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Sobotka weist Kritik an Gebetsfeier im Parlament zurück

13. Dezember 2020 in Österreich, 5 Lesermeinungen
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Nationalratspräsident im "Kurier"-Interview: "Wenn Beten schon ein Problem ist, dann haben wir keine Probleme".


Wien (kath.net/ KAP)

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat die vielfache Kritik an der jüngsten Gebetsfeier im Parlament einmal mehr zurückgewiesen. "Wenn Beten schon ein Problem ist oder das Problem ist, dann haben wir wirklich keine Probleme", so Sobotka im "Kurier"-Interview (Freitag). Ein Gebetsfrühstück gebe es seit den 1980er-Jahren in Österreich. Seit vier Jahren werde es von den Abgeordneten in großem Stil mit 200 Gästen gemacht. "Ich habe die Veranstaltung unterstützt und werde das auch weiterhin tun", kündigte Sobotka an.

Die Abgeordneten stellten das Programm zusammen und würden auch die Gäste einladen, hielt der Nationalratspräsident fest: "Das, was ich dort von den sogenannten Keynote-Speakern gehört habe, hat nicht rückständig gewirkt, sondern hat eine klare Perspektive gegeben. In dieser ganz besonderen Zeit wollten sie Menschen Hoffnung geben. Ich glaube, man muss ein bisschen mehr Toleranz zeigen."

Keynote-Speaker waren zuletzt die frühere steirische Landeshauptfrau und jetzige Obfrau der Unabhängigen Opferschutzkommission, Waltraud Klasnic, sowie der Jugendleiter der Erzdiözese Salzburg und Gründer der Loretto-Gemeinschaft, Georg Mayr-Melnhof.

Die Gebetsfeier am Abend von Mariä Empfängnis, an der im Parlament selbst Corona-bedingt nur ganz wenige Personen teilnahmen, die aber im Internet übertragen wurde und von jedermann mitverfolgt werden konnte, stand unter dem Motto "Zeichen der Hoffnung in der Krise". Eingeladen dazu hatten Nationalratspräsident Sobotka, Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler und das Komitee des Nationalen Parlamentarischen Gebetsfrühstücks.

Nach kurzen Lesungen von Abgeordneten folgten eingespielte Videos von Religionsvertretern, die Gebete sprachen oder Gebetsanliegen formulierten. Darunter waren u.a. Kardinal Christoph Schönborn, der evangelische Bischof Michael Chalupka, der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) und Oberrabbiner Jaron Engelmayer. Auf Kritik stieß, dass kein Vertreter des Islams vorgesehen war.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 J. Rückert 13. Dezember 2020 
 

Nur meine Vielfalt ist gut

Wenn eine Gruppe Abgeordneter Gebetsteppiche ausrollte oder Suren rezitierte, käme Kritik von anderer Seite und Lob von wieder anderer.
Vielfalt nur dann, wenn sie meine Vielfalt spiegelt.


0
 
 lesa 13. Dezember 2020 

Religiöses Potenzial vorhanden!

Die "spirituellen Beiträge" der Politiker waren gehaltvoll, sehr interessant.


3
 
 Winrod 13. Dezember 2020 
 

"Wenn Beten schon ein Problem ist,

dann haben wir keine Probleme" - oder Probleme in Überfülle.


2
 
 priska 13. Dezember 2020 
 

Nationalpräsident Sobotka..

Ich tue mich mit dieser Person sehr schwer, er ist mir nicht Sympathisch, da er im Parlament nicht gerecht mit seinen Abgeordneten ist ,die Farbe der Partei spielt eine große Rolle für ihn...Doch muss ich ihm recht geben wegen dem beten, dass keine Islamischen Vertreter dabei waren finde ich aber gut! Diese wären so und so nicht gekommen, da wir Christen nach dem Coran so und so Ungläubige sind..Deshalb ist diese Kritik nicht angebracht.


4
 
 leodorn 13. Dezember 2020 
 

Nachdenken hilft

Nicht Beten ist das Problem, etwas anderes ist das Problem. Was mag es sein?
LD


2
 

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