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| ![]() Lernen wir von Zachäus, die Hoffnung nicht zu verlieren!vor 19 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Franziskus: Im Haus von Zachäus kommt es dann zu einer entscheidenden Szene Rom (kath.net) Generalaudienz vom 2. April 2025. Zyklus der Katechesen – Jubiläum 2025: Jesus Christus, unsere Hoffnung. II. Das Leben Jesu. Die Begegnungen. 3. Zachäus: „Heute muss ich in deinem Haus bleiben!“ (Lk 19,5). Lesung: „Dann kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. Und siehe, da war ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war reich. Er suchte Jesus, um zu sehen, wer er sei, doch er konnte es nicht wegen der Menschenmenge; denn er war klein von Gestalt. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.cAls Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben“ (Lukas 19,1–5). Im Folgenden eine Übersetzung des vom Vatikan veröffentlichten Textes, der für die Katechese der Generalaudienz am 2. April 2025 vorbereitet wurde: Liebe Brüder und Schwestern! Wir betrachten weiterhin die Begegnungen Jesu mit verschiedenen Personen des Evangeliums. Diesmal möchte ich bei der Gestalt des Zachäus verweilen – einer Episode, die mir besonders am Herzen liegt, weil sie in meinem eigenen geistlichen Weg eine besondere Bedeutung hat. Das Lukasevangelium stellt uns Zachäus als jemanden vor, der scheinbar unwiderruflich verloren ist. Vielleicht fühlen auch wir uns manchmal so: ohne Hoffnung. Doch Zachäus wird entdecken, dass der Herr ihn bereits gesucht hat. Jesus steigt nach Jericho hinab, eine Stadt unter dem Meeresspiegel, die als Bild der Unterwelt gilt. Dorthin geht Jesus, um diejenigen zu suchen, die sich verloren fühlen. Und in Wahrheit steigt der auferstandene Herr weiterhin hinab in die heutigen Unterwelten – an die Orte des Krieges, in das Leiden der Unschuldigen, in das Herz der Mütter, die ihre Kinder sterben sehen, in den Hunger der Armen. Zachäus hat sich in gewisser Weise verirrt, vielleicht hat er falsche Entscheidungen getroffen oder das Leben hat ihn in Situationen gebracht, aus denen er kaum herauskommt. Lukas beschreibt diesen Mann mit Nachdruck: Er ist nicht nur ein Zöllner, also jemand, der im Dienst der römischen Besatzer von seinen Landsleuten Steuern einzieht, sondern sogar der Oberste der Zöllner – als wollte er sagen, dass seine Schuld noch größer ist. Außerdem erwähnt Lukas, dass Zachäus reich ist, was darauf hindeutet, dass er seinen Wohlstand auf Kosten anderer erlangt hat, indem er seine Stellung ausgenutzt hat. Doch das alles hat Folgen: Zachäus fühlt sich wahrscheinlich ausgeschlossen, von allen verachtet. Als er erfährt, dass Jesus durch die Stadt zieht, verspürt Zachäus den Wunsch, ihn zu sehen. Er wagt nicht einmal, an eine Begegnung zu denken – es würde ihm schon genügen, ihn aus der Ferne zu betrachten. Unsere Wünsche stoßen jedoch oft auf Hindernisse und erfüllen sich nicht automatisch: Zachäus ist klein von Gestalt! Das ist unsere Realität – wir haben Grenzen, mit denen wir zurechtkommen müssen. Und dann sind da noch die anderen, die uns manchmal nicht helfen: Die Menge hindert Zachäus daran, Jesus zu sehen. Vielleicht ist das sogar ihre Art, sich an ihm zu rächen. Aber wenn du einen starken Wunsch hast, gibst du nicht auf. Du findest eine Lösung. Dafür braucht es allerdings Mut und Unbefangenheit, eine gewisse kindliche Einfachheit und die Fähigkeit, sich nicht allzu sehr um das eigene Ansehen zu sorgen. Zachäus klettert – wie ein Kind – auf einen Baum. Es muss ein guter Beobachtungspunkt gewesen sein, vor allem, um zu schauen, ohne selbst gesehen zu werden, verborgen hinter dem Laub. Doch mit dem Herrn geschieht immer das Unerwartete: Als Jesus vorbeikommt, blickt er auf. Zachäus fühlt sich ertappt und erwartet vermutlich eine öffentliche Zurechtweisung. Die Menge mag das gehofft haben, doch sie wird enttäuscht: Jesus fordert Zachäus auf, sofort herunterzukommen, fast als wäre er erstaunt, ihn auf dem Baum zu sehen, und sagt ihm: „Heute muss ich in deinem Haus bleiben!“ (Lk 19,5). Gott kann nicht einfach vorbeigehen, ohne den zu suchen, der verloren ist. Lukas hebt die Freude hervor, die Zachäus erfüllt. Es ist die Freude dessen, der sich gesehen, erkannt und vor allem vergeben fühlt. Der Blick Jesu ist kein Blick des Tadels, sondern der Barmherzigkeit. Und diese Barmherzigkeit fällt uns manchmal schwer anzunehmen – besonders, wenn Gott jene vergibt, von denen wir meinen, dass sie es nicht verdient haben. Dann murren wir, weil wir Gottes Liebe Grenzen setzen wollen. Im Haus von Zachäus kommt es dann zu einer entscheidenden Szene: Nachdem er die Worte der Vergebung Jesu gehört hat, steht er auf – als würde er aus seinem todesähnlichen Zustand auferstehen. Und er steht auf, um eine Verpflichtung einzugehen: Er will das Vierfache von dem zurückgeben, was er unrechtmäßig genommen hat. Doch es geht nicht darum, einen Preis zu zahlen, denn Gottes Vergebung ist kostenlos. Vielmehr ist es sein Wunsch, dem nachzueifern, von dem er sich geliebt fühlt. Zachäus verpflichtet sich zu etwas, was er nicht müsste – aber er tut es, weil er versteht, dass dies sein Weg ist, zu lieben. Dabei verbindet er sowohl das römische Recht in Bezug auf Diebstahl als auch die rabbinischen Vorschriften zur Buße. Zachäus ist also nicht nur ein Mensch des Verlangens, sondern auch jemand, der konkrete Schritte setzt. Sein Vorsatz ist nicht vage oder abstrakt, sondern geht von seiner eigenen Geschichte aus: Er hat sein Leben betrachtet und den Punkt erkannt, an dem seine Umkehr beginnen muss. Liebe Brüder und Schwestern, lernen wir von Zachäus, die Hoffnung nicht zu verlieren – auch dann nicht, wenn wir uns ausgeschlossen fühlen oder unfähig, uns zu ändern. Pflegen wir den Wunsch, Jesus zu sehen, und vor allem: Lassen wir uns finden von der Barmherzigkeit Gottes, die uns immer sucht, in welcher Situation wir uns auch befinden mögen.
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