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Die Volkskirche ist schon längst am Ende

8. Jänner 2024 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
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Das Fazit von Franz-Josef Overbeck, die Volkskirche sei zu Ende, ist richtig. Besser wäre es, daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Es ist ein rundum gutes Gefühl, einem Bischof, dem man seit Jahren ständig widersprechen muss, doch endlich mal aus vollem Herzen zustimmen zu können. Der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, vertrat im Interview mit der FAZ die Ansicht, wir seien keine Volkskirche mehr. Die münstersche antipaderborner Polemik, die er diesem Satz nachschiebt ist natürlich nichts als blanke Boshaftigkeit. Overbeck behauptet, Kardinal Hengsbach habe mit einem Konzept alle „im Ruhrgebiet rund alle 1000 Meter eine Kirche, ein Pfarrhaus, ein Kindergarten oder ein Pfarrheim“ zu platzieren. Das nannte Overbeck „die Wiederholung des Paderborner Katholizismus der Vorkriegszeit“. Es ist nichts als eine sonderbar anmutende Vorstellung von einem ländlich geprägten Bistum wie Paderborn, wo man in manchen Gegenden nicht einmal alle 10 km überhaupt eine Ansiedlung findet.

Volkskirche sind wir schon sehr lange nicht mehr. Dieser Einsicht hat sich der deutsche Episkopat lange verschlossen und alle die das behaupteten wurden schon mal als elitär bezeichnet oder beschimpft je nachdem wie böse man dann war. Eine Volkskirche, in der die Bindung an die Kirche rein sozial motiviert war, war noch nie eine gute Sache. Tatsächlich ist die derzeitige Funktionärskirche, unter der wir derzeit leiden, nichts als ein leibliches Kind der alten Volkskirche. Diese Art Verbandsstrukturen sind gerade in der Volkskirche gewachsen. Von den alten, starken Jugendverbänden, die mit Power und vielen Fahnen Christkönig gefeiert haben, ist gerade noch ein kirchensteuerfinanzierter Apparat übrig, der eine bestimmte Reformagenda vorantreibt. Für den Glauben, für Katechese oder gar Mission haben die Vertreter diese Strukturen nichts mehr übrig.


Erstaunlicherweise bejubelt Overbeck ausgerechnet diesen Teil der als einzig verbliebener Aspekt der Volkskirche mit viel Geld aufrechterhalten wird, der Kirche aber nur schadet. Mit dem Synodalen Weg, so Overbeck, den die Bischöfe und das „ZdK“ auf den Weg gebracht hätten, hätte die Kirche in Deutschland ein Format, das es so in der Weltkirche sonst nicht gebe. Abgesehen davon, dass Overbeck die Funktionäre im „ZdK“ fälschlicherweise als „Vertretung der Laien“ bezeichnet, stimmt seine Aussage in der FAZ. Leider übt sich der Essener Oberhirte hier wieder im Verschweigen. Weltweit einzigartig, das bedeutet nämlich in diesem Falle auch eine weltweit einzigartige Blamage und eine weltweite Kritik an dem Risiko der Spaltung dem die deutschen Bischöfe mit ihrem Handeln und Dulden die Kirche aussetzen.

Die Volkskirche ist am Ende. Um das zu erkennen, muss man nur am kommenden Sonntag in eine fast beliebige deutsche Pfarrei schauen. (Die berühmte Ausnahme, von deren Existenz ich überzeugt bin, bestätigt die Regel.) Leere Kirchen und leere Herzen, in denen Jesus nicht mehr wohnen darf. Das ist der Normalfall. Ja, man darf fragen, muss eine Kirche in diesem Zustand als Träger und Betreiber von Kindergärten in fast jedem Dorf oder Ortsteil auftreten. Nein, muss sie nicht. Vielleicht sollte sie es sogar gar nicht. Gleiches gilt für alle Arten von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen. Die Kirche hat sich hier über die Jahrhunderte große Verdienste erworben. Diese Einrichtungen jetzt outzusourcen, wie das neudeutsch so schön heißt, könnte eine weise Entscheidung sein, um Ressourcen für Evangelisierung frei zu bekommen. Da gibt es sicher viele Möglichkeiten.

Letztendlich kommt man nicht daran vorbei zwei weitere Relikte der Volkskirche endlich abzuräumen. Da sind zum einen die Staatsleistungen, die der Mehrheit der Nichtchristen im Land längst und zu Recht ein Dorn im Auge sind. Hier schließt sich sogar langsam ein Zeitfenster, in dem eine für die Kirche akzeptable Lösung ausgehandelt werden kann. Das andere Relikt aus verlorenen Zeiten ist die Kirchensteuer. In einer Volkskirche eine gute, richtige und angemessene Weise der Kirchenfinanzierung. In einer Minderheitenkirche, die derzeit fest im Griff von Kirchenfunktionären mit zweifelhaften Absichten ist, ist diese Weise der Finanzierung nichts als Gift. Franz-Josef Overbeck täte gut daran, dieses volkskirchliche Relikt noch lange vor angeblich überflüssigen Kirchen abzuräumen. Die Kirchen kann man den Gemeinden übergeben, die sie gebaut und bezahlt haben, können sie sie unterhalten, sollen sie bleiben, wenn nicht, müssen sie weichen.

Es ist hoch an der Zeit, die Finanzierung der Kirche zu überdenken. Keine Frage, der Staat soll den Kirchen finanzieren können, was er mit demokratischer Legitimation nützlich findet. Die Kirchen sollen frei sein zu überlegen, ob sie das wollen. Denn eines ist sicher, in Zeiten, in denen ein Recht auf Abtreibung oder ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben herbeifantasiert werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis kirchliche Einrichtungen, die sich zu eng an den Staat gebunden haben, zu solchen Untaten verpflichtet werden. Nicht nur die Kirche ändert sich. Die Gesellschaft und der Staat ändern sich auch. Es ist hoch an der Zeit, dass die Kirche aus dem Glauben ihre Position in der modernen, säkularen Welt neu bestimmt.

Das Interview von Franz-Josef Overbeck scheint in die richtige Richtung zu starten, landet aber leider als Aufforderung den Pelz zu waschen aber nicht nass zu machen. Schade! Es wäre an der Zeit, mutige Reformen zu fordern, statt ein Anbiedern an den Zeitgeist als Reform zu framen. Fazit: Absicht vielleicht gut. Leider zu kurz gesprungen. Die Kirche der Zukunft wird vielleicht kleiner sein, man kann es nicht wissen, aber eines ist klar, sie wird eine Kirche sein, in der die Gläubigen sich täglich neu für Jesus entscheiden müssen. Die Welt in der wir leben, braucht keine Volkskirchenchristen, sie braucht mutige Bekenner und Missionare. Sämtlicher Ballast, der dem entgegen steht, kann weg. Weinen wir dem keine Träne nach.


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Lesermeinungen

 Hope F. 9. Jänner 2024 
 

@Holunder

Ich gebe Ihnen voll und ganz recht. Je besser es den Menschen geht, desto mehr schwindet der Glaube von Generation zu Generation. Das beste Beispiel war Corona. Die Kirchen wurden geschlossen bzw. nicht geimpfte quasi stigmatisiert. Bittprozessionen fanden nicht statt. Statt Gott um Hilfe zu bitten - wie zu Zeiten der Pest - vertraute man Menschen und vorschnell bereitgestellten Impfstoffen. Die Menschen haben verlernt, Gott zu vertrauen. Wenn die Alten gestorben sind, werden die bereits leeren Kirchenbänke noch leerer werden. Es gibt zu wenige Menschen, die von Ihrem Glauben Zeugnis geben und öffentlich dazu stehen. Traurig.


2
 
 Holunder 9. Jänner 2024 
 

Das Problem liegt tiefer

Wenn ich mich in meiner Umgebung so umschaue... Selbst diejenigen, die noch irgendetwas mit der Kirche zu tun haben, sind nicht gläubig. Das eigentliche Problem ist nicht der Neue oder Alte Ritus, ob man das VKII richtig versteht oder nicht, ob der Synodale Weg richtig ist oder nicht. Das Problem ist, dass die Menschen nicht mehr an Gott glauben. Die ungläubigen Menschen meinen, sie brauchen keinen Gott. Fast niemand mehr ist heute vom Wetter abhängig oder hat keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung. Geld bekommt man zur Not vom Staat... Wozu dann noch beten?


2
 
 lakota 9. Jänner 2024 
 

@Chris2

Richtig, aber einige nützen halt auch die kleinste Gelegenheit in eine gewisse Richtung zu schlagen.

Könnte natürlich auch Neid sein, weil dort "die gute alte Zeit" mit Heiliger Messe, Beichte, Andachten und tiefkatholischem Glauben noch vorhanden ist - im Gegensatz zu unserer "Volkskirche".


2
 
 golden 9. Jänner 2024 
 

Das ALLZU-Menschliche

sollte uns bei abnehmenden Zahlen von Christen den Blick nicht für die Endzeit verstellen ! Gott hält eine Sichtung ab,wer zu ihm gehören will und nimmt Lossagen ernst.Also nicht ins ungebundene Mitglieds-Nirgenwo gehen,sondern Anschluss wahren an die Hl. Kirche,welche sich zeigt in der Wahrheit.Alle hier kennen Gemeinschaften,die treu zum HERRN stehen.


2
 
 lesa 9. Jänner 2024 

Die Wahrheit kommt ans Licht wie eine unzerstörbare Pflanze

@chris 2: Danke! Theologisch hochgebildete, zutiefst fromme Priester, die mit größtem Einsatz Gläubige zum katholischen Glauben und zu echter Gottesverehrung führen, pauschal unverschämt als "reaktionäre Schismatiker" abzustempeln, bezeugt Unkenntnis bzw. Faktenrestenz. "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken in deinem eigenen Auge siehst du nicht? Du Heuchler! Zieh zuerst den Splitter aus deinem eigenen Auge."(vgl Mt 7, 3) Aber gegen diesen Zwang zu bösartigen Etikettierungen hilft nur Gebet.
Es gibt gerade ein Video von Bischof Athanasius Schneider mit dem Titel "Was macht einen zum Schismatiker?". Er sagt: „Natürlich ist die Piusbruderschaft von St. Pius X. ein lebendiger Teil der Kirche und sicherlich nicht schismatisch" und erläutert ausführlich den Begriff „Schisma“.
Wie auch andere Amtsträger hofft Bischof Athanasius, dass die Kirche Eb. Lefebvre künftig noch danken wird für seinen heroischen Einsatz für den Erhalt der Glaubens und der Liturgie.


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 Chris2 8. Jänner 2024 
 

Gute Analyse

Allerdings würde ich das Framing von der "Reformagenda" nicht übernehmen. Denn "Reform" kommt von lat. "reformare" = wiederherstellen. Das, was wir in Deutschland gerade erleiden, ist keine Rückkehr zu den Wurzeln, sondern die Entstehung einer "anderen Kirche", die ein "anderes Evangelium" predigt (vgl. Gal. 1,7ff).


2
 
 Chris2 8. Jänner 2024 
 

@heikostir

Tiefgläubige Katholiken als "Reaktionäre Schismatiker" zu diffamieren, halte ich für nicht zielführend.


2
 
 ottokar 8. Jänner 2024 
 

Bayern, Österreich , die Innerschweiz, Italien u.a. waren einmal überwiegend katholisch.Da gab es Vo

Braucht es überhaupt den Begriff "Volkskirche", ein Begriff,der durch die zahlenmässige Grösse einer bestimmten Religionsgemeinschaft in einem Lande definiert ist, nicht mehr und nicht weniger? Viel wichtiger erscheint mir eine Analys zur Volksfrömmigkeit. Natürlich existiert die nach wie vor, auch ohne Volkskirche: Dort nämlich ,wo noch Wegkreuze stehen, wo in Krankenhäusern und staatlichen Gebäuden noch Kreuze hängen, wo an Wochentagen noch viele Menschen zum Beten in die Kirchen gehen (soweit sie offen sind),wo in Familien gemeinsam gebetet wird,wo man "Grüss Gott" und "Gott sei Dank" sagt, wo auch sonntags noch die Kirchen voll sind...Das alles gibt es und erzeugt ein Heimatgefühl. Volkskirche ist keine Voraussetzung für Volksfrömmigkeit, ebenso wie die Anzahl von Gottesdienstbesuchern kein Indiz für Gläubigkeit im Volke ist. Volksfrömmigkeit kann uns auch eine destruktive Entwicklung der Kirche z.B.Synodaler Weg nicht nehmen.


2
 
 Cejazar 8. Jänner 2024 
 

@jothekieker

Das ist wahrscheinlich der Traum aller angestellten Laien der Generalvikariate sowie der dort tätigen Priester:

Eine Kirchenverwaltung und die lästigen (Zitat EB Lackner), nörgelnden und ständig Briefe an das Ordinariat und nach Rom schreibenden Gläubigen.

Dann kann man sich ungestört selbst verwalten.


2
 
 Waldi 8. Jänner 2024 
 

Ja, das ist eindeutig wahr,

die Volkskirche ist schon längst am Ende! Denn der Klerus hat sich vom gläubigen Gottesvolk pietätlos abgesondert und eigensinnig Glaubensvorgaben dem modernen Zeitgeist angepasst, die jeder Volksfrömmigkeit entbehren und keine Geborgenheit und kein geistiges Heimatgefühl in der Mutter Kirche mehr aufkommen lassen! Und Bischof Overbeck ist einer der Haupträdelsführer, der lautstark die katholische Kirche den Menschen radikal entfremdet hat!


5
 
 Jörgen 8. Jänner 2024 
 

Lieber im Kämmerlein nachdenken

Wir brauchen keine Analysen von Bischof Overbeck, und wir müssen auch nichts Neues erfinden. Wir brauchen offene Augen, zum Blick in die Geschichte, wo die Kirche Krisen überwinden hat, zum Blick auf andere Länder, von denen wir lernen können, und zum Blick auf Aufbrüche auch in Deutschland. Und das Eingeständnis, dass die Synodale Agenda den Abwärtstrend nur verstärken wird. Richtig, die derzeitige Finanzierung ist wie ein Mühlstein um den Hals.


4
 
 ThomasR 8. Jänner 2024 
 

am Ende der Volkskirche , überall dort wo z.B. alte Messe und katholische Ostriten

gefeiert werden (mir fehlen sehr vielorts Zelebrationen der Heiligen Liturgie in Ostriten auf Deutsch) sowie neue Messe entsprechend dem letzten KOnzil gefeiert wird (wie bei Kommunaute St. Martin) ,
dort ist auch Neubeginn sichtbar, Heilige Messe wird oft und gerne besucht, Priesterseminare werden voll
an allen anderen Orten kommt zum gelebten Untergang


2
 
 lesa 8. Jänner 2024 

Der Hl. Karl Borromäus (aus der Katechese von Benedikt XVI.)

Der Hl. Karl Borromäus war sich bewußt, daß eine ernsthafte und glaubwürdige Reform gerade bei den Hirten ansetzen mußte, um sich segensreich und dauerhaft auf das ganze Volk Gottes auszuwirken. Bei diesem reformierenden Wirken wußte er aus den traditionellen und immer lebendigen Quellen der Heiligkeit der katholischen Kirche zu schöpfen: die Zentralität der Eucharistie, in der er die anbetungswürdige Gegenwart Jesu, des Herrn, und seines Liebesopfers für unsere Erlösung erkannte und darbot; die Spiritualität des Kreuzes, als erneuernde Kraft, die die tägliche Ausübung der dem Evangelium gemäßen Tugenden anzuregen vermag; der häufige Empfang der Sakramente, in denen glaubend das Handeln Christi selbst empfangen wird, der seine Kirche erlöst und läutert; das Wort Gottes, das der Tradition folgend gelesen, interpretiert und betrachtet wird ...


2
 
 lesa 8. Jänner 2024 

Der Hl. Karl Booromäus (aus Katechese v. Benedikt XVI.)

"Aus seinem heiligmäßigen Leben, in dem er sich immer mehr an Christus ausrichtete, geht auch das außergewöhnliche Reformwerk hervor, das der hl. Karl innerhalb der Strukturen der Kirche umsetzte, in vollkommener Treue gegenüber dem Auftrag des Konzils von Trient. Wunderbar war sein Werk der Leitung des Gottesvolkes, als gewissenhafter Gesetzgeber und genialer Organisator. All dies jedoch bezog Kraft und Fruchtbarkeit aus dem persönlichen Bemühen um Buße und Heiligkeit. Denn in jeder Zeit ist das die erste und dringendste Erfordernis in der Kirche, daß jedes ihrer Mitglieder sich zu Gott bekehrt. Auch in unseren Tagen fehlt es der kirchlichen Gemeinschaft nicht an Prüfungen und Leiden, und sie zeigt sich der Reinigung und der Reform bedürftig. (Benedikt XVI.)
Der zeit werden solche Bischöfe abgesetzt, weil man meint, wie Jesus sagt, Gott einen heiligen Dienst zu erweisen. Aber ihre Worte und Taten bleiben, und das Weizenkorn, das in die Erde fällt, bringt reiche Frucht.


2
 
 J. Rückert 8. Jänner 2024 
 

Trennung in Würde

Kann die katholischen Kirche als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts noch Teil eines Systems bleiben, wenn das ein ´Menschenrecht auf Abtreibung´ in die Verfassung schriebe?
Würde dieser Staat eine solche Kirche nicht über kurz oder lang ´auskotzen´, so sie sich nicht rechtzeitig für eine Trennung in Würde entschiede?


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 Jothekieker 8. Jänner 2024 
 

Die Volkskirche mag tot sein,

aber die Volkskirchenverwaltung lebt.


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 heikostir 8. Jänner 2024 
 

Dass die Volkskirche in unseren Breiten ihrem Ende entgegengeht, wusste schon ein junger Theologe namens Joseph Ratzinger - und das bereits in den 1950iger Jahre; also bereits während des Pontifikats Pius XII. weit vor dem II. Vatikanum, einer Zeit also, die von naiven Kirchen-Nostalgen heute gern zur "guten alten Zeit" gerechnet wird (übersehen wird, dass es diese "gute alte Zeit" nie gegeben hat!).

Die Lösung ist: Das II. Vatikanum endlich rezipieren; nicht einen immaginären Geist des Konzils sondern das, was in den Konzilstexten steht und das von sog. "linken" Kirchengruppen (siehe Synodaler Weg) ignoriert und von reaktionären Schismatikern (siehe Pius-Brüder) abgelehnt wird.


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