlen. Christus baut selbst seine Kirche auf durch sein Evangelium und die sakramentale Vermittlung seiner Gnade, wozu er die Apostel und ihre Nachfolger im Bischofsamt (zusammen mit den Priestern und Diakonen) als seine Diener berufen und bevollmächtigt hat.

Ein Christentum, das aus den Elementen einer defizitären Anthropologie (Genderideologie, Recht auf Abtreibung, sexuelle Kontakte außerhalb der ehelichen Liebe von Mann und Frau; Antizölibats-Polemik) und den Restposten einer ruinierten Glaubenslehre zusammengebastelt ist, wird bis zum nächsten Sturm solange Bestand haben wie das Haus, das auf Sand gebaut war.

Die Treue zum Wort Christi von der Unauflöslichkeit der Ehe und die Anerkennung der sakramentalen Verfassung der Kirche nach der Darlegung des II. Vatikanums (Lumen gentium, 3. Kap.) bieten die ungleich bessere Voraussetzung dafür, dass die „Kirche in der Welt von heute“ (Gaudium et spes) ihren Dienst am zeitlichen Wohl (Anerkennung der universalen Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Weltfrieden) und dem ewigen Heil der Menschheit (Gottesschau und Gemeinschaft der Heiligen) erfüllt, als der Beifall von der falschen Seite nämlich der schöpfungsfeindlichen Neognostiker, von den man sich wider alle Vernunft (der leib-seelischen Einheit, der Inkarnation, der sakramentalen Heilsvermittlung, der Auferstehung des Fleisches) als leibfeindlich verhöhnen lässt.

Die endlos insistierende Wiederholung der angeblich unter den Nägeln brennenden Synodalthemen, denen ein antikatholisches Ressentiment zugrundeliegt, erinnert irgendwie an Nietzsches Idee von der „Ewigen Wiederkunft des Gleichen“. Der Prophet des Nihilismus wollte der mit dem „Tod Gottes“ heraufziehenden Entwertung aller Werte und angesichts der abgründigen Leere des Seins den (Über-)Menschen noch einen Sinn gewaltsam andichten.

Wer seinen Relativismus in der Wahrheitsfrage auf die geoffenbarte Glaubenslehre der Kirche überträgt, der wird ihr Credo wie eine bewegliche Knetmasse ansehen, die er nach seinem Gusto und Bedarf umformt, nicht ohne sich als mutiger Reformer und Neudenker von den manipulierten Mehrheiten feiern zu lassen.

Katholisch ist dagegen die Einsicht: Das Lehramt der Bischöfe mit dem Papst an der Spitze „ist nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm, indem es nichts lehrt, als was überliefert ist, weil es das Wort Gottes aus göttlichem Auftrag und mit dem Beistand des Heiligen Geistes voll Ehrfurcht hört, heilig bewahrt und treu auslegt und weil es alles, was es als von Gott geoffenbart zu glauben vorlegt, aus diesem einen Schatz des Glaubens schöpft.“ (II. Vatikanum, Dei verbum 10).

Der sogenannte Synodale Weg der deutschen Bistümer hat keinerlei Autorität, um eine in Fragen des Glaubens und der Moral von der verbindlichen Glaubenslehre der katholischen Kirche abweichende Lehre und Praxis einzuführen. Deshalb steht der Beschluss, auch glaubenswidrige Entscheidungen den Katholiken in Deutschland überstülpen zu wollen, im Widerspruch zur katholischen Kirchenverfassung und ist a limine null und nichtig. Die Disziplinargewalt der Bischöfe darf niemals der Erzwingung häretischer Lehren oder unmoralischer Handlungen dienen.

Hier gilt für die von solcher Bosheit Betroffenen: Lieber Unrecht leiden als Unrecht tun. Wenn es um die „Wahrheit des Evangeliums“ (Gal 2, 14) geht, haben Bischöfe sogar die Pflicht öffentlich ihren Mitbrüdern ins Angesicht zu widerstehen, wie es einst Paulus gegenüber Petrus als Einzelperson tat, ohne sein primatiales Amt in Frage zu stellen.

„Die Meinung, man könne den ‚Katechismus der Katholischen Kirche‘ beliebig umschreiben…“

Die Meinung, man könne den „Katechismus der Katholischen Kirche“ beliebig umschreiben, indem man die geoffenbarte Wahrheit zu einer Funktion menschlicher Wünsche macht (Segnung sexueller Beziehungen außerhalb der Ehe) (siehe Link) bedeutet die Umkehrung der Rechtfertigung des Sünders durch Gottes Gnade in die Rechtfertigung der Sünde durch den Ungehorsam des Menschen. Die vom Papst gelegentlich vorgenommen „Änderungen“ des Katechismus sind kein Korrektur des dogmatischen Inhaltes des katholischen Glaubens, sondern beziehen sich auf die gedankliche und sprachliche Differenzierung eines dargestellten Glaubensinhaltes oder wollen die Umsetzung allgemeiner sittlicher Prinzipien auf eine veränderte gesellschaftliche Situation aktualisieren (z. B. kürzlich: die Legitimität oder Abschaffung der Todesstrafe in der weltlichen Justiz). Von daher kann man aber nicht zurückschließen auf eine Vollmacht des Lehramtes, dem Zeitgeist befremdliche Offenbarungswahrheiten zu eliminieren oder in ins Gegenteil verkehren, indem wir etwa die leibliche Auferstehung Christi nur als Symbol des „Stirb und Werde“ des Kreislaufs in der biologischen oder kosmischen Natur umdeuten.

kath.net: Sehen Sie Möglichkeiten für einen sakramentales Diakonat der Frau? Wollen diese Frauen eigentlich wirklich „Diakone“ – „Diener“ – werden, oder wird der Diakonat hier vor allem als Türöffner in das Weihesakrament hinein benutzt? Warum fordert eigentlich – zumindest bisher – niemand, dass Frauen dann auch die Bischofsweihe zustehen sollte? Der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück warnte, dass eine Frauenpriesterweihe ökumenisch belastet sei und schismatisches Potential in sich berge, siehe Link. Teilen Sie diese Auffassung?

Kardinal Müller: Das Weihesakrament besteht in den Stufen von Bischof, Priester und Diakon. Dies ist die katholische Lehre, wie sie sich aus ihrer Quelle in der Offenbarung und gemäß den inneren Prinzipien der Lehrentwicklung ergibt und wie sie verbindlich vom Lehramt unter dem Einfluss des Heiligen Geistes zu glauben vorgelegt wird.

Insofern das Wort Diakonos allgemein Diener meint, sind alle Getauften Diener des Heils im Namen Christ aufgrund der Anteilhabe an der priesterlichen, prophetischen und pastoralen Sendung der Kirche. Der Dienstcharakter eignet besonders allen nichtsakramentalen Ämtern und den Personen in den drei Stufen des einen Weihesakramentes. Das kirchliche Lehramt kann nicht nur die Frage entscheiden, ob eine Frau eine das einen Weihesakramentes in einer seiner drei Stufen empfangen kann, sondern auch, ob die 2000-jährige kirchliche Praxis, nur einen Katholiken männlichen Geschlechtes zum Bischof, Priester oder Diakon zu weihen, in der Natur des Weihesakramentes begründet ist bzw. nur den veränderlichen Mentalitäten oder soziologischen Bedingungen vergangener Zeiten geschuldet war.

Das höchste Lehramt hat eine letztverbindliche Entscheidung getroffen und die Begründung in der Natur des Weihesakramentes erkannt, so dass subjektive Vorstellungen und die begrenzte theologische Kompetenz von einzelnen Bischöfen nicht das Kriterium für das hinreichende Begründetsein konkreter kirchlicher Glaubenslehren in der Offenbarung sein können. Wir glauben z.B. an die Siebenzahl der Sakramente nicht deshalb, weil wir sie in einem rein historischen Beweisverfahren auf einen juristischen Stiftungsakt zurückführen, sondern weil sie im Leben der Kirche Christi durch den Heiligen Geist als von Christus gewollte Gnadenmittel von der Kirche und ihrem Lehramt erkannt worden sind.

Die Kirche stützt sich bei ihrem Urteil, dass nur ein getaufter Mann gültig das Weihesakrament in einer seiner drei Stufen empfangen kann, nicht naturalistisch auf soziologische Analysen, die nicht voll historisch rekonstruierbare Entwicklung der sichtbaren Strukturen der Kirche oder stellt sich gar auf den schwankenden Boden der Geschlechterstereotypik. Und sie ist schon gar nicht das Opfer einer männlichen Machterhaltungsstrategie, was weniger mit der reifen Annahme des eigenen Geschlechtes als Mann oder Frau als mit einer infantilen Regression zu tun hätte.

Die lehramtliche Entscheidung über die Gültigkeit der Weihe hängt weder an der subjektiven Empfindung, ob man sich eine Frau am Altar vorstellen kann noch am unguten Gefühl, der Erfüllung eines Traums (als Frau im Messgewand am Altar zu stehen) mit lehramtlichen Erklärungen im Wege zu stehen.

kath.net: Überzeugt Sie die Argumentation von Bischof Bätzing in der „Herder Korrespondenz“, dass es auf dem nächsten Ökumenischen Kirchentag nicht um „generelle Interkommunion“ gegangen wäre, sondern „lediglich um die Frage, ob Menschen, die als Katholiken zum Abendmahl oder als Protestanten zur Eucharistie gehen, gute Argumente dafür haben“?

Kardinal Müller: Wenn die dogmatischen Prinzipien nicht klar sind, flüchtet man sich gerne in taktische Spielchen und in sprachliche Sophistereien, die aber dem ökumenischen Anliegen mehr schaden als nützen. Der unlösbare Zusammenhang von Kirche und Eucharistie ist ein Wesensmerkmal des katholischen (und orthodoxen) Glaubens. Hier besteht ein asymmetrisches Verhältnis zwischen der evangelischen und katholischen Glaubenslehre von der Kirche. Dies betrifft sowohl das Wesen der Kirche als auch neben fünf weiteren, evangelischerseits nicht anerkannten Sakramenten (Firmung, Buße, Krankensalbung, Priesterweihe und Ehe), besonders die Eucharistie (als sakramentale Vergegenwärtigung des Opfers Christi).

Die katholische Eucharistiefeier ist nicht bloß im äußeren Ritus, sondern auch ihrem dogmatischen Inhalt nach keineswegs identisch ist mit dem evangelischen Abendmahl.

Gerade auch die innere Beziehung von Kirche und Eucharistie und ihre wechselseitige Konstitution sind dem normalen protestantischen Denken fremd (wobei es im ökumenischen Gespräch beachtliche Annäherungen gibt, die aber noch nicht ans Ziel gelangt sind).

Ein Katholik kann gar nicht zum Abendmahl gehen, ohne dem Glauben der katholischen Kirche zu widersprechen. Ein nichtkatholischer Christ kann als Einzelperson – von katholischer Sicht her – um die hl. Kommunion in einem Extremfall bitten, wenn es um sein Heil geht (etwa in Todesgefahr) und wenn er den katholischen Glauben an die Eucharistie (Opfercharakter, Wesensverwandlung) innerlich anerkennt.

In Todesgefahr kann freilich auch ein Katholik einen evangelischen Geistlichen um Beistand bitten durch das Wort Gottes, das Gebet und den Segen. Natürlich wissen wir in unserem konfessionell geteilten Mitteleuropa um das Leiden bis in die Familien hinein, die die abendländische Kirchentrennung verursacht hat.

Das Ziel ist generell die Widervereinigung aller Christen in der einen sichtbaren Kirche Christi unter der Leitung durch den Papst als Nachfolger Petri und die Bischöfe in Gemeinschaft mit ihm. In singulären Situationen muss ein erfahrener Seelsorger um Rat gefragt werden – jedoch jenseits medienwirksamer Spektakel auf Kirchentagen und sogenannter genereller Regelungen durch Kirchenleitungen und Bischofskonferenzen, die dazu neigen, ihre Kompetenz zu überschreiten.

kath.net: Bischof Bätzing sagte der „Herder Korrespondenz“: „Ich habe im Juni Vorbehalte erlebt gegenüber uns Deutschen und der Art und Weise, wie wir Dinge angehen. Dazu gehört auch der Synodale Weg.“ Geht es in der Kritik, die in der letzten Zeit rund um den Synodalen Weg aus dem Vatikan kam, wirklich um „Vorbehalte gegen uns Deutsche“?

Kardinal Müller: Es ist erschütternd und erheiternd zugleich, dass in dieser Situation, in der es um die Wahrheit des Glaubens und die Einheit der katholischen Kirche geht, Mitleid heischend die deutsche Karte gezogen wird. Wieder einmal ist Deutschland von unverständigen Nachbarn eingekreist und die bornierten „Römer“ bezweifeln unsere theologische Überlegenheit und bestreiten unseren kirchenpolitischen Führungsanspruch.

„Wenn jetzt ausgerechnet das Deutschtum zu einem kirchenbildenden Faktor gemacht werden soll, dann…“

Wenn jetzt ausgerechnet das Deutschtum zu einem kirchenbildenden Faktor gemacht werden soll, dann ist wieder einmal mit Vollgas die katholische Ampel bei Rot überfahren worden.

Wir Katholiken in der ganzen Welt glauben nur an die eine und katholische Kirche, die seit Pfingsten alle Völker in ihrem Schoß umfasst und sie zur Familie Gottes macht. Irenäus, der Bischof von Lyon, hat (um 180 .n. Chr.) in seiner Schrift gegen die Gnostiker mit ihrer Berufung auf überlegenes Sonderwissen verwiesen auf die Universalität der Kirche in ihrer apostolischen Botschaft und Überlieferung: „Diese Botschaft, die sie empfangen hat, und diesen Glauben bewahrt die Kirche, obwohl sie über die ganze Welt verbreitet ist, so sorgfältig, wie wenn sie in einem einzigen Haus wohnte... denn wenn auch die Sprachen überall in der Welt verschieden sind, so ist doch der Inhalt der Überlieferung überall ein und derselbe. Die Kirchen in Germanien glauben und überliefern nicht anders als die in Spanien und Gallien, wie im Orient, Ägypten, Lybien und in der Mitte der Welt.“ (Adv. haer. I 10,2).

kath.net: Wenn Sie einige Wünsche freihätten, wie sich der Synodale Weg neu orientieren und zu geistlicher Kraft kommen könnte, welche wären es?

Kardinal Müller: Aus allen Teilen der Weltkirche werde ich voller Sorge auf den Synodalen Weg angesprochen. Die Sache ist schon so verfahren und die Fronten sind so verhärtet, dass ein Ausweg schwer vorstellbar ist.

Phasen des spirituellen und moralischen Niedergangs sind in der Kirche immer überwunden durch die Besinnung auf das Evangelium und die Erneuerung unserer Liebe zu Gott über alles und zum Nächsten wie zu uns selbst.

„Die selbstgemachten Kirchenbilder führen uns auf einen Holzweg“

Auf einen Holzweg führen uns die selbstgemachten Kirchenbilder, mit denen die Kirche Gottes nach dem eigenen Bild und Gleichnis umgemodelt werden soll. Aber nicht wir gründen, gestalten, reformieren die Kirche oder machen sie anschlussfähig an die immer ambivalente Wissenschaft, die Gesellschaft, die herrschende Kultur. Die Kirche ist tief im Geheimnis des dreifaltigen Gottes begründet. Indem der Vater uns in Christus zu seinen Söhnen und Töchtern beruft, macht er auch im Heiligen Geist die Vielheit der Menschen zu einem Volk und Haus, in dem er als Wahrheit und Leben für alle Menschen zugänglich sein will. Die Kirche erfüllt dann ihre göttliche Sendung, wenn alle Glieder des Leibes Christi im Zusammenwirken der charismatischen und hierarchischen (=sakramentalen) Gaben (II. Vatikanum, Lumen gentium 4) den vom Nihilismus bedrohten Menschen von heute „die Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8, 21) vorleben.

Archivfoto: Kardinal Müller im Vatikanischen Presseraum (c) Michael Hesemann

kath.net-Buchtipp:

Wahrheit - Die DNA der Kirche
Von Lohmann Martin; Müller Gerhard Kardinal
Hardcover, 344 Seiten;
2020 fe-medienverlag
ISBN 978-3-86357-277-8
Preis Österreich: 20.40 EUR


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Lesermeinungen

 UnivProf 10. Jänner 2021 
 

Hochstapelei

Danke für Ihren Mut, Herr Kardinal! Man versucht, Ihre Worte leider wieder einmal totzuschweigen.

Schon die Bezeichnung "synodal" ist nichts als Etikettenschwindel und Hochstapelei.Teilnehmer in diesem Kreisverkehr sind vorwiegend Wichtigtuer, Zeitdiebe, krankhafte Kritiker und Veruntreuer von Kirchensteuergeldern - zumal im sog. Zentralkomitee". Der Begriff Kirche ist den meisten fremd: sie verwenden ihn im Plural - im Widerspruch zu Bibel, Credo und der Erklärung Dominus Jesus - nur als natürlich-soziologisches Gebilde.


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 phillip 10. Jänner 2021 
 

Kehrt um Diskussionen überflüssig, Jesus kommt bald,

schreibt Flo33, und mit Verlaub: Diese Aussage ist angesichts der Göttlichen Offenbarung und Lehre Christi schwach sinnig oder der Religion geschuldet, die ein gewisser Albert Pike bekannt, zelebriert und - wie ich weiß - im 33 Grad verherrlicht hat. Gerade für seine Anhänger ist Umkehr, und zwar - unabhängig von der Tatsache dass und wann Christus wiederkommen wird oder schon da wäre - bis zum letzten Atemzug vonnöten Interessanter Nickname im Übrigen! Ich denke, gerade für sie und für Sie sollte die Gnade und den Mut zur Umkehr erbeten werden.


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 Federico R. 5. Jänner 2021 
 

@Administration: Bitte meinen ersten Kommentar löschen.


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 Federico R. 5. Jänner 2021 
 

@Bernhard Joseph ist zuzustimmen, denn ...

... was ist noch von einem Papst zu erwarten, der – wie z.B. in Wim Wenders Franziskus-Film – als Stellvertreter Christi auf Erden dessen expliziten Missionsauftrag an seine Jünger: „... gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes (Mt 28,19) mit einem entschieden vorgetragenen „niemals“ zurückweist.

Manchmal könnte man schon meinen, mit dem derzeit amtierenden Papst endet das Papsttum. Vielleicht ist doch was dran an der etwas ominösen Päpsteweissagung des Malachias – irgendwie.


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 Federico R. 5. Jänner 2021 
 

@Bernhard Joseph ist zuzustimmen ....

... denn was ist schon von einem Papst zu erwarten, der als Stellvertreter Christi auf Erden dessen expliziten Missionsauftrag an seine Jünger: „... gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes (Mt 28,19) mit einem entschieden vorgetragenen „bekehren - niemals“ zurückweist.

Manchmal könnte man wirklich schon meinen, mit dem derzeit amtierenden Papstes endet das Papsttum. Vielleicht ist doch was dran an der vielleicht etwas ominös scheinenden Päpsteweissagung des Malachias – irgendwie.


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 Flo33 5. Jänner 2021 
 

Kehrt um

Kehrt um Diskussionen überflüssig, Jesus kommt bald


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 Ulrich Motte 5. Jänner 2021 
 

Eselchen - herzliche Bitte

Können Sie diesen Pfarrbrief mit "Verstorbinnen" nicht kopieren und kathnet zuleiten oder notfalls (gerne auch anonym) mir in Dortmund - stehe mit Adresse im Telefonbuch. DANKE!


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 Bernhard Joseph 5. Jänner 2021 
 

Verehrter @wedlerg, Dr Feingold trifft da einen wunden Punkt

Kardinal Müller, der ja immerhin Präfekt der Glaubenskongregation war, wurde durch die brutale Entlassung die Einflussnahme auf die Lehre zersetzende Tendenzen massiv beschnitten.

Das Problem, das sollte man schon klar ansprechen, ist nicht der "Synodale Weg", sondern das Agieren von Papst Franziskus, der Hirten, wie Kardinal Müller, kaltstellt, dafür aber zersetzenden Kräften, wie Bätzing, volle Freiheit lässt.

Ich sehe das als schleichenden Verfallsprozeß an, an dessen Ende das Papstamt selbst fragwürdig geworden sein könnte. Dass Bergolio als Papst nicht die Kraft und Autorität hätte, der Auflösung der Lehre entgegenzuwirken, kann ernsthaft nicht behauptet werden, vielmehr sorgt Papst Franziskus autoritär dafür, dass denen, die die Lehre relativieren, kein ernsthafter Widerstand entgegen gesetzt wird. In der Tat kann Kardinal Müller theologisch sauber den katholischen Glauben darlegen, doch darum ändert das nichts am Handeln des Papstes, da muss ich leider Dr.Feingold zustimmen


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 phillip 5. Jänner 2021 
 

Auch, wenn die Versuchung groß ist

Chris, ich gebe Ihnen grundsätzlich Recht, würde mir von Ihnen aber auch eine Einschätzung der Intention des Gebetes zum Hl Erzengel Michael wünschen.


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 Zeitzeuge 5. Jänner 2021 
 

Im Link Mahnungen und Warnungen vor der Anpassung

an den Zeit(un)geist Papst Benedikt XVI.!

Kyrie Eleison! Christe Eleison!

beiboot-petri.blogspot.com/2021/01/prophetische-warnungen-benedikts-xvi.html#more


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 wedlerg 4. Jänner 2021 
 

@Dr.Feingold: Es steht Ihnen frei,

mit Klarnamen und als junge aufstrebende Kraft die Argumente des Kardinals zu vertreten.

Denk- und Redeverbote an kluge Leute zu verteilen, ist indes etwas seltsam, finden Sie nicht?


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 Eselchen 4. Jänner 2021 
 

Ja, klar Flo33, alle kommen in den Himmel...

Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. Lk 13,24
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
Mt 7,21
Lässt sich fast beliebig fortsetzen...
Aber, wen interessiert es schon was Jesus sagt?


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 Flo33 4. Jänner 2021 
 

Gott ist die Liebe

Gott ist die Liebe , und alle - alle kommen in den Himmel ... (Ende)


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 golden 4. Jänner 2021 
 

Wir können fördern durch bücherstudium und Gespräch darüber

und ich empfehle Kardinal Müllers Dogmatik plus die auf Deutsch vorliegenden Bücher von Kardinal Sarah !
Sie vermitteln inhaltliche Kompetenz, Bekennermut und Märtyrer-Gesinnung. !


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 Muddel 4. Jänner 2021 

Vergelt`s Gott

Müller for pope


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 Eselchen 4. Jänner 2021 
 

Man muss zu Vollständigkeit dazu bemerken

dass es auch in der evangelischen Kirche nicht Wenige gibt (nicht nur die Evangelikalen und einige Lutheraner)die diesen zeitgeistigen Durchfall genausowenig gutheißen wie wir hier den sogenannten Synodalen Weg. Wenn ich schon immer diese Schriftwerke bekomme an die Christinnen und Christinen....
Kürzlich habe ich einen Pfarrbrief gesehen, da stand allen Ernstens drin: Für die Verstorbinnen der kfD...ohne Worte. Da kann wahrscheinlich nur noch der Psychotherapeut helfen.


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 physicus 4. Jänner 2021 
 

Meinung und Wahrheit

Dank an Kardinal Müller! Den obigen Buchtipp („Wahrheit“) kann ich übrigens sehr empfehlen.

@Dr. Feingold: Sie schreiben „zweitens seine Meinung ja bekannt ist“
Es geht gerade nicht um „Meinung“, sondern darum, was fester Bestandteil des Katholischen ist und als Wahrheit (Buchtipp!) bleibt. Das ist also Faktenwissen, und da ist Kardinal Müller gewiss äußerst kompetent.

Umgekehrt müssen manche Ortsbischöfe aufpassen, nicht ihre „katholische Glaubwürdigkeit“ auf’s Spiel zu setzen. Man möchte nicht als Gläubiger ständig überlegen, ob eine bischöfliche Stellungnahme eigentlich kirchlich gedeckt ist. Diese Glaub-Würdigkeit sollte ein hohes Gut für Ortsbischöfe sein (und für DBK-Vorsitzende).


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1
 
 Konrad Georg 4. Jänner 2021 
 

Sie übersehen eines,

@ wedlerg,
die Täter sitzen fest auf ihren Positionen und werden nicht weichen, sondern uns alles streitig machen.
Das Vorbild Liturgiereform hat gezeigt, daß die Altgläubigen die Ausgetricksten waren. Da gibt es nur eine Fortsetzung.
>>>Was wäre los, wenn ein Pfarrer gegen die Homoehe predigen würde?
>>>Der Teufel.


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 wedlerg 4. Jänner 2021 
 

Soll er kommen

Ich bin der Meinung, dass der synodale Weg kommen muss. Sie sollen ihn auch konsequent zu ende gestalten: Theologische Fakultäten an den Unis zumachen - kommt eh keiner mehr. Veranstaltungen absagen (die Zahl der Eventteilnehmer sinkt ohnehin rapide).

Offenbar begreifen die Politkatholiken immer noch nicht, dass außer ihnen selbst niemand an diesem Schwachsinn teilnehmen wird. Dann muss der Laden halt zugemacht werden und anschließend lassen wir die Priester aus Indien, Afrika und POlen die leeren Kirchen übernehmen - wenn der letzte BDKJ-Funktionär abgetreten ist.

Die Aussicht, dass diese Funktionäre endliche ohne Amt dastehe, würde den Erfolg sichern.

In Fragen der Sexualmoral das gleiche: Eine Kirche, die serielle Polyagmie und alle anderen Spielarten belobigt, wird selber zur Spielart. Seltsamerweise sehe ich so wenige glückliche serielle Polygamisten in der westlichen Welt. Vielleicht wäre es mal Zeit, sich zu fragen, warum die ersten Christen so erfolgreich monogam waren.


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4
 
 lesa 4. Jänner 2021 

Sämannsarbeit - Gelegen oder ungelegen

@Dr. Feingold: Hoffentlich ist das, was Sie da sagen, nicht Ihr geheimes Wunschdenken ...!

Man darf annehmen, dass der Kardinal Tausenden von Menschen Orientierung gibt hinsichtlich vieler verunsichernden Fragen und sie stärkt in der Sicherheit, was zu glauben ist und was nicht.
Gelegen oder ungelegen, werter@Dr.Feingold...Über die Auswirkungen brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Einer verkündet, einer begießt den Samen des Wortes Gottes - und Gott lässt es wachsen. (vgl Kor)


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1
 
 SalvatoreMio 4. Jänner 2021 
 

Warum spricht man einen emeritierten Würdenträger an?

@Dr. Feingold: Ihre Frage finde ich sehr merkwürdig: Sie, ich und alle hier tun ihre Gedanken kund. Also könnte man sagen: "Schweigen doch auch Sie. Es ist Zeitverschwendung!" Die erste Stellungnahme heute morgen hieß: "In dieser verwirrten Zeit tun mir diese klaren Worte unendlich gut!!!" Diese Aussage allein zeigt, warum Stellungnahmen wichtig sind! Oder ist es Ihrer Meinung nach besser, dass wir abwarten, bis das Schisma komplett ist, und dann sagen wir: "Ich wasche meine Hände in Unschuld?" Außerdem ist Kardinal Müller nicht irgendwer; zumindest gibt er seinen Mitbrüdern die Gelegenheit, nicht nur ihren synodalen Ideen zu weiterer Blüte zu verhelfen.


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 Dr Feingold 4. Jänner 2021 
 

Ich frage mich

Warum spricht man einen emeritierten Würdenträger auf etwas an daß er
erstens nicht beeinflussen kann und
zweites seine Meinung ja bekannt ist
beunruhigend sollte für alle die die deutsche Entwicklung kritisch sehen sein, daß emeritierte Kardinäle sich äußern aber niemand der etwas verändern könnte


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 Eselchen 4. Jänner 2021 
 

Das ist kein Synodaler Weg!

Es ist der evangelische Weg! 500 Jahre nach Luther ist denen aufgefallen, dass dieser eine Nonne heiraten konnte, die Juden verflucht und sich mit den Mächtigen der Welt gemein gemacht hat. Dafür fand er die Heiligen doof und Maria suspekt. Alles was schön war, ist aus dem Kirchenraum geflogen und alles was Würdig war, wurde in den Dreck gezogen. Dazu gibt es heute Märchenerzählungen statt Gottes Wort, Homosegnungen und Frauenpriestertum von Menschen in Homobeziehungen (eine EHE ist das ja nicht!)Genau dahin wollen einige in der Kirche.
Israel, die einzige wrkliche Demokratie in der Region wird gemaßregelt und die Selbstmordattentäterstaaten ringsrum, die Frauen und Kinder mit selbstgebauten Katjuschas beschießen, bekommen millionenfache finanzielle und moralische Unterstützung. Da kann ich nur sagen: Dann geht doch, Jesus hält keinen in seinem Willen auf. Werdet evangelisch. Wir sehen ja, wie toll das funktioniert! Die evangelischen Kirchen waren die ersten die zu Moscheen wurden!


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 Freude an Gott 4. Jänner 2021 
 

Wow,


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 lesa 4. Jänner 2021 

Bauen auf Sand oder auf das Wort Gottes

Korr.: "eine ideale theolog. Hilfestellung für solche, die ... fähig sind, nachzudenken."
"Ein Christentum, das aus den Elementen einer defizitären Anthropologie (Genderideologie, Recht auf Abtreibung, sexuelle Kontakte außerhalb der ehelichen Liebe von Mann und Frau; Antizölibats-Polemik) und den Restposten einer ruinierten Glaubenslehre zusammengebastelt ist, wird bis zum nächsten Sturm solange Bestand haben wie das Haus, das auf Sand gebaut war."
"Die Treue zum Wort Christi von der Unauflöslichkeit der Ehe und die Anerkennung der sakramentalen Verfassg. der Kirche nach der Darlegung des II. Vat. bieten die ungleich bessere Voraussetzung dafür, dass die „Kirche in der Welt von heute“ ihren Dienst am zeitl. Wohl und dem ewigen Heil der Menschheit erfüllt, als der Beifall der schöpfungsfeindlichen Neognostiker, von denen man sich wider alle Vernunft (der leib-seelischen Einheit, der Inkarnation, der sakramentalen Heilsvermittlung, der Auferstehung des Fleisches) verhöhnen lassen."


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 lesa 4. Jänner 2021 

Gesundes Brot, frisches Wasser, rettende Hand

Vielen, vielen Dank für dieses Interview mit der klugen Fragestellung, Frau Lorleberg! Dem Kardinal großen Dank für die Fülle an Antworten auf so viele Fragen, der den Kern des so gefährdeten Glaubens betreffen. Das kann regelrecht ein Jahresbegleiter sein! So viele Einzelaussagen in diesem Text, die konkrete Antworten sind, um die Kirche vom schiefen Gleis auf die rechte Bahn zu führen. ene ideale theologische Hilfestellung, die nicht pubertär oder ideologisch steckengeblieben sind, sondern fähig und bereit, nachzudenken.
Gesundes Brot anstelle von krankmachendem fastfood, frisches Wasser anstatt stinkender Kloake, Licht in dichter Finsternis anstatt Irrlichter, rettende Hand anstatt Schubs in den Abgrund


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 Chris2 4. Jänner 2021 
 

"Deshalb steht der Beschluss, auch glaubenswidrige

Entscheidungen den Katholiken in Deutschland überstülpen zu wollen, im Widerspruch zur katholischen Kirchenverfassung und ist a limine null und nichtig. Die Disziplinargewalt der Bischöfe darf niemals der Erzwingung häretischer Lehren oder unmoralischer Handlungen dienen.“
Dem ist nichts hinzuzufügen.


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 Chris2 4. Jänner 2021 
 

Auch, wenn die Versuchung groß ist:

beten wir nicht dafür, dass die Häretiker die Kirche verlassen, sondern für Ihre Bekehrung (wenn sie dennoch trotzdem gehen, ist es ihre eigene, freie, Entscheidung und die Chance für einen Neuanfang). Beten wir nie für etwas in sich schlechtes, immer für etwas gutes. Das heilt im Übrigen auch einen selbst und schenkt inneren Frieden und Gelassenheit im Herrn. Und vor allem: Wünschen wir niemals, niemals, niemals irgendjemandem die Hölle! Wer einmal für einen Menschen gebetet hat, den man man (fast schon) gehasst hat, weiß, was ich meine. "Herr, rechne Ihnen diese Sünde nicht an."


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 SpatzInDerHand 4. Jänner 2021 

In dieser verwirrten Zeit tun mir diese klaren Worte unendlich gut!!!


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