Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Tohuwabohu im Bistum Chur: Liturgiemissbrauch und Messsimulationen durch Gemeindeleiterin
  2. Salzburger Erzbischof Lackner verteidigt Jungfrauenweihe im Dom
  3. „Das ging selbst einigen CSD-Fans zu weit und sorgte für Aufregung innerhalb der Homo-Szene“
  4. Maria 1.0 schreibt offenen Brief an DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing
  5. Papst Franziskus empfängt zum vierten Mal Transsexuelle
  6. Georgia ermöglicht steuerliche Begünstigungen für ungeborene Kinder
  7. Potsdam: Vergünstigte Sondertarife für Katholiken und Protestanten bei Strom und Gas
  8. Archie wurde getauft und in die katholische Kirche aufgenommen!
  9. Theologe: Christen sollten sich bei Kommentaren in den Sozialen Medien zurückzuhalten
  10. FAZ: „Die Sprachgemeinschaft erziehen zu wollen ist eine Anmaßung der öffentlich-rechtlichen Sender“
  11. Psychologin Stefanie Stahl warnt davor, Kinder zu früh in die Kita zu geben
  12. GENDERIRRSINN bei Audi: "Der_die BsM-Expert_in ist qualifizierte_r Fachexpert_"
  13. Die Synodale Parallelgesellschaft
  14. Merz als Cancel-Kandidat
  15. Ein Blick auf kirchliche Zahlen und Daten zeigt den Grad der Entfremdung

Bistum Chur: Positionen im Streit um Verhaltenskodex unverändert

15. Juni 2022 in Schweiz, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Neuerliches Treffen von Vertretern der Priester, die den Kodex nicht unterzeichnen wollen, mit Bischof Bonnemain. Dieser lehnt eine Kommission zur Überarbeitung des Verhaltenskodex ab.


Chur (kath.net/jg)

In der Diskussion um den umstrittenen Verhaltenskodex des Bistums Chur scheinen die Positionen zwischen dem Bischof und einer Gruppe von Priestern, die den Kodex ablehnen, verhärtet zu sein. Dies geht aus einer internen Mitteilung an die Priester hervor, die sich aus Gewissensgründen weigern, den Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Das Schreiben liegt der Redaktion vor.

Joseph Bonnemain, der Bischof von Chur, hat den pastoralen Mitarbeitern seiner Diözese im April einen „Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht. Prävention von spirituellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung“ vorgelegt und von ihnen verlangt, diesen zu unterzeichnen. Der Churer Priesterkreis hat den Verhaltenskodex kritisiert, da einige Textpassagen mit der Lehre und der Disziplin der Kirche nicht vereinbar seien. kath.net hat berichtet.

Bereits im Mai gab es ein erstes Gespräch des Bischofs mit dem Churer Priesterkreis. kath.net hat berichtet.

Bei dem Treffen am 13. Juni wurden noch einmal die Textpassagen diskutiert, die nach Ansicht der Kritiker der Lehre der Kirche widersprechen. Bischof Bonnemain bestehe aber darauf, sie im Einklang mit der Lehre der Kirche erklären zu können. In diesem entscheidenden Punkt sei man „überhaupt nicht weiter gekommen“, heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Allein die Tatsache, dass unterschiedliche Interpretationen der umstrittenen Textpassagen möglich seien zeige, dass „der Verhaltenskodex nicht die nötige Qualität aufweist“. Daher sei eine Überarbeitung dringend notwendig. Eine Diskussion des aktuellen Kodex im Priesterrat sei nicht sinnvoll. Gleiches gelte für den Vorschlag von Bischof Bonnemain, in den Dekanaten Kurse zu organisieren, in denen der Verhaltenskodex erklärt und diskutiert werden soll. Der Bischof weigere sich aber, eine Kommission zur Überarbeitung des Verhaltenskodex’ einzusetzen.

Im letzten Abschnitte der Mitteilung weisen die Priester auf einen Widerspruch hin. Bischof Bonnemain habe den Verhaltenskodex unterzeichnet und wolle sich auch daran halten, wie er selbst betone. Damit habe er sich auch zum Punkt 4.b verpflichtet. Dort steht wörtlich: „Ich übe keinen vermessenen Erwartungsdruck durch Elitedenken aus (z.B. Überhöhung der eigenen Gemeinde oder Gemeinschaft) und fordere weder Gehorsam noch Unterwerfung ein.“ Im Gespräch am 13. Juni habe Bonnemain mehrmals auf ein Interview hingewiesen, das er der Neuen Zürcher Zeitung gegeben habe (NZZ vom 12. Juni). Dort habe festgestellt, dass der Verhaltenskodex kein bischöflicher Erlass sei.

Da der Verhaltenskodex kein bischöflicher Erlass sei, sei er für die pastoralen Mitarbeiter auch nicht bindend. Gleichzeitig verzichte der Bischof auf Gehorsam und Unterwerfung. Für die kritischen Priester sei der Verhaltenskodex daher ein Diskussionspapier, welches zu verbessern sei.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 ottokar 15. Juni 2022 
 

Ihr Bischöfe, warum wollt ihr Christi Kirche so zerstören?

Welche Grundidee steckt dahinter? Seid ihr so weit entfernt vom guten Geist Gottes? Bitte denkt an die noch Gläubigen . Verlasst uns nicht und denkt daran , dass der, welcher nur „ein Jota meiner Worte verfälscht, verdammt sein wird“.


3
 
 winthir 15. Juni 2022 

beim Lesen dieses Artikels dachte ich mir:

mensch Leute, Eure Sorgen möcht' ich haben :-)

Bischöfe und Priester müssen sich nicht darum kümmern, ob sie "genug Geld zum Leben" haben.

(kleiner Einschub dazu: vorgestern hat mich eine mir länger bekannte(!) Frau angesprochen: "mensch, X, ich hab jetzt kein Geld mehr. Kannst Du mir bitte mal 20 EUR leihen?" hab ich doch gemacht.)

ich vermute, Bischöfe und manchmal wohl auch Priester werden auf sowas nie angesprochen. Sie leben wohl in einer "eigenen Welt". (nein, "Klerikalismus" meine ich jetzt nicht. Diese ganzen "issmusse" brauche ich nicht.)

Häppchchen vom Bayerischen Hof, bekocht, beputzt, Gewänder werden in die Reinigung gegeben, Dienstwagen, Chauffeur ... etc.

ich wünsche mir, daß mein Bischof mal U-Bahn fährt. um im "real life "vielleicht ein bißchen anzukommen.

danke für's zu-hören.
winthir.


2
 
 girsberg74 15. Juni 2022 
 

Bild passt !


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Chur

  1. Daniel Krieg wird neuer Regens des Priesterseminars Chur
  2. Churer Priesterkreis an Bischof: Gilt im Bistum Chur weiterhin die Lehre der Kirche?
  3. Präventionsbeauftragte des Bistums Chur stellt sich gegen Lehre der Kirche
  4. Bistum Chur: Priesteraufstand gegen "antikirchlichen Verhaltenskodex" von Bischof Bonnemain
  5. Bischof Bonnemain: ‚Aufarbeitung und Prävention sind schmerzhaft’
  6. Schweiz: Kirchliche Präventionsbeauftragte verurteilen ‚realitätsfremde Sexualmoral’
  7. Churer Bischof bricht mit traditionellem Ämterverständnis
  8. Churer Bischof Bonnemain möchte ‚Konfessionelle Eigenarten’ zugunsten der Ökumene ‚redimensionieren’
  9. Joseph Maria Bonnemain wird neuer Bischof von Chur
  10. Corona: Bistum Chur verbietet überkreative Kommunionspendungen







Top-15

meist-gelesen

  1. „Das ging selbst einigen CSD-Fans zu weit und sorgte für Aufregung innerhalb der Homo-Szene“
  2. Tohuwabohu im Bistum Chur: Liturgiemissbrauch und Messsimulationen durch Gemeindeleiterin
  3. Maria 1.0 schreibt offenen Brief an DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing
  4. Salzburger Erzbischof Lackner verteidigt Jungfrauenweihe im Dom
  5. BITTE um Ihre Sommerspende für kath.net - DANKE!
  6. Archie wurde getauft und in die katholische Kirche aufgenommen!
  7. "Das ist definitiv falsch – wir haben nicht nach einem Drehbuch Dritter gehandelt!"
  8. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  9. Merz als Cancel-Kandidat
  10. Papst Franziskus empfängt zum vierten Mal Transsexuelle
  11. Ein Blick auf kirchliche Zahlen und Daten zeigt den Grad der Entfremdung
  12. Priester und späterer Bischof Emil Stehle hatte vertuscht, wird selbst des Missbrauchs beschuldigt
  13. Psychologin Stefanie Stahl warnt davor, Kinder zu früh in die Kita zu geben
  14. GENDERIRRSINN bei Audi: "Der_die BsM-Expert_in ist qualifizierte_r Fachexpert_"
  15. Die Synodale Parallelgesellschaft

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz