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Fernandez vernichtet Narrativ des Synodalen Weges

12. Jänner 2024 in Kommentar, 46 Lesermeinungen
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Für die deutschen Bischöfe dürfte es bei den geplanten Gesprächen mit dem Vatikan sehr, sehr eng werden. Man wird ihren Spielchen aus Dünkel und trotzphasenartiger Unwilligkeit ein Ende setzen - BeneDicta am Freitag von Dorothea Schmid


Regensburg (kath.net)

Kurz vor Weihnachten tauchte wie aus dem Nichts das römische Dokument „Fiducia Supplicans“ auf. Damit hat Rom in ein Wespennest gestochen. Die emotionalen Wellen schlugen so hoch, dass Glaubenspräfekt Victor Kardinal Fernández mehrfach Erläuterungen hinterherschicken musste. Zuletzt reagierte er sogar proaktiv mit einer sehr guten Erklärung, die besonders den Deutschen zu denken geben sollte. Mit nur zwei Sätzen vernichtet er das Narrativ des Synodalen Weges: „Tatsache ist, dass einige nichtkatholische christliche Kirchengemeinschaften, die das Verständnis der katholischen Kirche in Bezug auf Autorität oder Sexualität nicht teilen, Probleme haben, die unseren sehr ähnlich sind. Zu glauben, dass in einem Teil der Welt die durch den sexuellen Missbrauch verursachte Krise mithilfe von Entscheidungen gelöst werden könne, die der Lehre der universalen Kirche entgegenstehen, ist meiner Meinung nach nicht einmal vernünftig begründet.“

Deutlicher geht’s kaum. Für die deutschen Bischöfe dürfte es bei den geplanten Gesprächen mit dem Vatikan sehr, sehr eng werden. Man hat sie nicht nur längst durchschaut, man wird deren Spielchen aus Dünkel und trotzphasenartiger Unwilligkeit, päpstliche Aussagen aufrichtigen Herzens zu rezipieren, ein Ende setzen. Es geht in Fiducia Supplicans nicht um das Segnen einer Sünde, sondern um die Hinwendung Gottes zum Menschen — und umgekehrt. Darauf weist Fernandez hin. Und wir Gläubige stehen vor der Aufgabe, römische Aussagen nach Maßgabe von „Donum veritatis“ aufzunehmen; im Geist es Wohlwollens.

Der vielen noch Unbekannte, mit Vorsicht und Misstrauen beäugte Kardinal aus Argentinien entpuppt sich zumindest dem Augenschein nach als jemand, der schnell und entschlossen handelt und die Dinge blitzschnell erfasst — sei Buch von vor 25 Jahren lassen wir hier mal beiseite, das würde den Rahmen sprengen.  Nicht, dass man die Wirkung dieses Dokuments nicht hätte vorhersehen können — da haben sich die Römer genauso verkalkuliert wie sie kommunikativ unvorbereitet waren und die Medien unterschätzt haben, die missleitende Titel in die Welt setzten, bevor sie das Dokument gründlich studiert haben können. Damit waren die denkbar schlechtesten Bedingungen zum Verstehen der ohnehin schon herausfordernden römischen Erklärung geschaffen. Und das ganz abgesehen davon, dass die Frage nach der Homosexualität in der Kirche zu den Fragen mit dem größten Explosionspotenzial gehört. An dieser Frage zerbrechen Kirchen, nicht nur im katholischen Bereich. 


Dennoch beeindrucken Fernandez‘ schnelle und präzise Reaktionen. Der Glaubenspräfekt baut nun Brücken in Richtung der pastoralen Probleme, denen sich einige Bischofskonferenzen ausgesetzt sehen. Den Deutschen hält er die rote Karte vor die Nase. Beides macht Mut. Man kann nur beten und hoffen, dass die Bischöfe hierzulande sich seine Worte zu Herzen nehmen, haben die meisten die Intention des Textes doch nach altbekannter Manier pervertiert. Als nächstes würde man der Sexuallehre an den Kragen gehen, behauptete hocherfreut der Münchener Kardinal, Reinhard Marx, im Presseclub im Dezember vor Journalisten.

Dem hält Fernandez entgegen, „dass ein liberaler oder aufklärerischer Papst“ die Einheit der Weltkirche, „diese Gemeinschaft unter Deutschen, Afrikanern, Asiaten, Lateinamerikanern, Russen und so fort nicht garantieren könnte“. Der Papst ist also kein Liberalo, der den Deutschen in die Hände spielen will. Ganz im Gegenteil. Fernandez erklärt, dass nur ein „pastoraler“ Papst die Einheit garantieren könne — „ein Papst, der die Lehre bewahrt, die die Kirche im Lauf der Jahrhunderte im Hören auf das immerwährende Evangelium entwickelt und bereichert hat, der jedoch auch in der Lage ist, sie in einen Dialog mit dem konkreten, oftmals so verletzten Leben der Gläubigen treten zu lassen, nicht mit dem Leben eines abstrakten ,Menschen‘, sondern dem realen Leben vieler Männer und Frauen in den unterschiedlichsten Umfeldern“.

Der Glaubenspräfekt betont die Wichtigkeit der Anerkennung des Papstes als Papst sowie der Lehren von Päpsten im Allgemeinen, „auch, wenn sie nicht beabsichtigen, diese in einem endgültigen Akt zu verkünden“. Andernfalls bestehe die Gefahr, sich selbst an die Stelle des Papstes zu setzen und sich als Beauftragten zu sehen, „den Glauben aller anderen zu kontrollieren. Das geschieht gleichermaßen bei den Traditionalisten wie bei den Progressisten: Die Extreme berühren sich“.

Anders formuliert: Beide Extreme drohen sich vom Papst abzuwenden, also schismatische Wege einzuschlagen. Kann das richtig sein? Der Papst ist er immer noch der Papst, „ist der Papst, ist der Papst, ist der Papst“, wie der Ethiker Martin Brüske unlängst formulierte. Bei allen Herausforderungen, vor die Papst Franziskus viele Gläubige stellt: Er hat nicht mit der Lehre gebrochen, er festigt sie mit „Fiducia Supplicans“. Der Text unterscheidet zudem zwischen eine liturgischen und einer spontanen, seelsorglichen motivierten Segnung. Es gehe darum, so Fernandez, „gegenüber Paaren in irregulären Beziehungen zu handeln, ohne deren Status offiziell zu konvalidieren oder die beständige Lehre der Kirche über die Ehe in irgendeiner Weise zu verändern“.

Natürlich kann man fragen, warum es dann ein Dokument brauchte, wenn sich nichts ändert. Es hat — bislang — mehr Verwirrung gebracht als Nutzen. Jetzt muss der Glaubenspräfekt die Wogen glätten und fast gebetsmühlenartig wiederholen: Die homosexuelle Verbindung und alle homosexuellen Handlungen werden nicht legitimiert. Der Segen soll die menschlichen Beziehungen vielmehr in der Treue zur Botschaft des Evangeliums reifen und wachsen helfen, „sich von ihren Unvollkommenheiten und Schwächen befreien und sich in der immer größeren Dimension der göttlichen Liebe ausdrücken können“ (FS 31).

Franziskus‘ pastoraler Ansatz mag manchem aufstoßen. Aber es ist im Grunde ein Aufruf, über das Thema von Segen und (Gottes-)Beziehung intensiv nachzudenken, noch entschiedener das Evangelium zu leben, die Sünde zu hassen, den Sünder aber zu lieben. Man vertiefe sich mal in das Buch Genesis: Da wird man feststellen, dass Gott seine Gnaden und seinen Segen über Menschen ausschüttete, die in alle Formen von irregulären Beziehungen verwickelt waren. Trotz Lügen, Inzest, Betrug, Leihmüttern, Polygamie begegnet Gott dem Menschen mit unendlicher Liebe — der Betrüger Jacob wird mit Segen genauso überschüttet wie Lot, der außerehelich gezeugt und von einer Leihmutter ausgetragen worden ist. Trotz der menschlichen Sünde und Misere, die er verurteilt, geht Gott einen Weg des Wachstums mit dem Sünder und baut sich aus diesen Sündern das erwählte Volk Israel.

Das war Gottes segensreicher pastoraler Ansatz, der auch in Fiducia Supplicans durchzieht: Für Homosexuelle ist der Text regelrecht ein Ruf zur Umkehr gemäß Nummer 2359 des Katechismus: „Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft –‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.“

Dass Segen Herzen verändern kann, zeigt folgende wahre Begebenheit, von der der Autor Joe White in einem seiner Bücher erzählt: Eine evangelikale Gemeinde nimmt ein schwules Paar mit adoptiertem Kind pastoral auf, obwohl dessen Lebensweise ihren Überzeugungen komplett widerspricht. Die Gemeinde orientiert sich an der Bibel und verurteilt homosexuelle Handlungen. Das Paar weiß dies, fühlt sich aber angenommen. Die Gemeinde verurteilt das Paar nicht, sondern setzt unbeirrt ihren geistlichen Weg fort und wird dadurch dem Paar zum Vorbild. Die beiden Männer lassen sich auf einen geistlichen Prozess ein und kommen irgendwann zu der Erkenntnis, dass der einzig richtige Weg, jener der Bibel ist; das Leben in Enthaltsamkeit. Die Männer treffen die Entscheidung, keusch zu leben. Heute sagen sie, dass sie damit die beste Entscheidung ihres Lebens getroffen haben. Möglich geworden ist diese Transformation einer zuerst sexuell bestimmten Beziehung zu einer Freundschaftsbeziehung durch die pastorale Entscheidung einer Gemeinde, dem Paar mit Liebe zu begegnen, ohne an den biblischen Grundfesten zu rütteln. DAS ist die Botschaft, die Papst Franziskus der Kirche mitgeben möchte — auch der in Deutschland.


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Lesermeinungen

 lesa 14. Jänner 2024 

Das Gebot macht frei und froh. Gott hilft, es zu halten.

@Samaragdos: Es gibt Selbsthilfegruppen, in denen das Dokument von 1986 wohl bekannt ist. Und für Daniel Mattson, der in seinem Buch seinen Weg beschreibt, und andere war es maßgebliche Orientierung, wie auch was der KKK. zur Hs. sagt und andere Dokumente der Glaubenskongregation. Er und andere haben mit Hilfe der Lehre der Kirche den Weg einer froh machenden Lebensgestaltung gemäß der Lehre der Kirche (Fiducia gehört nicht zu ihr) gefunden. Fiducia wird das nicht bewirken, sondern den Gang in die Sackgasse antreiben.


1
 
 lesa 13. Jänner 2024 

Gott wirkt Verbundenheit in der Gemeinschaft der Kirche

Liebe@salvatoreMio: Danke für diese Mitteilung. Wie schön! Gott fügt solche Verbindungen in seinem "Weinstock" - dies in einer Zeit der Spaltungen. Kein Zufall, eher ein Weihnachtsgeschenk. Und solche Verbundenheit bleibt ...
Es war möglich, weil kath.net berichtet hatte.


2
 
 SalvatoreMio 13. Jänner 2024 
 

Der liebe Pater Wernersbach

@Werner Wunder: niemals im Leben schaute ich mir bislang per Internet eine hl. Messe an und schon gar nicht am Hl. Abend. Warum ich es 2022 tat und wieso ich dabei in Wittichenau landete, ist mir ein Rätsel! So durfte ich mich der Festmesse fast neidvoll erfreuen und jene Predigt hören. Danach schrieb ich dem Pater einige Male per E-Mail, als er aus Wittichenau verbannt war und gewann von ihm den Eindruck eines sehr liebenswürdigen und bescheidenen Menschen, den ich nicht vergessen kann. Heute wage ich es, der Vermutung Ausdruck zu verleihen, weshalb er so plötzlich starb, denn Sie selbst tun es hier bei kath.net auch. - Möge Pater Joachim von Gott in Ehren angenommen worden sein - nur das ist noch wichtig!


3
 
 PXX 13. Jänner 2024 
 

Mist

Fernández hat mit Unterstützung seines Chefs schon soviel Mist produziert, dass dem hoffentlich niemand mehr etwas glauben wird, was er sagt. Allein die Tatsache, das er jeder Erklärung noch -zig Erklärungen nachschieben muss sagt doch schon alles!


5
 
 lesa 13. Jänner 2024 

Mein Knecht trägt in Treue das Recht hinaus (vgl Jes 42)

@Werner Wunder: Herzlichen Dank für Ihre Replik! Das Zeugnis und das Schicksal von P. Joachim W. ist unvergesslich. Und für Ihre Beschreibung seines Wesens in Ihrem Kommentar danke ich Ihnen besonders! "Der Knecht Gottes schreit und lärmt nicht. In Treue trägt er das Recht hinaus. Die Inseln warten auf seine Weisung" (aus Jes. 42, dem 1. Gottesknechtslied) Es kommt ja in der Weihnachtszeit in der Liturgie vor.
"Es trifft uns nicht, OBWOHL wir zu Christus gehören, sondern WEIL wir zu IHM gehören" sagte ein Priester...
Und damals wie heute gab es Einzelne, die nicht an der Passion der Herrn achtlos vorübergingen, sondern wach und mitfühlend sind. Haben Sie Dank für Ihr Zeugnis!
Weisheit 2 bleibt aktuell.Wir dürfen glauben, dass Christus Seinen treuen Diener gut kannte und sein Opfer angenommen hat. "Bahnt dem Herrn einen Weg!" (Hl. Joh.d.Täufer) Wir bitten ihn um Fürsprache.
Im kath.net Archiv finden Sie auch die Mitteilungen von Pfr.J. Heimerl, der mit P. Wernersb.
Kontakt aufnahm.


3
 
 lesa 13. Jänner 2024 

Die Kirche muss aufhören mit schwammiger Befindlichkeitsverkündigung ...

Liebe@salvatoreMio: Danke und volle Zustimmung zu Ihren treffenden Kommentaren in diesem Thread! @modernchrist: Ihre Denkweise liegt mir nicht fern. Man möchte nicht weh tun. Aber die Lebenswirklichkeit zeigt allzu deutlich, dass Mut zur Wahrheit jetzt das größte Werk der Barmherzigkeit ist. Es geht doch nicht um Verurteilung! Es geht, im Klartext gesprochen um Schutz der Herde, vor allem der Jugend, die infolge der Orientierungslosigkeit ihrer Eltern in dieser Wirrsal haltlos und ausgeliefert sind. Das Wort Gottes ist klar und konkret. Es ist uns geschenkt als Licht auf unserem Pfad. Machen wir nicht länger (wie seit dem Konzil) daraus eine nebelige Funzel, die kein Licht mehr gibt und mehr das Neuheidentum mit all seinen Katastrophen bedient als das Heil der Menschen. Dem Kreuz der Klarheit ausweichen heißt, "das Licht auf dem Pfad für den Fuß der Menschen" (vgl Ps 119) zu verscherbeln. Den Menschen helfen jetzt nur eindeutige Worte der Kirche, klare Ampelregelung für ALLE!


6
 
 mrx 13. Jänner 2024 
 

Herrlich - doch Papier ist geduldig, das Zeichen gesetzt

Was für eine gut geschriebene hell leuchtende Blendgranate. Es gibt offensichtlich auch einen Extremismus im Papalismus. Und die scheuen sich ebenso offensichtlich nicht, sich nunmehr endgültig zum Idioten zu machen.
Das ganze Pontifikat baut auf der Zwickmühle dieses Papalismus' auf und nutzt diese für einen als notwendig angesehenen Wandel. Die Forschheit und Gewitztheit, mit der Fernandez dieses Spiel auf die Spitze treibt, ist in der Tat herzerfrischend. Aber es bleibt eben doch eine Methode, an der man die Unlauterkeit des ganzen Projekts erkennen kann. Der Buchstabe, der hier beruhigen soll, trägt nicht weiter, da hilft auch kein berauschender Selbstbetrug. Die Wirkung tritt ein durch das gesetzte Zeichen. Das ist ganz die Sprache dieses Pontifikates und dessen Macht. Es kommt nicht darauf an, was der Fahrer mit noch so klugen Worten den Insassen weismacht: Wenn er den Blinker setzt und abbiegt, ist ein anderer Weg genommen.


10
 
 Werner Wunder 13. Jänner 2024 
 

Danke für den Artikel!

@Lesa. Danke, dass Sie an diesen großartigen und liebenswürdigen Pater Wernersbach erinnern!
Als Pfarrer in der Oberlausitz bei den Sorben im kleinen Ort Wittichenau war Pater Wernersbach bis zum ersten Hetzartikel auf katholisch.de der geneigten Öffentlichkeit völlig unbekannt.
Ich behaupte, mit dem Einsetzen der überregionalen Hetze zu seiner liebenswürdigen Weihnachtspredigt erkrankte Pater Joachim Wernersbach und starb Anfang Juni 2023.
Eine große Mitschuld am tragischen Tod hatten ganz sicher die Hetzkampagnen, auch auf dem Portal katholisch.de.
Selbst der Nachruf auf diesem Häretiker-Portal über diesen bescheidenen und warmherzigen Pater, der nur 68 Jahr alt wurde, überzieht den Pater noch mit widerlichster Hetze.
Offensichtlich ein Opfer der von Feige so gefeierten (sexuellen) Vielfalt?


6
 
 SalvatoreMio 12. Jänner 2024 
 

"Die katholische Lehre muss erhalten bleiben!"

Danke, @ lieber Zeitzeuge! Die kath. Lehre ist unsere Grundlage; eine wertvolle Richtschnur. Sie gibt Halt, droht jedoch zerschnitten zu werden! Zu allen Zeiten musste sie verteidigt werden gegen Schmeichler und Lügner. Dazu bietet @lesa ein wertvolles Beispiel über Kaiser Konstantius aus dem 4. Jahrhundert. Nebenbei bemerkt: Es gibt wohl kein Thema auf der Welt, mit dem man Menschen leichter verführt und versklavt als mit "Liebe und Sexualität." Es ist erschütternd, dass der Papst samt seinem Präfekten mit dem irreführenden Dokument dazu "grünes Licht" gibt. Dass die Irreführung freudig begrüßt wird, beschreibt hier @ St. Hildegard mit einem deutlichen Beispiel! - Wir sollten uns das Dokument von Kardinal Ratzinger von 1986 zum Thema "Homosexualität" zu Gemüte führen! Es hilft argumentieren und ist topaktuell! Danke, auch an @Smaragdos.


10
 
 lesa 12. Jänner 2024 

Eine Zeit, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt u. sie bekämpft (vgl Tim)

@Richelius: Genau so ist es. Beispiel: Exakt vor einem Jahr hatte P. Joachim Wernersbach große Schwierigkeiten bekommen nach seiner völlig dem Weihnachtsfest gemäßen Predigt über die Familie. (kath.net 11.1.2023)


6
 
 modernchrist 12. Jänner 2024 
 

PF und der Präfekt wollten eine

vorsichtige "Weiterentwicklung" in der Pastoral für irreguläre Paare, die ja zahlenmäßig leider immer mehr werden. Und sie wollten die klare Lehre der Kirche einschärfen und öffentlich inszenierte Segensfeiern mit Riten und Formeln klar untersagen. Das ist ein sehr gutes Anliegen. Dorothea Schmid hat in wohlwollender Weise FS gelesen, versucht, das Anliegen herauszuarbeiten, auch mit Kritik am doch etwas hemdsärmeligen Vorgehen nicht gespart. Danke Frau Schmid! Lasst uns doch weiter nachdenken und offen bleiben - ohne zu starke, sofortige Verurteilung.


1
 
 lesa 12. Jänner 2024 

Die Wahrheit ist Weg und Leben. Es geht um Gott und die Menschen!

Aus einem Brief, den Hilarius von Poitiers im Jahr 359, als der Arianismus wütete, an Kaiser Konstantius schrieb: "Könnte ich mein Bekenntnis ablegen in den Tagen des Nero und Decius! Jetzt aber kämpfen wir gegen einen Verfolger, der uns täuscht, gegen einen Feind, der uns in die Schlinge lockt, gegen den Antichristen Konstantius, der nicht peitscht, sondern den Sinnen schmeichelt, der nicht ächtet, sondern uns bereichert, um uns zu verderben. Er bringt uns nicht durch den Kerker zur Freiheit, sondern ehrt uns in seinem Palast, um uns zu Sklaven zu machen. Aus Furcht vor einer Niederlage kämpft er nicht, sondern schmeichelt, um zu herrschen. Er baut Kirchen, um den Glauben zu vernichten. Er bekennt Christus, um ihn zu verleugnen. Oh, Gott, seine Zunge spricht nur von dir, aber er tut alles, damit man glaubt, du seist nicht Gott.“
Selbst wenn die Absicht "in Rom" gut wäre: Das derzeitige Denken und Agieren erinnert an diese Mentalität.
Danke allen, die die Glaubenswahrheit verteidigen!


6
 
 Joy 12. Jänner 2024 
 

Definitiv nicht!

"Dennoch beeindrucken Fernandez‘ schnelle und präzise Reaktionen."


2
 
 Smaragdos 12. Jänner 2024 
 

"Das Problem der Homosexualität" von Kardinal Ratzinger 1986

Eines hat Fernandez definitiv geschafft mit FS, und zwar Verwirrung zu stiften, und dies selbst unter glaubenstreuen Katholiken! Das ist schon ein Kunststück, das ihm vermutlich nicht ganz ohne Hilfe von unten gelungen ist.

Demgegenüber liess die Handreichung eines Vorgängers von Kardinal Fernandez, eines gewissen Kardinal Ratzingers, "Über die Seelsorge von homosexuellen Personen" vom 1. Oktober 1986, nicht die leiseste Zweideutigkeit zu und ist an Klarheit nicht zu überbieten (siehe Link). Schon der Titel "Das Problem der Homosexualität" lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig. Denn das ist Homosexualtität in Wahrheit: ein Problem.

Erstaunlich ist einzig, dass dieses Dokument vollkommen in Vergessenheit geraten ist, wo das Thema doch so brandaktuell ist. Einzig unser werter User Zeitzeuge hat schon darauf hingewiesen.

www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19861001_homosexual-persons_ge.html


9
 
 Zeitzeuge 12. Jänner 2024 
 

Noch eine ergänzende Klarstellung: Mit fehlbarem päpstlichen Lehramt

meine ich natürlich das ordentl. Lehramt, nur
"ex cathedra" bei Dogmenverkündigung ist er
unfehlbar, aber selbst da gilt was die DBK 1875
mit Billigung als "genuin katholisch" von Pius IX. u.a. erklärte:

"Die Ansicht endlich, als sei der Papst vermöge seiner Unfehlbarkeit ein "vollkommen absoluter Souverän", beruht auf einem durchaus irrigen Begriff von dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit. Wie das Vatikanische Konzil es mit klaren und deutlichen Worten ausgesprochen hat und die Natur der Sache von selbst ergibt, bezieht sich dieselbe lediglich auf eine Eigenschaft des höchsten päpstlichen Lehramts: dieses erstreckt sich genau auf dasselbe Gebiet wie das unfehlbare Lehramt der Kirche überhaupt
und ist an den Inhalt der Heiligen Schrift und der
Überlieferung sowie an die bereits von dem kirchlichen Lehramt gegebenen Lehrentscheidungen gebunden."

Wenn das für das a.o. Lehramt gilt, dann erst
recht für das nicht unfehlbare ordentliche!


6
 
 Joachim Heimerl 12. Jänner 2024 
 

Was den Artikel anbelangt, so ist er eine völlig legitime Sicht auf die Dinge

und er ist auch kohärent in der Argumentation - er geht nur von einer falschen Prämisse aus, nämlich von der, dass Rom das deutsche Problem lösen will und wird. Das glaube ich nicht. Begründung: Erstens sind die Deutschen nicht mehr aufzuhalten ("Furor teutonicus"). Zweitens sind sie die Schrittmach der päpstlichen Reformen, auch wenn diese dann eine Nummer kleiner ausfallen, als sich das die Deutschen wünschen. Und drittens ist Fernandez alles andere als ein Hüter des Glaubens. Er ist eine der Hauptfiguren im großen Verwirrspiel dieses Pontifikats, das keine Lösungen bringen, sondern immer nur neue Gräben aufreißen wird - vom "Amoris" über "Traditiones" bis hin zu "Fiducia". Von der Pachamama ganz zu schweigen.


12
 
 St. Hildegard 12. Jänner 2024 
 

Im übrigen hat @Richelius vollkommen recht: Der einzige legitime "Paarsegen" wäre (meiner Meinung nach) die Absicht, dem Paar zu einem keuschen Lebensstil zu verhelfen.
Jeder weiß, dass (hs) Paare genau das nicht wollen. Jeder andere Segen ist durch den Einzelsegen abgedeckt, alle Bedürfnisse sind darin enthalten.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: FS wird in der Praxis als Türöffner für Segensfeiern verstanden werden, da kann man noch so dagegen argumentieren.
Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag möchte ich noch anführen, dass unser Stadtdekan noch gesagt hat, der Spielraum solle genutzt werden - und zwar ohne bei jeder Kleinigkeit in Rom nachzufragen.
Man kann sich denken, was das heißt.


10
 
 Zeitzeuge 12. Jänner 2024 
 

Ich schliesse mich den sachlichen Kritikern von "FS" an, Wiederholungen

erspare ich den Mitforisten und mir.

Lehrbewahrende mit Lehrabweichern auf eine Stufe
zu stellen ist ehrenrührig für konservative=
glaubensbewahrende Kardinäle, Bischöfe, Priester
und Gläubige.

Bzgl. der Verbalkritik von Kardinal Fernàndez
an der DBK gibt es nur eine Antwort:
Wann wird sein Dikasterium pflichtgemäß kanonische
Verfahren gegen die Lehrabweichler einleiten?

Es geht um die Erhaltung der kath. Lehre, da zählen nur Taten, Worte allein nützen nichts.

Wann wird gegen P. James Martin SJ und seine
zahllosen Gesinnungsgenossen bzgl. einer falschen
Homosexuellen-"Pastoral" ermittelt

Bzgl. Gehorsam gegenüber dem fehlbaren päpstl.
Lehramt verweise ich auf unhaltbare päpstl.
Verlautbarungen in der Papstgeschichte, bzgl.
des jetzigen Papstes wissen auch kath.net-User
genau Bescheid, auch hier erspare ich mir
Wiederholungen, da die Fakten schon längst hier
seit Jahren erörtert werden.

Schon jetzt wünsche ich allen hier einen gesegneten Sonntag!


8
 
 St. Hildegard 12. Jänner 2024 
 

Sorry, der Optimismus ist nicht angebracht

Zunächst einmal: Auch ich schätze Frau Schmid - nicht zuletzt deshalb, weil sie sich im Rahmen des Synodalforums mutig gegen Leute wie Gregor Podschun mit seinen unsäglichen Angriffen gestellt hat.

Aber FS ist und bleibt verwirrend und setzt völlig falsche Anreize, da kann man es noch so wohlwollend lesen.
Ich zitiere mal aus meiner Tageszeitung, unser Stadtdekan äußert sich zu Jahresbeginn so: "„Nach () frustrierenden Meldungen aus Rom kommt jetzt für die Kirche eine ermutigende Mitteilung. Diese liegt (sic!) im Trend des synodalen Wegs“.

Man sei bereits pastoral auf diesem Weg unterwegs, im Dekanat würden bei den Valentins-Gottesdiensten alle Paare gesegnet, die gesegnet werden möchten. Einen zweiten Segnungsgottesdienst habe das Dekanat vor drei Jahren zum Christopher-Street-Day gemacht.

Und jetzt kommt's: „Das Schreiben des Papstes öffnet nun einen Spielraum, der seelsorgerlich mit großer Freiheit genutzt und interpretiert werden sollte."


10
 
 Hilfsbuchhalter 12. Jänner 2024 

Es kann doch wirklich niemand davon ausgehen, dass die handelnden Personen im Vatikan die deutschen Bischöfe wieder katholisch machen. Zum Kranklachen wäre alles, wenn es nicht zum Totlachen wäre.


5
 
 Psalm1 12. Jänner 2024 
 

Dorothea Schmid ist der Initiative Neuer Anfang verbunden. Diese Initiative ist, so scheint mir, als Gegenreaktion auf den deutschen synodalen Weg entstanden. Daher liegt ihr eine Portion Kirchenpolitik in den Genen.
Diese kirchenpolitische Brille zeigte sich auch in der schnellen positiven Aufnahme von FS. Man hat dort vor allem eine erneute Ablehnung der von einigen Diözesen geplanten Segensfeiern gesehen und war entsprechend erst mal spontan happy – und hat wohl überspontan eine etwas unreflektiert positive Bewertung in die Öffentlichkeit rausgehauen.


7
 
 Callixtus 12. Jänner 2024 
 

Pastorale Sorge??? Welche Prioritäten?

1. Motiv wäre die pastorale Sorge um die, die zum Segen kommen. Was ist mit der pastoralen Sorge um diejenigen, die das mitverfolgen, also mit der Sorge um die Kinder, die dabei ihre eigenen Schlüsse ziehen? Wie sollen sie die komplizierten Windungen der Theologie verstehen, wenn sich die Bischöfe darüber nicht einig sind?
2. Der Text spaltet, und zwar nicht zwischen Gläubigen und Ungläubigen, sondern innerhalb der treuen Kirchgänger. Hier steht Papsttreue gegen Treue zur Heiligen Schrift.
3. Bisher haben Priester die so eine Segnung vorgenommen haben, dies im Ungehorsam getan. Jetzt riskieren sie Ungehorsam gegenüber ihrem Bischof, wenn sie diese Segnung verweigern. Zumindest mächtigen Druck. Und ein Priester der diesen Segen im Gottesdienst erteilt begeht nur noch einen Formfehler. Das Argument, dass im Text formuliert sei, dass die Lehre nicht aufgehoben ist, erinnert an Zigarrettenschachteln, da steht auch drauf, das Rauchen manchmal Impotent macht.


8
 
 Felix87 12. Jänner 2024 
 

Sich nicht verwirren lassen...

Auch ein Segen der nur 10 sec dauert bleibt ein Segen. Auch ein Segen "zweiter Klasse" bleibt ein Segen. Die "Homo-Segnung" wurde gewollt und sie ist durchsetzt worden. Das sind die Tatsachen. Wie man es auch dreht und wendet: Durch Fiducia Supplicans wurde die Erlaubnis zur "Segnung" der Sünde erteilt, daran ändern auch die Beruhigungspillen im Text nichts. Wenn man das schönredet bringt es gar nichts und es geht auch am Sinn des Textes vorbei.


11
 
 Everard 12. Jänner 2024 
 

Honsel

Rom geht inkremental vor, Bischof Bätzing und die DBK offensiv radikal. Das Ziel ist ein und dasselbe.


7
 
 matthieu 12. Jänner 2024 
 

Widersprüchlich

Als Laie lese und sehe ich den Widerspruch zwischen der klaren Antwort vor 3 (?) Jahren auf die Frage, ob die Kirche das segnen darf, und der jetzigen Erklärung, die sagt man darf, es darf aber nicht so aussehen. Für mich ist klar, was von beiden Hand und Fuß hat (das erste Schreiben) . Wenn man unsicher ist, dann bleibt man am besten an der Hand der Gottesmutter Maria


8
 
 SalvatoreMio 12. Jänner 2024 
 

"Fiducia Supplicans": Eine Schrottlandung!

Der Moralphilosoph Tommaso Scandroglio (an der Università Europea di Roma) schreibt heute, am 12.Januar: "Die Braut Christi gleich einem Flugzeug, von jemandem in die Hand genommen, der den Flugplan geändert hat. Aber aus welchem Grund auch immer: er hat die Rechnung ohne den Kontrollturm gemacht: und das ist Gott!" - Das ist kurzgesagt das, was ich von "Fiducia Supplicans" halte!


10
 
 Honsel 12. Jänner 2024 
 

Fernandez der Retter? Naiver geht's kaum.

PF und Fernandez wissen, dass die wahre Revolution "auf Taubenfüssen daher kommt" (Nietzsche), das haben beide verinnerlicht. Nur deshalb werden die Progressisten dem Wort nach an die Kandare genommen, damit nämlich die stattfindende Revolution (und die findet statt!) nur als kleine Anpassung, als eine Präzisierung verkauft werden kann und letztlich als notwendiger Wandel erscheint.

Glaubt wirklich jemand, eine Einhaltung der «Vorgaben» von FS wird stattfinden und eingefordert werden? Dream on.

Zur Erinnerung: «Daher ist es wünschenswert, dass die Vorschläge des Weges der Teilkirchen in Deutschland in den synodalen Prozess, auf dem die Universalkirche unterwegs ist, einfließen mögen, […].» Es wurde nie (!) der Inhalt, sondern nur (!) die Geschwindigkeit und Eigenmächtigkeit der DBK gerügt.


9
 
 lesa 12. Jänner 2024 

Folgenschwere Manipulation 1

Aus dem Leserbrief v. Pfarrer M. Theuerl "Folgenschwere Manipulation" (TP 11.1.2024):
„Viele Gläubige – auch durchaus intelligente und fromme – durchschauen leider die
Manipulationen des sogenannten Synodalen Weges nicht. Der Trick: Man solle freiwillig die Ebene der Wahrheit, des Glaubens (also die Inhalte)verlassen und sich auf eine andere Ebene begeben, die Ebene des gegenseitigen Wohlwollens; aber eine solche, rein formale Ebene hat gar kein sachliches Fundament und ist jederzeit in jede Richtung manipulierbar. Offensichtlich ist auch vielen Priestern nicht klar, dass sie von der Wahrheit, die Christus ist, weggerissen werden und dass die Akzeptanz dieser neuen „Gemeinschaft“ (wo alle immer das Gegenteil sagen können und trotzdem noch zu dieser gehören, diabolisch ist."
Fiducia will mittels Manipulation einer Manipulation entgegentreten? "Man kann den Teufel nicht mit Beelzebul austreiben"!


8
 
 Jörgen 12. Jänner 2024 
 

Danke @DorotheaSchmid

Keinem ist die Sorge um unsere Kirche abzusprechen, nicht Herrn Heimerl, und auch nicht Dorothea Schmid. Es sind nicht alles Häretiker, die FS mit Wohlwollen lesen. Man prüfe genau, was unserer Kirche nützt oder letztlich nur dem Antichristen.


6
 
 lesa 12. Jänner 2024 

Folgenschwere Manipulation 2

„Der eigentliche fundamentale Abfall vom Glauben geschieht bereits, wo man die Diktatur des Relativismus akzeptiert, die Inhalte und Quelle des Glaubens verlässt; alle kommenden theologische Verirrungen jedweder Art sind „nur“ Folge dieser feinen falschen Grundentscheidung. Dialog ist nicht immer gut, wie uns der erste Dia-
logversuch in der Geschichte im Buch Genesis zeigt, der von der Schlange initiiert wurde: Hat Gott wirklich gesagt? Manchmal braucht es die klare Absage an die Mitwirkung am Bösen. Bleiben wir Christus treu! Alles andere hat keine Zukunft."
(Pf. THeuerl) Wir brauchen die Leute vom "neuen Anfang". Bitte lassen Sie sich nicht durch den feinen Trug sophistischer Tüfteleien die klare Sicht vernebeln!


6
 
 SalvatoreMio 12. Jänner 2024 
 

"Wenn Leute meinen, sich an die Stelle des Papstes setzen zu können..."

@heikostir: jeder Papst muss sich an die Lehre der Kirche halten, die vom Heiligen Geist geleitet wird: an dieser Treue muss er sich messen lassen. Damals, als Petrus heuchlerisch handelte, sprach Paulus ihm mächtig und selbstbewusst ins Gewissen. - Nun geht es um "Fiducia Supplicans": Kardinal Müller, eine große britische Priestergemeinschaft sowie eine starke der U.S.A, die komplette afrikanische Bischofskonferenz, als auch einzelne hochangesehen Bischöfe bzw. Kardinäle, lehnen diese angeblich pastoral wertvolle Segensidee ab. Sind das etwa Leute, die sich an die Stelle des Papstes setzen möchten? Lächerlich! Sie wollen Unheil abwenden von der Kirche, aber auch vom Papst persönlich und seiner starken Hand Fernandez, die sich bald oder dereinst vor Gott verantworten müssen für die Verwirrung, die sie in die Welt tragen! Es geht gar nicht um das Segnen einzelner Personen, sondern darum, eine neue Sexualmoral hoffähig zu machen, und das durch Christi Kirche, mit dem Segen Gottes. TOLL!


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 apostolisch 12. Jänner 2024 
 

Betet

Ich bete. Habt Ihr das nicht auch getan? Ich denke, dass viele das gemacht haben. Und, sind wir nicht ehrlicherweise erstaunt darüber, wie die Dinge sich seit dem 18.12. entwickelt haben? Nicht nur, dass die Hermeneutik sich - ich würde sagen - bei allen mal um 180 Grad gedreht haben (und nicht 360 Grad, liebe Grüße an unsere Außenministerin). Sondern auch, dass ganz prinzipiell die Unart, Mitteilungen aus Rom umzudeuten, jetzt offen widersprochen wird.
Beten hilft. Weiter so!


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 Thomasus 12. Jänner 2024 
 

Fragezeichen

Liebe Frau Schmid. Ich kenne Sie und Ihre sonstigen Kommentare eigentlich anders . Woher der Sinneswandel? Hier im Forum ist eigentlich schon zig mal erklärt worden warum man Paare in irregulären Verhältnissen nicht segnen kann. Auch nicht 2 oder 10 Sek .


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 heikostir 12. Jänner 2024 
 

@Gandalf

Danke für diesen Hinweis. Leider radikalisiert sich der Ton einiger hier mehr und mehr.


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 Richelius 12. Jänner 2024 
 

Ein Segen für ein Paar in einer irregulären Beziehung würde - wenn man FS folgt - ungefähr so lauten:
„Der Herr segne und behüte euch, auf daß ihr Euren Lebensweg gemeinsam in Liebe und Enthaltsamkeit gehen möget.“
Zumindest in Deutschland wird ein Priester, der einen solchen Segen spendet, innerhalb einer Woche gekreuzigt werden.


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 Chris2 12. Jänner 2024 
 

Zu schön, um wahr zu sein?

Natürlich hofft man, dass Rom den Suizidalen Weg stoppt. Doch es bleibt das Faktum, dass Rom einen neuen Preudosegen erfunden hat, der alle täuscht. Denn die eigene Argumentation des Papiers erzwingt, dass der Priester weder mit göttlicher Vollmacht (auch nicht "light", sondern quasi im "Laienmodus") noch im Namen Gottes einen simplen Segenswunsch spricht. Das ist doch nur Täuschung aller Beteiligten, oder?
Nein, die Lösung ist, den Sünder zu segnen und ihn auf dem Weg zu Gott begleitet, so, wie es die Kirche seit 2000 Jahren tut. Und wir sind alle Sünder. Und dass sid nach dem bewährten Motto handelt: "Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder"...


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 Gandalf 12. Jänner 2024 

Eine Bitte!

Ihr könnt gerne Punkte sachlich anders sehen, kein Problem, dann auch bitte sachlich bleiben und nicht gleich der Dorothea "Unglauben" unterstellen. Also bitte das berücksichtigen! DANKE


6
 
 Vox coelestis 12. Jänner 2024 
 

Etwas irritiert

Ich bin schon sehr verwundert und etwas irritiert, wie positiv Dorothea Schmid hier sowohl Papst Franziskus, als auch den Glaubenspräfekten und Fiducia Supplicans sieht und dem Ganzen soviel abgewinnen kann.
Ich kann ihr hier nicht folgen, obgleich ich mir natürlich nicht anmaße den Stab über andere zu brechen.
Hat sie die Klarstellungen dazu von Kardinal Müller nicht gelesen? Oder distanziert sie sich davon?
Dass die Lehre der Kirche durch FS gefestigt wurde, kann man ja wohl nicht behaupten, wenn man sieht welchen Spaltpilz der Papst dadurch in die Kirche getrieben hat.
Einzelsegnung ja - Paarsegen nein. Das wäre es, und das hätte vollkommen ausgereicht und Gottes Gnade hätte dadurch genauso ihre Wirkung erreicht.


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 girsberg74 12. Jänner 2024 
 

Danke für Ihre schnörkellose Darstellung

@Joachim Heimerl
"Der Segen eines Priesters ist nie ein privater, sondern immer ein amtlicher"


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 lesa 12. Jänner 2024 

Wer auf krumme Wege abbiegt, kommt auf ihnen zu Fall (Spr)

Liebe@Dorothea Schmidt: So sehr ich Sie und Ihre Artikel schätze, von denen ich viele aufbewahrt habe und gerne wieder lese: Diesmal irren Sie sich m.E.. Längst wird an allen Ecken und Enden gejubelt, dass man nun Zustimmung habe zum Segnen.
Solche Schachzüge taugen nicht. Weder die Bischöfe noch ein großer Teil der Priester ist bereit bzw. geistig fähig zu dieser Asulegung. "Es ist jetzt erlaubt", um weiteres kümmert man sich nicht mehr. Faktenresistenz und Hintanstellen der Wahrheit sind Markenzeichen unserer Tage. Und wehe, ein Priester wird sich dieser Auslegung entgegenstellen.
"Wer auf krumme Wege abbiegt, kommt auf ihnen zu Fall." (Spr) Umkehren und den geraden Weg einschlagen ist die Hoffnung.
Das Malheur wäre nur noch einzudämmen, wenn Rom ganz schnell das Schreiben zurückziehen würde. Beten wir darum!


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 rosengarten1997 12. Jänner 2024 

Ein klares Nein !

Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein, alles andere ist vom Bösen! Matth.5,37
Ich halte Ihre Interpretation für ebenso falsch, wie die aktuelle Erklärung des unter der Leitung stehenden Glaubensdikasteriums durch Kardinal Fernandez. Das äußere Zeichen eines Segens von 2 Personen, die im Ansinnen eines gemeinsamen Lebens, zu einem Priester gehen um einen Segen, als "Paar" zu empfangen, ist ein Zeichen der Verwirrung, wie sie gegenwärtig auch durch die Erklärung ausgelöst wurde und zwar nicht, weil sie eindeutig ist sondern zwiespältig, dies sehen wir an den gegenwärtigen Früchten! Und unser Herr Jesus sagt auch: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Matth. 7,16. Die bisherige Haltung zu homosexuellen Menschen ist im Katechismus, wie sie selbst erwähnen, klar definiert, dies ist die Haltung Gottes:...auch ich verurteile dich nicht Joh.8,11, der wir folgen müssen. Aber weiter heißt es: Geh hin und sündige nicht mehr!


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 Freude an der Kirche 12. Jänner 2024 
 

Nur Einzelsegen möglich

Nie sehen des Paares und somit die Beziehung als Gegenstand des Segens. Wann verstehen dies der „Neue Anfang“ und andere ähnlich denkende Gruppierungen endlich? Afrika und ihre Bischöfe seinen gelobt. Ungarn sei gelobt. Die 10 mutigen Bischöfe aus Frankreich seien gelobt!


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 heikostir 12. Jänner 2024 
 

"Andernfalls bestehe die Gefahr, sich selbst an die Stelle des Papstes zu setzen und sich als Beauftragten zu sehen, „den Glauben aller anderen zu kontrollieren. Das geschieht gleichermaßen bei den Traditionalisten wie bei den Progressisten: Die Extreme berühren sich“, heißt es im Text.

Sehr gut und sehr treffend formuliert. Leider bewahrheitet sich diese Beschreibung immer wieder, wenn Leute meinen, sich an die Stelle des Papstes setzen zu können.


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 Fides Mariae 1 12. Jänner 2024 
 

Ich würde den Kardinal nicht loben

und finde den Artikel von Frau Schmid ziemlich überschwänglich, um nicht zu sagen beweihräuchernd. Ist er geschrieben im Sinne von "der Gegner meines Gegners ist mein Freund"? Wenn man als Gegner die DBK ansieht.
Freilich stimmt es, dass die unterschiedlichen Flügel in der Kirche sich nicht ständig bekriegen können. Dennoch bedarf es zur Wahrung des katholischen Glaubens einer besseren Strategie und eines besseren Dokumenes statt einer vieldeutigen, ja schillernden Erklärung und der Taktik des Appeasements. Wohlgemerkt: Der Job von Kardinal Fernandez ist, das Glaubensgut zu schützen und zu verteidigen. Mit einer Erklärung, die absehbar missverstanden werden würde - hier widerspreche ich Frau Schmid zu 100%, wenn sie sagt, der Vatikan hätte das nicht vorausgesehen, ich glaube, das war einkalkuliert, weil so naiv kann keiner sein, der je eine Zeitung gelesen hat - ist er nicht auf dem richtigen Weg. Aufgrund seines früher publizierten Buches finde ich ohnehin seinen Rücktritt überfällig.


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 heikostir 12. Jänner 2024 
 

Ein ausgezeichneter Text,

der sich sehr angenehm von dem abhebt, was dazu schon zu lesen war!

Mein Dank an Frau Dorothea Schmid und an kath.net!


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 Joachim Heimerl 12. Jänner 2024 
 

Der Segen eines Priesters ist nie ein privater, sondern immer ein amtlicher

, auch wenn er außerhalb der Messe und ohne Stola gespendet wird. Man kann als Priester nicht "privat" segnen. Einen "Pastoralsegen" gibt es nicht; er ist ebenso eine absurde Erfindung von Fernandez wie die Vorstellung, man könne ein Paar segnen, aber nicht seine Verbindung; die Paarbeziehung und die Verbindung sind logischerweise ident. Kurz und gut: Es handelt sich um eine komplette Neuerung, die nicht (!) katholisch ist, und da hilft es auch nichts, wenn Fernandez betont, an der Eheauffassung würde sich nichts ändern. Um die geht es ja auch nicht, sondern um die Segnung irregulärer Paare, und das ist Monstrose daran. Es ist schlichtweg erschreckend, wie viele Fernandez auf dem Leim gehen (wollen), um nur ja nicht einsehen zu müssen, dass in der Kirche inzwischen ist, was nicht sein darf. - Fernandez ist nicht Teil der Lösung, auch nicht in Deutschland, er ist Teil des Problems und zwar in der ganzen Kirche. Und je früher man das versteht, um so besser ist es.


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