Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  2. Bistum Trier entlässt AFD-Landtagsabgeordneten Schaufert aus einem Kirchengremium
  3. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  4. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  5. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  6. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg
  7. Höchstgericht entscheidet über Bibel-Tweet von Ex-Ministerin Räsänen
  8. Mehrheit der Deutschen fürchtet Islamisierung Europas
  9. Vatikan: Religionsfreiheit durch Urteil gegen Kardinal bedroht
  10. ,Ich habe Pornographie gemacht – jetzt mache ich Rosenkränze!‘
  11. Meloni: Leihmutterschaft ist ,unmenschliche Praxis‘
  12. Das Mediennetzwerk Pontifex, gegründet 2005 als "Generation Benedikt", beendet seine Tätigkeit
  13. Der Teufel sitzt im Detail
  14. Der Gute Hirt: er opfert sich für uns und schenkt seinen Geist
  15. Taylor sei mit Euch

Bischof Hendriks/Niederlande: „Wir würden das Evangelium selbst und Jesus Christus verlieren“

28. Februar 2024 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof von Haarlem-Amsterdam: „Die Botschaft zu verwässern ist keine Lösung“ – „Es gibt keine andere Lösung, als der Botschaft des Evangeliums treu zu bleiben und diese mit starker Überzeugung und Klarheit zu verkünden“


Amsterdam (kath.net/pl) Wenn man die Kirche an zeitgenössische Denkweisen anpasse, würden wir „das Evangelium selbst und Jesus Christus verlieren. Es geht nicht darum, dass wir uns an die Zeit anpassen, sondern dass wir uns an Jesus Christus anpassen. Es gibt keine andere Lösung, als der Botschaft des Evangeliums treu zu bleiben und sie mit starker Überzeugung und Klarheit zu verkünden. Natürlich müssen wir Menschen aller Herkunft willkommen heißen, aber die Botschaft zu verwässern ist keine Lösung.“ Das erläuterte Jan Hendrick, Bischof von Haarlem-Amsterdam, im Interview mit Edgar Beltrán für die US-amerikanische katholische Website „The Pillar“. Der Bischof wies darauf hin, „dass die jungen Menschen, die zur katholischen Kirche konvertieren oder zur katholischen Kirche zurückkehren, aufgrund dieser starken Überzeugungen kommen und nicht aufgrund einer verwässerten Botschaft“. „Wir müssen akzeptieren, dass wir ein Zeichen des Widerspruchs sind. Davor sollten wir nicht zurückschrecken.“


Im Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil erläuterte Bischof Hendriks, dass damals in den Niederlanden etwas Ähnliches passiert sei wie neulich in einigen Bischofskonferenzen bei der Vatikanerklärung Fiducia supplicans: „Das Konzil wurde als Bruch, als Neuanfang gesehen.“

Er erläuterte, dass man in Zeiten, in denen man aus Gründen des massiven Katholikenschwundes zu schmerzhaften Kirchenschließungen gezwungen sei, die Finanzierung der Jugendapostolatsarbeit nicht gekürzt habe. „Deshalb haben wir viele, viele Aktivitäten für junge Menschen, um sie zusammenzubringen und im Glauben auszubilden.“ Der Bischof erläutert wörtlich: „Wir haben die Missionsschule, die aktiv und breit aufgestellt ist, sodass wir Pilgerfahrten und Wochenendaktivitäten anbieten können, in denen junge Menschen über den Glauben und ihre Mission aufgeklärt werden. Sie müssen stark in ihrem Glauben sein und ihren Glauben besser kennen. Und dann stehen sie in diesem Programm auch in Kontakt, zum Beispiel mit Kommunikationsspezialisten, um zu wissen, wie sie ihre Botschaft besser vermitteln können. Deshalb versuchen wir, ihnen zu helfen, Apostel Jesu Christi in dieser Gesellschaft zu werden.“

„In den Niederlanden haben wir insgesamt 44 Seminaristen und mehr als die Hälfte davon sind Ausländer. In unserer Diözese haben wir 18 Seminaristen – 10 aus der Diözese und 8 im Seminar des Neokatechumenalen Weges.“ Dabei falle ihm immer auf, „dass die meisten unserer Seminaristen einen Hintergrund in einer Gemeinschaft oder Institution der Kirche haben – wie dem Neokatechumenalen Weg oder dem Opus Dei, oder vielleicht einer Pfarrei, die eine sehr lebendige Gemeinschaft junger Menschen hatte. Ich habe das Gefühl, dass ich mich wiederhole, aber ich kann die Bedeutung der Gemeinschaft nicht genug betonen.“

Angesichts der Internationalität der jungen Katholiken – „ungefähr 60 Prozent unserer Firmlinge haben ausländischen Hintergrund“ – weist der Bischof darauf hin, dass die ausländischen Katholiken „unseren Gemeinden neues Leben eingehaucht“ haben.

Auf Nachfrage betonte Bischof Hendriks die grundlegende Bedeutung der Eucharistie für die Neuevangelisierung. „Alles ist Gnade. Der Glaube kann also nur ein Geschenk des Herrn sein. Es ist nicht unsere Arbeit. Wir können die Bekehrung der Niederlande nicht [allein] herbeiführen. Es ist Gnade. Wir brauchen eine übernatürliche Vision, um in der Gegenwart des Herrn zu sein und zu leben und ihn anzubeten. Deshalb bin ich sehr froh, dass vor fünf Jahren eine Initiative der ewigen Anbetung ins Leben gerufen wurde und seitdem weitergeführt wird.“

Das Interview in „The Pillar“ in voller Länge: ‘The importance of community’ — Dutch Bishop Hendriks on Christian hope
https://www.pillarcatholic.com/p/the-importance-of-community-dutch

Archivfoto Bischof Hendrik © Bistum Haarlem-Amsterdam

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 29. Februar 2024 
 

Der Glaube lebt!

Nachdem in den Niederlanden ein orkanartiger Niedergang kath. Glaubens zu verkraften war, ist es ein großes Geschenk, dass sich glaubenstreue Stimmen erheben und uns mahnen! Dass wir doch von ihnen lernen! Vielen Dank!


2
 
 modernchrist 28. Februar 2024 
 

Die Hingabe an eine geliebte und als wichtig

empfundene Aufgabe lernen die jungen Leute in ihren Familien des Neokatechumenalen Weges. Dort sind große Familien sehr häufig, wo Vater und Mutter sich für das Glaubensleben ihrer Kinder interessieren, die Kinder ab 12 in eigenen Gemeinschaftsgruppen den Glauben erleben zusammen mit anderen Jugendlichen in großer Zahl.
So können auch viele Berufungen reifen zur Hingabe als zölibatärer Priester, so wie sich sein Vater treu und leidenschaftlich an die Familie hingegeben hat. Sie sahen aber auch daheim, dass Ehe und Familie nicht reines Honiglecken ist - und erwarten daher auch als Priester nicht ein problemfreies persönliches Leben. Sie sind Realisten! Ihre Liebe finden sie in Christus, ihm wollen sie wirklich nachfolgen mit Haut und Haaren.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. KOMMEN SIE MIT! EINMALIGE REISE - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  2. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  3. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  4. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  5. ,Ich habe Pornographie gemacht – jetzt mache ich Rosenkränze!‘
  6. Der Teufel sitzt im Detail
  7. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  8. Das Mediennetzwerk Pontifex, gegründet 2005 als "Generation Benedikt", beendet seine Tätigkeit
  9. "Ich verzeihe dir, du bist mein Sohn. Ich liebe dich und werde immer für dich beten"
  10. Der Mann mit Ticketnummer 2387393
  11. Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“
  12. Taylor sei mit Euch
  13. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg
  14. Bistum Trier entlässt AFD-Landtagsabgeordneten Schaufert aus einem Kirchengremium
  15. Krakau: Einleitung des Seligsprechungsprozesses der mit 25-Jahren ermordeten Helena Kmieć

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz