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Die Gregorianische Messe und der Waldgänger

19. Juli 2021 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Herzblut und die Abschaffung von ‚Summorum Pontificum’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das „Summorum Pontificum“ abschaffende neue Motu proprio des absoluten Gesetzgebers der katholischen Kirche hat viele Gläubige verletzt und stellt einen Dolchstoß ins Herz einer Glaubensbewegung dar, die in 14 Jahren reiche Frucht und Leben stiftenden Saft in einem den Anfeindungen der Welt, des Herren der Welt ausgesetzten Leib der Kirche geschenkt hat. Daher scheint allein der Titel des neuen Gesetzes ein Hohn.

„Herzblut“: darum geht es. Aurelio Porfiri, Komponist, Chordirigent, Organist, Pädagoge, Autor und Verleger, verbindet mit dem Vatikanisten und Schriftsteller Aldo Maria Valli eine enge Freundschaft, die auch zu gemeinsamen Büchern führte. Anlässlich der Abschaffung des Motu proprio „Summorum Pontificum“ von Papst Benedikt XVI. durch seinen Nachfolger Franziskus mit dessen Schreiben „Traditionis custodes“ schrieb er seinem Freund blutenden Herzens einen offenen Brief.

Wie dem auch sei: der „Populus Summorum Pontificum“, das (vor allem junge) „Volk von Summorum Pontificum“, „el Pueblo“, das „Volk“, das ja „mythisch“ ist (Papst Franziskus), wird sich von seinem Weg nicht abbringen lassen. Vielleicht ist es an der Zeit, nun den mythischen „el Pueblo“ ernst zu nehmen und ihn zu respektieren. Sonst könnte „el Pueblo“ das tun, was er zum Beispiel in lateinamerikanischen Bananenrepubliken oft getan hat: sich umdrehen und einfach weggehen.

PS: „Summorum Pontificum“ hat Freiheit, Anerkenntnis und Einheit gestiftet, verbunden mit einer intensiven Reflexion liturgischer und theologischer Natur. Das Motu proprio war keine Ausgeburt des Kopfes eines „Theologenpapstes“. Es darf daher auch das Werk des heiligen Papstes Johannes Paul II. mit seinem „Indult“ nicht vergessen werden, ein Werk, das besonders ab 1988 spürbar wurde. „Traditionis custodes“ wischt aggressiv, gnadenlos und unbarmherzig auch diesen Teil einer Geschichte vom Tisch und negiert das Ansinnen eines heiligen Papstes.

***

Brief an Aldo Maria Valli zum Thema „Zugehörigkeit“

Lieber Aldo Maria,

ich habe mit dem üblichen Interesse Deinen Artikel vom 7. Juli mit dem Titel „Während der Papst im Krankenhaus liegt...“ gelesen, ein Artikel, in dem ich eine Ader des Schmerzes spürte, die mich durchdrang wie ein Schauer, der sich dauerhaft in meinen Knochen niederlässt. Und diese Ader ist, wie Du weißt, ein Zeichen für die tiefe Übereinstimmung, die zwischen uns besteht, für die Freundschaft und die Zuneigung, die sich in diesen Jahren gefestigt haben, in denen wir auch, weit weg von den Augen der Öffentlichkeit, unsere Freuden, aber auch unsere vielen Sorgen geteilt haben. Wir haben zusammen zwei schöne Bücher geschrieben, Entwurzelt und Dekadenz, in denen wir unsere Fassungslosigkeit und Verzweiflung über die Krise in der Kirche öffentlich gemacht haben.


Um auf Deinen Artikel zurückzukommen, sagst Du, dass Du verstanden hast, dass die Kirche am Ende ist, als du einen Priester während der Messe hörtest, der mehr auf sanitäre Maßnahmen als auf göttlichen Schutz vertraute. Ich verstand es, als ein anderer Priester, der kürzlich in ein hohes Amt erhoben wurde, vor mir gegen die tridentinische Messe wetterte und sich damit brüstete, dass er eine Gruppe von Gläubigen verjagt hatte, die darum gebeten hatten, in seiner Kirche nach dem Vetus Ordo feiern zu dürfen. Mir fiel die Verachtung auf, eine Verachtung, die ich schon viele Male auf den Gesichtern anderer Priester gegenüber der Messe fast aller Heiligen, Märtyrer, Bekenner des Glaubens gesehen hatte.

Ich bestreite nicht, dass einige Priester die Messe von Paul VI. bevorzugen, aber die Verachtung für das, was vorher war, einzuflößen, schien mir eine Meisterleistung zu sein. Wenn ich eine Familie besuchen würde, in der die Kinder ihre Eltern hassen, würde ich sagen, dass diese Familie am Ende ist. Und nachdem ich gesehen habe, dass diese Haltung heute in der Kirche weit verbreitet ist, habe ich verstanden, dass es in menschlicher Hinsicht notwendig ist, mit Ernst Jünger „in den Wald zu gehen“,* sich ein Beispiel an den Abgeschiedenen zu nehmen, die mit der Waffe des Gebetes die menschlichen Angelegenheiten beeinflussen, während um sie herum die Trümmer fallen.

Wir sind nicht klösterlich, lieber Aldo Maria, und ich persönlich bin mir meiner Unwürdigkeit durchaus bewusst, aber mit den wenigen Talenten, die ich nicht vergeude, indem ich mich in dieser oder jener Sünde verliere, versuche ich, die Menschen zum Nachdenken darüber zu bringen, was wir verlieren. Du tust es auch, viele tun es.

Ich muss Dir sagen, es wird Dich überraschen, dass ich an einem Punkt paradoxerweise jenem Priester dankbar war, der gegen die tridentinische Messe gewettert hatte, weil er mir die Bedeutung der Zugehörigkeit verständlich machte. Nie liebt man bestimmte Dinge so sehr, wie wenn man das Gefühl hat, sie zu verlieren. Wer versucht, Sie zu stoppen, macht zwei Fehler: Er wird müde und er gibt Ihnen die Chance, Ihre besten Kräfte aufzubieten. Wie wir wissen, und wenn wir uns auch nur die trivialen Statistiken anschauen, verliert die Kirche einen Gläubigen nach dem anderen, haben wir in Deutschland gesehen, dass jedes Jahr Hunderttausende von Menschen aus der Kirchengemeinschaft austreten. Dennoch scheint es, dass das Problem die tridentinische Messe ist, die eine begrenzte Gruppe von Menschen betrifft, zu einer Zeit, in der es keine offene Rebellion wegen der Messe gibt (in jüngster Zeit) und zu einer Zeit, in der der Pontifex, der die Angelegenheit geregelt hat, noch am Leben ist.

Einige haben sich über den Grund für diese Dringlichkeit gewundert. Aber wir wissen, dass das, was die tridentinische Messe impliziert, der Kern von allem ist.

In letzter Zeit habe ich mich wie ein Bruder der Armen und Unwissenden gefühlt, die durch die Kirche und ihre Tradition zu Heiligen geworden sind. Ich dachte an sie, als ich beobachtete, dass in der Pfarrei, in der ich zur Messe ging, vielleicht ein Dutzend Leute bei einer der Hauptmessen am Sonntag waren. Die Pfarrer wissen das, aber sie fahren fort, den Kranken mit demselben Gift zu behandeln, das ihn krank gemacht hat. Würden Sie einen Patienten mit Leberzirrhose nicht heilen, indem Sie ihm mehr Schnaps geben? Nein, und doch geschieht genau das regelmäßig in unserer Kirche.

Ich habe die Tradition wiederentdeckt, mein Freund, ohne mich in den Traditionalismus zu flüchten. Ich habe unsere großen Väter, große Künstler, große Theologen wiederentdeckt, ich habe mit von Tränen gereinigten Augen auf die Größe und das Elend der Kirche aller Zeiten geschaut. Ich habe verstanden, dass ich die Wiedergeburt nicht sehen werde, aber dass es sie eines Tages geben wird und dass unsere kleinen Anstrengungen jetzt von dem Einen vervielfacht werden, „der die Herzen und Nieren kennt“ und der wissen wird, wie und wann er für seine Kirche eingreift, damit sich die Pforten der Hölle nicht über ihr schließen.

***

* Ernst Jünger: „Der Waldgang“ ist ein 1951 erschienener Essay von Ernst Jünger. Darin geht es um die Frage: „wie verhält sich der Mensch angesichts und innerhalb der Katastrophe?“. Als „Waldgänger“ beschreibt Jünger einen Menschen, der sich gedanklich unabhängig hält von der umgebenden Gesellschaft und zum Widerstand fähig ist, falls der jeweilige Staat ein verbrecherischer ist oder wird.

„Im Waldgang betrachten wir die Freiheit des Einzelnen in dieser Welt. Dazu ist auch die Schwierigkeit, ja das Verdienst zu schildern, das darin liegt, in dieser Welt ein Einzelner zu sein. […] Waldgänger ist also jener, der ein ursprüngliches Verhältnis zur Freiheit besitzt, das sich, zeitlich gesehen, darin äußert, dass er dem Automatismus sich zu widersetzen und dessen ethische Konsequenz, den Fatalismus, nicht zu ziehen gedenkt.“

„Der Waldgänger lässt sich durch keine Übermacht das Gesetz vorschreiben, weder propagandistisch, noch durch Gewalt. Und er gedenkt sich zu verteidigen, indem er nicht nur Mittel und Ideen der Zeit verwendet, sondern zugleich den Zugang offen hält zu Mächten, die den zeitlichen überlegen und niemals rein in Bewegung aufzulösen sind.“

„Zum Mythischen kehrt man nicht zurück, man begegnet ihm wieder, wenn die Zeit in ihrem Gefüge wankt, und im Bannkreis der höchsten Gefahr.“

***

Über Aurelio Porfiri (8. August 1968)

Komponist, Chordirigent, Organist, Pädagoge, Autor und Verleger. Mitglied des Trinity College London in Musikkomposition. Ehemals stellvertretender Organist des Vikariats der Vatikanstadt im Petersdom sowie in vielen wichtigen Kirchen in Rom. Er hat in Macao und Shanghai, China, Kirchenmusik unterrichtet und dirigiert. Im „Cambridge Companion to Choral Music“ als einer von drei Komponisten der italienischen Kirche im 20. und 21. Jahrhundert gewürdigt, „deren Chormusik deutlich den Einfluss der nationalen Traditionen zeigt“. Er hat über 30 Bücher und 600 Artikel veröffentlicht, mehr als 10 Alben auf CD aufgenommen und über 100 musikalische Kompositionen bei Verlagen in China, Frankreich, Deutschland, Italien und den USA veröffentlicht. Er war künstlerischer Leiter und Jurymitglied bei Chorwettbewerben in China, Italien, Thailand und den USA und hat Chöre in Italien, Macao und Shanghai geleitet. Gründer und CEO von Choralife, Herausgeber von Noten und CDs, und Chorabooks, Herausgeber von Büchern und Ebooks. Schöpfer von Altare Dei, einer Zeitschrift, die sich mit Liturgie, geistlicher Musik und katholischer Kultur beschäftigt. Er setzt seine Forschungen zur musikalischen Komposition fort, insbesondere in der Welt der modalen Skalen und der römischen Tradition der Kirchenmusik, deren Erbe und Anhänger er ist.

 


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Lesermeinungen

 Leopold Trzil 20. Juli 2021 

@Fischlein

Die Situation in Polen kenne ich nichtso, daß ich viel farüber sagen kann. Klar ist, daß sie wesentlich besser ist als jene in Westeuropa.
Die eigentliche Heimat der Lturgiereform sind aber jene Gebiete, die daraus offenbar nicht den erwarteten Nutzen gezogen haben. Das ist durchaus nicht etwas, das mich freuen würde. Ich habe selbst viele Priester und Gläubige erlebt, die die Liturgiereform als große Vereicherung und wesentlichen Fortschritt sahen. Nur konnte dies allzuoft nicht an die nächste Generation weitergegeben werden.
Nicht daß sich die „alte“ Liturgie als Zaubermittel erwiesen hätte, das wieder Scharen in die Kirche lockt. Aber sie hat sich als eines der wenigen Segmente erwiesen, in denen die Kirche bei uns wächst (wenn man sie läßt).


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 Fischlein 20. Juli 2021 
 

@Leopold Trzil

Ihr Wort: contra factum non valet argumentum habe ich etwas zu ergänzen.
Sie haben nur einen Teil des Faktums genannt: "Nach 50 Jahren pastoralliturgischer Erneuerung kennt nur ein Bruchteil der nominellen Katholiken die richtige Antwort auf „Der Herr sei mit euch“.
Ja, in Westeuropa ist das so. Sie vergessen aber, dass das Konzil nicht nur für diese Länder gilt. Wenn Sie nach Polen, Ungarn usw. kommen, werden Sie ein ganz anderes Bild bekommen. Es ist also schwer zu argumentieren, Vaticanum Sec. und die Liturgiereform hätten dazu beigetragen.
Nicht das Konzil und die Reform sind am großen Glaubensverlust schuld, sondern das was mit den Konzilsdokumenten in den westlichen Ländern gemacht wurde, wie sie interpretiert wurden. Darauf hat Papst Benedikt hingewiesen, als er von zwei Konzilien gesprochen hat: Konzil der Konzilsväter und Konzil der Medien. Im Westen haben die Medien die dortigen Hirten "umerzogen", so dass sie nicht den Geist der Erneuerung des Glaubens gepflegt haben.


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 Chris2 20. Juli 2021 
 

Gottesdienst(nichtmehr)besuch seit 1950

Die offiziellen Zahlen zeigen anfangs, ab 1950, einen leichten Rückgang um etwa 2% alle 5 Jahre. Zwischen 1965 und 1970, also unmittelbar nach dem jüngsten Konzil, gibt es dann einen extremen Einbruch von 7,7%, nach der Liturgie"reform" dann nochmals um 4,8%. Danach ein Rückgang um etwa 2-3 Prozentpunkte alle 5 Jahre, der naturgemäß in den letzten Jahren schwächer zu werden scheint, denn 3% von 50% sind natürlich mehr als 3% von 10%. Insgesamt sind wir von 50,4% auf 9,3% gefallen, also um über 80%.
Und was lernte die Kirche daraus?
Nichts...


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 Leopold Trzil 20. Juli 2021 

Rätselhafte Zeiten!

Nach wie vor wird der Mythos aufrechterhalten, die Liturgiereform sei ein Erfolg und ein Fortschritt gewesen.
Aber: contra factum non valet argumentum. Nicht nur die blanken Zahlen der kirchlichen Statistik für die Länder Westeuropas zeigen das Gegenteil. Nach 50 Jahren pastoralliturgischer Erneuerung kennt nur ein Bruchteil der nominellen Katholiken die richtige Antwort auf „Der Herr sei mit euch“.
Wer sich das nicht eingestehen will, dem bleibt gegenüber jenen, welche die stattgehabte Reform kritisieren, nur ein kleines Reservoir an möglichen Haltungen. Er kann sie ignorieren, marginalisieren, verdächtig machen - oder, wie der im Brief genannte hohe Geistliche, verachten.


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 Herbstlicht 19. Juli 2021 
 

immerhin!

Während die deutschen Bischöfe schweigen, äussern ihre französischen Amtskollegen "Wertschätzung" für vorkonziliare Messe.

https://www.katholisch.de/artikel/30619-franzoesische-bischoefe-wertschaetzung-fuer-vorkonziliare-messe


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 Chris2 19. Juli 2021 
 

Eine ganze Bischofskonferenz,

die mehrheitlich zugestimmt hat, Beschlüsse eines selbstgebastelten Gremiums auch dann umzusetzen, falls sie der Lehre der Kirche zu widersprechen, dürfen nach einem leichten "Du, Du!" weiter auf diesem Weg "fort-schreiten".
Die gewachsene Liturgie in der Kirchensprache, deren Ritus zuletzt 400 Jahre lang fast unverändert galt, wird gleichzeitig von allerhöchster kirchlich-menschlicher Warte aus bekämpft.
Derr Mann in weiß, der in den vatikanischen Gärten einer Götzenanbetung beigewohnt hatte und die Aufstellung dieser Götzen in Kirchen nicht verhindert hatte, macht es einem sehr schwer, an seinen guten Willen zu glauben.
"Quo vadis, Domine?"


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 lesa 19. Juli 2021 

Ein sehr schöner Beitrag!
"Die Kirche wird auch heute wieder von denen erneurt, die tiefe Wurzeln haben." (Benedikt XVI.)


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 Michmas 19. Juli 2021 
 

......und genau aus diesem Grund durfte der deutsche Modernistenkardinal nicht zurücktreten.
Es bleibt nur eines:Austritt aus dieser Kirche.


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 physicus 19. Juli 2021 
 

Waldläufer

Die Schilderung des "Waldgängers" weckte in mir die (profane) Assoziation an die Figur des "Waldläufers" im Werk "Der Herr der Ringe". Vom Throne vertrieben fristet er ("Streicher" genannt) seine Zeit in der Freiheit des Waldläufers. Als seine Zeit gekommen ist, nimmt er (mit eigentlichem Namen "Aragorn") nach dem Kampf gegen das Böse sein rechtmäßiges Erbe wieder ein.


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 u-man 19. Juli 2021 
 

Vielfalt unter der Regenbogenfahne

Ich dachte, dass mit dem Regenbogen auch die Vielfalt eingezogen wäre oder werden hier Gruppen diskriminiert?


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 hruotland 19. Juli 2021 
 

Ein W auf dem Petersplatz

Es ist bemerkenswert, wie häufig seit Beginn der CoronaMaßnahmen und jetzt in diesem Kontext die Rede von Ernst Jüngers "Waldgang" ist. "Sie" sollten das Buch verbieten, es ist gefährlich!
Bei allem Verständnis zu Appellen, die in diesen Tagen zu Ruhe, zum Gebet und sogar zu Verständnis aufrufen, aber: Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, um - mit Jünger gesprochen - große "W" auf den Petersplatz oder vor die regenbogenfahnengeschmückten Kirchen zu malen! W für Widerstand!


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 girsberg74 19. Juli 2021 
 

Unabweisbare Gedanken:

Dieser Beitrag steht in einer Reihe weiterer, aus denen notwendig die Frage aufscheint: „In wessen Diensten steht Franziskus?

Vielleicht, dass Gott uns aus Bequemlichkeit und guter Stimmung herausholt, die wir insbesondere mit seinen beiden Vorläufern genossen, wo eigenes Denken und eigene Verantwortung mit diesen beiden in eins ging.

Hat uns Gott ein Unwetter geschickt, dass wir aufgeschreckt werden, denn die „Welt“ hat sich nicht geändert?

In einem anderen Bild etwa: Ist er Gottes Dreschflegel der durch die Garben geht? - Dann müssten wir allen Lehmännern und Sankt Gallenern Abbitte tun.

Ein letzter Gedanke: Leben wir schon in eschatologischen Zeiten?


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