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‚Ideologie’, ‚Schisma’ – Kardinal Burke befürchtet radikale Veränderung der Kirche

31. August 2023 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Die Synode über die Synodalität könnte zu Verwirrung, Irrtümern und damit zur Spaltung in der Kirche führen. Dies sei in Deutschland bereits geschehen, schreibt der Kardinal.


Rom (kath.net/jg)
„Synodalität und das Eigenschaftswort synodal sind Parolen geworden, hinter welchen sich eine Revolution zur radikalen Änderung des Selbstverständnisses der Kirche verbirgt, in Übereinstimmung mit einer zeitgenössischen Ideologie, die vieles von dem ablehnt, was die Kirche immer gelehrt und praktiziert hat“, schreibt Raymond Kardinal Burke, der frühere Präfekt der Apostolischen Signatur, in einem Vorwort zu dem Buch „Der synodale Prozess ist eine Büchse der Pandora“.

Das von José Antonio Ureta und Julio Loredo de Izcue verfasste Buch legt den Lesern 100 Fragen und Antworten zur Synode über die Synodalität vor. Es will die Öffentlichkeit über eine Diskussion informieren, welche trotz ihrer „potentiell revolutionären Auswirkungen“ bis jetzt hauptsächlich auf Insider beschränkt war, berichtet der Catholic Herald.


Katholiken bekennen sich seit der Zeit der Apostel zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Jetzt solle die Kirche durch den Begriff Synodalität definiert werden, der keine Grundlage in der Geschichte der Lehre der Kirche habe und für den es auch nicht einmal eine vernünftige Definition gebe, merkt Burke an.

Es handle sich hier nicht um eine rein theoretische Angelegenheit. Die dahinter stehende Ideologie sei seit einigen Jahren in der Kirche in Deutschland in die Praxis umgesetzt worden und habe dort Verwirrung und Irrtümer verbreitet und zur Spaltung, „– sogar zum Schisma“ geführt, zum Schaden vieler Seelen. Mit der bevorstehenden Bischofssynode über die Synodalität sei zu befürchten, dass dieselbe Verwirrung und dieselben Irrtümer und die daraus folgende Spaltung die ganze Kirche betreffen könnten, befürchtet Kardinal Burke.

Die Synode über die Synodalität wurde von Papst Franziskus 2021 angekündigt. Sie besteht aus drei Phasen: lokal, kontinental und universal. Im Oktober wird die universale Phase mit der ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode beginnen. 300 Bischöfe und Laien werden sich im Vatikan versammeln. Eine zweite Versammlung wird im Oktober 2024 stattfinden.

 


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Lesermeinungen

 golden 1. September 2023 
 

"Endzeit wird sein wie die Urzeit"

,so sagte auch ein guter Bibelgelehrter in Berzug auf chaotische Verhältnisse,und@Hilfsbuchhalter hat Recht.auch, was er über Dummheit sagt, stimmt.Denn wenn man Gott ignoriert, bleibt das Gefälle zum Bösen übrig.


2
 
 Hilfsbuchhalter 31. August 2023 

Tohuwabohu

Das Chaos bestimmt unsere Zeit. Die Menschen haben zwar keine Ahnung, aber dafür ist heutzutage schon jeder ein Experte für alles. Stolz feiert die Menschheit ihre eigene Dummheit. - „Ach, töricht ist mein Volk; mich kennen sie nicht. Sie sind unverständige Kinder, ja, sie sind ohne Einsicht. Sie wissen, wie man Böses tut, aber Gutes zu tun verstehen sie nicht. Ich schaute die Erde an: Sie war wüst und wirr. Ich schaute zum Himmel: Er war ohne sein Licht.“ (Jer 4,22-23)


4
 
 Chris2 31. August 2023 
 

Worte erreichen kaum noch. Beten wir.

In Deutschland leben nominell katholisch Getaufte längst in unterschiedlichen Universen, so dass man selbst bei gutem Willen auf beiden Seiten fast nur noch aneinander vorbeiredet - oder gar nicht erst versteht, wovon der andere überhaupt spricht. Z.B., wenn Progressive den Begriff des "Laien" als herabsetzend sehen, weil sie den kirchlichen mit dem weltlichen Begriff verwechseln - womöglich, weil sie schon gar nicht mehr wissen, was ein Priester ist...


4
 
 kleingläubiger 31. August 2023 
 

Das Dumme ist, das man hierbei von Papst Franziskus keinerlei Gegenwehr erwarten kann. Deswegen befürchte ich das Schlimmste für die Synode. Was danach noch vom wahren katholischen Glauben übrig sein wird?


7
 
 Stefan Fleischer 31. August 2023 

Solange

wir Menschen, sogar innerhalb unserer Kirche, der alten Schlange auf den Leim kriechen und glauben, selbst wissen, selbst entscheiden zu können, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist, solange wird die Verwirrung nur immer noch grösser werden, rennen wir immer schneller auf den Abgrund zu. Es gäbe eine Lösung, aber die will (fast) niemand mehr hören, geschweige beherzigen: (Jes 31,6) "Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt." Es könnte plötzlich einmal zu spät sein.


8
 
 Jacopa 31. August 2023 

Der kleine Rest

In meinem Urlaub konnte ich mich wieder mit den Jesus-Büchern von Papst Benedikt XVI. beschäftigen. Ich gestehe, dass seine Schriften und die des Hl. Johannes Paul II. mein wesentlicher Halt in dieser Zeit sind. Der "Diabolus" macht seinem Namen alle Ehre. Meine Papsttreue wird derzeit auf eine sehr harte Probe gestellt. Zum Amt - ja. Zum Protagonisten - ? Wer ist der Hirte für die Schafe? Die Kirche Jesu Christi erblüht nur wieder im klaren Bekenntnis zu Seiner Lehre.


12
 
 Joachim Heimerl 31. August 2023 
 

Das Schisma in Deutschland haben wir schon, auch wenn man es in Rom nicht

wahrhaben will; immerhin trägt man dort eine erhebliche Mitschuld daran: Man lies die Deutschen einfach gewähren und nun sind sie nicht mehr einzubremsen. Letztlich finanzieren wir alle mit unserer Kirchensteuer dieses Schisma und Rom schaut zu. Aber auch Rom wird von einem Schisma erfasst werden; das ist nur noch eine Frage (kurzer) Zeit und genau das hat Kardinal Burke sehr genau erkannt. Nein, Christus hat keine "synodale" Kirche gestiftet und die Kirche war folglich niemals synodal. Wenn sie das nun werden soll, wird sie nicht mehr die Kirche Christi sein, sondern ein säkularer Verein, der sich nach dem Zeitgeist richtet anstatt nach dem Evangelium und der Tradition der Kirche. Dieser Trend zeichnet sich in der letzten Jahren ja schon überdeutlich ab und man predigt ein verwässertes Evangelium: Die Ehe z.B. ist relativ geworden, die Umweltfrage absolut - was ist da noch katholisch? - Die Pachamama bei der letzten Synode war das Menetekel dessen, was auf uns kommen wird.


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