Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  2. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  3. ‚Gratismut’ – Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern sollte in der Kirche keinen Platz haben
  4. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  5. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  6. Vatikan bestürzt über Tod Nawalnys
  7. Angst vor Rechtsruck? Das ist Thema für Eliten und Besserverdiener über 5.000 € Monatseinkommen
  8. „Bischöfe, macht Euch ehrlich!“
  9. Bischof Krautwaschl meint: ‚Diskussion zum Thema Frauenweihe nicht beendet’
  10. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  11. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  12. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  13. Papst Franziskus reist zur Biennale nach Venedig
  14. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  15. DBK-Vorsitzender Bätzing meint: Der Lebensschutz „ist ein Proprium der Kirche“

Kirchengericht Köln befindet Priester aus dem Bistum Trier des sexuellen Missbrauchs schuldig

24. November 2023 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Entlassung aus dem Klerikerstand - Der frühere Pfarrer von Freisen (Saarland) O.M. wurde des sexuellen Missbrauchs von fünf Personen für schuldig befunden


Trier/Köln (kath.net/pek) Das Kirchengericht der Erzdiözese Köln hat den früheren Pfarrer von Freisen (Saarland) O.M. des sexuellen Missbrauchs von fünf Personen für schuldig befunden. Das haben die Pressestellen der (Erz-)Bistümer Köln und Trier am 23. November mitgeteilt. Das Gericht verhängte als Strafe die Entlassung aus dem Klerikerstand.

Gegen den früheren Pfarrer hatte das Kirchengericht der Erzdiözese Köln seit März 2018 einen kirchlichen Strafprozess auf dem Gerichtsweg geführt. Die vorhergehende kirchenrechtliche Voruntersuchung des Bistums Trier hatte den Verdacht erhärtet.
 
Mit seinem Urteil hat das Gericht den Angeklagten in allen Fällen schuldig gesprochen. Über die fünf betroffenen Personen hinaus, deren Fälle Gegenstand des Verfahrens waren, erkennt das Bistum Trier weitere Personen als Betroffene sexuellen Missbrauchs durch den früheren Pfarrer an. Dass ihre Fälle nicht im kirchlichen Verfahren berücksichtigt wurden, hat verschiedene Gründe: Entweder hatten die Betroffenen das im kirchlichen Gesetz festgesetzte Schutzalter bereits überschritten oder die ausführlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaften haben keinen für eine Anklage ausreichenden Tatnachweis erbracht; oder die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben sich so lange hingezogen, dass deren Ergebnisse nicht mehr in das laufende kirchliche Strafverfahren mit einbezogen werden konnten, ohne in Gefahr zu geraten, dass sich dieses noch weiter in die Länge gezogen hätte. Bei seiner Gesamtbewertung hat das Kölner Kirchengericht auch das berücksichtigt, was das Landgericht Saarbrücken in seinem Urteil vom 22. Februar 2023 zu den weiteren Fällen ausgeführt hat. Die Betroffenen können, sofern sie das nicht schon getan haben, finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids beantragen.


Bischof Dr. Stephan Ackermann zeigte sich erleichtert über den Abschluss des Verfahrens. Ihm sei bewusst, dass die lange Prozessdauer für die Betroffenen eine große Belastung gewesen sei. "Ich hoffe und wünsche den betroffenen Personen, dass sie nun, wo das Gericht den Priester schuldig gesprochen und damit die Aussagen der Betroffenen als glaubhaft erachtet hat, eine Art Abschluss und vielleicht Frieden finden können. Was die Betroffenen an Leid durch diesen Priester erfahren haben, ist ein schreckliches Unrecht, an dem sie seit vielen Jahren tragen.” Ackermann sagte, er habe allen Betroffenen ein persönliches Gespräch angeboten. Der Trierer Bischof sagte weiter, er gehe davon aus, dass der Fall insgesamt auch Gegenstand der unabhängigen Aufarbeitung im Bistum Trier sein werde. “Sowohl im Umgang mit Betroffenen als auch in der Handhabung des Falls sind Fehler passiert. Das haben ich und die weiteren Verantwortlichen bereits eingestanden.” Der zweite Zwischenbericht der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im Bistum Trier hatte bereits erste Hinweise zu dem Fall gegeben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; der Priester hat die Möglichkeit, gegen das Urteil Einspruch einzulegen beim römischen Dikasterium für die Glaubenslehre. Das Dikasterium ist über das Urteil informiert.

Dem angeklagten Priester wurde das Urteil zugestellt. Die betroffenen Personen sind ebenfalls informiert worden, genauso wie das Pastoralteam und die Gremienvorstände der früheren Pfarrei des Priesters.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 MichaPatron 25. November 2023 
 

Freisen, ein Ort der ab nun offiziell mit den Schandtaten des Otmar M in Zusammenhang gebracht werde

Freisen, ein Ort und Gemeinde, welche einst katholisch geprägt war.Dieser Ort und diese Gemeinde St.Remigius wird über die nächsten Generationen hinweg mit den Schandtaten des Otmar M in Zusammenhang gebracht.Diese Schandtaten, welche von den Bischöfen Marx, Ackermann und Bätzing auch noch gedeckt wurden durch ignorieren von einschlägigen Hinweisen lassen sich nicht mehr unter den Teppich kehren.Dieser nun rechtskräftig verurteilte Missbrauchstäter hat der katholischen Kirche und der Gemeinde Freisen einen Bärendienst erwiesen. Er kann jetzt echt stolz auf seine Taten sein.Ich wohne selbst in Freisen und habe den Betroffenen Personen von Anfang an geglaubt.Die Alkoholpartys im Pfarrhaus und auf Ausflügen habe ich als Messdiener auch miterleben müssen. Mich hat dieser Herr Himmel sei Dank nicht gemocht, worüber ich jetzt sehr froh bin. Gutes Urteil und mehr als gerecht. Die Gerechtigkeit hat gesiegt.


1
 
 Zodiac 25. November 2023 
 

Marx, Ackermann und Bätzing

Endlich ist dieser bereits rechtskräftig verurteilte Sexualstraftäter Otmar M nun auch von einem kirchlichen Gericht mit der Höchststrafe verurteilt worden. Die fragwürdigen Rollen inklusive Entscheidungen der einstigen Vorgesetzten von diesem Herrn sollten nun auch schleunigst öffentlich gemacht werden. Marx, Ackermann und Bätzing haben dazu beigetragen,dass Otmar M bis 2015 in Freisen unbehelligt seine Straftaten ausführen konnte! Trotz einschlägigen Hinweisen ab 2006 wohlbetont und wohlgemerkt! Sie gehören genauso aus dem Klerikerstand entfernt wie Otmar M.!


2
 
 TimoRanzenberger 25. November 2023 
 

NICHTS anderes habe ich erwartet

NICHTS anderes als eine Entlassung aus dem Klerikerstand habe ich erwartet! Dieser nun auch rechtskräftig verurteilte Sexualstraftäter Otmar M wurde zurecht aus dem Klerikerstand entlassen.Das Kirchengericht Köln hat Fakten und Tatsachen zusammengetragen, ausgewertet und ist zu diesem Ergebnis gekommen.Hier in diesem Forum hat sich mal ein gewisser User namens "Rodythgrundt" schützend vor Otmar M gestellt und Opfer dieses Täters als unglaubwürdig bezichtigt. Was sagen Sie nun,werter Herr/Frau Rodythgrundt zu diesem Urteil? Nicht die Betroffenen dieses verurteilten Missbrauchspriesters sind Rufmörder, Verleumder und Lügner, sondern Otmar M selbst.Im Landgericht Saarbrücken hat sich Otmar M selbst ja in diesem Jahr der Verleumdung schuldig gemacht,nur mal so zur weiteren Info über diesen Straftäter! Das Urteil vom Kirchengericht war überfällig!

www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/freisen/missbrauch-urteil-gegen-ex-priester-aus-freisen-keiner-kann-mehr-sagen-ich-luege_aid-102017481


2
 
 Tante Ottilie 24. November 2023 
 

By the way: Wann wieder ENDLICH, ENDLICH ein MISSBRAUCHSGUTACHTEN des Bistums TRIER veröffentlicht?


2
 
 Norbert Langenfeld 24. November 2023 

Kölner Dom?

Das Titelbild ist irreführend. Der Priester war ausschließlich im Bistum Trier tätig. Und die "Fehler" im Umgang mit den Fällen wurden in Trier gemacht - unter welchem Bischof auch immer. Das Kölner Diözesangericht war nur aus Neutralitätsgründen mit dem Fall befasst worden.


1
 
 J. Rückert 24. November 2023 
 

Verstehe nicht

Schutzalter überschritten, interessiert Kirchengericht nicht mehr?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. Kommen Sie mit! - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Karwoche und Oktober 2024 mit kath.net in MEDJUGORJE
  4. „DBK hat keine Vollmacht, ihre Diözesen von Einheit mit Papst und katholischer Kirche wegzureißen“
  5. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  6. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  7. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  8. Christian Geyer in FAZ-Kommentar: „Synodaler Ausschuss - Bischöfe als juristische Deppen?“
  9. "Das unpräzise Pontifikat"
  10. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  11. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  12. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  13. Kardinal Kasper: „Ich stimme Kardinal Schönborns Mahnung an die DBK voll und ganz zu“
  14. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  15. Grußwort des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Eterović, an die Deutsche Bischofskonferenz

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz