Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  2. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  3. ‚Gratismut’ – Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern sollte in der Kirche keinen Platz haben
  4. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  5. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  6. Vatikan bestürzt über Tod Nawalnys
  7. Angst vor Rechtsruck? Das ist Thema für Eliten und Besserverdiener über 5.000 € Monatseinkommen
  8. „Bischöfe, macht Euch ehrlich!“
  9. Bischof Krautwaschl meint: ‚Diskussion zum Thema Frauenweihe nicht beendet’
  10. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  11. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  12. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  13. Papst Franziskus reist zur Biennale nach Venedig
  14. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  15. DBK-Vorsitzender Bätzing meint: Der Lebensschutz „ist ein Proprium der Kirche“

Tübinger Kirchenrechtler Anuth: „Der Ungehorsam der Bischöfe wiegt schwer, kann sanktioniert werden“

22. November 2023 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Schon mit dem Schreiben der drei Kardinäle vom 16.1.2023 ist kirchenrechtlich geklärt, dass weder der Synodale Weg noch ein von ihm eingesetztes Organ wie der Synodale Ausschuss und auch nicht die Bischofskonferenz einen Synodalen Rat gründen kann.“


Tübingen-Vatikan (kath.net) „Da Bischöfe dem Papst noch einmal mehr als alle Gläubigen Gehorsam schulden und ihn bei ihrem Amtsantritt auch eigens geschworen haben, wiegt ihr Ungehorsam durchaus schwer und kann kirchenrechtlich sanktioniert werden.“ Das erläutert der Tübinger Kirchenrechtler Bernhard Anuth im Interview mit dem Kölner „Domradio“. Ob der Papst tatsächlich Maßnahmen ergreifen werde, entscheide er selbst. Es sei vermutlich nicht leicht, „gegen eine ganze Gruppe von Diözesanbischöfen vorzugehen“.

„Schon mit dem Schreiben der drei Kardinäle vom 16. Januar 2023 ist kirchenrechtlich geklärt, dass weder der Synodale Weg noch ein von ihm eingesetztes Organ wie der Synodale Ausschuss und auch nicht die Bischofskonferenz einen Synodalen Rat gründen kann“, stellt Anuth eigens fest. Dieses Schreiben sei vom Papst „spezifisch approbiert“ worden, er habe es „sich also in seiner amtlichen Autorität zu eigen gemacht“, deshalb sei „diese Auskunft keine Meinungsäußerung der drei unterzeichnenden Kardinalpräfekten, sondern eine Entscheidung des Papstes selbst“. Daran erinnere der Papst im nun bekannt gewordenen Brief an die vier katholischen Frauen, „in der Sache Neues enthält der Brief aber nicht“.


Anuth führt mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre aus, dass dies aber „DBK und ZdK“ nicht davon abgehalten habe, „den Synodalen Weg zu beginnen. Die danach mehrfach geäußerte Kritik des Papstes an diesem Synodalen Weg haben sie uminterpretierend weitestgehend ignoriert“. Der am 21.11. bekannt gewordene Brief signalisiere zwar „deutlich: Der Papst hat seine Auffassung nicht geändert. Ob sich beteiligte Bischöfe dadurch abhalten lassen, die Gründung eines Synodalen Rates weiter voranzutreiben, bleibt abzuwarten.“

Falls diese Bischöfe den Synodalen Rat weiter verfolgen, würden sie sich nach Einschätzung des Kirchenrechtlers in offenen Ungehorsam zum Papst begeben.

Papst Franziskus stünden Sanktionen wie bsp. die Absetzung solcher Bischöfe offen, oder er könne ihnen einen Koadjutor an die Seite stellen. Beides sei allerdings eher nicht zu erwarten.

Anuth schildert abschließend, dass er einerseits bezweifle, dass der Papst „es zum jetzigen Zeitpunkt für opportun hält, einen einzelnen von ihnen exemplarisch zu maßregeln um die anderen auf Linie zu bringen.“ Andererseits könne er sich aber auch nicht „vorstellen, dass der Papst einfach zuschaut, wenn Bischöfe verbal seine Autorität unterstreichen, ihn aber in ihrem Handeln einen guten Mann sein lassen. Möglicherweise werden die anstehenden Bischofsernennungen erkennen lassen, in welche Richtung sich die DBK entwickeln soll.“

Das Interview in voller Länge beim „Domradio“: siehe Link.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Anaximander Ansorg 24. November 2023 
 

@ Wilolf: Alle Gläubigen schulden dem Papst Gehorsam?

vgl. bitte vgl. "Grundriss des Glaubens" 1980 Kösel, Abschnitt 34.2. Seitdem (bzw. seit 2.000 Jahren) hat sich nichts geändert.


0
 
 ThomasR 22. November 2023 
 

@apostolisch Ja ZDK ist Papst eigentlich egal

da ZDK von der DBK von Kirchensteuer bezahlt wird, ist auch ZDK interessiert das status quo (die Verflechtung zwischen der DBK und Industrie ) zu wahren (und davon nur Weltblidverlag und seine Insolvenz waren so gut wie öffentlich)

Budget von DBK ist eigentlich nur ca 3 Mio EUR -dieses Geld fehlt übrigens dann insbesondere dem Lebensschutz in Deutschland auch-/Jahr Es geht um um mehr als 100 Mio EUR die von den deutschen Bistümern jährlich oft unwiderbringlich in die Industrie&Finazinstitute über Investition der Rücklagen (u:A. Ankauf von Anleihen und fragwürdigen Finanzinstrumente) von den Kirchensteuereinnahmen fließen.
Hier ist selbst Papst ratlos.


1
 
 FranzVA 22. November 2023 
 

Nicht Ungehorsam


0
 
 Wilolf 22. November 2023 
 

Alle Gläubigen schulden dem Papst Gehorsam?

Na das wage ich für Laien denn doch zu bezweifeln. In den 10 Geboten und in den Kirchengeboten steht davon nichts. Im Kommunion- und Firmunterricht habe ich das auch nicht gelernt. Und auch im Katechismus ist mir so etwas noch nicht aufgefallen.


1
 
 Jaques 22. November 2023 
 

Falscher Gehorsam

"Warum genau soll ich einem ungehorsamen Bischof eigentlich gehorsam sein???"

Man darf es sogar nicht, wenn einem das an der Lehre der Kirche (die kann man dem Katechismus von 2018 entnehmen) geschulte Gewissen sagt, daß der Auftrag des Bischofs - Erzbischofs - Kardinals - Papstes - gegen diese Lehre verstößt.


3
 
 Smaragdos 22. November 2023 
 

Unter PF wiegt nicht jeder Ungehorsam gleich schwer

Bei PF wiegt nur der Ungehorsam lehramtstreuer Bischöfe schwer, die das Glaubensgut (Depositum fidei) verteidigen, schwer. Nicht aber der Ungehorsam jener Bischöfe, die wie er selbst das Glaubensgut untergraben.


2
 
 apostolisch 22. November 2023 
 

KNA "meldet" zum Antwortschreiben des Papstes eben

es sei eine regelrechte "Brieffreundschaft" zwischen konservativen Katholiken und Rom entstanden. Der Spott weicht im weiteren Verlauf der Meldung allerdings dem Erstaunen darüber, dass die Anfrage der Vier binnen weniger Tage beantwortet wurde, während der Vorsitzende der dt. Bischofskonferenz bedeutend länger auf Antwort warte.
Ich frage mich: wenn das Kirchenrecht verletzt wird, gibt es dann für mich keine Möglichkeit, dagegen zu klagen? Das Verfahren müsste dann doch vor dem höchsten Kirchengericht in Rom verhandelt werden - einschl. einer bindenden Entscheidung. Das wäre die Apostolische Signatur, Richter dort: Kardinal Müller.
hm...


1
 
 apostolisch 22. November 2023 
 

dem ZDK kann es letztendlich doch egal sein

wer unter ihm Papst ist


5
 
 Jothekieker 22. November 2023 
 

Im vollständigen Gehorsam zum Papst

Die Synodalen wissen ganz genau, was der Papst eigentlich will, und können von daher gar nicht ungehorsam sein. Sollte es da noch Mißverständnisse geben, dann ist der Papst herzlichst zu ihren Stuhlkreissitzungen eingeladen. Dort werden sie ihm gerne seinen eigenen Willen noch einmal ganz genau erklären.


4
 
 SpatzInDerHand 22. November 2023 

Warum genau soll ich einem ungehorsamen Bischof eigentlich gehorsam sein???


6
 
 modernchrist 22. November 2023 
 

Offener Ungehorsam!

Wie wollen solche Bischöfe überhaupt noch Priester weihen können und sich erdreisten, von ihnen Gehorsam in die Hände versprechen zu lassen? Ohnehin kann einem in Selbstbindung an ein säkulares Gremium verpflichteten Bischof nicht Gehorsam gelobt werden. Denn ein Gremium hat kein Gewissen und entscheidet nach Kalkül. Hier entmannt sich jeder Bischof selbst und löst die Hierarchie der Kirche auf. In Deutschland braucht es dringend einige Koadjutoren, sonst macht sich die Kirche tatsächlich lächerlich (und riskiert einen weltkirchlichen Flächenbrand!)


5
 
 Ulrich Motte 22. November 2023 
 

" Nicht leicht" heißt es oben

Und wie sehr gilt das erst für ein Schisma? Wie kann ich mir das allein schon staatsrechtlich vorstellen?


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. Kommen Sie mit! - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Karwoche und Oktober 2024 mit kath.net in MEDJUGORJE
  4. „DBK hat keine Vollmacht, ihre Diözesen von Einheit mit Papst und katholischer Kirche wegzureißen“
  5. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  6. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  7. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  8. Christian Geyer in FAZ-Kommentar: „Synodaler Ausschuss - Bischöfe als juristische Deppen?“
  9. "Das unpräzise Pontifikat"
  10. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  11. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  12. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  13. Kardinal Kasper: „Ich stimme Kardinal Schönborns Mahnung an die DBK voll und ganz zu“
  14. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  15. Grußwort des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Eterović, an die Deutsche Bischofskonferenz

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz