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Höchstgericht entscheidet über Bibel-Tweet von Ex-Ministerin Räsänen

20. April 2024 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Oberstes Gericht Finnlands nimmt Fall der christdemokratischen Politikerin Räsänen nach Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft zur Entscheidung an - Räsänen wird vorgeworfen, konservative religiöse Überzeugungen zu Ehe/Sexualethik verbreitet zu haben


Wien/Helsinki (kath.net/KAP/red) Das Oberste Gericht Finnlands wird über den Fall der früheren Innenministerin Päivi Räsänen entscheiden, der wegen eines Bibel-Tweets Hassrede vorgeworfen wird. Die Höchstrichter hätten die Causa nach dem Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft zur Entscheidung angenommen, teilte die in Wien ansässige Menschenrechtsorganisation ADF international am Freitag mit. In Urteilen zweier Vorinstanzen waren Räsänen und der mit ihr angeklagte lutherische Bischof Juhana Pohjola 2022 und 2023 jeweils freigesprochen worden.

"Ich bleibe gelassen und bin bereit, die Meinungs- und Religionsfreiheit auch vor dem Obersten Gerichtshof zu verteidigen", erklärte Räsänen in der ADF-Mitteilung. Darin kündigte die Ex-Ministerin auch einen etwaigen Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an, falls dies nötig werde.


Räsänen wird zur Last gelegt, konservative religiöse Überzeugungen zu Ehe und Sexualethik verbreitet zu haben. Ab Mitte 2019 hatte die finnische Polizei gegen sie ermittelt. Als Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirche Finnlands hatte sich die Politikerin damals über die Online-Plattform Twitter an die Kirchenleitung gewandt und die offizielle Unterstützung des LGBT-Events "Pride 2019" durch die Kirche hinterfragt. Dazu postete sie ein Bild mit Versen aus dem neutestamentlichen Römerbrief. Dem Tweet folgten Ermittlungen, die schließlich bis zu einer Broschüre Räsänens von 2004 zurückreichten.

Im April 2021 erhob die finnische Generalstaatsanwältin Anklage wegen "Aufwiegelung gegen eine Minderheit". Der Bischof stand vor Gericht, weil er damals Räsänens Broschüre veröffentlichte. Im März 2022 wurden beide vom Bezirksgericht Helsinki freigesprochen. Ein Berufungsgericht bestätigte die Freisprüche im November 2023.

Räsänen ist seit 1995 Mitglied des finnischen Parlaments. Von 2004 bis 2015 war sie Vorsitzende der Christdemokraten und von 2011 bis 2015 Innenministerin. Aktuell ist sie weiterhin Abgeordnete sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende, sie leitet den Ausschuss für Verfassungsrecht.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 lakota 24. April 2024 
 

@Wirt1929 @SalvatoreMio

Seine Meinung auch in nicht christlichem Umfeld vertreten, Gegenwind aushalten.....ja, das ist nicht einfach.
Auch mir fiel das in jungen Jahren schwer, aber ich informierte mich, lernte meinen Glauben zu vertreten....und am Ende war es so: wenn die Kollegen in unserer großen Firma wieder mal über Kirche diskutierten oder lästerten und etwas nicht verstanden, sagten sie: Geh zu ....die kennt sich da aus.

Aus dem über mich lachen, war dann Respekt geworden. Es war oft schwer, aber es war es wert!


0
 
 KatzeLisa 21. April 2024 
 

Jeder von uns, ob Bischof oder Laie, ist dazu aufgerufen, den Willen des Herrn zu erfüllen. Und jeder von uns, ob Bischof oder Laie, wird eines Tages vor dem Richter stehen und auf seine Barmherzigkeit angewiesen sein.

Christus hat uns vorhergesagt, daß wir verfolgt und wegen unseres Glaubens in Schwierigkeiten geraten werden. Viele Jahrzehnte lang existierte das Christentum in Europa völlig unangefochten. Aber die Zeiten haben sich geändert. Sie sind rauher und herausfordernd geworden.

Selbst die Apostel haben Jesus zunächst verraten, sie standen nicht unter dem Kreuz, aber mit Hilfe des Hl. Geistes haben sie ihre Mission und sogar das Martyrium angenommen.

Vertrauen auch wir auf Gott, beten wir für unsere Hirten und versuchen wir, den rechten Weg zu gehen. Dann wird aalles gut enden.


3
 
 Hibiskus 21. April 2024 
 

wie ist es mit dem Koran?

Hat ein deutsches Gericht schon einmal die Texte des Korans gelesen? Da darf man doch mit "Ungläubigen" so manches machen, das im Strafgesetzbuch steht. Und nach Auffassung führender Politiker "gehört das zu Deutschland". - Kann mir das jemand erklären?


0
 
 SalvatoreMio 21. April 2024 
 

Im Glauben reifen ...

@Wirt1929: danke für Ihre Worte. Nur ganz kurz dazu, was mir gerade einfällt: es ist ganz gewiss wichtig und wertvoll für uns, dass wir Prüfungen ausgesetzt sind; dass wir lernen, "Gegenwind" auszuhalten, denn es gehört zur Reifung ganz allgemein und zur Reifung im Glauben.


1
 
 Stefan Fleischer 21. April 2024 

@ Wirt1929

Gott ist absolut gerecht und absolut barmherzig zugleich. Wie das funktioniert, das übersteigt unseren menschlichen Versand bei Weitem, besonders wenn es um ein Urteil im konkreten Einzelfall handelt. Dies ist eine Frage des Glaubens und des Vertrauens. Man könnte auch sagen, es ist eine Frage der Ehrfurcht, jener Furcht des Herrn, welche sich fürchtet, Gott zu beleidigen, und welche die Schrift als Anfang der Weisheit bezeichnet. Sie bereitet uns für den alles entscheidenden Augenblick unseres Todes vor, wo wir uns endgültig entscheiden für Gott oder gegen ihn, für eine Ewigkeit mit ihm oder ohne ihn.


4
 
 Wirt1929 20. April 2024 
 

@SalvatoreMio

Würde es bei einer Verurteilung von Frau Räsänen für die Richter wirklich übel aussehen, wenn sie im jüngsten Gericht vor Gott stehen, oder würde nicht auch für sie bei vorheriger Umkehr die Gnade und Barmherzigkeit Gottes stehen? Bei all den Wirrnissen und der Verärgerung darüber, was ich durchaus teile, stellt sich mir die Frage: Was will Gott uns mit dem Erleben dieser Abwegigkeiten sagen? Inwieweit bin ich selbst beteiligt durch mutloses Schweigen, wenn es erforderlich ist die Stimme zu erheben. Wie oft ertappt man sich ob solchen Verhaltens in Gesprächen mit nicht Gleichgesinnten. Ich beneide jeden, der außerhalb dieses Forums seine Meinung genau so vehement vertritt. Das Evangelium des guten Hirten lässt mich zumindest hoffen, den stärksten Wächter der Menschheit an unserer Seite zu haben.


4
 
 SalvatoreMio 20. April 2024 
 

Was ist los mit dem Gewissen der Christen? Wollen sie nur up-to-date sein?

@KatzeLisa: Ihre Beobachtungen sind glasklar. Mir scheint, von unseren Bischöfen angefangen, bis hinunter zu uns, dem "Fußvolk", haben sehr viele gar kein Problem mit diesen Dingen. Sie wollen nur ihre Ruhe haben. Ein Gefängnisgeistlicher bekannte sich öffentlich als "homosexuell". Auch Außenstehende können dort im Gefängnis zur hl. Messe gehen. Als ich einer Bekannten sagte, er habe mal bei einer Messfeier in meiner Gemeinde sogar die Wandlungsworte geändert, wodurch die Wandlung ungültig wird, kam nur die Resonanz: "Aber der ist sooo nett!" - Oder Petitionen, die oft erfolgreich enden: es mag um die ernstesten Themen gehen, wie Abtreibung oder dieses "Wahnsinns-Gesetz" wegen "Geschlechtswechsel": es ist, als ob es nicht einmal die ganz treuen Kirchgänger aufrege! Oder steckt Angst dahinter, weil man seinen Namen preisgeben muss? Aber Furcht vor Problemen, wie Frau Räsänen sie erlebt, wären eines Christen unwürdig.


5
 
 gebsy 20. April 2024 

Ist das so zu verstehen,

dass dieses Urteil aufdecken wird, wie es um die Unabhängigkeit der Gerichte bestellt ist?


0
 
 KatzeLisa 20. April 2024 
 

Religionsfreiheit?

Der Fall Räsänen zeigt exemplarisch, wie weit der Hass auf das Christentum und die Einschränkung der Religionsfreiheit in einem europäischen Land gediehen sind.

Die christlichen Kirchen haben wie so oft dieser Entwicklung untätig zugeschaut. Etliche Bischöfe lassen sich von der Gender-Ideologie einfangen.

Der Trierer Bischof Ackermann, der in der Mißbrauchsaufarbeitung keine gute Figur abgab, hat kürzlich einen Gottesdienst für "Queere" veranstaltet und sein Generalvikar hat gerade einen AfD-Politiker aus dem Verwaltungsrat einer Gemeinde entfernt.
Alle kirchlichen Einrichtungen suchen Personal männlich, weiblich und divers.

Wenn wir so weiter machen, werden die Einschränkungen zunehmen und das Zitieren aus der Bibel zu einem Vabanque-Spiel.

Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit werden sukzessive abgeschafft, wobei sich mir der Eindruck aufdrängt, daß man es speziell auf die christliche Religion abgesehen hat.


8
 
 SalvatoreMio 20. April 2024 
 

Das Oberste Gericht Finnlands muss sich dereinst vor Gott verantworten!

Hoffentlich ist diesen hohen Richtern bewusst, dass sie selbst eines Tages vor dem Herrn und Richter der gesamten Menschheit stehen. Es wird dann übel für sie aussehen, wenn sie Frau Räsänen wegen Verse aus dem Römerbrief verurteilen sollten.


6
 

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