Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. 'Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder'
  4. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  5. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  6. Genderkompatible Monstranz
  7. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  8. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  9. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  10. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  11. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  12. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa
  13. Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum bringt ‚Jesus als queere Person’ auf die Bühne
  14. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  15. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“

Das Hohelied

10. April 2021 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Theologie des Leibes als Blog - Von C. Klaus - Dreizehnter Blog-Beitrag


Wien (kath.net)

Für alle Romantiker lohnt es sich dieses Buch aus dem Alten Testament zu lesen, das ein Liebeslied eines Brautpaares enthält. Es beschreibt die Schönheit der Liebe zwischen Mann und Frau mit den „Schmetterlingen im Bauch“ und dem Staunen darüber, wie wunderbar die geliebte Person vom Schöpfer geschaffen wurde. Dieses Staunen erinnert an die große staunende Bewunderung von Adam, als er Eva zum ersten Mal erblickte. Daher muss das Hohelied im Zusammenhang mit den ersten Kapitel der Genesis gelesen werden. Gott hat uns die „Sprache des Leibes“ geschenkt. Im Hohelied entsprechen die Worte der Brautleute, ihre Bewegungen, ihre Gesten und ihr ganzes Verhalten der inneren Regung ihres Herzens. So zeigt sich der ganze Reichtum der „Sprache des Leibes“.

Hier sind die ersten Verse des Liedes: 
„Mit Küssen seines Mundes bedecke er mich.
Süßer als Wein ist deine Liebe …
Zieh mich her hinter dir! Lass uns eilen! …“ (Hld 1,1 ff.)


Die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau ruft im Herzen Liebe hervor. Die gegenseitige Bewunderung bezieht sich aber nicht nur auf den Leib, sondern auf die ganze Person.

„Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön.
Zwei Tauben sind deine Augen.“ (Hld 1,15)

Tauben waren zur damaligen Zeit ein Symbol für die Treue, da ein Taubenpaar sein ganzes Taubenleben lang zusammenbleibt. Die Taube ist auch ein Symbol für Frieden und Reinheit. Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Das Liebesduett drückt nicht nur die Ekstase der Liebe, sondern auch gegenseitiges Lob, Wertschätzung, Einfühlsamkeit und Dankbarkeit aus. In einer Ehe sind gegenseitige Bewunderung, Anerkennung und Akzeptanz sehr wichtig. Das bedeutet, nicht alles besser zu wissen und den anderen nicht umerziehen zu wollen. Liebe ermutigt und baut auf. Lieben heißt, die wahren Bedürfnisse des anderen zu erforschen und versuchen sie zu stillen, auch wenn es den Verzicht auf eigene Bedürfnisse erfordert.

Manche Metaphern des Hoheliedes sind für uns ungewöhnlich, da sie z.B. dem Leben der Hirten entnommen sind.

„Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein,
wie die Zwillinge einer Gazelle,
die in den Lilien weiden.“ (Hld, 4,5)

Der Bräutigam nennt seine Braut „Schwester“. Dadurch wird ausgedrückt, dass beide Kinder Gottes und nach seinem Ebenbild geschaffen sind. Daraus ergibt sich ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Einheit im Menschsein wird ausgedrückt, aber auch die Unterschiedlichkeit des Geschlechts. Er nennt sie auch „Freundin“, da eine freundschaftliche Beziehung die beste Grundlage für eine Liebesbeziehung ist.

„Verzaubert hast du mein Herz, meine Schwester, meine Braut;
ja verzaubert hast du mein Herz mit einem Blick deiner Augen,
mit einer Perle deiner Halskette.
Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, meine Braut“ (Hld 4,9-10)

Die personale Würde der Braut wird auch dadurch ausgedrückt, dass sie der Bräutigam als einen „verschlossenen Garten“ und einen „versiegelten Quell“ bezeichnet. Sie ist die Herrin ihres eigenen weiblichen Geheimnisses und schenkt sich ihrem Bräutigam, für den sie sich entschieden hat. Beide sind sich bewusst, dass sie einander gehören und füreinander bestimmt sind. „Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein“ (Hld 2,16). Liebe ist nicht primär ein Gefühl, sondern vor allem eine Entscheidung. Das Liebesgefühl kann in schwierigen Zeiten nicht spürbar sein. Dann wird das Paar durch seine Entscheidung füreinander zusammengehalten, bis die Krise überwunden und das Gefühl zurückgekehrt ist. Nur so kann die Liebe von Dauer sein.

„Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
Auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer den ganzen Reichtum seines Hauses,
im Tausch für Liebe,
nur verachten würde man ihn“ (Hld 8,7) .


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Fink 11. April 2021 
 

Das "Hohelied" im alten Testament hat eine symbolische- allgegorische Bedeutung !

Nämlich: Das "Liebesverhältnis" zwischen Gott (Jahwe) und seinem auserwählten Volk Israel (später durch Christus erweitert auf alle Getauften).
Und nur deswegen ("trotz" der enthaltenen Erotik) haben Juden es in ihre Bibel aufgenommen und die frühen Christen es als Bestandteil des Alten Testaments übernommen.
Es ist mir (als Nicht-Theologen)neu, dass es auch wörtlich- im Textsinn- für die Theologie des Leibes verwendet werden kann.


0

0
 
 J. Rückert 10. April 2021 
 

Die Zeiten sind anders

Keine Frau möchte heute mit einer edlen Stute im Stall des Pharao verglichen werden.


0

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Wie viele Schweizer Katholiken werden ihre Stimme gegen die Fake Ehe erheben?
  2. Papst: Eherichter müssen Wohl der Familie im Blick haben
  3. Die Liebe Gottes als Vorbild für das Liebesleben
  4. Er gab ihnen das Gesetz des Lebens zum Erbe
  5. Natürliche Empfängnisregelung oder Verhütungsmittel?
  6. Die Sprache des Leibes in der Wahrheit wiederlesen
  7. Das Buch Tobit – die Liebe als Bewährungsprobe
  8. Die Ehe als das ursprünglichste Sakrament
  9. Die Erlösung des Leibes
  10. Zur Liebe und Reinheit des Herzens berufen







Top-15

meist-gelesen

  1. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  4. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  5. Götzen und Göttern oder Gott dienen?
  6. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“
  7. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  8. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  9. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  10. Genderkompatible Monstranz
  11. Sieben von 68 katholischen Bischöfen/Weihbischöfen senden Grußwort zum Marsch für das Leben/Berlin
  12. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  13. Mel Gibson: ‚Ich bin ein Sünder, aber ich kenne den Unterschied zwischen Hirten und Mietling’
  14. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  15. 4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz