Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ‚Gratismut’ – Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern sollte in der Kirche keinen Platz haben
  2. ‚Polithetze gegen die einzige Opposition’ – AfD kritisiert Grundsatzpaper der deutschen Bischöfe
  3. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  4. Bestätigt Fiducia Supplicans Häresie?
  5. Angst vor Rechtsruck? Das ist Thema für Eliten und Besserverdiener über 5.000 € Monatseinkommen
  6. Ein unterkomplexes Schreiben blamiert die Bischöfe
  7. DBK-Vorsitzender Bätzing meint: Der Lebensschutz „ist ein Proprium der Kirche“
  8. Gericht verbietet Falschbehauptung! - Müssen deutsche Bischöfe AfD-Papier zurückziehen?
  9. FDP-Taktiktipp für Bätzing/DBK: Mit Rom reden aber gleichzeitig Synodalen Rat weiter vorantreiben
  10. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  11. Ablehnung der AfD? - „Eine wenig überzeugende Einstimmigkeit der Deutschen Bischofskonferenz“
  12. Wer ist (mit-)verantwortlich für die Krise der katholischen Kirche in Deutschland?
  13. "Auf dem Berg Golgota ist es nicht unsere Aufgabe, einen Stuhlkreis zu machen“
  14. Essener Weihbischof Schepers zum Queer-Beauftragten ernannt
  15. Abtreibungsärztin Hänel: Es gibt zu wenige abtreibungswillige Ärzte

Gott wird uns Heilige senden

7. Jänner 2023 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Über Menschen, die zur Wahrheit stehen - Gedanken von Weihbischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net/http://vision2000.at)

Die folgenden Ausführungen hat Weihbischof Andreas Laun vor mehr als 10 Jahren geschrieben. Sie sind von größ­ter Aktualität und machen deut­lich, dass einzig eine Rückbesinnung auf die von Jesus Christus verkündete Wahrheit hoffnungsvolle Perspektiven eröffnet.

Auf jede Phase der Kirchengeschichte treffen die Prophetenworte zu, mit denen Gott seinem Volk das Register seiner Untreue vorhielt, sodass man die „Versuchung Gottes“ (!!!) versteht, sein Volk, weil hoffnungslos untreu, zu verlassen: „Hätte ich doch eine Herberge in der Wüste! Dann könnte ich mein Volk verlassen und von ihm weggehen.“ (Jer 9,1). In der heutigen Diktion: Bereits die Propheten beklagten – meist mit dras­tischen Bildern – einen „Reformstau“ des Volkes Gottes.

Solche Gedanken sind wichtig, aber eines dürfen sie nicht: Dazu führen, dass die Christen die Not der Zeit relativieren, sie schönreden und ihr schweigendes Nichts­tun für gottgewollt erklären. Wahr ist vielmehr: Christen dürfen nicht aufhören, das Licht Christi auf den Leuchter zu stellen, auch wenn andere versuchen, es auszulöschen.

Sie müssen Zeugnis ablegen und reden auch dort, wo man versucht, sie zum Schweigen zu bringen. Während ihre Feinde den „Turm von Babel“, eine in jeder Hinsicht „Gott-freie Stadt“ zu errichten suchen, müssen die Christen wissen, dass ihre eigentliche Heimat jenes Jerusalem ist, in dem Gott wohnt!


Ja, die Kirche durchlebte schon viele Krisen, aber immer standen Männer und Frauen, Kleriker, Ordensleute und Laien auf, forderten eine Reform der Kirche und führten sie mit der Hilfe Got­tes auch durch. Reform heißt: ein Zurück der Kirche zu der Gestalt, die Jesus ihr gegeben hat, nicht ein Papst, keine Bischofskonferenz, kein Gremium aus dem Kirchenvolk, sondern Jesus selbst!

Bestimmte „Bewegungen“ reden heute viel von einem „Reformstau“ in der Kirche und zählen dabei gebetsmühlenartig fünf Punkte auf: Zugang zur Eucharistie für Protestanten sowie für Geschiedene, die wieder geheiratet haben. Priesterweihe der Frau, eine neue, selbstbestimmte Moral, vor allem (wen wundert’s!) bezüglich der Sexualität, Abschaffung des Zölibats und, im Namen der „Gleichheit aller Getauften“, Mitbestimmung in allem und jedem, auch in Fragen der Lehre.

Der von den großen, heiligen Reformern der Geschichte beklagte „Reformstau“ und die ihm entsprechende Forderung war immer ganz anderer Art: Nicht mehr Vollmacht für Menschen, sondern mehr Raum für Gott, mehr Liebe zu Ihm aus allen Kräften, aus ganzem Herzen und mit allen Gedanken! Gehorsam statt Ungehorsam, Treue zur Lehre der Kirche statt eigene „Meinungen“, Anerkennung der Ordnung in der Kirche, sogar, wenn deren Verwalter offensichtlich Sünder waren, was z. B. Katarina von Siena immer wieder forderte!

Die Heiligen sagten: Der erste Reformstau steckt in Dir selbst, also braucht es zuerst deine Bekehrung und deine Veränderung, nicht die der Kirche, des fortlebenden Christus, des Tempels des Heilligen Geistes. Keine Veränderung in der Kirche? Doch, aber nur als Werk des Heiligen Geistes, nicht als Abstimmung und durch „Druck von unten“ wie bei Grabenkämpfen politischer Parteien.

Wer informiert ist, was vor allem in der Kirche Mitteleuropas vor sich geht, kann viele traurige Geschichten erzählen. Ordnen könnte man die „Brand-Herde“ der Krise so: Die Krise besteht ers­tens im Ungehorsam vieler Christen jedes Standes, der aber, im Unterschied zu gewöhnlichen Sündern, mit der Behauptung auftritt, man habe ein Recht oder sogar die Pflicht so zu handeln.
Die Krise besteht zweitens, im Abfall vom Glauben und der Morallehre der Kirche auf der Ebene der Theologieprofessoren und vieler, vieler Priester und Laien. Dabei pocht man auf das Menschenrecht, eine eigene Meinung zu haben, und auf jene irrige „Gewissensfreiheit“, die eigentlich „Freiheit vom Gewissen“ meint. Die Kirche hat dies zu Recht verurteilt und auf dem Konzil die „Freiheit des Gewissens“ gelehrt!

Und zuletzt, und das ist eigentlich der schlimmste „Spalt im Kirchenboden“: Der Rauch Satans ist in die Liturgie eingedrungen. Die Folge ist: Nicht immer und überall, aber doch dann und wann und da und dort feiert man nicht mehr das Geheimnis Jesu Christi, sondern sich selbst, man spricht von „unserer Kirche“ statt von „Deiner Kirche“, vom Menschen Jesu, der „wie Gott“ war und nicht von dem, der „Gott ist“, vom „heiligen Brot“ und nicht vom „Leib Christi“, man ersetzt das Evangelium durch irgendeinen „schönen Text“ oder leitet bereits die Kinder in der Schule an: Schreibe „dein persönliches Glaubensbekenntnis auf“, als ob die Kinder nicht genug zu tun hätten damit, in den einen Glauben der Kirche hineinzuwachsen.

Alles in guter Absicht? Oft ja, aber man bedenke: „Gute Absicht“ ist nicht alles, diese hatten auch die Schriftgelehrten und Pharisäer, sogar als sie die Kreuzigung Jesu betrieben. Man kann die Kirche zerstören, während man sie in guter Absicht „reformieren“ will. Wahre, heilende Reform gibt es nur mit „den alten Methoden“ der Heiligen! Und nur mit Petrus, niemals ohne oder gar gegen ihn.

So wird es kommen wie in früheren Zeiten auch: Gott wird uns Heilige senden, und die Frage wird sein, ob wir sie erkennen und annehmen. So und nur so werden wir heutigen Christen neu evangelisieren und die Krise bewältigen können. Und die Christengeneration nach uns wird wieder dasselbe tun müssen: Ihre Krise mit Hilfe ihrer Heiligen lösen. Und so weiter bis zum Ende aller Kirchenkrisen bei der Wiederkunft des Herrn, wo sich jedes Knie vor Ihm beugen wird!

Archivfoto Weihbischof Laun (c) Erzdiözese Salzburg

Auszug aus seinem Artikel „Krise der Wahrheit“ in Vision 6/11


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bibelfreund 8. Jänner 2023 
 

Lob u dank

Hr. Laun ist ein würdiger Vertreter der von hr. Peter Hahne Bekenntnisökumwne. Christen sollten sich jetzt über konfessionellen Grenzen hinweg zusammenschließen— noch ist es nicht zu spät


0
 
 SalvatoreMio 7. Jänner 2023 
 

Welch wertvolle Gedanken!

Herzlichen Dank, Herr Weihbischof Laun! Ach, ich wünschte mir, alle Gläubigen würden mit diesen Gedanken konfrontiert. Man meint, sie wären gerade eben verfasst worden!


2
 
 Stefan Fleischer 7. Jänner 2023 

Oder wie es im Covertext von "Gottenbeziehung heute" heisst:

Was unsere Kirche heute braucht, ist ein neuer Aufbruch, einen neuen Aufbruch zu Gott, zu einer neuen, tiefen Gottesbeziehung, zu einer Rückbesinnung auf das erste und wichtigste Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“


2
 
 153fische 7. Jänner 2023 
 

….

Die Tatsache ist, dass vor allem wir Gläubige als erstes bei uns selbst anfangen dürfen. Wenn wir bestrebt sind aus Liebe zu Jesus Christus nach Gottesgeboten zu leben, Sakramente empfangen, dann wird Gott bei uns eine Veränderung in Gang setzen, die auch nach außen sichtbar wird und unser Umfeld beeinflusst.

Jeder von uns hat den Auftrag Heilig zu werden, unabhängig vom aktuellen Lebensstand oder der Berufung.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. KOMMEN SIE MIT! EINMALIGE REISE - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. ‚Gratismut’ – Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern sollte in der Kirche keinen Platz haben
  4. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  5. Ein unterkomplexes Schreiben blamiert die Bischöfe
  6. Bestätigt Fiducia Supplicans Häresie?
  7. Gericht verbietet Falschbehauptung! - Müssen deutsche Bischöfe AfD-Papier zurückziehen?
  8. P. Karl Wallner: "Bei der Weltsynode spielen deutsche Bischöfe keine Rolle mehr"
  9. "Auf dem Berg Golgota ist es nicht unsere Aufgabe, einen Stuhlkreis zu machen“
  10. Den Lügen des Teufels entgegentreten
  11. 'Oh diese faulen Denker - Sie wissen nichts von einer Welt des Geistes...!'
  12. Frühere Ordensfrau erhebt Missbrauchsvorwürfe gegen Priester Rupnik
  13. ‚Sakrileg’ – Begräbnisfeier für ‚Trans-Aktivistin’ in St. Patrick’s Kathedrale
  14. Angst vor Rechtsruck? Das ist Thema für Eliten und Besserverdiener über 5.000 € Monatseinkommen
  15. ‚Polithetze gegen die einzige Opposition’ – AfD kritisiert Grundsatzpaper der deutschen Bischöfe

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz