Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  3. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  4. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  5. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  6. Waffen können Frieden schaffen und viele Menschenleben retten!
  7. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  8. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  9. Riccardo Wagner wurde katholisch: „Ich wollte nie Christ sein. Ich war Atheist“
  10. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  11. Deutsche Bischofskonferenz nimmt Bericht zur reproduktiven Selbstbestimmung „mit großer Sorge“ wahr
  12. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  13. Polnische Bischofkonferenz ist der Schirmherr des Polnischen „Marsch für das Leben und die Familie“
  14. Meloni: Leihmutterschaft ist ,unmenschliche Praxis‘
  15. Mehrheit der Deutschen fürchtet Islamisierung Europas

Regime in Nicaragua verbietet Kreuzwege und Pfadfinder

25. Februar 2024 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vor 107 Jahren gegründete nationale Kinder- und Jugendorganisation angeblich wegen säumiger Finanzberichte aufgelöst, ebenso wie bisher bereits 3.230 NGOs in Nicaragua.


Managua/Washington (kath.net/ KAP)
Im Zuge seines Feldzugs gegen die Zivilgesellschaft hat das Regime in Nicaragua nun die Pfadfinder verboten: Laut Medienberichten entzog die Regierung dem nationalen Pfadfinderverband gemeinsam mit weiteren Nichtregierungsorganisationen seinen Rechtsstatus. Laut der Regierungszeitung "La Gaceta" (Wochenende) habe der Verein einen Finanzbericht nicht rechtzeitig übermittelt. Auf ähnliche Weise wurden mit der "Fraternidad Misioneras del Fiat de Maria" eine weitere weibliche Ordensgemeinschaft, und auch drei christliche Kirchen sowie der Rotary-Club verboten und eine Universität gesperrt. Die Vermögenswerte der Organisationen wurden von der Regierung beschlagnahmt.
Der Anordnung Folge leistend, wurden seitens des nationalen Pfadfinderkomitees alle Aktivitäten des vergangenen Wochenendes abgesagt, "mit oder ohne Uniform, um unsere jungen Mitglieder zu schützen", informierte das Portal "confidential.digital". Im Vorfeld seien alle erdenkbaren Anstrengungen unternommen worden, um die Maßnahme der Regierung zu verhindern - jedoch ohne Erfolg. Gemeinsam mit der Weltleitung der Pfadfinder in der Schweiz suche man derzeit nach alternativen Formen, um "die Mission der Pfadfinderbewegung in Nicaragua weiter in Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen".


Ähnlich wie die Pfadfinder, deren Geschichte in Nicaragua vor 107 Jahren begann, wurden seit Ende 2018 bereits insgesamt 3.230 gemeinnützige Organisationen von der Regierung von Machthaber Daniel Ortega und Vizepräsidentin Rosario Murillo aufgelöst, oft unter Anschuldigungen wie etwa "Geldwäsche".
Drastisch eingeschränkt und von Spitzeln beobachtet sind weiters auch die kirchlichen Aktivitäten in Nicaragua. Wie die im Exil lebende Menschenrechtlerin Martha Patricia Molina auf der Plattform X berichtet, seien vergangenen Freitag mehr als 400 Kreuzwegprozessionen im ganzen Land abgesagt worden; nur in einigen Diözesen habe es von den Behörden eine Genehmigung zu einer Durchführung in eingeschränkter Form gegeben. Die Anwältin sprach von einer "kriminellen Diktatur", die "nicht einmal in der Fastenzeit von ihrem Hass gegen die katholische Kirche ablässt".
Dutzende Geistliche, darunter die Bischöfe Rolando Alvarez und Isidro Mora, wurden in den vergangenen Monaten des Landes verwiesen. Keine Zurückhaltung mit Kritik übt der bereits vor bald fünf Jahren ins Exil nach Florida gedrängte Weihbischof von Managua, Silvio Baez: "Fasten ist mehr als nicht zu essen. Es bedeutet, sich nicht daran zu gewöhnen, unter irgendeinem Joch zu leben. Es bedeutet, Ungerechtigkeit anzuprangern und gegen Unterdrückung zu kämpfen", schrieb er zum ersten Fastensonntag auf X.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. Riccardo Wagner wurde katholisch: „Ich wollte nie Christ sein. Ich war Atheist“
  3. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  4. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  5. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  6. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'
  7. Heiligenkreuz: Gänswein und Koch für Wiederentdeckung des Priestertums
  8. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  9. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  10. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  11. Der Teufel sitzt im Detail
  12. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  13. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  14. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie ,The Baxters‘ sehen‘
  15. Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz