Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Trier entlässt AFD-Landtagsabgeordneten Schaufert aus einem Kirchengremium
  2. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  3. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  4. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  5. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  6. Das Leben des Menschen ist schutzwürdig oder doch nicht?
  7. Erzbistum Hamburg verliert 2023 Millionen Euro durch Mitgliederschwund
  8. Höchstgericht entscheidet über Bibel-Tweet von Ex-Ministerin Räsänen
  9. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg
  10. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  11. ,Ich habe Pornographie gemacht – jetzt mache ich Rosenkränze!‘
  12. Mehrheit der Deutschen fürchtet Islamisierung Europas
  13. Meloni: Leihmutterschaft ist ,unmenschliche Praxis‘
  14. Vatikan: Religionsfreiheit durch Urteil gegen Kardinal bedroht
  15. Das Mediennetzwerk Pontifex, gegründet 2005 als "Generation Benedikt", beendet seine Tätigkeit

Ungarn: Bischof für Kultur der Lebensbejahung statt Sterbehilfe

14. Jänner 2024 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


EGMR-Entscheidung über Klage gegen in Ungarn geltendes Verbot der Suizidbeihilfe steht an - Bischof Szekely warnt vor Druck auf ältere, kranke und schutzbedürftige Menschen bei Freigabe von assistiertem Suizid.


Wien/Budapest (kath.net/ KAP)
In der aktuellen Sterbehilfe-Debatte in Ungarn hat sich Bischof Janos Szekely für die Bewahrung einer Kultur der Lebensbejahung ausgesprochen und vor den Folgen einer Freigabe von assistiertem Suizid für die Gesellschaft gewarnt. Das Leben mit seinem unendlichen Wert sei ein Geschenk, das "nach endlichen und nach menschlichen Maßstäben nicht abgewogen werden kann", sagte der Bischof von Szombathely auf Anfrage der Nachrichtenagentur Kathpress (Donnerstag). Ausdrücklich warnte Szekely davor, dass bei einer Freigabe von assistiertem Suizid in einer Gesellschaft der Druck auf ältere, kranke und schutzbedürftige Menschen wachse und sich diese quasi verpflichtet fühlen könnten, ihr Leben vorzeitig zu beenden.
Hintergrund der Aussagen ist eine Klage gegen das in Ungarn geltende Verbot der Suizidbeihilfe, über die demnächst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entscheiden wird. Der an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankte 46-jährige Rechtsanwalt und Verfassungsjurist Daniel Karsai wandte sich im vergangenen Jahr auf dem Weg einer Individualbeschwerde an den Gerichtshof in Straßburg. Der Mann will das Verbot kippen, um in Zukunft Suizidbeihilfe in Anspruch nehmen zu können. ALS ist eine neurodegenerative Krankheit, die in der Regel innerhalb weniger Jahre tödlich verläuft.



Karsais Fall wurde in Ungarn von zahlreichen Medien aufgegriffen und führte in den vergangenen Monaten auch zu einer öffentlichen Debatte über Entscheidungen am Lebensende. Der Jurist argumentiert in dem Verfahren. dass das Verbot gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße. Ende November hörte eine Richterkammer des EGMR in dem Fall mehrere Sachverständige an. Die Anwälte der ungarischen Regierung sehen die Grundrechte Karsais durch die Nichtzulassung von Sterbehilfe nicht verletzt.
Bischof Szekely hob gegenüber Kathpress seine Überzeugung hervor, dass wahre Hilfe nicht darin bestehe, in den Tod zu begleiten. Oft seien gerade die schmerzhaften Phasen des menschlichen Lebens die wichtigsten und wertvollsten, so Szekely. Betroffenen müsse stets signalisiert werden: "Du bist wichtig, du bist keine Belastung, auch krank bist du wertvoll, dein Leiden ist nicht überflüssig." Der Bischof hob zudem die Fortschritte in der Palliativmedizin hervor.
Gleichzeitig erklärte Szekely, dass nach christlichem Verständnis jeder das Recht habe, in Würde zu sterben. Niemand sollte dazu gezwungen werden, sein irdisches Leben künstlich und mit außergewöhnlichen Mitteln so lange wie möglich zu verlängern, so der Bischof.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gebsy 14. Jänner 2024 

Ein Arbeitskollege

ist an ALS erkrankt und knapp 50-jährig verstorben. Seine Familie verdient Hochachtung ...


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. „Für die Grundrechte von Frauen und vorgeburtlichen Kindern ist es ein schwarzer Tag“
  2. ,Du kannst dein Baby behalten!‘
  3. Großer Erfolg an zwei Standorten
  4. 'Marsch für das Leben' - Linksradikale beschädigen katholische Kirche in Berlin
  5. Zeitung: Vatikan will Staatskrise in Andorra abwenden
  6. Mexikos Bischöfe stellen Abtreibungs-Urteil infrage
  7. Erstmalige Seligsprechung eines Ungeborenen

Ungarn

  1. Kein Segen für Paare in einer nichtehelichen Partnerschaft oder gleichgeschlechtlichen Beziehung
  2. Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban übernimmt die Kriegslügen von Putin
  3. Die Realität aufzeigen
  4. Erdö vor Papstbesuch: Budapest eine Brücke zwischen Ost und West
  5. Bischof Veres: Kirche auch in Ungarn in radikalem Wandel
  6. Serbischer Patriarch ehrt Viktor Orban mit höchster Auszeichnung
  7. Ungarisches Referendum: Über 90 % lehnen schulische Propagierung von Homo-/Transsexualität ab







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. KOMMEN SIE MIT! EINMALIGE REISE - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  4. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  5. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  6. ,Ich habe Pornographie gemacht – jetzt mache ich Rosenkränze!‘
  7. Der Teufel sitzt im Detail
  8. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  9. Das Mediennetzwerk Pontifex, gegründet 2005 als "Generation Benedikt", beendet seine Tätigkeit
  10. "Ich verzeihe dir, du bist mein Sohn. Ich liebe dich und werde immer für dich beten"
  11. Der Mann mit Ticketnummer 2387393
  12. Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“
  13. Taylor sei mit Euch
  14. Bistum Trier entlässt AFD-Landtagsabgeordneten Schaufert aus einem Kirchengremium
  15. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz