Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. 'Einige sähen mich lieber tot'
  3. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  4. Vatikan führt "Grünen Pass" gegen Covid-19 ein
  5. „Die Feier des Gottesdienstes ist der zentrale Auftrag der Kirche“
  6. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  7. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  8. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  9. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  10. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  11. DBK-Kopf Bätzing: „Die Themen, die das aufzeigen, liegen alle auf dem Tisch des Synodalen Weges“
  12. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  13. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa
  14. Bischof, der Flüchtling war: Migranten als Hoffnungsträger sehen
  15. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“

Türkei: Erster Gottesdienst nach Restaurierung im Kloster Sumela

19. August 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wegen strenger Auflagen konnten nur einige Dutzend Gläubige der Marienandacht am 15. August beiwohnen - Metropolit Dinidis leitete in Vertretung von Patriarch Bartholomaios den Gottesdienst


Istanbul (kath.net/KAP) Nach fünfjähriger Restaurierung ist in dem historischen griechisch-orthodoxen Kloster Sumela (Archivfoto) in der Nordost-Türkei erstmals wieder ein Gottesdienst gefeiert worden. Wegen der Corona-Pandemie fand die Andacht zum Marienfeiertag am 15. August türkischen Medienberichten zufolge unter strengen Auflagen und nur mit wenigen Dutzend Teilnehmern statt. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel nahm nicht an der Feier teil. Stattdessen leitete der Metropolit von Gelibolu, Stefanos Dinidis, die Liturgie.

Mit dabei waren bei der traditionsreichen und symbolträchtigen Marienandacht auch ausländische Gäste, darunter der Metropolit von Sambia, Joannis Tsaphtaridis, und der EU-Botschafter in Ankara, Christian Berger. Metropolit Dinidis dankte den türkischen Behörden, dass sie die Feier ermöglicht hatten und wünschte "unseren türkischen Brüdern" ein baldiges Ende der Corona-Krise.


Das altchristliche Felsenkloster wurde im Jahr 386 gegründet und war viele Jahrhunderte hindurch religiöser Mittelpunkt für orthodoxe Schwarzmeergriechen, Georgier, Kuban-Ukrainer und Kaukasusrussen. 1924 verwaiste es aber im Zuge der Vertreibung der Christen aus der asiatischen Türkei und verfiel. 1972 wurde es von der Regierung in Ankara zum Nationaldenkmal erklärt. Erst vor 20 Jahren wurden die Ruinen für Touristen zugänglich gemacht. Zwischen 2010 und 2014 wurde es dem Ökumenischen Patriarchen gestattet, jeweils am 15. August einen Gottesdienst zu feiern. Dazu fanden sich auch Bischöfe aus Griechenland und Russland mit zahlreichen Pilgern ein.

In den vergangenen Jahren wurde das Kloster renoviert und gegen Steinschlag und Erdrutsch abgesichert. Wie aktuellen Bildern vom der Marienandacht zu entnehmen ist, sind die Arbeiten aber noch nicht gänzlich abgeschlossen. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy hatte das Kulturdenkmal jedenfalls am 28. Juli wieder für Besucher geöffnet.

Die Bedeutung des Klosters wird auch dadurch deutlich, dass seit der offiziellen Wiedereröffnung bereits rund 45.000 Menschen die restaurierte Anlage besucht haben, wie die türkische Tageszeitung "Hürriyet" berichtete. Das Kloster befindet sich auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, man hoffe aber, dass es nun, nach der Beendigung der Restaurationsarbeiten, einen permanenten Platz darauf findet.

Patriarch Bartholomaios beging das Marienfest auf seiner Heimatinsel Imbros (türkisch: Gökceada). In seiner Predigt erinnerte er an die Vertreibung der meisten ihrer griechisch-orthodoxen Bewohner im Jahr 1964 und hob seinen Einsatz für die Wiederansiedlung von Christen auf dem Eiland hervor.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 19. August 2020 
 

"Hundeknochen" -

Vielleicht ist es tatsächlich so, wie Sie denken, aber ohne je in jener Gegend gewesen zu sein, ohne an "Kirchenpolitik" zu denken: ich freue mich einfach darüber!


2

0
 
 SCHLEGL 19. August 2020 
 

das berühmte Kloster

Tatsächlich ist Soumela ein Weltkulturerbe! Ich habe vor Jahren auf youtube die Patriarchale Göttliche Liturgie des Patriarchen Bartholomaios im Vorhof dieses Klosters (Interessanterweise "versus populum", was sonst bei den Byzantinern absolut unüblich ist, ausgenommen die Jakobusliturgie) gesehen.
Ich habe jetzt allerdings das Gefühl, dass man die Benützung dieses Klosters zur Liturgie der orthodoxen Kirche, den Byzantinern gleichsam wie einen Hundeknochen hinwirft, als "Ersatz" für die Hagia Sophia. Irgendwann wird auch Erdogan an seine Grenzen kommen,so ähnlich wie es dem weißrussischen Diktator Lukaschenko gerade ergeht.


7

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  2. Athos: Umstrittener Besuch des ukrainischen Metropoliten Epifanij
  3. Medien: Moskauer Patriarchat mit neuer Informationsoffensive
  4. Moskauer Patriarchat sieht "tiefe Krise" in der orthodoxen Welt
  5. Verhältnis der orthodoxen Kirchen von Zypern und Russland belastet
  6. Moskauer Patriarch appelliert an Armenien und Azerbaidschan
  7. Orthodoxer Theologe: Hagia Sophia ist Erbe des ganzen Christentums

Türkei

  1. Laschet verbietet der Presse Fragen zu „Ditib“
  2. Südost-Türkei: Ungeklärter Kriminalfall beunruhigt Christen
  3. Armenische Kirche in der Türkei abgerissen
  4. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  5. Christliche Bilder in der Hagia Sophia: Verhüllt aber erhalten!
  6. Hagia Sophia: Kritik an Moschee-Umwandlung geht weiter
  7. Konferenz Europäischer Kirchen beunruhigt über Hagia Sophia







Top-15

meist-gelesen

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  3. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  4. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  5. 'Einige sähen mich lieber tot'
  6. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  7. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  8. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  9. 4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin
  10. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  11. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  12. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“
  13. "Infiziert vom Virus der Falschheit?"
  14. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  15. Wenn der Bock zum Gärtner wird

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz