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Ein Recht auf Abtreibung gibt es nicht

3. Juli 2022 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
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Gastkommentar zur Rechtskorrektur in den USA bezüglich Roe vs. Wade von Gudrun Kattnig, Geschäftsführerin vom Katholischen Familienverband Kärnten.


Klagenfurt (kath.net/ pm) Die Entscheidung des US-amerikanischen Supreme Court das Urteil Roe v. Wade aufzuheben, hat zu sehr emotionalen Reaktionen geführt. Die Debatte lässt neu die Frage aufkommen: Was ist ein Recht und wer hat Rechte?

Biologisch betrachtet steht außer Frage, dass ein Mensch vor seiner Geburt bereits ein Mensch ist. Jedes Ultraschallbild beweist es und wir staunen, dass Babys mit einem Gewicht von 400 Gramm bereits überlebensfähig sind. Dennoch beginnt der juristische Schutz erst mit der Geburt. Zugleich wird der Ruf nach einem „Recht“ auf die Beendigung einer Schwangerschaft lauter. Im Unterschied zum Recht auf Leben, gibt es dieses Recht jedoch nicht. Abtreibung ist nach wie vor nur bedingt straffrei gestellt. Der Gesetzgeber weiß sehr genau, dass durch eine Abtreibung der Herzschlag eines menschlichen Lebens mit einer einzigartigen DNA unwiederbringlich ausgelöscht wird.


So ungelegen eine Schwangerschaft sein mag, kann eine Abtreibungserfahrung dramatische Folgen haben. Nicht nur für das Kind. Viele Frauen leiden langfristig unter Traumata, auch Geschwisterkinder und Angehörige sind betroffen. Um zu helfen Abtreibungen verringern zu können, braucht es dringend einer Klärung über die Abtreibungsgründe. Spekulationen sind wenig hilfreich. Nur auf Basis klarer Faktenlage, lassen sich konkrete Hilfsangebote erstellen.

Wer heute ein „Recht“ auf Abtreibung fordert, verhandelt vielleicht morgen das „Recht“ auf Spätabtreibung, dann das auf nachgeburtliche Tötung. So geschehen in Neuseeland und den Niederlanden, wo der Tod kleiner Kinder immer häufiger durch die Hand von Ärzten erwirkt wird.

Das alte Gebot „du sollst nicht töten“, ist herausfordernd. Es fordert, dass wir uns umeinander kümmern, den Nächsten sehen und tatkräftig, hilfreich und liebend zur Seite stehen. Im Unvorhergesehenen, im Schwachen, im scheinbar Nichtgelungenen kann doch etwas liegen, das dem Menschen zum Guten wird.


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Lesermeinungen

 Chris2 4. Juli 2022 
 

"Recht"? "Menschenrecht"!

Immer öfter wird ein "Menschenrecht auf Abtreibung" gefordert. Eine größere Perversion der Menschenrechte ist kaum denkbar. Aber wenn nicht einmal mehr die Kirche von der von Gott geschenkten Seele predigt...


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 Chris2 4. Juli 2022 
 

Schon wieder die Niederlande.

Die Menschheit hat rein gar nichts aus den menschenverachtenden Ideologien des 20. Jahrhunderts, Nationalsozialismus und Sozialismus, gelernt (jeweils über 50 Millionen Opfer) ...


0
 
 augia_felix 3. Juli 2022 

Zwei Aufgaben (Teil 3)

... Aber an Abtreibung ist einfach nichts, was gut wäre, auch wenn Erzbischof Koch (Berlin) sich eine "versöhnlichere Debatte zu Abtreibung" wünscht (katholisch.de vom 2. Juli). Ich frage mich: Welche positiven Argumente für die massenhafte Tötung (100.000 pro Jahr in D) von unschuldigem und schutzlosen menschlichem Leben kann es denn überhaupt geben, die versöhnlicher (also zartfühlender) erörtert werden könnten? -- Was wirklich nottut, ist die verstärkte moralische und materielle Unterstützung von ungewollt Schwangeren, damit sie Ihre Kinder austragen und (falls es nicht anders geht) zur Adoption freigeben können. Hingegen ist ein "Menschen-/Frauenrecht auf Abtreibung" erstens moralisch höchst verwerflich und bringt zweitens Schwangere in Notlagen auch nicht wirklich weiter, sondern verleitet sie zur einer schweren Sünde.


1
 
 augia_felix 3. Juli 2022 

Zwei Aufgaben (Teil 2)

...
(2) Die zweite, vermutlich viel schwierigere Aufgabe, besteht darin, der Öffentlichkeit klarzumachen, dass seit einem halben Jahrhundert in USA und auch in Deutschland (und vielen anderen Ländern) eine legalisierte Abtreibungsroutine besteht, was im Lauf der Zeit suggeriert, dass ja auch moralisch "alles gut" sei und dass man dann die z.B. in Deutschland immer noch geltenden "Zumutungen" (Pflichtberatungsschein, Abtreibung als straffreies Unrecht etc.) einfach abschaffen könne und sollte.


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 bibelfreund 3. Juli 2022 
 

Wehret den Anfängen

Und wann kommt das „recht“, seine Eltern einzuschläfern, wenn sie einem im Alter zur Last fallen?


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