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Braut Christi

13. Dezember 2020 in Buchtipp, keine Lesermeinung
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Der Gedanke Braut Christi zu sein ist in der Kirchengeschichte tief verankert. Judith Belz zeigt auf verschiedenen Ebenen und mit persönlichen Bildern auf, wie sich dieser Weg auch heute lohnen kann - Ein Buchtipp.


Mols (kath.net)

«Es gehört zu den erstaunlichen Beobachtungen unserer Zeit, dass die alte, frühchristliche Praxis der Berufung von Frauen zu einem jungfraulichen Leben um des Himmelreiches willen (vgl. Mt 19,12) weltweit wieder zunimmt, gerade in einer Zeit, in der die Akzeptanz der zölibatären Lebensweise bei Männern im Priesterberuf spürbar abnimmt.» (Weihbischof Thomas Maria Renz im Vorwort) Ein Buch über die Berufung zur Virgo Consecrata muss wie eine Provokation verstanden werden in der heutigen Zeit, schreibt Judith Belz.

Das Buch will – so stellt Weihbischof Renz in seine Vorwort fest - «tiefer hineinführen in das mystische Geheimnis der mütterlich-jungfräulichen Brautschaft der Kirche und vielleicht der einen oder anderen Leserin sogar Herz und den Sinn […] öffnen für die Berufung in diese für die Kirche so existenziell wichtige Lebensweise der Virgo Consecrata.»

Berufung ist ein Hauptthema christlichen Lebens. Und Berufung kann sehr viele Facetten haben. Auf diesem Hintergrund schrieb Belz das Buch Braut Christi. Ihre eigene Berufung zur Geweihten Jungfrau und der Stand der Geweihten Jungfrauen wird darin von verschiedenen Seiten illustriert: biblische Annäherungen, die Kirchenväter, die Brautmystik, Gebete, die Liturgie und die Gottesmutter Maria.

«Jede Geweihte Jungfrau hat ihre eigene Berufungsgeschichte, doch vielen von uns wird vielleicht gemeinsam sein, dass sie beim ersten Hören des Begriffes ‘Geweihte Jungfrau’ erst einmal zögerlich reagierten oder gar auf Abstand gingen.» Belz beschreibt sehr einfühlend und auch persönlich den Werdegang und die Themata, die in diesem Zusammenhang stehen. Auch als selber nicht Betroffener lädt es ein seine eigene Berufung in den Vordergrund zu holen und zu überdenken. Das Buch regt auch als Mann, in der monastischen Lebensweise, als Verheiratete(r) oder als Priester über die eigene Lebensaufgabe nachzudenken und zu prüfen, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.

Doch Berufung bleibt nicht bei sich stehen. So schreibt auch Belz von der Sendung, die damit verbunden ist. «Als Gottgeweihte Jungfrauen sind wir keine Hungerkünstler der Liebe, die auf seelische Kraft und die schöpferische Tätigkeit der Liebe verzichten; im Gegenteil, als in und aus Liebe vom Vater Erwählte und vom Sohn Ge- und Berufene schenkt er uns in unserer Berufung zugleich Gabe und Aufgabe. … Die Aufgabe, die uns mit unserer Berufung geschenkt wird, besteht darin, sich aus dieser innigen Liebe heraus ganz für Ihn und damit für die Kirche einzusetzen. Dies gelingt nur im Geist wahrer Mütterlichkeit.»

In der Folge führt Belz die Mütterlichkeit als Hingabe an die Menschen aus. Nicht die eigenen Bedürfnisse stehen im Vordergrund, sondern die Entwicklung und das Wohlergehen der Anderen.

 

 

Braut Christi – Virgo Consecrata

Gedanken zur Brautschaft und der Berufung der Geweihten Jungfrau

Judith Belz

Fe-Medienverlag

208 Seiten

ISBN: 978-3-86357-233-4

14.95 Euro


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