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Bistum Dresden-Meißen: Kinderwallfahrt ohne heilige Messe

14. Mai 2022 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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Aus Rücksicht auf nichtkatholische Kinder, die sich durch die Eucharistiefeier ‚irritiert’ und ‚ausgeschlossen’ fühlen, wird ein Gottesdienst ohne Eucharistiefeier stattfinden.


Dresden (kath.net/jg)

Die Kinderwallfahrt des Bistums Dresden-Meißen wird dieses Jahr ohne heilige Messe stattfinden. Dies gab das Bistum bei der Ankündigung bekannt.

An Stelle der Messe wird Diözesanbischof Heinrich Timmerevers einen Gottesdienst ohne Eucharistiefeier feiern. Das Bistum begründet die Entscheidung mit Rückmeldungen aus vergangenen Jahren, denen zufolge „sich nichtkatholische Kinder mit der Eucharistiefeier sehr unwohl gefühlt haben“.

Die Kinderwallfahrt steht in engem Zusammenhang mit den Religiösen Kinderwochen (RKW) des Bistums. Diese werden von vielen Pfarrgemeinden gemeinsam mit evangelischen Nachbargemeinden gemeinsam veranstaltet. Dies werde vom Bistum gutgeheißen, schreibt die Vorbereitungsgruppe des Gottesdienstes der Kinderwallfahrt.

Da die RKW-Gruppen Zielgruppe der Kinderwallfahrt seien, wolle man auf die ökumenischen RKW-Gruppen Rücksicht nehmen. Diese fühlten sich „nicht gut begleitet und wenig eingeladen“. Der überwiegende Teil der nichtkatholischen Kinder sei „von der Eucharistiefeier irritiert und fühlt sich ausgeschlossen“. Auch katholische Kinder, die noch keine Erstkommunion erhalten hätten, könnten „nur eingeschränkt anteilnehmen“, heißt es in dem Schreiben der Vorbereitungsgruppe.

Ziel der Kinderwallfahrt soll „ein Gemeinschaftsgefühl durch gelebten und geteilten Glauben sein“. Damit sich auch ökumenische RKW-Gruppen besser angesprochen fühlten, seien diese 2022 besonders herzlich eingeladen.

Die Verantwortlichen seien sich bewusst, dass RKW-Gruppen, die während der Woche keine Möglichkeit zur Messe hätten, bei der Wallfahrt gerne die Kommunion empfangen hätten. „Nach reiflicher Überlegung“ hätten sie sich aber entschieden, „die Chance des ökumenischen Miteinanders“ nutzen zu wollen, schreiben sie.

Die Kinderwallfahrt ohne heilige Messe soll evaluiert und gut ausgewertet werden, schreiben die Verantwortlichen der Vorbereitungsgruppe. Auf dieser Grundlage soll gemeinsam mit dem Bischof entschieden werden, ob bei nächsten Kinderwallfahrt 2024 wieder eine Eucharistiefeier stattfinden soll oder nicht.

 


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Lesermeinungen

 Chris2 15. Mai 2022 
 

Noch eine Bankrotterklärung

Erinnert an eine Freundin, deren Familie öfter bis in die frühen Morgenstunden durch Partys von Jugendlichen im Pfarrheim belästigt wurde. Ich meinte dann, dass der Pfarrer die Jugendlichen wohl anders nicht erreiche. Sie meinte dazu nur, sie habe von denen nie jemanden in der Sonntagsmesse gesehen...


2
 
 Alpenglühen 14. Mai 2022 

Kinderwallfahrt mit Religiösen Kinderwochen

Das erinnert mich an die Hl.-Rock-Jubiläumswallfahrt 2012, zu der Bf. Ackermann ausdrücklich auch Nicht-Katholiken zur Teilnahme einlud. U. dann vom Papst keinen Ablaß erbat, 'um die ökumenischen Beziehungen nicht zu konterkarieren'.
Haben die staatl. u. teilweise noch schärferen kirchl. Maßnahmen zu „Corona“ noch nicht genug Gläubigen die Feier der Eucharistie ausgetrieben? Sind jetzt die Kinder dran, ihnen mit dem Vorwand der Ökumene einzutrichtern, die Eucharistiefeier sei überflüssig? Ist es tatsächlich eine Wallfahrt - gehört die Eucharistiefeier dazu. Ist es ein Spaziergang (verbrämt Wallfahrt genannt), um „ein Gemeinschaftsgefühl durch gelebten und geteilten Glauben zu erleben“, dann ist auch der Wortgottesdienst verzichtbar. Was wird den Kindern wohl „Seichtes“ erzählt werden, um „geteilten Glauben“ zu erleben? Ist nicht erheblich wichtiger, erst mal den eigenen Glauben zu „lernen“ u. zu vertiefen, bevor ich mich anderen Gemeinschaften zuwende?


7
 
 athanasius1957 14. Mai 2022 
 

So ein Schwachsinn, aus Rücksicht vor...!

2015 gingen meine Gattin, Lutheranerin aus Holstein und damals 52, und ich, röm-kath und damals 58, mit der Petrusbruderschaft diese berühmte Wallfahrt mit.
14000 abgemeldete Pilger, nicht gerechnet die Säuglinge im Kinderwagen.
Kinderchapitre (5-10a), Jugendchapitre (11-14a), Familienchapitre ... Weit über 800 Priester in Soutane oder Habit, 500 Schwestern im Habit.
Die Kinder konnte alle das Ordinarium im Altritus auswendig singen.
Teilnehmer kamen aus der ganzen Welt, Australien, Neuseeland, Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika sowie Europa.
Keiner hat sich "ausgeschlossen" gefühlt.
Meine Gattin stellte fragend fest "Warum habt ihr das alles aufgegeben?"
Ich empfehle Alfred Lorenzer "Das Konzil der Buchhalter" und Mosebach "Die Häresie der Formlosigkeit"


4
 
 723Mac 14. Mai 2022 
 

das Feiern der Heilige Messe macht gewisserweise Sinn

des katholischen Kultes aus
Seliger Alojs Andritzki bitte für uns!

www.youtube.com/watch?v=RI8ReH2wB-8&t=78s


0
 
 anjali 14. Mai 2022 
 

H.Messe

Ich würde einfach nicht hingehen wenn es keine Heilige Messe gibt.


2
 
 kleingläubiger 14. Mai 2022 
 

Was ist eine "Kinderwallfahrt"? Ist es:
a) eine katholische Veranstaltung für Kinder mit Beten, Gottesdienst und (dem Alter entsprechend) Kommunion?
b) eine große Sause, bei der jeder dabei sein darf und jeglicher Glaube "irritiert"?


3
 
 Seeker2000 14. Mai 2022 
 

Schämt man sich hier seiner Identität?

Kein Lokal nimmt das Schnitzel von der Karte, nur weil sich Vegetarier oder Veganer irritiert fühlen könnten. Wie .... ist das denn!?
Die Katholische Kirche gibt aber ihren Kern auf, damit sich nichtkatholische Teilnehmer (an einer Katholischen Veranstaltung !!!) nicht irritiert fühlen. Wäre es nicht sinnvoller im Sinner der Identität und auch der Ökumene hier Rede und Antwort zu stehen, Erklärung zu geben und die Leute mitzunehmen ohne ihnen das Gefühl zu geben, sie auszugrenzen? Das geht!
In unserer Pfarrei klappte da schon vor 30 Jahren sowohl mit evanglischen Kindern wie auch mit konfessionslosen und Kindern anderer Religionen. Man muss halt verständlich und kindgerecht erklären. Dann finden die Kinder es sogar "spannend" und verstehen es auch die Eltern, die (nur noch) wenig Kenntnis und Verständnis haben oder noch nie sich damit beschäftigt haben.


3
 
 winthir 14. Mai 2022 

"Geht es noch schlimmer!"

ja, und

zum Thema "interreligiöser Dialog":

interreligiöse Dialoge brauch ich nicht. ich feiere einfach mit - wie z. B. im Herbst 1972 in einer (wohl eher) orthodoxen "Schul" in Jeruschalajim, wo ich am Schabbat das "Laubhüttenfest" mitfeiern durfte. todah!


2
 
 Uwe Lay 14. Mai 2022 
 

Geht es noch schlimmer!

Um des "interreligiösen Dialoges" und Miteinanders willen empfiehlt die Kirche so, auf den christlichen Glauben zu verzichten, zumindest ihn nicht zu bekunden. damit Nichtchristen nicht dadurch gestört werden! Geht es noch schlimmer! Ach ja, Kardinal Marx entledigte sich ja so auch des Kreuzes Christi.


5
 
 Erik 14. Mai 2022 
 

Ich finde es durchaus gut so eine Zentrale Veranstaltung ohne Eucharistiefeier zu machen - diese inflationäre Verwendung von Eucharistiefeiern lässt das besondere einer Eucharistiefeier vergessen. Ausserdem hat die Kirche einen grossen Schatz an Gottesdienstformen, die kaum genutzt werden.
Gerade bei Kindern bietet sich etwas an bei dem eine tätige Teilhabe für alle möglich ist. Allerdings wäre als Zusatzprogramm evtl dezentral Eucharistiefeiern nötig - zumindest für die Gruppen, die in der Vorbereitung keine Möglichkeit der Eucharistiefeier hatten. Ich gehe davon aus, dass so etwas durch ein Bistum zu organisieren wäre. Auch in Zeiten des Priestermangels.


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