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Vietnam: 34 Neupriester in einer einzigen Diözese

31. Juli 2021 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Bischof von Vinh sendet etliche der Neugeweihten als Missionare in andere von Priestermangel betroffene Diözesen.


Hanoi (kath.net/ KAP)

Während es in Europa nur wenige neue Priester gibt - in Österreich rechnet man für 2021 mit insgesamt 21 katholischen Priesterweihen - erlebt die Kirche in Südostasien eine Blütezeit. Ein Beispiel dafür ist die vietnamesische Diözese Vinh, in der am Sonntag in einer gemeinsamen Feier 34 Neupriester geweiht wurden, wie der vatikanische Nachrichtendienst "Fides" am Dienstag berichtete. Ein Teil der Neugeweihten würden als sogenannte "fidei donum"-Missionare an abgelegene Orte und andere Diözesen gesendet, in denen ein diesbezüglicher Mangel bestehe, kündigte Bischof Alphonso Nguyen Huu Long an. Die Diözese wolle ihr "kostbares Geschenk" der vielen Berufungen teilen.


Es handle sich um einen "Moment des großen Glücks in einer Zeit großen Leids", erklärte der Bischof mit einem Verweis auf die Corona-Pandemie, die derzeit vielen Menschen in Vietnam stark zusetze. Die Priesterweihe hätte eigentlich in Anwesenheit aller Priester der Diözese gefeiert werden sollen, zusammen mit vielen anderen Ordensleuten, Seminaristen und Gläubigen, doch wurde der Rahmen aus Covid-Präventionsgründen auf eine kleine Gruppe Mitfeiernden beschränkt.

 

Materielle und geistliche Unterstützung

Die neuen Priester seien gerufen, in der gegenwärtigen dramatischen Situation wie "barmherzige Samariter" zu sein, so der Bischof weiter. Ihre Entsendung in arme, schwer zugängliche oder von Konflikten, Naturkatastrophen oder hoher Ansteckungsgefahr betroffene Gebiete begründete er damit, dass die dort lebenden Menschen dringend der Anwesenheit von Priestern bedürften, "um materiellen und geistlichen Trost zu finden, um Hilfe bei der Überwindung des Schmerzes zu bekommen und um Hoffnung zu erhalten".

Wie Bischof Nguyen Huu Long erklärte, sähen viele Katholiken Vietnams die materielle und geistliche Unterstützung bedürftiger und in Quarantänegebieten lebender Menschen derzeit als Hauptaufgabe. Viele Priester, Ordensleute und Laien würden sich freiwillig für den Dienst an Patienten in den Covid-Krankenhäusern melden.

Die nahe der Hauptstadt Hanoi gelegene Diözese Vinh umfasst laut vatikanischen Angaben eine Fläche von 16.500 Quadratkilometern, wobei die in 93 Pfarren lebenden 282.000 lebenden Katholiken einen Anteil von 9 Prozent der Bevölkerung von insgesamt 3 Millionen Einwohnern ausmachen. Bei 126 Diözesanpriestern (Stand: 2018) kommen 2.238 Katholiken auf einen Priester, zudem gibt es neben 25 Ordensbrüdern auch 721 Ordensschwestern.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 1. August 2021 
 

@Winrod

Wieso Not? Uns geht es doch gut. Wir sind zwar wehrlos (als Land wie als Bürger), Bürger zweiter Klasse im eigenen Land (dürfen z.B. nicht ohne Papiere ins eigene Land einreisen, uns falsche Namen zulegen oder mehrere Frauen haben*), haben keine Lobby (nicht nur "alte, weiße Männer", "die Deutschen" werden dank unserer "Volksvertreter" noch nicht einmal gegen Volksverhetzung geschützt), werden als Sparer enteignet (damit Schuldenstaaten weitermachen können, wie bisher), bezahlen den teuersten Strom der Welt (des Nächtens ohne Sonne und mit weniger Wind droht dafür Strommangel), stehen weit hinten in der europäischen Wohlstandsskala (wenn man Immobilienbesitz einrechnet), zerstören aktiv 2 unserer 3 Schlüssel-Exportindustriezweige (modernste Autos, sicherste AKW der Welt) usw.
Wir können nichts mehr.
Außer Gendern.
Und Lemminge.
* nicht, dass ich das will, aber warum bekommen Muslime trotz Polygamieverbots auch für mehrere Frauen "Stütze", also Steuergelder?


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 lakota 31. Juli 2021 
 

@SalvatoreMio

Solche Menschen, wie die Vietnamesin von der Sie erzählen, beeindrucken mich immer wieder.
Wer weiß, was durch ihr Beten schon an Gutem geschehen oder an Schlimmem verhindert wurde.

Ich freue mich auch sehr über die hohe Zahl der Neupriester in Vietnam!


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 SalvatoreMio 31. Juli 2021 
 

Dank sei dem Herrn!

Ich freue mich mit Vietnam, mit diesen 34 Männern, die nun Christus verkünden und darstellen dürfen. - Dabei denke ich an ein vietnamesisches Ehepaar, das kaum eine Werktagsmesse auslässt, und die Frau - ganz mager - betet und betet - vor der hl. Messe und nachher! Ihr stehen noch immer die Grauen des Vietnamkrieges ins Gesicht geschrieben! Aber das Danken ist ihr immer wichtig.


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 St00 31. Juli 2021 
 

Ein Gedankenexperiment

Mal übertragen auf Deutschland könnte man mal folgendes Gedankenexperiment anstellen. Natürlich kann man Berufungen nicht über Statistik machen und man tut gut daran jede einzelne als Geschenk zu betrachten. Trotzdem finde ich das Gedankenexperiment ganz nett: In der vietnamesischen Diözese gab es dieses Jahr bei 282000 Katholiken 34 Neupriester. Das ist ein Neupriester auf 8294 Katholiken. Wenn man das auf meine Heimatdiözese Dresden-Meißen (141000 Katholiken) übertragen würde, dann hätte man hier bei gleicher "Berufungsquote" 17 Priester geweiht. Im größten Deutschen Bistum, dem Erzbistum Köln (1868000 Katholiken), hätte man 225 Priester geweiht. In ganz Deutschland (22600000 Katholiken) wären 2724 Priester geweiht worden. Allein in diesem Jahr. Natürlich kann man Vietnam nicht mit Deutschland vergleichen und man kann dem Herrn keinen Fahrplan vorsetzen, was er zu tun hat, aber es könnte vielleicht doch ein Ansporn sein, mehr für Berufungen zu beten.


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 j@cobus 31. Juli 2021 
 

Sehr erstaunlich

Ich finde es ausgerechnet im kommunistischen Vietnam sehr erstaunlich, wie die Saat aufgeht.

Siehe auch blühende Ordensgemeinschaften: https://de.catholicnewsagency.com/story/bluehende-ordensgemeinschaften-in-vietnam-8222

Französische Missionare hatten damals in Indochina bei der Missionierung gesät.

Mir ist das Gleichnis vom Senfkorn nun deutlich veranschaulicht.


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 Winrod 31. Juli 2021 
 

Dort lehrt Not

noch (oder wieder) beten. Bei uns nicht mehr.


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 Jose Sanchez del Rio 31. Juli 2021 

Freude

Danke für diese gute Nachricht


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 Norbert Sch?necker 31. Juli 2021 

Das ist schön und beachtlich!
Neben der großen Zahl an Neupriestern beeindruckt mich auch die sehr hohe Zahl an Ordensschwestern, deren Arbeit und Gebet leider oft übersehen wird.


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