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Altabt Henckel-Donnersmarck: "Kirche in Europa ist erschlafft"

1. Jänner 2021 in Aktuelles, 28 Lesermeinungen
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Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel Donnersmarck im Interview in der "Wiener Zeitung" über Corona-Impfung, Weiterbestand der Kirche und Lehren aus der Krise: "Europa geht zugrunde, die Kirche nicht"


Wien (kath.net/ KAP)

Die Kirche in Europa ist erschlafft und im Gegensatz zur wachsenden Kirche in Afrika, Asien und Teilen Lateinamerikas nicht mehr im Wachstum, sondern am Schrumpfen. Dies düstere Fazit hat der Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck in einem Interview in der "Wiener Zeitung" (24. Dezember) gezogen. Die Kirche könne aber auch ohne Frauenpriestertum und verheiratete Priester weiter bestehen, wenn sie sich "auf ihre zentralen, wichtigen Botschaften konzentriert und sie verkündet". Die katholische Kirche brauche sich "nur sehr wenig zu verändern", stellte der Ordensmann fest; denn trotz Frauenpriestertum hätte auch die evangelische Kirche "genau dieselben Probleme wie wir, obwohl sie beides kennt. Diese Randthemen sind für das eigentlich Entscheidende im Glauben belanglos."

Als Lehre aus bald drei Lockdowns bezeichnete er das gesellschaftliche Eingeständnis, "dass wir eben nicht alles können". Er selbst werde sich zudem gegen Corona impfen lassen, und auch Abt Maximilian Heim werde "zur Impfung motivieren, um ein weiteres Kloster-Cluster zu verhindern".

Die Grundbotschaft der Kirche laute zwar "Fürchtet euch nicht!", man solle Gott aber auch nicht durch bewusstes Fehlverhalten "auf die Probe stellen", meinte der ehemalige Missio-Nationaldirektor Austria im Blick auf die weltweit grassierende Corona-Pandemie, die auch vor dem Stift im Wienerwald nicht Halt gemacht hat. Henckel-Donnersmarck, der mit 77 Jahren zu sogenannten Risikogruppe gehört, hatte sich nach einem Corona-Cluster im Stift Heiligenkreuz, aus Sicherheitsgründen in Selbstisolation begeben.


Die Pandemie bringe eine Gedankenumkehr mit sich, "dass wir uns stärker darauf einstellen müssen, dass wir eben nicht alles können, wie es eine Mentalität der vergangenen Jahrzehnte war". Dazu gehöre auch der Regierung, den Wissenschaftlern, den Medien, Bill Gates "oder sonst wem" die Schuld für die Krise zu geben. In puncto Glauben hoffe er, dass die Corona-Krise die Menschen nachdenklicher mache.

 

Kirche in Corona-Krise solidarisch

Auf die Frage, ob die Kirche im Corona-Jahr 2020 zu "obrigkeitshörig" war, meinte Henckel-Donnersmarck wörtlich: "Ich glaube nicht. Ich sehe das als Akt der Solidarität und der Vernunft, dass man den Entscheidungen der Regierung zugestimmt hat." Zudem hätten Livestream-Gottesdienste ein völlig neues Gefühl der Feier der Heiligen Messe gegeben. "Dadurch kommt die Kirche mit Menschen und Familien in Berührung, die vielleicht jahrzehntelang keinen normalen Gottesdienst mehr besucht haben", meinte der Altabt.

Der Beschluss der Bischofskonferenz als Katholische Kirche im Zeitraum des Lockdowns keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern, hätte auch nicht zu einem verstärkten Kirchenaustritt geführt, zeigte sich der Zisterzienser überzeugt. "Die Spreu trennt sich doch schon seit Jahrzehnten vom Weizen. Es werden immer weniger Katholiken, immer weniger Kirchenbeitragszahler. Diese Tendenz gibt es seit vierzig, fünfzig Jahren." Man dürfe das zwar nicht "wegleugnen", aber es sei ein europaweiter Trend.

Christen seien von Beruf her Hoffnungsträger, meinte der Altabt. Daher bringe auch die weltweit grassierende Corona-Pandemie nicht nur negatives: "Wir kämpfen auch dagegen an, aber Christoph Kardinal Schönborn hat immer wieder richtig gesagt: Die Hoffnung stirbt nie."

 

Papst wird nicht scheitern

Den Papst bezeichnete Henckel-Donnersmarck als sehr kritisch gegenüber Missbräuchen und Vergehen von Kardinälen im Vatikan. Eine pauschale Kritik am Vatikan wies der Altabt aber zurück. Der Papst sei aber auch kein auf vier Jahre gewählter Ministerpräsident, sondern Nachfolger Petri. "Er wird nicht scheitern, weil die Kirche nicht untergeht", betonte der Ordensmann, zudem werde es einen Nachfolger geben, "und es wird die Kirche bestehen". Und weiter: "Dass Europa an sich selbst zugrunde geht, ist kein Grund für die Kirche, zugrunde zu gehen", stellte der Altabt kritisch fest, der seine eine 12-jährige Amtszeit als Abt mit dem 10. Februar 2011 beendet hatte.

 

Heiligenkreuz schwimmt gegen Trend

Das Stift Heiligenkreuz zählt seit Jahren zu dem Kloster mit den meisten Ordenseintritten. "Und wir wissen selbst nicht, warum wir hier gegen den Trend schwimmen", stellte der Altabt fest. Aktuell gebe es auch zwei Neugründungen: eine im Ruhrgebiet, die 1988 begonnen hat, mit 15 Mitbrüdern; und seit zwei Jahren eine in Neuzelle in Brandenburg, wo sechs Mitbrüder ein Kloster wieder aufbauen.

Henckel-Donnersmarck verwies aber auch auf das Wiener Priesterseminar, das "erstaunlich viele Eintritte" verzeichne. "Zwar nicht so viele wie vor Jahrzehnten, aber doch mehr als in den vergangenen zwanzig Jahren." Es gebe also Gruppen, vor allem im städtischen und intellektuellen Milieu, wo der Glaube wieder wächst.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 

Foto: (C) Stift Heiligenkreuz


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Lesermeinungen

 phillip 4. Jänner 2021 
 

Ihre selektive Wahrnehmung, MmH, sei Ihnen unbenommen,

der Wahrheit die Ehre zu geben, sei für alle ein begrüßenswertes Streben. Beispiel gefällig? Der inhaltlich kritisierte Altabt hat sich - zu mindestens hier in dem forumsrelevanten Interview weder explizit noch implizit gegen ein katholisches Frauenpriestertum geäußert, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass die evangelischen Kirchen (nach meiner Diktion aus katholischer Sicht häretische und schismatische Sekten) über ein solches verfügten, dies aber nichts gegen ein "Erschlaffen" auszurichten vermöge; mit Verlaub: die evangelischen Befindlichkeiten und Glaubensverflachungen sind mir - gelinde gesagt - "wurscht" und nicht geeignet, Abhilfe gegen das katholische "Wursteln" des Papstes und seiner homophilen, pädophilen, Häresie- und Schisma-affine Entourage zu schaffen. Apropos Entourage: in diesem Zusammenhang scheint der Altabt auf einem Auge blind zu sein. Und letztlich: Ihre Äußerungen zu P. Wallner sehe ich im Zusammenhang mit der hier relevanten Kritik als Themenverfehlung.


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 Mmh 2. Jänner 2021 
 

also ganz so kritisch sehe ich dieses Interview nicht:

1. Zu Papst Franziskus hat er eigentlich nichts gesagt. Auch unter ihm wird die Kirche nicht aufhören zu existieren. Das ist die Wahrheit. Und dass er kritisch gegenüber Kardinälen ist, z.B. die Kurie in Weihnachtsansprachen mehrfach abgewatscht hat - sogar wohl über Gebühr - ist auch wahr.

2. Vermutlich hat dem Altabt noch niemand gesagt, dass die Impfung aller Voraussicht nach keinen Schutz vor Übertragung bieten wird. By the way, wieviele Mitbrüder sind denn in Heiligenkreuz verstorben und mit welchem Durchschnittsalter?

3. Er hat sich implizit gg das Frauenpriestertum ausgesprochen.

4. Bei P. Karl Wallner irritieren mich auch etliche Aussagen, u.a. auch sein Lob für Kardinal Kasper - ich meine es war in Vallendar. Unter dem aktuellen Pontifikat hat er mE sehr schnell gemerkt, woher der Wind weht und einen Weg eingeschlagen, der ihm alle Türen offenhält und mit den bisherigen Unterstützern nicht sofort einen Bruch erzeugt. Da sind schädliche Kompromisse die Folge.


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1
 
 Rosenzweig 2. Jänner 2021 

Jahr des HERRN - 2021...

Als jetzt erst DAZU-gekommen, möchte ich mich auch noch allen Segenswünschen für das begonnene
JAHR des HERRN- 2021 anschließen
und
allen lb.“Mit!-streitern“ hier im Forum sowie auch im Besonderen dem ganzen Kath.net Team ein GNADEN erfülltes NEUJAHR erbitten!

Und liebes Kath.net-Team- mögen Sie auch 2021 in Ihrem segensreichen DIENST: „Kathl. Info“ weiterhin Tägl. spürbar vom Hl.GEIST erleuchtet + geführt sein-
mit SEINEN Hl.Sieben GABEN u. der Unterscheidung der Geister!
und unterm Schutz der Gottesmutter- MARIA Braut des HL.GEISTES - Sitz der Göttl. Wesheit...

Dies in Dankbarkeit erbittend + verbunden..
--
Ps.
Zum Thema: Heiligenkreuz- ebenfalls aktuell,
Neujahrsgruß von Abt Maximilian Heim -
Link..

www.youtube.com/watch?v=Vy3Y-RdyQ_8


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 phillip 2. Jänner 2021 
 

Unpassend? Ganz genau, Stephaninus, Sie schreiben es!

Unpassend, überheblich, impertinent, unverschämt? Richtig! Das trifft haargenau auf Sie selbst zu, der Sie ohne jeden realen Hintergrund die Kritik an den aktuellen Äußerungen des Altabtes in eine Kritik an seinem Wirken in Heiligenkreuz umdeuten und sich zu keinem Kritikpunkt sachlich äußern! Meinen Sie nicht auch, dass Sie den Kritiken auf sachlicher Ebene entgegentreten und ein pauschalierendes Suppenkaspartum beiseite legen sollten?! Den Vogel schießen Sie aber mit den Sätzen ab, "Unter der Leitung des Altabtes hat sich Heiligenkreuz geradezu zum Brennpunkt des katholischen Glaubens im deutschen Sprachraum entwickelt. Er hat also "geliefert"." Dies impliziert, dass Sie die Inhalte seines Interviews gar nicht oder nur oberflächlich gelesen haben, denn er selbst sagte, "Und wir wissen selbst nicht, warum wir hier gegen den Trend schwimmen".


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 Kucki 2. Jänner 2021 
 

Der schon wieder ?

Wie hat Pater Karl 2019 bei einem Vortrag bei den Legionären Christi den Erfolg von Heiligenkreuz begründet?
Ganz einfach, u.a Anbetung.
Seit in Heiligenkreuz die Anbetung für Priesterberufungen eingeführt worden ist, ist das Priesterseminar stetig gewachsen, Halleluja.
Die Bestätigung, dass das so ist, bekam ich dann im Herbst 2019 in Medjugorje von einem amerikanischen Pater.
Er sagte uns, dass in den Pfarreien Priesterberufungen hervorkommen, in denen Anbetung für Priesterberufungen abgehalten wird.. In Nachbarpfarreien, wo keine Anbetung abgehalten wird, passiert nichts.
Bittet und Euch wird gegeben.
Es gibt also viel zu tun (beten)!!!
Wir brauchen, gerade in der jetzigen Zeit so viele gute Priester.


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 Federico R. 2. Jänner 2021 
 

Werter @Stephaninus, ich kann mir nicht so recht vorstellen, ...

... dass hier irgendwer nach irgendwelchen Haaren in irgendeiner Suppe sucht. Man sucht schlichtweg nach Nahrung, nach den nahrhaften, stärkenden, sättigenden, wärmenden „Einlagen“ im winterlichen Eintopf.

Für mich gar keine Frage: Gregor Henckel von Donnersmarck ist ein hervorragender Mann und war als Abt von Heiligenkreuz sicherlich der rechte Mann am rechten Platz.


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 SalvatoreMio 2. Jänner 2021 
 

Andere kirchliche Gemeinschaften: Sie kennen überhaupt kein Priestertum!

Vielen Dank, sehr geehrter @hape: Sie verstehen es, klar und bündig an Glaubenswahrheiten zu erinnern! Das Weihesakrament darf nicht verscherbelt werden, ebenso wenig wie das Sakrament der Ehe.


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 Stephaninus 2. Jänner 2021 
 

Unpassend

Es tut mir leid, vieles an der Kritik an dem Interview / den Aussagen des Altabtes hier im Forum empfinde ich als absolut nicht gerechtfertigt, ja als überhebliches Suchen von Haaren in der Suppe. Unter der Leitung des Altabtes hat sich Heiligenkreuz geradezu zum Brennpunkt des katholischen Glaubens im deutschen Sprachraum entwickelt. Er hat also "geliefert".


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 Federico R. 1. Jänner 2021 
 

(Fortsetzung)

Berufene aber sind jene, von denen der Herr fordert: „Wer mein Jünger (sic!) sein will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Ad 7) Das sehe ich ganz und gar nicht so. Ist es notwendig, dazu die einschlägigen Namen zu nennen?

Ad 8) Papst Franziskus wurde von der sog. St.-Gallen-Gruppe unter maßgeblicher Beteiligung von Kardinal Kasper auf den Schild gehoben. Der Hl. Geist hat sich möglicherweise verweigert.

Ad 9) Ein guter Nachfolger könnte die Kirche sogar wieder zu neuer Blüte bringen. Aber Corona ist noch lange nicht vorüber.

Ad 10) Wenn Abt Gregor wirklich keine Ahnung hat, warum Heiligenkreuz sich so großen Zulaufs erfreut, dann ist er nur noch zu bedauern.
- - - -
Nichts destotrotz werden meine Frau und ich das Stift Heiligenkreuz und die Hochschule Benedikt XVI. weiterhin mit Spenden und Gebet unterstützen.

Allen freundlich gesinnten Forumsteilnehmern und dem gesamten kath.net-Team wünsche auch ich von ganzen Herzen ein gesegnetes glückseliges neues Jahr.


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 Federico R. 1. Jänner 2021 
 

@Philip - Voll und ganz stehe ich hinter Ihren Wortmeldungen hier im Forum.

Auch ich hätte mir vom Heiligenkreuzer Altabt Gregor mehr und vor allem Substantielleres erwartet. Zu allen zehn Punkten habe ich meine Einwände – teils sogar erhebliche.

Ad 1) Wenn die EKD-Gemeinschaften Probleme habe, warum sollte man sie übernehmen?

Ad 2) Livestream-Gottesdienste haben mir bislang kein neues Gefühl für die Feier der Hl. Messe gegeben, vielmehr ein sehr ungutes. Ich denke z.B. an die Weihnachtsmesse in St. Peter und die anwesenden maskierten Bischöfe und Kardinäle. Kam mir fast so vor wie in Polanskis „Tanz der Vampire“.

Ad 3) Das scheint eher privates altäbtliches Wunschdenken zu sein.

Ad 4) Bitte präzisieren: Wer ist Spreu, wer ist Weizen?

Ad 5) Diese Tendenz gibt es seit Abschluss des Konzils. Waren es damals nicht 3000 oder mehr Priester und Ordensleute, die ihrer Berufung untreu geworden waren? Die Kirchenaustritte von Laien haben erst in den vergangenen Jahren massiv zugenommen.

Ad 6) Berufschristen aller Art zielen zuerst aufs Gehalt.(Fortsetzung)


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 hape 1. Jänner 2021 

@phillip und @alle

Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr! –

Trotz der Pandemie möchte ich kurz daran erinnern, dass wir auch 2020 dem Himmel wieder ein Jahr näher gekommen sind! Wir dürfen, im Vertrauen auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, hoffen, dass dies auch 2021 der Fall sein wird. Gelobt sei Jesus Christus! –

Kurz zum Artikel: Stichwort "Frauenpriestertum". –Genau genommen kennen auch die von der Kirche getrennten Gemeinschaften kein Frauenpriestertum. Sie kennen nämlich überhaupt kein Priestertum. Jedenfalls nicht im katholischen Sinne, denn sie haben das Weihesakrament abgeschafft.

Als zweites eine Beobachtung zur Gendersprache: das Wort "Priester" impliziert das Geschlecht, also dass es sich beim Priester um einen Mann handelt. Sonst würde man doch von "Priesterin" sprechen. Von "Frauenpriesterinnen" zu sprechen, wäre wiederum eine Tautologie, denn der Begriff "Priesterin" impliziert wiederum das weibliche Geschlecht. Irgendwie kurios, das Ganze.


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 Fatima 1713 1. Jänner 2021 
 

@Adamo

Ich kenne mich in Heiligenkreuz ziemlich gut aus...


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 Fatima 1713 1. Jänner 2021 
 

Ich hab mir das jetzt gerade nochmal durchgelesen

Nennt Altabt Gregor das Thema "Frauenpriestertum" ein Randthema oder habe ich das falsch verstanden?
Und wenn uns die Krise dabei hilft einzugestehen, dass wir nicht alles können, warum vertrauen wir dann so sehr auf das Können der Wissenschaftler und sehen die von Ihnen entwickelte Impfung als die große Erlösung von der Pandemie?


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 SalvatoreMio 1. Jänner 2021 
 

Heiligenkreuz

Das einzige, was ich von Heiligenkreuz weiß, sind Lobeshymnen anderer. Sehr schön, doch das obige Interview lässt mich irgendwie ratlos zurück!


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 phillip 1. Jänner 2021 
 

Was machen die in Heiligenkreuz einfach nur richtig?

Adamo, zunächst die Information, dass ich "Heiligenkreuzer" seit mehr als 40 Jahre schätze und unendlich dafür dankbar bin, dass gerade der Altabt, dessen (weltlichen und religiösen) Wesensmerkmale, Überzeugungen und vor allem seine sprachliche Ausdrucksweise mich überzeugt und fasziniert haben, was sich im Übrigen noch immer nicht geändert hat, meinen Sohn vor mehr als 20 Jahren gefirmt hat. Ihre an Fatima gerichtete Frage sehe ich als Themenverfehlung, weil sie sich - im Übrigen so wie ich - bloß auf die aktuell forumsgegenständlichen Äußerungen des Altabtes bezogen hat, die uns schon - und gerade bei Kenntnis der gnadenreichen geistlichen Tätigkeiten der Padres - als Verwunderung auszulösen geeignet erscheinen. Also: genau lesen, überdenken und dann - so eine konkret inhaltliche Kritik Ihnen auf der Zunge liegt bzw in den Nägeln brennt - erst reagieren.


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 phillip 1. Jänner 2021 
 

Altabt Henckel-Donnersmarck meint … (1/3)

… unter dem Prätext, „die Kirche in Europa sei erschlafft“, unter anderem
1. die evangelische Kirche habe trotz Frauenpriestertums genau dieselben Probleme,
2. Livestream-Gottesdienste hätten ein völlig neues Gefühl der Feier der Heiligen Messe gegeben und
3. dadurch sei die Kirche mit Menschen und Familien in Berührung gekommen, die vielleicht jahrzehntelang keinen normalen Gottesdienst mehr besucht hätten,
4. die Spreu trenne sich doch schon seit Jahrzehnten vom Weizen,
5. es werden immer weniger Katholiken, immer weniger Kirchenbeitragszahler und ergebe sich diese Tendenz seit vierzig, fünfzig Jahren,
6. Christen seien von Beruf her Hoffnungsträger,
7. Der Papst werde nicht scheitern, weil er ihn als sehr kritisch gegenüber Missbräuchen und Vergehen von Kardinälen im Vatikan sehe,
8. der Papst sei kein gewählter Politiker, sondern Nachfolger Petri, …


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1
 
 phillip 1. Jänner 2021 
 

Altabt Henckel-Donnersmarck meint … (2/3)

9. es werde einen Nachfolger geben und die Kirche werde nicht zugrunde gehen,
10. das Stift Heiligenkreuz zähle seit Jahren zu dem Kloster mit den meisten Ordenseintritten, und er wisse selbst nicht, wieso das so sei.

Was, so frage ich mich, soll jemand, der an die Göttliche Offenbarung, die Lehre Christi und der Katholischen Kirche – fast wäre ich mit Hinweis auf die Feststellung des Altabtes unter den Punkten 4 und 5 vorgebrachten Meinung - geneigt zu schreiben, bis zum zweiten Vatikanum – glaubt und insbesondere das gegenwärtige Pontifikat aus einem realen Blickwinkel betrachtet, im Allgemeinen von diesen Äußerungen halten? Ein als katholischer Christ berufener und nicht berufsmäßiger Christ, hält im Besonderen einen Vergleich mit der evangelischen
Kirche (P 1) wegen unüberbrückbarer Glaubensinhalte als vollständig daneben und daher als entbehrlich sowie die Feststellungen zu den Punkten 2, 3, 7 und 8 …


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 phillip 1. Jänner 2021 
 

Altabt Henckel-Donnersmarck meint … (3/3)

… im Mindesten als selektive Wahrnehmungen und daher den allgemein bekannten Tatsachen als nicht entsprechend. Die unter Punkt 10 dargestellte Unwissenheit lässt einem, der Zeit seines immerhin 50 Jahre währenden Berufslebens mit Managementfunktionen betraut war, nur noch den Kopf schütteln.


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 Fatima 1713 1. Jänner 2021 
 

Liebe @lesa, lieber @Zeitzeuge

Ich schließe mich allen Segenswünschen für 2021 an!
Lieber @Zeitzeuge, Sie drücken aus, was auch ich in Bezug auf Heiligenkreuz empfinde. Das gründet sich u.a. auf Aussagen von P. Karl Wallner in den letzten Monaten, auf diejenigen von Altabt Gregor, die in diesem Artikel zu lesen sind, und auch auf andere Beobachtungen.
Nichtsdestotrotz schließe ich Heiligenkreuz in meine Gebete ein und will auf keinen Fall das Gute und Segensreiche, das von dort in den letzten Jahren auch gekommen ist, vergessen!


10

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 Zeitzeuge 1. Jänner 2021 
 

Liebe lesa und philipp,

danke für Ihre netten Zeilen! Als kleines Licht
versuche ich, ein klein wenig Helligkeit im Dunkel
der gegenwärtigen Kirchenkrise zu vermitteln.
Auch ich betrachte "Heiligenkreuz" durchaus kritisch, wenngleich es dort sicher besser ist, als in vielen anderen Klöstern und erst recht an
den Staatsfakultäten. Im Link ein älteres Interview P. Wallners, leider bezeichnet er es als
"Schwachsinn", Heiligenkreuz konservativ zu nennen! u. bezeichnet "konservativ"/"progressiv"
im kirchl. Zusammenhang als überholte Begriffe.
Nun ist aber gem. 1 Tim 6,20-21 "konservativ" ein
bibeltheol. Begriff, unter der falschen "Erkenntnis" verstehe ich heute die neue Gnosis,
z.B. "synodaler Weg". Hoffen wir, daß Heiligen-
kreuz stets i.S.v. 1 Tim 6,20 handelt und bei aller "Dynamik" (Wallner) eben auch konservativ
(conservare= bewahren) glaubensbewahrend bleibt
als Verkünder der unverfälschten u. unverkürzten
kath. Glaubens- und Sittenlehre!

www.katholisch.de/artikel/9839-die-katholischen-milieus-sind-weggebrochen


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2
 
 lesa 1. Jänner 2021 

Prüft alles, das Gute behaltet. (Hl. Paulus)

Wer sich impfen lässt aus Gewissengründen, mag dies tun. Hoffentlich nehmen sich alle den Mut, sich nicht einfach treiben zu lassen von der Impf-Euphorie. Wie man aber dies als das einzig Vernünftige und angebrachte ansehen kann, verstehe ich nicht. Es scheint ja laut namhaften Fachleuten eher so zu sein, dass der Geimpfte trotzdem sas Virus weitergeben kann. Von dem berechtigten Zögern wegen der Beschaffenheit des Impfstoffes ar nicht zu reden. Liebe@Fatima: Jedenfalls in dieser Hinsicht scheint Ihre Frage berechtigt.
"Prüft alles, das Gute behaltet."
Lieber@philip: Danke für Ihr herzhaftes Lob für das Engagement und die unschätzbaren Links und Kommentare von @Zeitzeuge.
Allen ein gesegnetes Neues Jahr mit Hoffnung und! auf Gott


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2
 
 Adamo 1. Jänner 2021 
 

Heiligenkreuz blüht seit längerer Zeit richtig auf!

@Fatima, Ich bitte Sie, dass Sie sich einmal über Heiligenkreuz kundig zu machen, danach sind Ihre Zweifel vollständig ausgeräumt.

Ihre Frage dazu sollte lauten: Was machen die in Heiligenkreuz einfach nur richtig?


8

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 Fatima 1713 1. Jänner 2021 
 

@Fischlein

Z.B. von dem, was der Altabt hier sagt.


5

5
 
 Fischlein 1. Jänner 2021 
 

@Fatima,

woher haben Sie Ihre Zweifel an Heiligenkreuz?


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 Fatima 1713 1. Jänner 2021 
 

Heiligenkreuz schwimmt gegen den Trend

Wirklich?


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3
 
 phillip 1. Jänner 2021 
 

Maßlose Enttäuschung

Hochgeschätzter Zeitzeuge, lieber, treuer Bruder im Herrn! Der von Ihnen heute gelegte Link zum Kommentar von Prof. Dr. Hubert Gindert liefert mir neuerlich - wie schon so oft - einen Beweis dafür, dass Ihre Beiträge in dieser immer gottloser werdenden Zeit und auf dem stetig steiler werdenden Weg als äußerst hilfreich und unverzichtbar einzuschätzen sind; herzlichen Dank dafür, und möge es Gott Ihnen reich lohnen. Ich habe den Kommentar Prof. Gindert sofort nach Lektüre der Äußerungen des Altabtes gelesen und in Zusammenschau mit meinen in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen in vielfälltigen kirchlichen Funktionen und Funktionsträgern reflektiert; das Ergebnis: Ich bin dermaßen enttäuscht, welche Einschätzungen der Altabt hier getroffen hat.


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 Zeitzeuge 1. Jänner 2021 
 

Die EU ist n i c h t Europa und die hl. Kirche Jesu Christi,

die gottgewollte Heilsanstalt mit dem HERRN
als Haupt, ist unvergänglich, vgl. Math 16,18!

Ich wünsche dem kath.net-Team und allen

Mitgliedern unserer kath.net-Gemeinschaft

von Herzen

GOTTES SEGEN für ein gutes neues Jahr 2021

Ihr/Euer

Zeitzeuge

www.kathnews.de/die-pforten-der-hoelle-werden-sie-nicht-ueberwaeltigen-mt-1618


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0
 
 Ginsterbusch 1. Jänner 2021 

Ich wünsche allen Lesern

ein gnadenreiches und gesegnetes Jahr 2021.
Unsere Hilfe steht im Namen des HERRN.


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