Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. 'Einige sähen mich lieber tot'
  3. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  4. Genderkompatible Monstranz
  5. Vatikan führt "Grünen Pass" gegen Covid-19 ein
  6. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  7. „Die Feier des Gottesdienstes ist der zentrale Auftrag der Kirche“
  8. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  9. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  10. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  11. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  12. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  13. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  14. DBK-Kopf Bätzing: „Die Themen, die das aufzeigen, liegen alle auf dem Tisch des Synodalen Weges“
  15. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa

ER weiß alles. ER weiß um alles. ER kennt mein Herz.

10. Februar 2021 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jeden Morgen bete ich. Oft bleibe ich mit meinen Fragen und Kämpfen ohne Antwort zurück. Und dann kommt Jesus zu mir und sagt: „Ich sehe dich.“Die Jugendkolumne von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

„Natanael sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen“ (Johannes 1,48)

Seit kurzem lese ich mit einer Freundin das Johannesevangelium. Es tut so gut, mich über das Wort Gottes auszutauschen. Jedem sticht etwas anderes ins Auge. Gott spricht so persönlich und individuell zu uns durch sein Wort und darüber zu reden, hilft mir sehr, Jesus besser kennenzulernen und zu verstehen. Und oft sind es Stellen, die mir vorher nie aufgefallen sind, die mich jetzt nachdrücklich bewegen. So auch die Bibelstelle oben. Bis vor kurzem habe ich die immer nur überflogen. Ich habe nicht ganz verstanden, was so besonders daran ist, dass Jesus diesen Mann unter einem Baum gesehen hat. Meine Freundin hat mich aber auf einen Bibelkommentar aufmerksam gemacht, wo eine sehr interessante Erklärung zu all dem steht. Heute habe ich dann noch mehr recherchiert und entdeckt, dass das auch in vielen anderen Bibelkommentaren ähnlich ausgelegt wird.


Anscheinend war „unter dem Feigenbaum sitzen“ bei den Rabbis aus der Zeit Jesu ein Synonym für „über den Schriften brüten“. Der Baum hat weit ausladende Äste, wo man vor den Blicken der Menschen geschützt ist und in Ruhe nachdenken und im Dialog mit Gott sein kann.

Stellen wir uns also vor, dass Natanael an diesem Morgen unter dem Feigenbaum gebetet hat, und wie viele Juden seiner Zeit über die Schriften nachgedacht hat, die auf das Kommen des „Messias“ hinweisen. Vielleicht hat er gebetet: „Gott, komm! Wir brauchen dich! Erlöse uns! Rette uns! Wo bist du?“.

Später führt ihn Philippus zu Jesus. Natanael ist skeptisch, aber er vertraut seinem Freund und kommt mit. Jesus sieht ihn auf sich zukommen und nennt ihn einen „Mann ohne Falsch“. Kein Mann ohne Sünde, aber ein Mann mit einem aufrichtigen und ehrlichen Herzen. Natürlich wundert sich Natanael, woher der Mann das wissen will und sagt: „Woher kennst du mich?“ Vielleicht war er auch ein bisschen trotzig, so nach dem Motto „Was weißt du schon von mir?“

Jesus antwortet nicht mit langen Erklärungen.

Ich stelle mir vor, wie er ihm fest in die Augen schaut und sagt: „Ich habe dich unter dem Feigenbaum gesehen.“

Mehr braucht es nicht. Natanael ist zutiefst erschüttert und berührt. Er hat im Verborgenen mit Gott gesprochen. Treu hat er wie jeden Morgen vor Gott im Gebet gekniet. Niemand hat ihn gesehen. Und da steht dieser Mann nun plötzlich vor ihm und weiß alles.

Allein dieser Blick zwischen den Beiden - ein Blick des Erkennens. Voller Liebe.

ER weiß alles. ER weiß um alles. ER kennt mein Herz. 

Mich hat das so berührt. Jeden Morgen bete ich. Oft bleibe ich mit meinen Fragen und Kämpfen ohne Antwort zurück.

Und dann kommt Jesus zu mir und sagt: „Ich sehe dich.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Diadochus 12. Februar 2021 
 

Sternstunde

Liebe Lucia, da hast Du mit Deiner Freundin zusammen gewiss eine Sternstunde erlebt. Das sind jene verklärenden Momente, in denen das Licht von Bethlehem im Herzen aufscheint, und wir tiefer ins Evangelium eindringen dürfen, und Jesus Christus zu uns kommt: " Ich habe Dich unter dem Feigenbaum gesehen." Ich wünsche Dir noch viele solche "berührenden" sternenklaren Momente.


0

0
 
 stephanus2 11. Februar 2021 
 

Herzlichen Dank..

...für die Näherbringung dieser Stelle aus dem Johannesevangelium. Ja, man könnte sie überlesen..Eine feine Idee, gemeinsam mit einer Freundin ein Evangelium zu lesen und sich auszutauschen. Zu zweit, das geht sogar in Coronazeiten : )


1

0
 
 J. Rückert 10. Februar 2021 
 

Eine Johannesminne

wie einstens in Frauenklöstern.


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut
  2. Maria hatte kein Spezialwissen, um das Leben zu meistern
  3. Wen suchst DU?
  4. Die Chance auf etwas Außergewöhnliches
  5. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt. (Joh 16,33)
  6. Gott, bist du dabei? Gibst du deinen Segen?
  7. Gespräch mit Gott vor dem Allerheiligsten
  8. "Wenn wir uns bekreuzigen, proklamieren wir den Sieg des Kreuzes über uns"
  9. Der Herr gibt zur rechten Zeit
  10. Jeden Tag das Leben verlieren







Top-15

meist-gelesen

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  3. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  4. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  5. Genderkompatible Monstranz
  6. 'Einige sähen mich lieber tot'
  7. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  8. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  9. Mel Gibson: ‚Ich bin ein Sünder, aber ich kenne den Unterschied zwischen Hirten und Mietling’
  10. 4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin
  11. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  12. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  13. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  14. "Mit grosser Sorge verfolgen wir die Skandale um das kathol. Nachrichtenportal kath.ch"
  15. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz